Freitag, 28. Oktober 2016

Gabys Halloween

Die kleine Michelle glitt mit dem Kopf zuerst vom Bett ihrer besten
Freundin Gaby, stemmte die Hände auf den Teppichboden und machte einen
eleganten Handstand. Dann begann sie damit ihre Arme anzuwinkeln und
ihren zierlichen Körper mit ihren starken Armen hoch und runter zu heben.

"Aber du gehst doch jedes Jahr mit deinen Brüdern Süßigkeiten sammeln.
Kannst du das nicht dieses Mal ausfallen lassen?" Michelle winkelte ihre
Arme so stark an, dass sie mit ihrer Stubsnase den Boden berührte.
Kreisend rieb sie ihre Nase am Teppich.

"Was machst du da?" fragte Gaby, die vor ihrem Spiegel stand und
unschlüssig ein Shirt mit einem Supermannsymbol in der Hand hielt.
"Meine Nase juckt!" nuschelte Michelle. Dann hob sie ihren Körper wieder
in die Höhe.

"Ich glaube nicht, dass dieses Shirt das richtige ist, Michelle!" sagte
Gaby. "Sollte es nicht irgendwas gruseliges sein zu Halloween?"
"Was gruseliges? Dazu fällt mir dein Strickpullover mit dem
Weihnachtsmann ein!"

Michelle kicherte über ihren eigenen Witz und hob ihren Körper, auf den
Händen stehend nun intensiv hoch und runter. Dabei rutschte ihr Shirt
herunter, das einen ihren kleinen Bauch mit ihrem definierten Sixpack
zeigte und gleichzeitig ihren Kopf einhüllte. Derweil zog Gaby das
ärmellose Shirt an, das viel zu kurz war, um ihren ganzen Bauch zu
verdecken.

"Das ist viel zu sexy!" rief Gaby. "Na und?" kam es unter dem Shirt
hervor. "Ich gehe mit meinen beiden Brüdern raus!"
"Na und?" sagte das Michelle wieder "Du sagtest doch, dass die beiden
sowieso immer dauergeil sind!"
"Michelle!" rief Gaby.
"Was? Hast du selbst gesagt!"
"Nicht so direkt!" Gaby blickte in den Spiegel. "Wenn ich dazu noch
diesen kurzen Rock anziehen, wird das echt kühl!"
"Ich war im letzten Jahr zu Halloween in Unterwäsche draußen!"
"Du hast sie auch nicht mehr alle!"

Die beiden Mädchen wurden unterbrochen, als Gabys Zimmertür aufging und
ihre beiden Brüder in der Tür auftauchten. Mit großen Augen sahen sie
erst ihre Schwester an, die mit ihrem langen Körper in diesem kurzen
Shirt steckte. Gabys braune Haare fielen ihr wie ein seidiger Vorhang auf
ihre muskulösen Schultern. Ihre langen Oberarme waren nackt und strotzten
nur so vor Muskelkraft. Auch ihr Sixpack mit den hervortretenden
Bauchmuskeln war gut zu sehen. Dann erblickten sie die kleine Michelle,
die immer noch ihren Körper auf den Händen hoch und runter stemmte, mit
dem Shirt über dem Kopf. Beide Jungs gafften ganz offen Michelles
Sixpack an. Wie auch ihren weißen BH, der zur Hälfte zu sehen war.

"Wer ist denn da?" fragte Michelle unter ihrem T-Shirt.
"Meine Brüder!" sagte Gaby genervt. "Was wollt ihr?"
"Nur fragen, wann wir los können?" sagte Kai und glotzte, wie sein Bruder
weiter Michelle an. Gaby fand das gar nicht gut und gab Michelles Beinen
einen Tritt mit ihrem langen rechten Bein, so dass diese das
Gleichgewicht verlor und zur Seite umfiel. "Aua!" kam es unter dem Shirt
hervor.

Umständlich richtete sich Michelle auf und zog ihr Shirt glatt. Dann
ordnete sie ihre strohblonden Haare. "Du siehst klasse aus Michelle!"
sagte Sven dümmlich.
"Oh danke!" sagte Michelle und strahlte. "Und ihr auch! Was sind das?
Spiderman- Anzüge?"

"Ja!" sagte Sven stolz. "Wir sind das Spiderman-Team! Haben uns extra
mehrere Anzuge bestellt, damit sie perfekt passen!"
"Oh habt ihr einen für mich?" fragte Michelle. "Dann könnte ich mitkommen!"
"Oh ja klar!" riefen die Brüder aufgeregt und rannten beide Halsüberkopf
davon.

"Michelle!" rief Gaby und sandte ihrer Freundin einen bösen Blick zu.
"Was?"
"Du weißt schon was! Ich will nicht, dass du was mit meinen Brüdern
unternimmst!"
"Ich unternehme was mit dir! Sie leihen mir nur das Kostüm!"
"Hmm!" murrte Gaby und sah wieder in den Spiegel. "Dann kann ich das
Kostüm ja anziehen. Meine Brüder werden sich sowieso mehr auf dich
konzentrieren!"

Michelle antwortete nicht, sondern begann damit, sich bis auf die
Unterwäsche auszuziehen.
"Was wird das nun wieder?" rief Gaby.
"Ich will doch gleich ein Kostüm anziehen!"
"Na und? Deswegen musst du dich meinen Brüdern nicht in Unterwäsche
präsentieren! Da! Ich hör schon wie sie die Treppe runterkommen. Los
hinter die Tür mit dir!"
"Nein!" murrte Michelle und verschränkte die Arme.

Doch da packten Gabys große Hände schon Michelles Oberarme. Michelle
wurde von Gaby in die Luft gehoben und wie eine Puppe hinter die Tür
gestellt.

"Und das alles nur, weil ich mit deinen Brüdern ein klein bisschen
geschlafen habe!" murrte Michelle, als sie von Gaby hingestellt wurde.
Gaby schenkte ihrer Freundin einen weiteren finsteren Blick. Sie mochte
dieses Thema überhaupt nicht.

"Sei still!" sagte sie und öffnete schnell ihre Zimmertür. Ihre Brüder
kamen gerade mit dem rot-blauen Kostüm angerannt, das Gaby ihnen
einfach aus der Hand nahm.
"Hey, das ist für Michelle!" maulte Sven.
"Genau!" bestätigte Kai.
"Mund halten! Alle beide!" rief Gaby. "Ich gebe es ihr!" Und dann schlug
sie ihren Brüdern die Tür vor der Nase zu.

"Du bist manchmal echt fies zu deinen Brüder!" rief Michelle, woraufhin
Gaby ihr das Spiderman-Kostüm ins Gesicht warf. "Hey!" muffelte sie.

Während sich Michelle das Spiderman-Kostüm anzog, zog sich Gaby die
Jeans von ihren muskelbepackten Beinen. Sie hatte solch enorme Muskeln
in den Beinen, dass sie ihre Jeans immer sehr vorsichtig ausziehen
musste, damit diese nicht kaputt ging. Dann zog sie sich den blauen
Minirock an, der so kurz war, dass er ihre Beine so gut wie gar nicht
bedeckte. Gaby rieb ihre Beine noch mit einer Hautcreme ein, die sie vor
der Kälte schützen sollte. Das gleiche machte sie mit ihren Oberarmen.
Als sie vor dem Spiegel stand konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Ihre Arme und Beine glänzten leicht von der Creme und strotzten nur so vor
Kraft. Dicke schlauchartige Muskeln zierten ihre Oberschenkel und ihre
Oberarme sahen schon überaus muskulös aus, ohne das Gaby auch nur einen
Muskel anspannte.

"Wow!" sagte Michelle hinter ihr. "Du siehst wirklich aus wie Supergirl.
Großartig!"
"Danke!" lachte Gaby. "Aber dein Kostüm schein auch gut zu sitzen. Ich
kann deine Bauchmuskeln sehen!"
Michelle grinste zufrieden. "Ja, es kneift nur etwas am Hintern."
Michelle schüttelte ihr strohfarbenes Haar, so dass es wild auf ihre
Schultern fiel. "Die Maske setze ich aber nicht auf!"
"Finde ich auch besser so!" stimmte Gaby ihr zu.

Als die beiden Mädchen in den Flur kamen warten Sven und Kai schon an
der Eingangstür. "Na endlich!" sagte Sven. Dann sah er staunend seine
Schwester an.

"Verdammt!" sagte er langsam.
"Gott haben wir eine muskulöse Schwester!“ sagte Kai langsam.
"Superhelden haben halt Muskeln!" sagte Gaby.
"Schon!" meinte Kai. "Aber an Halloween sind die meistens nicht echt."
"Stören sie euch?" fragte Gaby scharf.
"Nein!" riefen beiden Brüder übertrieben laut. "Sind super. Absolut geil!"

"Ich habe auch Muskeln!" sagte Michelle und machte eine Bizepspose. Ein
nach oben gewölbter Golfball erschien auf ihren Arm, der sich auffällig
weit nach oben beulte."
"Stark!" meinte Kai. "Das sieht so cool aus! Kann ich ein Foto machen?
Das glaubt mir niemand."
"Ich auch!" rief Sven, als er sah, wie sein Bruder sein Handy hervorkramte.
"Okay!" sagte Michelle.
"Cool!" sagte Kai wieder als er eine Nahaufnahme von Michelles Gesicht
und Bizeps machte. "Die denken bestimmt, dass ich deinen Bizeps mit
Photoshop bearbeitet habe!"
"Können wir jetzt los?" fragte Gaby ungeduldig.
"Nein!" rief Sven. "Von dir wollen wir auch ein Foto!"
"Okay!" meinte Gaby und spannte ihren Bizeps an.

Ihre Brüder sperrten vor Staunen Mund und Augen auf, als sie den ovalen
Bizeps in der Größe eines Handballs auf ihrem langen Oberarm sahen.
Gigantisch groß wölbte er sich nach oben und hätte bestimmt jedes
Kleidungsstück zerstört, das ihm im Weg gewesen wäre.

"Nein!" sagte Kai. "Der kann doch nicht echt sein! Das geht doch gar nicht!"
Gaby reagierte nicht auf seine Frage, sondern sagte nur ungeduldig.
"Wollt ihr jetzt ein Foto machen?"

Ihre Brüder machten sich sofort an die Arbeit. Sie machten nicht nur
Nahaufnahmen von ihrem Gesicht mit den dunkelblauen Augen und dem riesen
Bizeps, sondern auch von ihrem Bauch und ihren Beinen. Insbesondere den
Oberschenkeln. Und hätte Gaby nicht irgendwann gerufen, dass Schluss
sei, hätten ihre Brüder sie noch den ganzen Abend fotografiert.

Es war bereits dunkel als zwei kleine Spidermänner und ein Spidergirl,
in der Größe zwischen 1.60 und 1.65, auf die Straße traten. Neben ihnen
ging ein muskulöses Supergirl und ragte mit ihren 1.82 deutlich über
ihnen auf.
Die Vier gingen von Haus zu Haus, wobei immer nur die Spidermänner an
die Türen liefen und nach Süßem fragten, während die beiden Mädchen
warteten.

Immer wenn sie andere Gruppen trafen, meist jüngere, zeigten sie auf
Gaby und sahen sie einfach nur staunend an. Aber auch Michelle wurde der
eine oder andere zweite Blick zugeworfen.

Als sie an einem dunklen Holzhaus vorbeikamen, blieben Kai und Sven
dieses Mal nicht stehen. Sie gingen weiter, ohne einen Blick auf das
Haus zu werfen.
"Hey!" rief Gaby, "Warum geht ihr weiter? Wenn ihr jetzt wählerisch
werdet, dauert das Ganze ewig!"
"Da wohnt Mister Tippin!" sagte Sven, als er sich umgedreht hatte. Er
kommt aus England und hat hier wohl Englisch unterrichtet. Aber jetzt
ist er alt und er hasst uns!"
"Wie nur euch?"
"Nein! Alle jugendlichen dieser Welt. Am Halloween ist er nie zu Hause.
Und er stellt immer sein Verarschungskorb in den Hauseingang!".
"Seinen was?"
"Oh man Gaby! Du bist doch nicht das erste Mal mit uns unterwegs! Wir
sind hier noch nie stehen geblieben."
"Ich will diesen Korb aber sehen!"
"Ich auch!" rief Michelle. Dieses rumgelaufen ist langweilig!"

Auf den Protest der Mädchen hin, drehte die Vierergruppe um und lief zu
dem dunklen Haus. Das einzige Licht ging von Hauseingang aus. Aber es
war keine Lampe die Leuchtete, sondern ein Korb mit Süßkram. Der
Hauseingang führte zwei Meter ins Haus, bevor die eigentliche
Eingangstür kam. Der Raum vor der Tür war nochmals durch eine Gittertür
geschützt und dahinter stand der Korb. Gut einen Meter vom Gitter
entfernt. Auf dem Korb stand ein Schild, das von einer Lampe, die
irgendwo im Korb lag angestrahlt wurde.

"Bedient euch Ruhig. Ha! Ha!" las Michelle langsam. "Was für ein Spaßvogel!"
"Warum macht er sich eine solche Arbeit?" fragte Gaby laut.
"Es ist jedes Jahr derselbe Korb. Die Süßigkeiten sind bestimmt schon
lange abgelaufen."
"Und da kommt man nicht ran?" fragte Michelle und steckte ihren keinen
Arm durchs enge Gitter.
"Nein. Beim ersten Mal haben wir uns einen Besen geholt, um den Korb
ran zuziehen, aber das klappt nicht. Alles viel zu eng!"
"Macht mal Platz!" sagte Gaby und trat ans Gitter. Dann stellte sie sich
breitbeinig hin und packte mit beiden Händen die Eisenstäbe.
"Was hast du vor?" fragte Kai. "Das Teil ist aus Stahl. Das kann man
nicht verbiegen.
"Will ich auch nicht! Aber das Gitter hängt an einem Holzbalken!"

Mit großen Augen sahen die Jungs zu, wie sich plötzlich Gabys Muskeln
spannten und wortwörtlich größer wurden. sogar ihr kleines Shirt spannte
sich, als ihre Rückenmuskulatur in Bewegung kam. Die Muskeln an ihren
Beinen und Armen verdoppelten sich fast und dann gab Gaby ein "Argh!" von
sich. Es knackte und quietschte Laut. Mit einem Ruck riss Gaby die
Gittertür aus ihrer Verankerung.  Dabei brach sie faustgroße
Holzsplitter aus den Balken, in denen die Tür verankert war. Mit einem
Ruck, hob Gaby die schwere Tür über den Kopf um sie dann mit aller Kraft
in den Garten zu werden. Dort grub sich die Tür ein Stück in den Rasen
und machte dann, als sie umfiel noch ein paar Büsche platt.

"Cool!" rief Michelle aufgeregt und ging in den freigelegten
Eingangsbereich. Während Sven und Kai ihre Schwerster bewundernd
ansahen. "Du bist ja echt Supergirl!" sagte Kai. Und Sven nickte. "Oh
Mann!" rief Michelle vom Eingang her. "Das ist wirklich alles
abgelaufen. 2008. Ist das zu fassen? Blöder Korb!" Sie gab dem Korb
einen Tritt, so dass sich sein Inhalt in den Eingang ergoss. "Naja!"
meinte Kai. "Herr Tippin wird nicht erfreut sein, wenn seine Gittertür
weg ist!" "Noch weniger, wenn er sie in seinem Garten findet!" lachte Sven.

Wieder auf der Straße setzten die Vier ihren Weg fort. Michelle und Gaby
waren gerade in ein Gespräch vertieft, als sich von hinten vier
Fahrräder mit verkleideten Jugendlichen nährten. Sie hatten sich
gegenseitig Farbe in die Haare und an die Klamotten gesprüht und grölten
laut vor sich hin, als sie die Straße entlang fuhren. Als sie an Gaby
und Michelle vorbei kamen, streckte einer der beiden die Hand aus und
ließ sie in Vollerfahrt auf Michelles kleinen Po knallen.

"AH!" rief Michelle erschrocken. "Dieser Penner!" rief sie und lief den
beiden hinterher. Den hinteren konnte sie noch gerade erwischen und nach
hinten weg vom Fahrrad ziehen. Noch während der eine Junge auf die
Straße fiel, sprintete Michelle dem Popoklatscher hinterher. Kai und
Sven schnappten sich das umgefallene Fahrrad und dann fuhr Sven, mit Kai
auf dem Gepäckträger hinter Michelle her.

Zeitgleich, als Michelle ihre Verfolgung begann, fuhren die anderen
beiden Jungs der Gruppe, an Gaby vorbei. Gaby hörte sie bereits vorher
kommen und drehte sich schnell weg, als diese sie passierten. Wie
erwartet hatte einer der beiden seine Hand ausgestreckt um Gaby damit
auf den Hintern zu Hauen. Doch das ging dieses Mal daneben. Schnell
setzte Gaby den beiden hinter und riss sie in der nächsten Sekunde beide
gleichzeitig vom Rad. "Ah!" machte beide erschrocken, als sie von ihren
Fahrrädern gehoben worden und diese ein kleines Stück ohne sie weiterfuhren.

"Denkt wohl, ihr könnt ihr durch die Gegen fahren und jungen Mädchen auf
den Po hauen was? Ich zeig euch mal wie das ist!"

Gaby hatte die beiden Jungs fest an ihren Jacken gegriffen, an denen sie
nun hilflos in der Luft hingen. Die Tatsache dass sie von einem Mädchen
locker in der Luft gehalten wurden, erschreckte die Jungs immens. "Was
tust du?" rief der eine, während der andere hektisch mit Beinen strampelte.

Gaby hielt die beiden Jungs ganz cool in der Luft und setzte sich auf
den Bordstein. Dort klemmte sie sich den einen Jungen zwischen die
Beine, der gequält aufschrie, als sich ihre Muskelbepackten Oberschenkel
um seinen Körper schlangen. Den anderen klemmte sie sich unter dem Arm,
zog ihm die Hose runter und versohlte ihm kurzerhand den Hintern. Es
klatschte hörbar laut und der Junge schrie, als ob es um sein Leben
ging. Nach ein paar Minuten weinte er nur noch. Gaby sorgte dafür, dass
sein Po richtig rot war. Erst dann ließ sie den flennenden Jungen los.
Als der andere sah, dass nun er an der Reihe war, strampelte er mit
Armen und Beinen und schrie laut um Hilfe.

Das um Hilfe schreien hörte sofort auf, als er von Gaby eine Ohrfeige
bekam, die ihn fast umgeworfen hatte. Noch während er sich die Wange,
mit Gabys rotem Handabdruck hielt, klemmte Gaby auch ihn unter ihren
Arm. Die Hose wurde runtergezogen und das Geklatsche, wie auch das
Geweine ging von vorne los.

Seltsamerweise wartete der andere Junge, bis Gaby mit seinem Freund
fertig war. Dieser weinte und zitterte nach dieser Behandlung genauso so
erbärmlich wie sein Partner. Schüchtern zog er sich die Hose hoch und
beide sahen Gaby aus verängstigten Augen groß an. Scheinbar schienen sie
er jetzt zu realisieren wie muskulös Gaby war, denn ihre Augen musterten
ganz klar Gaby Körper.

"Bleibt brav da stehen!" sagte Gaby streng, "Sonst muss ich euch noch
einmal übers Knie legen!" Die beiden Jungen nickten nur. "Gut, ich hole
eure Fahrräder!"
Gaby lief zu den Fahrrädern, hob jeweils mit einer Hand eins hoch und
ging zu den beiden Jungs zurück. Dort legte sie das eine Fahrrad ab und
hob das andere über ihren Kopf. Plötzlich entfalteten sich die Muskeln
in ihren langen Armen und mit einem quietschen, faltet sie das Rad so,
dass der Metallrahmen genau in der Mitte knickte. Sie klappte das Rad
wie ein Sandwich zusammen, so dass die Reifen exakt aufeinander zum
Liegen kamen. Das gefaltete Metallstück warf sie den Jungs vor die Füße.

Dem anderen  Rad erging es nicht anders. Gaby spannte einmal die Muskeln
an ihren Armen und der Metallrahmen verbog sich wie Butter. Nachdem sie
auch das zweite Rad gefaltet und den Jungs vor die Füße geworfen hatte, grinste
sie breit. Mit offenen Mündern blickten die Jungs aus ihren verheulten
Gesichtern zu Gaby auf. "Und jetzt verzieht euch!" rief sie laut. Die
Jungs zuckten zusammen und rannten dann so schnell sie konnten davon.
Ihre zusammengeklappten Räder ließen sie auf dem Gehweg liegen.

Gaby schüttelte nur den Kopf und sah sich um. Keine Spur von Michelle
oder ihren Brüdern. Gaby beschloss in die gleiche Richtung zu gehen, in
welche Michelle gelaufen war. Doch nach einer halben Stunde, hatte sie
Michelle immer noch nicht gefunden. Auf ihrem Handy ging nur die
Mailbox ran. Gaby beschloss nach Hause zu gehen. In ihrer spärlichen
Kleidung begann es langsam kühl zu werden.

Mit ihren langen Beinen joggte sie in einem anständigen Tempo die Straße
entlang. Als sie sich dem alten Tippins Haus nährte, sah sie schon aus
der Ferne, dass sich irgendwas auf dem Vordach seines Eingangs bewegte.
Als sie nähere kam, sah sie dass es sich um Personen handelte. Die eine
sitzend die anderen beiden mehr liegend.
Als Gaby die Spidermanfarben erkannte, rannte sie zum Haus. Dort sah
sie alles ganz genau.

Bei den drei Personen handelte es sich um Michelle und ihre beiden
Brüder. Alle drei konnte man gut hören, denn sie gaben alle Stöhngeräusche von sich. Michelle ritt Sven im vollem Gelob, während ihre
eine Hand, in der Hose von Kai verschwand. Was sie da machte war nicht
schwer zu erraten, denn auch Kai stöhnte aus vollem Hals. Die drei
bemerkten Gaby nicht und ihre Schreie wurden immer lauter. Michelle ritt
Sven so heftig, dass dieser kurz davor war, mit ihm vom Vordach zu fallen.

Gaby wusste in diesem Augenblick nicht, wohin mit ihrer Wut. Wütend
trat sie gegen den rechten Holzpfeiler, der das Vordach trug. Das Haus
von Herrn Tippin war schon alt. Und auch der Holzpfeiler hatte schon
bessere Tage gesehen. Gabys gewaltiger Powertritt zerbrach, mit einem
lauten Krachen, den Pfeiler einmal in der Mitte. Und dann knickte das
Vordach langsam zur Seite ab.

Michelle hechtete geistesgegenwärtig von Sven herunter. Doch die beiden
Brüder, rutschten nacheinander vom Dach. Zu ihrem Glück, wurden sie von
Gaby nacheinander aufgefangen und schnell hintereinander ins Gras
geworfen. Michelle hatte zwar einen Hechtsprung gemacht, rutschte aber
ab und hing nun an der vorderen Kante des Daches. Als sie runter sah, um
die Höhe einzuschätzen, erblickte sie Gaby, deren dunkelblaue Augen vor
Wut leuchteten.

"Uh, hey Gaby!" sagte Michelle kleinlaut.
"Was zum Teufel Michelle! Was hast du getan? Du hattest es versprochen!
VERSPROCHEN!" Das letzte Wort schrie Gaby und Michelle hangelte
erschrocken an der Dachkante, aus Gabys Reichweite.

"Hör mir zu!" plapperte Michelle so schnell sie konnte. "Es war gar
nicht so! Den Jungen auf dem Rad haben wir irgendwann verloren. Und dann
standen wir vor dem Haus von diesem Engländer. Und Sven meinte, dass er
wie Spiderman am Haus hochklettern könnte. Und irgendwie sind wir dann
alle aufs Vordach geklettert. Dort oben war es irgendwie cool und die
beiden waren so nett. Und dann haben sie meinen Bizeps gedrückt. Ich mag
es wenn Männer meinen Bizeps drücken..."

Während Michelle ihre Geschichte erzählte, packte Gaby ihre beiden
Brüder an den Jacken, hob sie in die Luft und legte sich jeweils einen
auf jede Seite ihrer Schultern. Ihre Brüder waren beide noch
einigermaßen weggetretenen. Getränkt mit Endorphinen. Sie lächelten und
ihre Augen waren halb verschlossen. Michelle musste sie ausgiebig
rangenommen haben. Das ärgerte Gaby noch mehr. Michelle war mit ihrer
Geschichte noch nicht ganz am Ende, als Gaby schon mit ihren Brüdern den
Garten des Hauses verließ. Sie war fest entschlossen, Kai und Sven
zuhause eine deftige Strafe zu verabreichen.

"Naja und als dann das Oberteil meines Kostüm zerrissen war..." Michelle
guckte umständlich unter sich und bemerkte erst jetzt, dass Gaby nicht
mehr da war.
"Gaby?" rief sie laut. "Oh... du hast mir gar nicht zugehört?"

Michelle beschloss von Dach herunter zu kommen. Das war für sie kein
Problem. Ihr kleiner Körper war für die überdurchschnittlichen Muskeln
in ihren Armen kein Gewicht. So kletterte sie, meist nur mit einer Hand
von  Dach herunter und das, dank ihrer Gelenkigkeit, äußerst elegant.

Als sie unten ankam und sich im Garten umsah, merkte sie, dass auch
Gabys Brüder fort waren. Ihr Handy vibrierte in ihrer Tasche und
Michelle warf einem schnellen Blick darauf. Die Chatanzeige ihres
Smartphones zeigte an, das Gaby sie aus ihrer Chatgruppe geworfen hatte.
In den sozialen Medien hatte Gaby ihr die Freundschaft gekündigt. "Och
nö Gaby! Ach verdammt! Katzenscheiße!" rief Michelle leise. Dann
plötzlich liefen ihr die Tränen aus den Augen, ohne dass sie was dagegen
tun konnte.

Am späten Abend von Halloween kam Herr Tippin mit einem Taxi nach Hause.
Seine abendliche Pokerrunde, war äußerst gut für ihn gelaufen und in
bester Laune lief er zu seiner Haustür. Auf halbem Weg blieb er stehen
und starrte entsetzt auf die Front seines Hauses. Der Korb mit
Süßigkeiten war umgefallen, die Taschenlampe darin rausgerollt, welche
mit ihrem Licht ein Bild der Zerstörung beleuchtete.

Die Gittertür aus Edelstahl war aus ihrer Verankerung gerissen und
steckte nun in seinem Rollrassen. Der rechte Holzbalken seines Vordaches
war entzweigebrochen, woraufhin sein das Dach an der Seite, schräg und
fast bis auf den Boden herunterhing. Überall lagen Holzsplitter herum
und in all dem Caos stand ein kleines Mädchen mit halbnackten
Oberkörper. Das Mädchen sah sehr attraktiv aus. Ihre Haut war schön
gebräunt, ihr Busen erstaunlich straff und rund. Und ihr Bauch bestand
aus einer erstaunlichen Anordnung von definierten Muskelpaketen. Allerdings
hatte das Mädchen die kleinen Hände vor den Augen und weinte bitterlich.

Doch das war Herrn Tippin in diesem Augenblick egal.
"Was in aller Welt ist hier passiert? Los sprich Mädchen!"
"Ich kann jetzt nicht darüber reden!" heulte das Mädchen und rannte so
schnell davon, dass Herr Tippin kein weiteres Wort an sie richten konnte.

Ein Knacken hinter ihm ließ Herrn Tippin herumfahren, als der andere
Stützbalken des Vordaches brach und der Rest des kleinen Daches
herunterkrachte. Herr Tippin sprang zurück und wurde von einer dichten
Staubwolke eingehüllt. Hustend schwor er sich, nie wieder an Halloween
wegzugehen.

Ende

Kommentare:

  1. Absolut stark. Unglaublich gute Geschichte. Wow weiter so. Dein Talent ist echt erstaunlich. Deine Geschichten lesen sich hervorragend. Bitte mach weiter so. Super Ding. Danke.

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  2. Ich finde deine Geschichten wirklich super:) Allerdings würde ich gerne einen wunsch äussern. Undzwar fänd ich es super, wenn du eine serie ähnlich wie "Weibliche Eindringlinge" machst, wo ungefähr die gleiche Situation herrscht. Einziger Unterschied: Der Junge in der Story hat im Armdrücken eine Chance gegen seine Schwester, die sehr stark und hübsch ist. Nach und nach misst er sich dann mit Freundinnen der Schwester im armdrücken. Z.B mischt er dann wie in der Eindringlinge Geschichte "Armdrücken" mit im Geschehen, kann manche besiegen, manche nicht und liegt somit im oberen Bereich von der Stärke her. Das fänd ich echt klasse von dir. Das i- Tüpfelchen wäre dann, wenn er sich mit einzelnen Freundinnen in ein Zimmer alleine zurückzieht und kleine Wettbewerbe wie z.B wer schafft mehr liegestütze, mehr curls usw. macht.

    Ich wäre dir wirklich sehr dankbar dafür und finde deine bisherigen Geschichten echt spitze:)

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