Freitag, 6. September 2019

Unerreichbarer Muskelengel I


Gegenüber von meinem Elternhaus, stand lange Zeit ein heruntergekommenes Gemäuer. Als Kinder spielten wir darin und im Vorgarten fanden wir eine rustikale Hantelbank, mit verrosteter Stahlstangen und groben Gewichtsscheiben, welche aus Stein bestanden. Mit anderen Kindern aus der Nachbarschaft entfernten wir das Gestrüpp, welches sich der Hantelbank bemächtigt hatte. Jedes Kind aus der Straße versuchte sich mindestens einmal an der Hantelstange. Doch wir waren alle noch viel zu klein um Aussichten auf Erfolg zu haben. Ein paar unserer Väter sahen, was wir taten und konnten schließlich selbst nicht der Herausforderung wiederstehen. sich an der groben Steinhantel zu versuchen. Doch niemand unserer Väter schaffte es, dass sich die Hantelstange aus ihrer Halterung löste.

Es vergingen mehrere Jahre und als ich vierzehn wurde, rückte eines Morgens ein Heer von Bauerbeitern an. Mit schweren Gerät und großen Maschinen, wurde das alte Gemäuer niedergerissen und es entstand innerhalb weniger Monate ein neues Haus. Danach kümmerte sich ein Unternehmen um den verwilderten Garten. Dabei stießen die Männer auf die solide Hantelbank. Lachend versuchten sie sich nacheinander an dem Gewicht. Doch alle scheiterten. Man entschied sich, um die Hantelbank herumzuschneiden und schließ entstand ein wohlgepflegter Garten. Und die Hantelbank stand immer noch.

Als die neuen Besitzer des Hauses einzogen, kam ich gerade mit dem Rad von der Schule. Interessiert sah ich, wie Kisten und Möbel ins Haus getragen wurden. Dabei fiel mir ein blondes Mädchen auf, das oft lachte oder lächelte und sich sehr aktive am Umzug beteiligte. Während andere bereits erschöpft inne hielten, brachte sie im Laufschritt eine Kiste nach der anderen ins Haus. Die schweren Möbel wurden zwar von einer Umzugsfirma ins Haus gebracht, doch wenn das Mädchen eine Chance sah zu helfen, nahm sie diese wahr. Dabei fiel auf, dass sie mit ihrer schlanken Figur, den kräftigen Männern scheinbar das Wasser reichen konnte. Denn es sah nie so aus, als ob ihr etwas zu schwer war. Von ihren Eltern, welche meistens nur Anweisungen gaben, wurde das Verhalten ihrer Tochter mit einem Stirnrunzeln abgetan.

Mit meinen vierzehn Jahren war ich das erste Mal in meinem Leben daran interessiert, ein Mädchen kennen zu lernen. Ein Mädchen, das mit ihren zwanzig Jahren im Grunde gar kein Mädchen mehr war. Und damit um einiges älter war als ich selbst. Doch das schmälerte mein Interesse an dem Mädchen nicht.

Neben dem neugebauten Haus führte ein Wanderweg entlang. Ein Weg den es Fußgänger und Fahrradfahrer erlaubte, auf dem kurztreten Weg von unserer Straße in den nahen Stadtpark zu gelangen. Meine tägliche Strecke von der Schule nach Hause führte durch diesen Park und schließlich an dem neu gebauten Gebäude vorbei.

Ich war ganz in Gedanken als ich an einem sonnigen Tag nach Hause fuhr. Beinah wäre ich ins Gestrüpp gefahren, als plötzlich ein heiteres „Hallo.“ neben mir erklang. Fast erschrocken blickte ich in zwei graugrüne Augen und einen unglaublichen Körper. Er handelte sich um das Mädchen von neben an, das scheinbar kein Problem damit hatte, neben meinen Fahrrad herzu joggen.

Gebannt starrte ich in diese großen Augen, nahm ihre zierliche Nase war und den großen Mund mit den vollen Lippen. Die samtweiche Karamellhaut ihres Gesichtes schien ihren ganzen Körper zu bedecken. Ein Körper der sehr durchtrainiert war. Sobald ich das  Muskelgewebe ihrer runden Schultern wahrgenommen hatte, fiel mein Blick auf ihre Oberweite, die erstaunlich groß und fest war und von einem schwarzen Sport-BH gehalten wurde.  Darunter sah ich unglaublich definierte, wie auch gerade Bauchmuskeln. Fast schon geschockt, sah ich wieder in ihr Gesicht als sich ihre vollen Lippen öffneten und zwei Reihen weißer Zähne entblößten.
„Vorsicht Kurve.“

Die Worte hatten mein Hirn noch nicht ganz erreicht, als ich von einer dicken Blätterwolke vom Rad gefegt wurde. Mit einem überraschten Schrei fiel ich zu Boden und rollte über den Rassen. Als ich mich im Sitzen aufrichtete, stellte ich erleichtert fest, dass mir nichts weiter passiert war.  Das hätte bei meinem Tempo auch anders ausgehen können.

„Alles in Ordnung?“ frage eine Stimme hinter mir. Schnell drehte ich mich zu dem wunderschönen Muskelengel um.

„Ich denke schon.“
„Oh, das ist gut. Warte ich hol dir dein Rad.“

Mir fiel es gar nicht ein wieder aufzustehen. Ich saß im Graß und sah diesem schönen Wesen dabei zu, wie es ins Gebüsch lief und wenige Sekunden später mit meinem Rad wieder kam. Erneut brannte sich der Anblick dieses Mädchens in mein Gehirn.  

Sie hatte mein Rad mit ihrer rechten Hand gepackt und in die Luft gehoben. Und zwar in einem Winkel, der perfekt den Bizeps ihres rechten Armes zur Geltung brachte.  Wie eine langgezogene Orange hob sich ihr Bizeps fast drei Zentimeter von ihren Arm ab. In einer steilen Rundung erhob er sich und gespaltete sich oben leicht. Nie im Leben hätte ich einen solchen Muskel in einem so schlank wirkenden Arm vermutet. Und das Gewicht meines  alten verrotteten Metallesels, schien sie nicht mal zu bemerken. Ich selbst kam immer ordentlich ins Schwitzen, wenn ich diesen am Morgen die Kellertreppen hochschieben musste. Noch nie hatte mich etwas so schnell so heftig erregt. Die Kraft dieses Mädchens nahm mich viel mehr in den Bann, als ich es jemals für möglich gehalten hätte.

Mit einer Bewegung stellt e sie mein Rad neben mich. Mein Starren schien sie entweder nicht zu bemerkten oder zu ignorieren.

„Du kannst doch aufstehen, oder.“
„Ja, doch klar.“
„Gut, deinem Fahrrad scheint es auch gut zu gehen.“
Sie lächelte und ich wäre beim Aufstehen fast wieder umgefallen.
„Du wohnst doch gegenüber von mir, oder? Ich sehe dich immer morgens wegfahren.“
„Ja, tue ich. Ich heiße Lorenz.“
„Delia.“

Sie gab mir die Hand. Ihr Händedruck war, wie ich schon vermutet hatte, sehr fest.
„Also gut Lorenz, ich muss weiter. Und nimm dich vor diesen hinterhältigen Kurven in Acht.“
Sie lachte mich wunderschön an und lief weiter. Sie war wirklich schnell unterwegs und war meinem Sichtfeld ebenso schnell entschwunden.

Ich grummelte ein „Idiot“ zu mir selbst mit einem anschließenden, „Nimm dich lieber vor ihren Kurven in acht.“ Dann atmete ich einmal tief durch und merkte, wie schnell doch mein Herz schlug. Und auch die Erregung wollte nicht aufhören. Ich entschied mich, mein Fahrrad den Rest des Weges zu schieben.  Es war besser jegliche Reibung im Intimbereich zu vermeiden.

Seit diesem Tag schwirrte mir Delia jeden Tag im Kopf herum. Zu meiner Schande muss ich auch eingestehen, dass sie mir ebenfalls als Vorlage diente, wenn ich allein war und das tat, was Jungen in meinem Alter eben taten.  Dazu sei erwähnt, dass ihr Bild in meinem Kopf, den Vorgang ungemein beschleunigte.

Allerdings hatte die Begegnung mit Delia auch etwas Ernüchtertes gehabt. Sie hatte ein viel zu schönes Gesicht und Körper, als das ein mittelmäßiger Junge wie ich, der auch noch sechs Jahre jünger war, je eine Chance gehabt hätte. Delia war die Frau die neben dem Schulsprecher stand und nur von den gutaussehenden reichen Typen ausgeführt wurde. Ich war mir absolut sicher, dass sie weit außerhalb meiner Lieger lag.


Eine Woche später hatte ich das Glück Delia wieder zu treffen. Wie beim letzten Mal joggte sie plötzlich neben meinen Rad her. Wieder in diesem unglaublichen Outfit. Dieses Mal konzentrierte ich mich mehr aufs Radfahren als auf sie, auch wenn mir das unheimlich schwer fiel.

„Hey Lorenz.“ Ich freute mich darüber, dass sie noch meinen Namen wusste.
„Hey, Delia. Wie lebt es sich in deinem neuen Haus.“ Den Satz hatte ich mir schon zu Recht gelegt, falls ich sie wiedersehen würde. „Oh sehr gut. Mein Vater hat mir fast eine eigene Wohnung bauen lassen. Er hat wohl angst dass ich ausziehe. Aber Momentan bin ich viel zu Bequem dafür. Oh, da guckt ja eine Switch aus deinem Rucksack. Was spielst du?“

„Öhh, im Moment Streetfighter.“
„Ah, dieses Prügelspiel.“

Sie ballte ihre Faust und führte mitten im Lauf einen Schlag gegen einen unsichtbaren Gegner aus.
Das sah bei ihrer richtig gut und geschmeidig aus. Ich hatte keinen Zweifel daran, dass dieser Schlag, hätte er jemanden getroffen, diese Person umgehauen hätte. Und gleichzeitig sah es bei ihr verdammt sexy aus.

„Hast du auch eine Switch?“
„Das habe ich tatsächlich. Ein Ex hatte eine und hat mir eine geschenkt damit wir zusammen spielen konnten. War tatsächlich ganz lustig. Aber alleine habe ich keine Lust dazu. Wenn du willst können wir ja mal spielen.“
„Unbedingt!“  rief ich etwas zu schnell und zu laut.
„Okay.“ lachte sie und hob abwehrend die Hände. „Wir sehen uns.“

Ich hatte mit meinen Rad bereits ein gutes Tempo drauf und war überrascht, dass sie mithalten konnte. Aber jetzt beschleunigte sie und lief mit im wahrsten Sinn des Wortes davon. Ich versuchte gar nicht aufzuholen so schnell war sie verschwunden.

Am nächsten Tag nach der Schule stand ich vor ihrem Haus, die Switch in der Hand und lief auf und ab. Doch traute ich mich nicht zu klingeln und spazierte deshalb die Straße hoch und runter. Ich hoffte sie zufällig zu treffen doch leider geschah dies nicht. Als es Abend wurde, ging ich wieder nach Hause und warf mich missmutig aufs Bett.

Am Samstag dachte ich mir eine neue Taktik aus. Ich setzte mich auf eine Bank im Park, der, wie bereits erwähnt, nicht weit entfernt war und spielte auf meiner Switch. Ich wusste das Delia mindestens einmal pro Tag joggen ging und dann lief sie meistens durch den Park. Ich musste fast vier Stunden ausharren aber dann kam sie in ihrem ungemeinen Tempo angesaust. Als sie mich sah, stoppte sie, was bei ihrem Tempo nicht einfach war.

„Lorenz.“ sagte sie mit ihrer klaren Kristallstimme. Die wie immer fröhlich klang. Sie stand vor mir mit ihrer Sportkleidung, endlich einmal ohne dass ich Rad fuhr. Ich hatte einen frontalen Blick auf ihre Bauchmuskeln, die sehr ausgeprägt waren und sich bemerkenswert weit nach vorne wölbten. Ich war mir sicher, dass man an ihrem Bauch Backsteine zertrümmern könnte. Und das würde ihr bestimmt noch nicht mal was ausmachen. Ihre braunen Haare mit den blonden Strähnen fielen ihr verspielt ins Gesicht. Sie nur anzuschauen war schon aufregend.

 „Hey.“ Sie schnippte laut mit dem Finger und ich zuckte zusammen. „Bis wohl mit deinem Gedanken ganz bei deinem Spiel was?“
„Äh, ja. Hast du was gefragt?“
„Ja, ich habe gefragt ob du Streetfighter spielst?“
Ich nickte nur. Mein Blick war auf ihre Beine gefallen, deren Muskeln sich sehr deutlich an den engen Stoff ihrer Leggins drückte.  Ihre Oberschenkel zeigten richtige Muskelstränge und ihre Waden waren im Vergleich zum Rest ihres Körpers fast schon dick.
„Willst du gegen mich eine Runde wagen?“ fragte sie sexy und ließ ihre Faust in ihre Handfläche knallen, direkt vor ihren stählernen Bauchmuskeln.  Ihre Faust wirkte groß und mit den hervorstehenden Knöcheln sehr hart. Sie konnte bestimmt durch Betonwände schlagen.

„Ich, ich…“ meine plötzliche Erektion schnürte mir fast die Lauft ab. Hastig atmete ich ein und aus.
Delia runzelte die Stirn. „Alles in Ordnung bei dir? Du hast einen ganz roten Kopf.“
„Ja, ja alles okay. Wir können gerne eine Runde spielen.“
„Oh gut. Dann laufe ich jetzt nach Hause, dusche und wir können loslegen. Treffen wir und in zwanzig Minuten vor meinem Haus?“

Ich nickte ganz hastig und sie lächelte. „Dann bis gleich.“ Und schon beschleunigte sie wieder auf ihr absurdes Lauftempo und sauste davor. Da wir denselben Weg hatten folgte ich ihr, doch als ich von der Bank aufstand, war sie schon nicht mehr zu sehen.

Eine Stunde später saß ich mit Delia in ihrem Garten und auf einer Bank und spielte gegen sie Streetfighter. Ich konzentrierte mich nur halb auf das Spiel und sah immer wieder zu Delia. Sie selbst starrte auf ihren Bildschirm und drückte leicht verkrampft, darauf herum. Leider war Delia keine gute Spielerin. Sie druckte unkoordiniert Knöpfe und dementsprechend bewegte sich ihre Figur. Und obwohl ich mir kaum Mühe gab und ich sie sogar gewinnen lassen wollte, verlor sie. Nach einer halben Stunde ließ sie ihr Gerät sinken.

„Oh, du bist einfach zu gut Lorenz.“ sagte sie lächelnd. Sie hatte nun eine Jeans und ein weißes Shirt an, doch das Shirt war ärmellos und ihre Jeans sehr eng. Ich hatte damit immer freie Sicht, was die Muskulatur ihrer Arme und Beine anging.

„Also gibst du auf?“ fragte ich frech grinsend. Sie lachte und streckte die Zunge raus.
„Aber im wahren Leben würde ich mit dir den Boden aufwischen.“ sagte sie und ballte die Faust.
Sofort war ich wieder auf Hundertachtzig.  „Du weißt schon Girlpower.“ Lachend winkelte sie ihren Arm an und spannte ihren Bizeps. Dieser schnellte regelrecht hervor und ragte steil, groß und dickt nach oben. Ich schnappte nach Luft. So große hatte ich ihn gar nicht in Erinnerung gehabt.

Delias Handy klingelte und sie ließ ihren Arm wieder sinken. Ich setzte mich gerade hin und versuchte mich wieder zu beruhigen. Nach zehn Minuten beendete Delia ihr Gespräch und sagte mir, dass sie nun leider eine Verabredung hätte.

„Es tut mir leid, aber wir wiederholen das.“ Sie kam zu mir und zerzauste mir mit der Hand das Haar. „Und wenn ich das nächste Mal nicht gewinne…“ Sie hob lachend ihre Faust und ging. Mich ließ sie mit einer Erektion zurück.


Natürlich versuchte ich dieselbe Taktik am nächsten Wochenende erneut. Doch dieses Mal stürmte Delia nur mit einem „Hey Lorenz!“ an mir vorbei.  An den nächsten zwei Wochenenden regnete es den der Herbst war im Anmarsch. An einem letzten warmen Samstag saß ich wieder mit meiner Spieleconsole im Park doch dieses Mal kam Delia gar nicht erst vorbei. Betrüb ging ich den Wanderweg zurück der am Ende dicht an Delias Garten vorbei führte.

Und da sah ich sie. Doch leider war sie nicht alleine. Sie saß mit einem großen stämmigen Kerl an ihrem Gartentisch. Er hatte pechschwarze gefettete Haare und trug eine schwarze Lederjacke, welche mit Eisennieten an den Schultern verziert war. Sie saßen in einer von mir abgewandten Position aber nicht besonders weit weg. Zehn Meter Luftlinie höchstens. Was bedeutete dass ich sie nicht nur sehen, sondern auch hören konnte.

Gerade stieß der Mann mit den schwarzen Haaren, Delia den Finger in die Schulter.
„Scheiße. Du bist ja überall Knochenhart.“
Delia grinste und zeigte ihren unwahrscheinlich hohen, wie auch dicken Bizeps. „Girlpower.“
„Scheiße noch mal, wo kommt das denn jetzt her. Wieso hast du Mädchen den solche Muskeln.“
„Angst?“
„Scheiße nein, Puppe. Mit dir macht das rumspringen im Bett sicher richtig Spaß.“

Er lehnte sich zurück und faltete die Hände hinter seinem Kopf um zu zeigen, was für dicke Arme er hatte. Delia lächelte Mädchenhaft. „Du denkst du wirst mit mir fertig?“ Er nickte. Sie stellte ihren rechten Ellenbogen auf den Gartentisch und lächelte weiter. „Na los, beweise es.“
„Ha, echt jetzt Mädchen? Wurde noch nie von so einer hübschen Puppe zum Armdrücken aufgefordert.“

Er rückte seinen Stuhl näher an den Tisch und nahm ihre Hand in seine Pranke.
„Sorry Puppe, aber das könnte wehtun. „
Delia lächelte mild. „Nick, hör auf mich Puppe zu nennen oder ich muss dir wehtun.“
„Ha, das ich nicht lache. Lass dir mal vom Onkelnick zeigen, wer hier die Hosen an hat.“

Ich konnte an der Körperhaltung erkennen, dass die Beiden angefangen hatten zu drücken. Ich sah das Gesicht des Großmauls zwar nur halb, aber ich glaubte erstaunen zu erkennen als seine Kraft auf die von Delia prallte. Scheinbar merkte er erst jetzt, dass die Frau mit der zarten Karamellhaut vollkommen aus Muskeln bestand. Nun stemmte sich nicht nur Delias Bizeps gegen ihn, sondern auch die restlichen Muskeln ihres Körpers, die ihrem Arm einen sichern Stand verliehen.

„Verdammte Scheiße, was ist das denn für eine Kacke.“ Er bekam ein rotes Gesicht und kämpfte nun sichtlich gegen Delias Arm an. Diese war ganz Konzentriert schien aber gut mit ihrem Gegner fertig zu werden. Nick hingegen schnaubte auffällig und rutschte auf seinen Sitz hin und her. Seine Flüche wurden noch lauter, als Delia damit begann seinen Arm nach unten zu drücken. Immer weiter ohne das er in der Lage war ihren Angriff zu stoppen. Schließlich drückte sie seine Hand seicht auf die Tischplatte. Nick sprang wie von einem Insekt gestochen auf. „NEIN!“ brüllte er laut. „So was lasse ich mir nicht bieten. Schon gar nicht von so einer braungebrannten Prinzessin mit Plastikhupen. Was? So durchtrainiert wie du bist, sind die Teile niemals echt.“

Plötzlich hatte Delia, Nicks Hand ergriffen und so verdreht, dass Nick mit einem Schmerzensschrei vor ihr auf die Knie ging. „Wie war das Nick?“ Ich sah wie die wohlgeformten Muskeln an Delias Arm hervortraten und Nick gab ein erbärmliches Wimmern von sich. „Bitte,…“ kam es aus seinem Mund. „Entschuldige dich, sofort. Oder ich breche dir den Arm.“
„Entschuldige…“
„Sage dass es dir Leid tut.“
„Es tut mir Leid, bitte, bitte lass los.“

Ich war hin und weg wie viel Macht, Kraft und Dominanz Delia plötzlich ausstrahlte. Eine Muskelgöttin die den Wurm unter ihr, mit nur einer Hand vollkommen unter Kontrolle hatte. Und gleichzeitig war sie dabei so unwahrscheinlich sexy. Stöhnend sah ich zu, wie sie ihre Machtposition noch ein paar Augenblicke genoss. Dann ließ sie seine Hand los. Wenig männlich brach der Mann vor ihr zusammen.

Ich hätte schwören können, das Delia schmunzelnd auf ihr Opfer nieder sah. Wenn auch nur kurz.
„Ich hol dir einen Drink. Aber nur einen.“ Fasziniert sah ich Delias Gestalt dabei zu, wie sie zur Terrassentür ging und im Haus verschwand.
Als ich wieder zu Nick sah, starrte mich dieser aus bösen Augen an. „Na Kumpel?“ sagte er und richtete sich mühsam auf. Wobei er seinen rechten Arm hängen ließ. „Hat dir unsere kleine Show gefallen? Oder glotzt du nur gerne meine Puppe an?“

Während er das sagte, war er über den hüfthohen Zaun gestiegen und hatte die paar Meter bis zu mir zurückgelegt. Ohne eine Vorwarnung schlug er mir mit der linken Hand, flach ins Gesicht. Es klatschte und ich fiel mit einer brennen Wange zu Boden.

Ein wütender Schrei ertönte und als ich den Kopf hob sah ich Delia, wie sie über den Zaun hechtete und zu uns gerannt kam. Nick konnte noch „Puppe“ sagen, da bekam er bereits von Delia einen festen Faustschlag ans Kinn, der ihn zurücktaumeln ließ.

„Du verrückte Plastikschlampe. Jetzt reicht es mir endgültig, ich werde dir, … uff“ Weiter kam Nick nicht, den erhielt von Delia einen weiteren Schwinger, der ihn erneut zurücktaumeln ließ. Er machte drauf hin ein Geräusch wie ein wütender Stier und schwang seine massige Faust nach ihr. Delia wich geschickt aus und verpasste ihm selbst einen gezielten Schlag.  Der große Kerl taumelte wieder ein paar Schritte zurück und wäre fast umgefallen. Delia gab ihm die Zeit sich zu sammeln und selbst anzugreifen. Erneut wich Delia aus und gab Nick, als er an ihr vorbeischaukelte einen so kräftigen Schlag in den Magen, dass es den großen Kerl von den Füßen hob.

Röchelnd ging Nick neben mir zu Boden. „Nicht so schnell Nick, wir sind noch nicht fertig!“ hörte ich Delias wütende Stimme.  Sie packte Nick an den Ohren und zwang ihn auf die Knie. Dann packte sie seinen Kopf und rammte ihm ihr Knie mitten ins Gesicht. Ich konnte das Knacken hören als Nicks Nase brach. Ein Kniekick von so einem Muskulösen Bein, löschte bei Nick sofort alle Lichter aus. Zuckend ging sein Köper zu Boden und für einen Augenblick hatte ich Angst, das Delia ihn umgebracht hatte.

„Alles in Ordnung Lorenz?“ fragte Delia besorgt. Feste Hände ergriffen meine Arme und halfen mir mit betörender Kraft auf die Beine.

„Tut mir leid, dass ich euch gestört habe.“
„Was? Unsinn. Mir tut es leid, dass dieser hirnlose Affe auf dich losgegangen ist. Naja dafür konnte ich ihn verhauen. Das hat sich richtig gut angefühlt. Wollte schon immer mal jemanden so richtig verprügeln.“ Delia sah mich fast schon glücklich an.
„Meinst du es geht ihm gut?“
„Nick? Wen interessiert das? Die Frage ist doch ob es dir gut geht.“
„War nur eine Ohrfeige. Nichts Schlimmes.“
 „Es tut mir dennoch leid.“

Und mit diesen Worten zog mich Delia heran und gab mir einen Kuss auf die rote Wange. Das war schön, doch spürte ich leider nichts, da die Wange von Nicks Schlag ganz taub war.  „Alles wieder gut?“ Ich nickte. „Schau mich nicht so an.“ lachte sie und schupste mich leicht von sich.

„Geh jetzt lieber nach Hause.“
„Und du?“
„Ich? Ich gehe auch nach Hause.“
„Und was ist mit ihm.“
„Der findet alleine nach Hause, sobald er aufwacht.“
„Na gut, also dann.“
„Also dann.“

Sie sprang erneut über den Gartenzaun und verschwand ohne sich noch einmal nach mir oder Nick umzudrehen. Als ich mir sicher war, dass Nick noch atmete ging ich auch. Wenn auch mit einem schlechten Gefühl im Magen. Am nächsten Morgen war Nicks Körper verschwunden und meine brennende Backe auch. Mich durchströmte eine neue Zuversicht. Denn das unerreichbare Mädchen Delia hatte mich Lorenz geküsst. Einfach so. Ich durfte jetzt nicht aufgeben.

Ende

Freitag, 16. August 2019

Der starke Rotschopf – Hausbesuch Teil 2

„Klar, unbedingt!“ sagte er sofort und hatte dabei das Gefühl, dass ihm jeden Augenblick die Beine wegknickten. „Los her mit den Handschuhen!“ befahl Laura. Stief warf ihr die Handschuhe zu und begab sich in Position.

Als Laura aufstand und die Handschuhe aneinander schlug, konnte Stief nicht anders, als das junge Mädchen zu mustern. Ihre vor Muskelmasse aufgepumpten Oberarme, ihre Beine mit den dicken Muskelrollen und ihre breiten Schultern, mit der ausgeprägten Nackenmuskulatur. Er schluckte nervös, als er merkte, dass ihre großen grünen Augen auch ihn musterten.

Stief wagte es nicht anzugreifen und genauso wenig wegzulaufen. Aber auch Laura bewegte sich kaum. Sie fegte mit dem Handschuhe nur eine dunkelrote Haarsträhne aus ihrem blassen Gesicht.
„Findest du, dass ich langsamer als Natan bin?“ fragte Laura, als sie die Hände hob um zu kämpfen. „Na ja“ sagte Stief „Er ist schon schnell und…“

Von einer Sekunde zu anderen war Laura plötzlich bei Stief. Wie aus dem Nichts kamen ihrer Fäuste geflogen. Diese eisenharten Geschosse trafen schnell hintereinander sein Gesicht. Direkte harte Treffer, bei denen Stief nicht glauben konnte, wie weh sie taten und dass Laura tatsächlich Handschuhe an hatte. Er wäre zurück getaumelt, wenn er die Zeit dazu gehabt hätte, denn nur ein Wimpernschlag später trafen weitere drei Stahlträger seinen Bauch. Erneut wurde seine gesamte Luft aus  seinen Lungen getrieben. Leise fiepend brach er vor Laura zusammen.

„Das war schnell oder?“ fragte sie grinsend und schlug die Handschuhe erneut gegeneinander. „Ähhh!“ machte Stief am Boden. „Jetzt stell dich nicht so an. Das waren nun wirklich keine harten Schläge. Los hoch mit dir!“ Stief hatte einen ganz roten Kopf und bekam immer noch keine Luft. Wie ein Fisch wand er sich hin und her. Ungeduldig packte Laura, Stief mit der Linken an den Haaren. Sie nahm viel davon in ihre Faust und zog den Mann nach oben. Ihre enormen Muskeln traten noch stärker hervor als sie mit ihnen, Stief Körpergewicht hielt. Ebenso laut schrie Stief auf, der dachte, dass man ihm die Kopfhaut abziehen würde. „Sei still.“ rief Laura, zog ihr Knie hoch, dass sich wie ein Betonpfosten in Stiefs Magen bohrte. Stief Augen traten hervor und alles drehte sich. Er war kurz davor vor Schmerz ohnmächtig zu werden. Kleine Punkte flimmerten in seinem unscharfen Sichtfeld.

„Du bist wirklich kein Boxer, was Stiefie? Und Bauchmuskeln scheinst du auch keine zu haben.“
Ihr stählender Griff löste sich aus seinen Haaren und Stief fiel mit dem Gesicht zu Boden. Er lag nur einen knappen Zentimeter von Lauras Füßen entfernt, so dass er leicht das Aroma ihrer Socken in die Nase bekam. Aber das interessierte ihn nicht. Er wollte mit seinen schmerzenden Körper nur liegen bleiben. Die Kühle des Bodens war jetzt genau das richtige.

„Willst du etwa liegen bleiben?“ fragte Laura spitz. Als Stief nichts sagte, schob sie ihren Fuß vor sein Gesicht und kniff ihm mit ihren Zehnen in die Nase. Mit festem Griff schüttelte sie seinen Kopf. „Willst du mich wirklich wütend machen Stiefie? Los hoch mit dir.“

Die Angst und die Erinnerung daran, was Laura mit seinen Freunden gemacht hatte, gaben Stief die Kraft sich, trotz der Schmerzen, aufzurichten. „Der Magen ist bei fielen eine Schwachstelle. Aber bei mir nicht, siehst du?“ Das Mädchen zog ihr Shirt hoch und präsentierte Reihen von geraden, stählenden Bauchmuskeln. „Alles pure Muskeln, kein Fett. Stief nickte und war ehrlich beeindruckt. Und er merkte wie, er trotz der Umstände, eine enorme Lust in ihm aufstieg.

„Die sehen sehr gut aus.“ Laura zeigte ein Lächeln, das sie so unschuldig aussehen ließ, das Stief es selber nicht fassen konnte, zu was das Mädchen im Stande war. „Los schlag mal rein. Du wirst mir nicht wehtun können.“

Stief ballte sein Faust und schlug zu. Er wusste, dass Laura es nicht mochte wenn man zögerte. Das hatte sie zweifelsfrei klargestellt. Es klatschte als sein Faust auf glatte Haut traf, wohinter sich scheinbar eine Wand aus Stahl befand. Stief Faust zerschellte geradezu an dem Bauch des Mädchens. Vor Schmerz verzog er das Gesicht. Er war sich absolut sicher, dass es weniger wehgetan hätte, wenn er gegen seine Zimmerwand geschlagen hätte.

„Ha!“ machte Laura. „War das alles?“ Sie sah auf seine Hand die er zitternd zurückzog. „Jetzt sage nicht, dass du dir wehgetan hast. An den Muskeln eines kleinen Mädchens?“ Sie grinste breit. „Oh.“ Sie machte einen süßen Schmollmund. „Der arme Stiefie ist ja so empfindlich. Weißt du eigentlich was dich von deinen Freunden unterscheidet.“

Laura legte den Kopf schief und Stief zuckte unruhig mit den Schultern. „Keine Ahnung.“ sagte er leise. „Dein Blick. Du guckst mich zwar auch ängstlich an aber manchmal, da musterst du mich, wie so ein geiler  Schimpanse.“ Stief wurde rot. „Ich, äh…“ nun wich er doch vor ihr zurück, obwohl er sich vorgenommen hatte, standhaft zu bleiben. „Keine Angst kleiner Stiefie. Das ist schon okay.  Es war sogar dein Glück. Das macht dich interessanter als deine Freunde. Wäre das nicht so hätte ich dich bestimmst schon, wie deine Freunde, ins Koma geprügelt.

Sie zog ihre Handschuhe aus und ballte demonstrative ihre großen Fäuste. „Und du hast ja gesehen wie einfach das für mich ist. Ich habe schon viele erwachsene Männer umgehauen. Und viele davon waren größer, stämmiger und stärker als du. Hast du Angst hiervor, kleiner Stiefie.“ Sie hielt ihm ihre große Faust direkt unter die Nase und das so dicht, das er den Geruch ihrer Haut in der Nase hatte.

Der große junge Mann nickt, wobei seine Nase die Faust des Mädchens berührte.  „Sage es.“ Laura drückte ihre Faust leicht in Stiefs Gesicht. „Sage dass du Angst vor mir hast. Los!“ Stief räusperte sich. „Ja, ja ich habe Angst vor dir.“ Wieder zeigte Laura den Gesichtsausdruck eines harmlosen kleinen Mädchens. „Oh Stiefie! Vor mir? Das musst du doch nicht.“ Ihr grinsen erhärtete sich. „Allerdings denke ich schon, dass ich dich in den gleichen traumlosen Schlaf schicken sollte wie deine Freunde. Das wäre ja sonst unfair.“

„Nein bitte.“
„Gebettelt haben deine Freunde auch. Das ist nett aber nicht genug.“

Stief wich vor dem muskulösen Mädchen kontinuierlich zurück. Und sie folgte ihm im gleichen langsamen Tempo. Schließlich spürte Stief, das er mit dem Rücken zur Wand stand. Wortwörtlich.

„Na Stiefe, was würdest du machen, damit ich dir jetzt nicht mit dieser Faust das Gesicht massiere. Die nächsten zehn Minuten lang.“
„Ich würde alles tun.“ sagte Stief und er hörte selbst, wie seine Stimme brach. 
„Oh Stiefie, nicht weinen. Erwachsene Männer die weinen kann ich gar nicht leiden.“
Stief holte tief Lust und zwang sich in die großen grünen Augen des Mädchens zu sehen.
„Schon besser. Also ‚alles‘ hast du gesagt. Na dann auf die Knie mit dir. Rich an meinen Socken. Los.“

Fast schon hektisch ging Stief auf die Knie und roch an Lauras Socken. Diese stanken zwar etwas aber im Vergleicht zu  der Faust des Mädchens war es ein wahrer Segen. Leider bemerkte auch Laura, wie wenig Überwindung Stief brauchte. „Oh, Stiefie. Du bist doch nicht etwas so einer, der gerne an den Füßen von Frauen riecht oder?“

„Nein.“ Laura legte einen Finger an den Mund. „Na ich weiß nicht. Los zieh mir die Socken aber ...“
Laura hatte noch nicht zu Ende gesprochen, als Stief mit zitternder Hand schon nach ihrem Fuß griff. Wütend zog sie diesen zurück und trat dem Mann ins Gesicht. Stief registrierte ein Schlag im Gesicht, dann drehte sich alles und er registrierte, dass er nun auf dem Rücken lag. Mit großen Augen sah er dem Fuß entgegen, der direkt von Oben kam, und sich fest auf sein Gesicht drückte. Dabei wurden ihm Mund und Nase verschlossen. Er bekam nur noch minimal Luft und brauchte all seine Willenskraft, um nicht an Lauras Fuß zu zerren.

„Bist du blöd?“ fauchte Laura. „Wie kannst du es wagen etwas zu tun, bevor ich ausgesprochen habe. Hmm?“ Sie drückte ihren Fuß fester auf sein Gesicht. Nun bekam Stief gar keine Luft mehr. Der panische Überlebenswillen übernahm und er begann an Lauras Bein zu zerren. Er bekam eine dicke harte Wade zwischen die Finger, die eisenhart und erstaunlich dick war. Aber ausrichten konnte er nichts.

„Du fasst mich echt an?“ Stief fuchtelte nun immer wilder mit den Händen und zerrte an ihrem Bein.
„Oh nein Stiefie. Du warst ein böser Junge und bekommst jetzt bestimmt nicht deinen Willen. Oh habe ich da was am Nagel?“

Prüfend betrachtete Laura den Nagel ihres kleinen Fingers, während Stiefs Bewegungen immer langsamer wurden. Schließlich ging ein Zucken durch seinen Körper und seine Hände fielen schlaff zu Boden.  „Ach ja.“ Laura seufzte. „Dummer Junge.“

Unangenehme rhythmische Schläge weckten Stief. Laura ragte mit ihrem muskulösen Körper über ihm auf und ohrfeigte ihn mit ihrem Fuß. „Na wach?“ fragte sie und ließ ihren Fuß sinken.
„Wo waren wir stehen geblieben. Ah richtig.“ Sie hielt ihm ihren Fuß direkt vor das Gesicht.
„Zieh mir ganz vorsichtig die Socken aus. Und zwar mit den Zähnen. Nichts vollsabbern.“

Bedacht und langsam hob Stief den Kopf, führte seinen Mund an Lauras Fuß und biss vorsichtig in den Stoff der Socke. Er ließ seinen Kopf zurück zum Boden sinken und zog Laura im gleichen Zuge die Socke vom ihrem Fuß. Laura wechselte vom rechten zum linken Fuß und Stief wiederholte den Vorgang. „Küssen!“ Stief sah auf den nackten Fuß der vor seinem Gesicht schwebte. Etwas Überwindung kostete es ihn. Aber nicht viel.

„Du stehst doch auf Füße oder?“ überlegte Laura laut über ihm. Stief schüttelte den Kopf und küsste weiter. „Das ist langweilig. Steh wieder auf.“ Ächzend erhob sich Stief wieder. Als er sah wie Laura ihre Faust ballte, hob er die Hände und prallte erneut an die Wand hinter ihm.

„Warte, warte, ich tut alles, bitte.“
„Das hatten wir doch schon. Ich denke es ist Zeit, dass du dich zu deinen Freunden gesellst. Komm her Stiefie.“

Sie zog ihn von der Wand weg und stellte ihn so ins Zimmer, das sie genug Platz um sich herum hatten. Lauras große Faust und ihre vor Kraft trotzenden Oberarme, verängstigten Stief umso mehr.  Er hatte gesehen, was die Faust des Mädchens anrichten konnte. Natan war wortwörtlich durch die Wohnung geflogen und bei ihm hatte sie Handschuhe angehabt. Das war jetzt nicht der Fall.

„Komm schon Laura, könnten wir nicht irgendwas anderes machen?“
„Und was?“ Laura rieb ihre Faust in ihrer Handfläche und ließ provokant ihre Muskeln spielen. Stief schluckte. „Willst du einen trinken gehen? Ich gebe einen aus.“ Laura schüttelte den Kopf. „Alkohol ist eklig. Und mit einem Idioten würde ich sowieso nie ausgehen. Also wenn du keine weiteren Ideen hast.“

Laura griff mit der Linken nach Stiefs Kinn und drehte seinen Kopf in die richtige Position, während sie mit der Rechten zum Schlag ausholte.  Stief zitterten nun wirklich die Knie und er wurde ganz weiß. Lauras Faust schwebte einige Sekunden in der Luft bevor sie diese doch wieder sinken ließ.

„Hmm.“ Sie legte einen Finger an die Lippen und musterte den verängstigten großen Mann vor sich.
„Weißt du was Stiefie zieh dich aus!“
„Wie?“ fragte leise und vorsichtig.
„Du sollst dich ausziehen. Los, hopp!“

Stief wagte es nicht weiter zu zögern. Er fing an sich seiner Kleidung zu entledigen, bis er nur noch in seiner Unterhose vor dem Mädchen stand. „Du bist noch nicht fertig.“ Stief stöhnte, holte tief Lust und ließ das letzte Kleidungsstück zu Boden rutschen.

„Uh was ist denn das? Ich wusste gar nicht, dass du deine kleine Wasserspritze geladen und entsichert hast.“ Stief bekam sofort einen hochroten Kopf und sah an sich herunter. Und tatsächlich, sein Glied stand absolut waagerecht von seinem Körper ab. Im Augenblick der Gefahr von Lauras Eisenfaust niedergeschlagen zu werden, hatte Stief seine Erregung für einen Moment verdrängt. Doch die Lust, welche dieses starke Mädchen bei im auslöste, war ungebrochen.

„Das hätte ich jetzt nicht gedacht, Stiefie.“ Laura hob ihr muskulöses Bein, wobei das Spiel der Muskelrollen ihrer Oberschenkel unglaublich war und drückte mit ihrem nackten Fuß, Stief Erektion nach unten. Als sie ihren Fuß wieder wegnahm, schnellte sein Glied wieder nach oben, wie ein Sprungbrett im Schwimmbad nach dem Absprung.

Die Berührung von Laura war zu viel für Stief und er ließ ein lautes Stöhnen hören.
„Na, welcher Perverse steht den hier auf kleine Mädchen.“ lachte Laura vergnügt.
Stief stand der Schweiß auf der Stirn. Er musste sich wirklich zusammenreißen, dass es nicht zu einem noch peinlicheren Vorfall kam. Doch zu seinem Pech, las das Mädchen ihn wie ein Buch.
„Da muss sich aber jemand zusammenreißen, was?“ Sie hatte immer noch das Bein, gerade in der Luft und Stief zwang sich nicht hinzusehen. Nur allzu überdeutlich drückten sich ihre dicken Muskeln hervor.

„Weißt du was Stiefie?“ sagte Laura mit einem fiesen Lächeln, „Ich gebe dir eine Chance, dem Dauerkoma, in dem sich deine Freunde schon befinden, zu entkommen. Und es ist ganz einfach.“
Ihr Gesicht verfinsterte sich. „Hey, sieh mich an, wenn ich mit dir spreche. Wage es nicht mehr wegzusehen!“ Stiefe zwang sich sie anzusehen. Beim Anblick der geschwollenen Muskeln ihres Oberschenkels, beschleunigte sich seine Atmung. „Gott es sieht ja fast so aus, als ob du gar nicht mehr an dich halten kannst. Aber das würde ich an deiner Stelle lassen, denn solltest du es wirklich wagen dein Eiweiß vor mich auf den Boden zu spritzen, dann…“ Sie hob demonstrative ihre Faust. „Und glaub mir, du wirst der Letzte sein, der von deinen Freunden wieder zur Besinnung kommt. Wenn überhaupt.“  Stief schluckte sichtbar, was Laura als Zeichen ansah, dass er verstanden hatte.
„Also gut Stiefie, lass uns spielen.“

Laura fuhr sich mit den Händen langsam über die Konturen der dicken Muskelstränge, welche sich aus ihren Oberschenkeln beulten. Gleichzeitig tippte sie mit ihrem Fuß gegen Stiefs kleinen steifen Freund. Stief atmete schneller und biss die Zähne zusammen. Er durfte diesem Drang nicht nachgeben. Verzweifelt kniff der die Augen zusammen. „Hey nicht die Augen zumachen. Du guckst mir ganz genau zu Stiefie. Sonst muss ich dir wehtun!“

Stief öffnete die Augen und versuchte gleichzeitig an Dinge zu denken, die jegliche Lust im Keim erstickten. Seine Eltern zum Beispiel. Die hässliche Alte von der Supermarktkasse. Ja es half, seine Atmung beruhigte sich etwas. Laura bemerkte es auch. Sie ließ ihr Bein sinken und stemmte die Hände in die Hüften. „Leistetest du etwas Wiederstand? Das wäre das erste Mal heute. Na gut, ich kann auch anders.“

Das junge Mädchen kam bis auf wenige Millimeter an den unbekleideten Mann heran und hob ihren massigen Oberarm mitten in sein Sichtfeld. „Weißt  du, die meisten Followers auf Instagram schrien laut ‚Fake‘ als ich mal meinen Bizeps dort gepostet habe. Auch bei weiteren Fotos. Die meisten meinten, kein Mädchen könnte einen solchen Bizeps haben.“
Langsam spannte Laura ihren Arm an und Stief sah ungläubig zu, wie sich ein wahrer Berg an Muskeln spitz und massig aus ihrem Arm schob. Er wurde immer größer und dicker und wollte gar nicht mehr aufhören zu wachsen. Stief war es unmöglich wegzusehen und seine Atmung beschleunigte sich erneut. Er konnte sich auch nicht mehr auf etwas anderes konzentrieren. Zu intensive war das Bild von der absoluten Girlpower, welches sich direkt vor seinen Augen befand.

„Oh Stiefie!“ kicherte Laura. „Das bringt dich ja noch mehr auf Touren als ich dachte.
Zitternd sah Stief zu, wie Laura vor ihm in die Knie ging. Er dachte schon an das schlimmste und wollte etwas krächzen, als sie erneut ihren Arm hob. Es war anders schlimm, als er gedacht hatte. Sie hielt ihren Oberarm direkt unter sein Glied. Er wusste was jetzt kam und er befürchtete, dass er dem nicht standhalten konnte.

Als Laura ihren Bizeps langsam spannte und dieser Stief Männlichkeit nach oben drückte, hielt er den Atem an. Doch das half nicht. Laura hatte ihren Bizeps noch nicht mal halb angespannt, als bei Stief alle Dämme brachen. Laura gab ein überraschtes „Oh.“ von sich und wich zurück. In seinem ganzen Leben war Stief noch nie derartig gekommen. Es war der Orgasmus seines Lebens. Niemals hatte er so derartig heftig sein Erbgut von sich gegeben. Er spritzte noch vor sich hin, als Laura bereits nach seinen Kinn griff, um dieses in Stellung zu bringen. Stief bekam davon nichts mit. Er gab einen brummenden Ton von sich während er schwitzend zur Decke schielte.

Das berauschende Glücksgefühl in dem Stiefs Bewusstsein schwamm wurde von einer eisenharten Faust, von einer Millisekunde zur anderen abgeschaltet. Genauso wie Stief Bewusstsein an sich. Wie sein Körper abhob und durch den Raum schleuderte bekam er schon gar nicht mehr mit. Laura hatte so hart zugeschlagen, das Stief mehr als einen Meter durch die Luft folg. Krachend landete der Mann auf dem Beistelltisch des Sofas, welchen er komplett zertrümmerte. Da wo er vor kurzen noch gestanden hatte, rollten drei blutige Zähne über den Boden.

Laura seufzte zufrieden und schüttelte ihre große Faust aus. „So ein Ferkel.“ sagte sie leise zu sich selbst. Das junge Mädchen zeigte nicht mehr viel Interesse für die drei Jungs die verstreut und besinnungslos in der Wohnung lagen.  Sie trällerte nur noch ein „Bis zum nächsten Mal.“ als sie ging.
Worte welche die Jungs nie hörten.

Ende

Freitag, 22. Februar 2019

Der starke Rotschopf – Hausbesuch Teil 1

Es läutete Sturm an Stiefs Haustür. Mit einen breiten Grinsen öffnete Stief seinen beiden Freunden Ted und Natan. Stiefs Wohnung lag im dritten Stock eines Bürohauses. Eigentlich waren diese Räume nicht dafür gedacht, als Wohnraum zu dienen aber nachdem der Vermieter keine Firma als Mieter finden konnte, baute er die Räume kurzerhand um. Damit hatte Stief viel Platz und viel Ruhe. Alle seine Nachbarn waren irgendwelche Geschäftsleute die alle ab fünf Feierabend machten. Abends war der gesamte Gebäudekomplex leer. Stief konnte so laut oder so leise sein wie er wollte. Der perfekte Ort zum Feiern.

Seine beiden Freunde kamen laut lachend und ausgelassen in seine Wohnung. Ted hatte drei große Pizzakartons dabei und Natan eine Flasche Whisky.  Die Flasche war allerding angebrochen und Natan stank bereits, nach dem Inhalt seines Gastgeschenks.

„Immer herein.“ lachte Stief. Die drei Jungs machten es sich vor Stiefs Fernseher bequem. Stiefs Wohnraum mit angrenzender offener Küche bot viel Platz. Wie auch der Rest seiner Wohnung. Natan hatte eine Blue-Ray Sammlung allen Rocky Filme mit dabei. Da er schon einen ordentlichen Schluck Alkohol im Blut hatte, tänzelte Natan wild über den großen schwarzen Teppich in Stief Wohnung.

„Wisst ihr was mich an diesen alten Filmen stört?“ fragte er und begann damit, gegen einen unsichtbaren Feind zu boxen. „Man sieht immer wie lahm und langsam sie sich bewegen. Der Schnitt der Kamera stört auch, der uns weiß machen will, dass sie schneller sind, als es der Fall ist. Ich sage euch was, ich bin schneller als Stallone.“

„Ich kenne jemanden der dich trotzdem erledigt hat und weiblich ist.“ sagte Ted. Ted hatte nicht die beste Laune. Nach dem er, wie auch Natan und Stief, von Laura, einer rothaarigen Sechzehnjährigen, in einem Bistro, k.o. geschlagen worden war, war er mies drauf. Das lag auch daran, dass Laura ihm die Nase gebrochen hatte. Doch seine Hausärztin hatte seinen Tag nicht besser gemacht. Es war eine direkte und kernige Frau, wie seine Mutter sagte. Sie meinte er solle sich nicht anstellen wie ein Baby. Das sagte sie selbst nach dem Röntgen, wobei herauskam, dass seine Nase vierfach gebrochen war. Sie verpasste ihm nur mehrere längliche Pflaster, welche sie ihm auf die Nase klebte. Dabei tat sie ihm höllisch weh. Und immer wenn er jammerte, machte sie eine verächtliche Bemerkung. Ted hatte genug von Frauen. Dieser Männerabend war genau das, was er jetzt brauchte.

Natan drehte sich zu ihm um. „Ich weiß wenn du meinst. Eine gewisse Sechzehnjährige. Und ich sage dir was, ich bin schneller als sie. Das habe ich bewiesen, du hast das nur nicht mitbekommen.“
„Und dann hat sie dich k.o. geschlagen.“ sagte Ted und grinste breit.
„Sie hat uns alle fertig gemacht.“ sagte Stief, der mit Gläsern für den Whisky aus der Küche kam. „Du tust wieder so cool.“ sagte Ted. „Als ob es dich nicht stören würde.“ Stief zuckte mit den Achseln. „Ich denk einfach nicht mehr an sie.“ sagte er.

Das war gelogen. Stief dachte jeden Tag an das Mädchen mit den dicken Muskeln und der großen Faust. Man könnte sagen, dass sie in seinen Kopf eingedrungen war. Außerdem machte er sie jeden Abend zu seiner sexuellen Fantasievorlage. Sie war in dieser Gedankenwelt nicht so brutal aber dennoch stark. Sie packte ihn und machte alles was sie wollte mit ihm. Es beschämte ihn manchmal, wie sehr diese Gedanken ihn stimulierten.

„Genau!“ tönte Natan und boxte weiter mit seinem imaginären Feind. „Er hat das Monstermädchen bereits vergessen. Der obercoole Stief. Ich glaube nicht.“  „Ich auch nicht.“ sagte Ted der auf dem Sofa saß und Stief bei eingießen des Whiskys zusah. „Wisst ihr was?“ fragte Natan. „Ich bin der einzige von uns, der gegen die Kleine eine Chance hat.“ „Weil er so schnell ist.“ sagte Ted abwertend.
„Genau! Schnelligkeit ist ihre Schwäche!“ sagte er und boxte plötzlich immer schneller. „Bamm, hätte ich sie.“

„Hätte!“ wiederholte Stief, reichte Ted ein Whiskyglas und nahm ebenfalls auf dem Sofa Platz. „Ja.“ sagte Natan und beendete seinen Kampf. „Wenn die Kleine sich an die verdammten Regeln halten würde.“ „In diesem Punkt stimme ich zu.“ sagte Stief. „Wie die wohl im Bett ist.“ fragte Ted leise.
„Hmm, interessante Frage.“ sagte Natan wie ein Professor. „Höchstwahrscheinlich sehr dynamisch.“ er grinste.

Die drei Jungs grinsten anzüglich, als es aus heiterem Himmel an der Tür klingelte. „Wer kann das denn sein?“ fragte Stief und stand auf. „Habt ihr noch weitere Pizza bestellt?“ Ted schüttelte den Kopf. „Vielleicht einer deiner Nachbarn.“ sagte Ted. „Wohl kaum,“ sagte Stief während er durch Wohnzimmer lief. „Hier ist ab siebzehn Uhr niemand mehr. Ich könnte meinen Subwoofer voll aufdrehen und kein Mensch würde etwas hören. „Dann ist es die Post.“ sagte Natan.

Stief antwortete nicht, denn er war schon auf dem Flur und auf dem Weg zur Tür. Es klingelte wieder. „Ja doch.“ grummelte er. Mit Schwung zog er die Tür auf und erstarrte. Ein sechzehnjähriges Mädchen stand in der Tür. Sie hatte große grüne Augen eine spitze Nase, blasse Haut und dunkelrote Haare, welche sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte. Sie trug eine schwarze Lederjacke, welche allerdings nicht verbergen konnte, wie breit ihre Schultern und muskulös ihre Arme waren.

„Hey Stiefie.“ sagte Laura mit heller Stimme. Stief erwachte augenblicklich aus seiner Angststarre und wollte schnell die Tür schließen. Doch schon machte Laura einen Satz nach vor und schlug ihm mit ihrer großen Faust in den Magen. Die Kraft des Schlages, hob Stief wortwörtlich von den Füßen. Er atmete unfreiwillig aus. Danach fiel er zu Boden und krümmte sich. Wasser lief ihn aus den Augen und für einen Augenblick dachte er, er müsse sich übergeben.

Laura schloss ganz in Ruhe hinter sich die Tür, henkte ihre Jacke an die Garderobe, wie auch einen schwarzen Rucksack und sah dann auf Stief herb. „Aber Stief.“ sagte sie. „Das war doch noch gar nichts.“ Sie lächelte milde. „Es ist übrigens nicht nett, jemanden die Tür  vor der Nase zuschlagen zu wollen! Außerdem ist es eine ganz dumme Idee mich wütend zu machen, kleiner Stief.“

Sie packte Stief mit einer Hand bei den Haaren und ging langsam los. Stief humpelte wie ein Hund neben ihr her. Ihr Griff war fest und er zweifelte nicht daran, dass sie ihm wenn nötig, alle Haare ausriss, wenn er nicht folgte.

Natan und Ted hatten gerade die Gläser erhoben, als Laura mit Stief ins Wohnzimmer kam. Ted spuckte vor Schreck den Whisky aus, Natan erstarrte einfach in seiner Bewegung. Laura bot allerdings auch einen beeindruckenden Anblick. Sie trug eine blaue Hose aus Elastan oder auch Spandex genannt. Diese leuchtete in hellen Blau und lag sehr eng an ihren Beinen. So konnte jeder, ohne Probleme, ihre dicken, vor Muskel trotzenden, Oberschenkel sehen. Diese Bestanden scheinbar aus puren Muskelfasern die dick wie Taue hervorragten. Ihren Oberkörper zierte ein viel zu kleines Shirt, das ihre muskelbepackten Oberarme frei ließ, wie auch einen Teil ihres Bauch, der nicht weniger muskulös zu seien schien, als der Rest ihres Körpers. Neben sich, am Boden, krabbelte Stief, der mit seinen großen Körper nur die Macht dieses Mädchens verdeutlichte.

„Oh nein!“ rief sie wie ein aufgeregtes kleines Mädchen. Sie ließ Stiefs Haare los, der sich stöhnend zu Boden fallen ließ. „Du hast deine Freunde eingeladen. Wie schön! Dann kann ich mit euch allen drein spielen!“ Sie blickte wieder auf Stief. „Hey Stief. Hör auf dich am Boden zu wälzen. Los steh auf.“

Stief musste sich sehr zusammenreißen, um ihren Worten Folge zu leisten. Zu sehr schmerzte sein Unterleib.  Doch er schaffte es, sich mit wackeligen Beinen und gekrümmter Haltung neben Laura zu stellen. Diese sah ihn nur verächtlich an. „Du bist viel zu empfindlich!“ sagte sie und ging zum Sofa. Natan und Ted wichen auf dem Sofa in die hinterste Ecke, als ob Laura heiß wie Lava wäre.

„Was?“ fragte sie. „Setzt euch normal hin.“ Natan und Ted gehorchten zögerlich. Sagten aber nichts. Stief stand schweigend am Sofa neben Laura. „Was ist mit euch?“ rief Laura. „Wir feiern alle zusammen. Oder nicht?“ Keiner antwortete. Laura sah auf die Gläser auf den Beistelltisch.  „Will mir nicht jemand auch ein Glas holen?“ fragte sie. „Ihr seid sehr unhöflich.“

„Ich geh!“ sagte Natan schnell und sprang auf. Als er an Laura vorbei lief, machte diese eine schnelle Bewegung und rammte ihm, wie Stief zuvor, die Faust in den Magen. Auch er wurde von den Füßen gehoben und ging wimmernd zu Boden. „Nein Natan!“ sagte Laura böse. „Ich sage wer hier was macht! Klar?“ Natan wimmerte weiter und antwortete nicht. Da bückte sich Laura aus ihrer sitzenden Haltung heraus und packte Natan am Kragen. Ohne Mühe und mit deutlicher Kraft zog sie ihn so weit nach oben, das er ihr ins Gesicht sah. Tränen rannen aus dem Gesicht des Dreiundzwanzigjährigen.

„Wenn ich was frage antwortest du!“ rief Laura ärgerlich. „Wenn ich nochmal keine Antwort von dir bekommen, bereust du es!“ Sie drehte sich zu Ted um. „Ted hol mir ein Gals!“ Ted nickte und stürmte förmlich davon. Wenige Augenblick später war er wieder da, stellte das Glas vor Laura ab und setzte sich, mit einem großen Sicherheitsabstand zu Laura, wieder aufs Sofa. Danach wäre es fast Still gewesen, wenn Natan nicht leise vor sich hin gewimmert hätte.

„Gott Natan du Baby!“ rief Laura. „Setzt dich wieder zu Ted aufs Sofa und halt die Klappe. Sonst gebe ich dir einen richtigen Grund zum Weinen.“ Natan kroch über den Boden, kletterte förmlich aufs Sofa und kauerte sich dort zusammen. Laura sah sich um, niemand der Jungs sagte was.

„So Stiefie. Das ist deine Wohnung, hmm? Schön groß!“ Stief sagte nichts. Glaubte aber, etwas sagte zu müssen. Traute sich aber nicht. „Hey.“ rief Laura wütend. „Ich versuche hier Konversation zu machen. Also beteiligt euch!“  „Äh, danke.“ sagte Stief und räusperte sich. Sein Magen tat immer noch sehr weh.

„Oh man ihr Falschen. Los macht den Mund auf. Worüber habt ihr gesprochen, bevor ich kam?“ Ted wurde rot und Natan hatte sich wie eine Schnecke zusammengezogen. Also antwortete Stief um Laura nicht wütend zu machen. „Wir wollten uns Rocky ansehen.“ sagte er und deutete auf die Filme, welche neben den Whisky lagen. Laura nahm die Filme in die Hand. „Das ist doch Müll.“ verkündete sie. „Aber ihr Trottel würdet trotzdem noch was lernen. Ihr wart echt schlecht im Ring.“

Niemand sagte etwas. Alle Jungs, bis auf Natan, sahen betreten zu Boden. „Hallo Jungs.“ rief Laura. „Macht endlich mal den Mund auf. Sonst wird mir langweilig und dann fange ich an Dinge zu machen, die ihr nicht so toll findet. Du, Natan! Was habt ihr gemacht, bevor ich kam? Den Film habt ihr auf jedenfalls noch nicht geguckt.“

„Ich, ich, ich,…“ machte Natan. „Alter Natan.“ rief Stief, der seinen letzten Mut zusammengekratzt hatte. „Erzähl ihr doch von deinem dummen Schattenboxen!“ In dem Augenblick, als Stief seine eigenen Worte hörte, wusste er, dass er gerade einen Fehler gemacht hatte.  Natan ängstlicher Blick bestätigte das. „Ach nee Natan.“ rief Laura. „Hast du gegen dich selbst gekämpft?“ Natan nickte wie ein Kind. „Los zeig es mir!“ sagte Laura im Befehlston. Natan schüttelte den Kopf.

„War das gerade ein Kopfschütteln?“ fragte Laura und ballte eine ihrer großen Hände. Natan wurde bleich, sprang sofort auf und vollführte das Gleichen Schattenboxen wie zuvor. Nun ganz gleich war es nicht. Seine Haltung war etwas gekrümmt und er bewegte sich nicht mehr so schnell wie zuvor. Was klar an dem Schlag in den Magen lag.

„Sieht wenig beeindrucken aus.“ sagte Laura. „Ich denke, du brauchst einen echten Gegner. Zu deinem Glück bin ich hier.“ sie stand auf und stellte sich gegenüber von Natan zurück. Dieser wich vor ihr zurück, als wäre sie der Teufel persönlich.  „Oh, hat der Natan Angst?“ fragte sie mit süßer Stimme. „Stief?“ rief Laura. „Ja?“ antwortete Stief sofort. „Ein Typ wie du hat doch bestimmt Boxhandschuhe.“

Stief hatte tatsächlich Boxhandschuhe. Er hatte auch einen Boxsack.
„Habe ich, sie liegen da hinten in der Kommode.“
„Na los dann hol sie!“

Ein paar Augenblicke später zog sich Laura, Stiefs Boxhandschuhe an. „Etwas eng.“ kommentierte sie. Was Stief überraschte, da er seine eigenen Hände schon groß fand. Dann drehte sich Laura zu dem ängstlichen Natan um. „Na los greif an. Du bist im Vorteil. Ich habe Handschuhe an und du nicht! Und ganz neben bei bin ich viel jünger als du und ein Mädchen. Falls du es noch nicht gemerkt hast.“

Natan trat zögernd vor, dann tänzelte er unsicher um sie herum. Dies allerding in einen viel zu großen Abstand. Stief Wohnung bot dazu genug Platz. Laura drehte sich einige Minuten mit ihm im Kreis, die Boxhandschuhe als Deckung erhoben. „Greif schon an Natan!“ rief Laura ungeduldig. Doch Natan konnte sich offensichtlich nicht dazu durchringen den ersten Schlag zu machen. Daraufhin nahm Laura ihm diese Entscheidung ab. Sie machte einen schnellen Ausfallschritt und schlug Natan direkt ins Gesicht. Es gab einen hörbaren Laut, Natan stöhnte und taumelte nach hinten. Schon kam Laura hinter ihm her und schlug erneut zu. Dieses Mal hörten alle den Schlag sehr deutlich. Natan machte nur noch „uff“ und ging lang zu Boden.

Laura wich zurück und ließ Natan seinen Freiraum. „Los steh auf!“ rief sie. „Ich habe noch nicht mal angefangen.“ Natan richtete sich wieder auf, blieb aber auf Abstand. Und sobald sich Laura bewegte, bewegte sich Natan auch. In die entgegengesetzte Richtung. „Bleib stehen.“ rief Laura. Doch Natan blieb nicht stehen. Und als es Laura zu bunt wurde und auf Natan zu rannte, rannte dieser ebenfalls. Kurz jagten sie durchs Wohnzimmer, bis Laura stehen blieb. Sie war nicht unbedingt langsamer, sie wollte scheinbar nur nicht laufen. „Das ist mir zu blöd!“ sagte sie. „Entweder du stellst dich oder ich zwinge dich dazu.“ Natan antwortete nicht und blieb weiter in einem Sicherheitsabstand von fünf Meter.

Laura wartete einen Augenblick, dann drehte sie sich zu Stief um. „Hast du einen Boxsack?“
„Ja.“ antwortete Stief, wie ein Soldat seinem Vorgesetzten. „Und wo hängst du ihn  auf?“
„Da wo ihr gerade gekämpft habt. Da oben in der Decke sind zwei Haken.“
„Na los worauf wartest du? Häng ihn auf! Und du Natan.“ Sie sah zu Natan, der so weit von ihr weg stand wie er konnte. „Du hast jetzt die letzte Chance dich mir freiwillig zu stellen. Ansonsten fange ich dich ein, fessle dich an den Boxsack. Und dann…“ Sie hob grinsend ihren Boxhandschuh.

„Okay, okay,…“ sagte Natan zögernd und kam langsam auf Laura zu. Als er nahe genug war machte Laura einen Schritt nach Vorn und verpasste Natan einen rechten Schwinger. Mit einem „uff“ und reichlich unbeholfen, taumelte er zurück. „Was soll das?“ rief Laura. Bleib einfach mal an einer Stelle stehen. Sonst klebe ich dich wirklich an den Boxsack. Natans Gesicht zeigte Angst und Verzweiflung, als er sich wieder aufrichtete. Aber er ging dennoch wieder zu Laura.

Diese empfing ihn dieses Mal mit einer schnellen Rechts-Links-Kombination. Sofort folgte ein Schlag in Natan ohne hin schon empfindlichen Magen. Als er sich krümmte, erhielt er einen harten Aufwärtsschlag. Dieser Schlag hatte so viel Kraft, das sich Natans Körper ganz lang machte, kurz auf Zehenspitzen stand und dann wie ein gefällter Baum umkippte.

„Oh nö!“ sagte Laura und trat gegen Natans zuckend Bein am Boden. „Sag nicht du bist schon bewusstlos.“  Stief, der gerade eine Leiter aufstellte, um an die Haken für den Boxsack zu kommen, sah Laura mit großen Augen an. „Klar ist er nach so einem Schlack besinnungslos.“ Laura zuckte mit den Schultern. „Egal er kommt trotzdem an den Boxsack. So leicht kommt er nicht davon. Ich habe ihn schließlich kaum geschlagen. Nur vier, fünf Mal oder so.“
„Aber das hast gereicht.“ sagte Ted leise. Laura fuhr wütend zu ihm herum. „Klappe Ted! Und Stief? Mach schneller!“

Nachdem Stief den Boxsack aufgehängt hatte, musste er Laura dabei helfen, Natans schlaffen Körper am Boxsack fest zu machen. Nicht das Laura Hilfe gebraucht hätte. Sie hob Natan schlaffe Gestalt mit einem Arm vom Boden hoch. Ihre Muskeln traten zwar deutlich hervor, dennoch schien sein Körpergewicht kein Problem für sie darzustellen.

 Zu Natans Pech hatte Stief Panzertape im Haus. Damit war es kein Problem Natans Arme hinter dem Boxsack zu befestigen, so, dass Natan wie eine Kühlerfigur am Sack schaukelte. „Das sieht doch gut aus.“ sagte Laura böse grinsend. Wortlos nahm sie Natans Whiskyglas, das noch zu einem viertel gefüllt war und schüttete es ihm schwungvoll ins Gesicht.

Mit einen Stöhnen kam Natan zu sich und Stief konnte förmlich sehen, wie der Alkohol in Natans Augen brannte. „Öhhh….“ machte Natan. „Wo bin ich?“ „Du bist hier bei mir Natan.“ sagte Laura süß. „Und jetzt in diesem Augenblick bist du mein ganz persönlicher Box-Dummy.“ „Was?“ kam es lallend von Natan.

Die Antwort traf ihm in Form eines Boxhandschuh, der Natan und den Boxsack weit nach hinten schaukeln ließ. „Stief.“ rief Laura. „Stell dich hinter den Boxsack und halt ihn gut fest. Klar?“
„Ja ist klar.“ sagte Stief matt. Mit weichen Knie stellte er sich hinter den Boxsack und hielt diesen, ohne Natan dabei zu berühren, so fest wie möglich.

Laura ließ ein wahres Feuerwerk an Schlägen auf Natan niederprasseln. Stief spürte jeden einzelnen Schlag von Laura. Natan hatte nur kurz einen Laut von sich gegeben. Danach war still geworden. Gute fünf Minuten prügelte Laura auf Natan ein. Dann machte sie einen schritt von Boxsack weg. Natan hing erneut, wie ein nasses Handtuch daran. Ganz klar ohne Besinnung. „Und jetzt.“ verkündete Laura. „Der Finisher!“   Sie holte weit aus und schlug so hart zu, dass Natans Körper hoch flog und von Boxsack abgerissen wurde. Kurz befand sich Natan zehn Zentimeter über den Boxsack, dann fiel er willenlos zu Boden. „BAMM!“ rief Laura fröhlich und boxte in die Luft.

Natan und Stief starten entsetzt auf ihren Freund am Boden. „Ist er tot?“ fragte Ted mit zitternder Stimme. „Quatsch.“ rief Laura und gab Natans Körper einen Tritt, so dass sich dieser auf den Rücken drehte. Natan atmete noch. „Ich hatte doch Handschuhe an.“ sagte sie in einen Ton, der die Frage aufkommen ließ, ob sie glaubte, andere mit Handschuhe nicht verletzten zu können.

„Okay, das hat Spaß gemacht. Wer will noch mit mir boxen? Du Ted?“
Ted wurde noch weißer im Gesicht, als er ohnehin schon war. Mit Arme und Beinen signalisierte er seine Verneinung. „Nein! Auf keinen Fall. Ich…  ich bin nicht in der Verfassung für so was.“
„Wie meinst du das?“ fragte Laura und stemmte die Boxhandschuhe in die Hüften. „Ted kratzte sich am Kopf. „Ich bin verletzt. Siehst du hier meine Nase. Das muss noch heilen. Da kann ich nicht boxen.“

Laura zog die Boxhandschuhe aus und kam zum Sofa gelaufen. Mit prüfendem Blick stellte sie sich vor Ted. „Wegen diesen dämlichen Pflastern auf deiner Nase?“ fragte sie wütend. „Ja.“ sagte er und drückte sich soweit es ging an die Sofalehne. „Das ist doch bloß eine jämmerliche Ausrede Ted. Wenn ich dich frage, ob du mit mir boxen willst, dann hast du gefälligst mit einer freudigen Zustimmung zu antworten. Verstanden?“

Ted antwortete nicht. Er befand sich wohl in einer Art Angststarre. Denn genau das tat er, er starrte Laura an. „Ich frage dich noch mal. Willst du mit mir boxen?“ „Nein bitte nicht.“ jammerte er und versuchte jetzt auf dem Sofa davon zu kriechen. Doch da sprang Laura ihn schon an, setzte sich mit ihren schweren Köper auf seine Brust und drückte mit ihren starken Beinen seine Arme an seinen Körper. Hilflos und voller Angst lag er unter ihr und starrte sie an. Seine Lippen bebten, doch er bekam kein Wort mehr heraus.

„Du hast mich wirklich wütend gemacht Ted. Dir tut also deine Nase weh, was? Wenn ich mir die genauer ansehe, glaube ich, dass sie etwas schief ist. Aber keine Angst kleiner Ted, ich korrigiere das eben für dich.“

Demonstrativ hob Laura ihre großen Fäuste mit den hervorstehenden Knöcheln. Ted gab einen kurzen Angstschrei von sich, der allerding erstarb, als Laura ihre Fäuste, wie ein Maschinengewehr in sein Gesicht hämmerte. Es ertönte ein lautes Dauerklatschen und Stief lief besorgt zum Sofa. Hilflos sah er zu, wie Laura, Ted rhythmisch ins Gesicht boxte. Soweit er sagen konnte, schlug sie nicht ganz so hart zu wie bei Natan aber mit bloßen Händen war das immer noch mehr als ausreichend.

Als Laura nach einer Minute die Fäuste sinken ließ, war Teds Nase genauso zu Brei geschlagen, wie seine Lippen. Außerdem würde er sehr schnell zwei tief schwarte Augen bekommen.  „So Ted.“ sagte Laura fröhlich zu den besinnungslosen Jungen unter ihr. „Das sieht schon viel besser aus.“ Sie drehte den Kopf und sah Stief an. „Was ist, hast du Lust zu boxen Stiefie?“ Sie lächelte so süß, als könnte sie niemanden etwas zu leide tun.

„Klar, unbedingt!“ sagte er sofort und bekam weiche Knie.

Freitag, 1. Februar 2019

Der starke Rotschopf – Ein gemeinsames Essen


Eine Welle warmer Lust traf Stief und seine Freunde als sie in das gemütliche Bistro kamen. Ein mit Holz verkleideter Laden der, zu annehmbaren Preisen, ordentliche Portionen lieferte. Und das war Stief und seinen Freunden, Ted und Natan, am Wichtigsten. Stief hatte seine Freunde ein paar Tage lang nicht gesehen. Seit sie vor einem Monat von einem sechzehnjährigen Mädchen verprügelt worden waren, hatte ihre Freundschaft etwas gelitten. Doch mittlerweile ging es einigermaßen wieder. Niemand erwähnte das kleine Mädchen mit den roten Haaren mehr und die Sache wurde unter „Nie passiert“ verbucht.

Stief guckte sich immer noch nach einen Tisch um, als ihn Ted in die Seite boxte. „Hey Stief!“ „Was denn verdammt?“ fragte er und dreht sich unwirsch in Teds Richtung. Dieser deutete auf etwas und Stief folgte seinen Blick. Dann erstarrte er. An einem Ecktisch, weiter hinten im Laden, saß ein kleines Mädchen mit roten Zöpfen und schlürfte einen Milchshake.

„Das ist doch…“ sagte Stief heißer. „Genau.“ sagte Ted mit matter Stimme. Sie waren sich beide sicher, dass es sich um das Mädchen handelte, von dem sie verprügelt worden waren. Selbst auf diese Entfernung waren sie sich sicher. Denn die muskulösen Arme des Mädchens waren unverkennbar. „Was habt ihr beiden denn?“ fragte Natan. Dann blickte er in die Richtung, in die auch seine Freunde starrten. Sofort wurde er ganz leise.

„Verdammt.“ flüsterte er. „Lasst uns verschwinden.“
„Nein!“ brach es aus Stief heraus. „Das fehlt noch. Ich laufe bestimmt nicht von einem kleinen Mädchen davon.  Los kommt, wir suchen uns einen Tisch.  Das wir uns von einer Sechzehnjährigen verjagen zu lassen fehlt noch!“

Sie fanden einen Tisch, der leider nicht sehr weit von dem Tisch des Mädchens entfernt war. Stief hatte ein mulmiges Gefühl, was er aber gut verbarg. Seine Freunde wirkten eingeschüchtert. Als sie bestellt hatten warteten sie ungeduldig auf ihr Essen.

„Hoffentlich kommt bald das verdammte Essen!“ sagte Ted.
„Warum?“ fragte Stief gespielt cool. „Sage bloß du denkst immer noch an dieses Mädchen?“
Ted wollte gerade antworten, als eine helle weibliche Stimme ertönte. „Hey Junge!“ Es war der Rotschopf, der plötzlich vor ihrem Tisch aufgetaucht war. Ted ließ vor Schreck sein Handy auf den Tisch fallen. „Ich habe euch von da drüben aus gesehen und mich gefragt, ob ihr vielleicht Lust auf etwas Prügel habt.“

Alle drei Jungs wurden kreidebleich. Dann lachte das Mädchen laut. „War doch nur Spaß. Wisst ihr was? Ich setze mich zu euch. Ich hole nur schnell meinen Milchshake.“ Ted fand zuerst seine Sprache wieder. „Los Jungs, lasst uns verschwinden.“ „Unsinn!“ flüsterte Stief. „Wie sieht das denn aus? Und außerdem sind wir zu dritt. Schon mal daran gedacht?“

Stief hätte noch mehr gesagt, wäre das Mädchen nicht plötzlich wieder an ihrem Tisch erschienen. „Hier bin ich wieder Jungs.“ sagte es, einen großen Milchshake in der Hand. „Du da!“ sagte sie und deutete auf Natan. „Rück auf die Seite deiner Freunde, ich finde es besser, wenn ihr drei mir gegenüber sitzt.“

Auch wenn die gegenüber liegenden Bänke am Tisch nur jeweils für zwei Personen gedacht waren, zögerte Natan nicht, als das Mädchen auf ihn zeigte. Schnell erhob er sich und quetschte sich an Stiefs Seite, der nun zwischen seinen Freunden klemmte.

„Na Jungs was ist? Wollt ihr euch nicht vorstellen? Dann weiß ich beim nächsten Mal wenigsten wen ich vermöble.“ Das Mädchen lachte wieder und Stief musste zugeben, dass sie dabei ganz süß aussah. Sie hatte vielleicht einen etwas kleinen schmalen Mund und eine spitze Nase, welche ihr ehrgeizige Züge verlieh aber dafür tolle große Augen, die moosgrün waren. „Äh Natan.“ sagte Natan leise. Stief ärgerte sich über seinen Freund, der sehr eingeschüchtert klang. Er selbst setzte sich gerade hin und sagte cool. „Ich bin Stief kleines Mädchen.“ Dafür ernte er einen festen Blick des Mädchens. „Ted.“ sagte Ted etwas zu schnell, aber immer noch besser als Natan.

„Natan, Stief und Ted. Klar!“ wiederholte das Mädchen. „Mein Name ist Laura aber ihr dürft mich Herrin oder Göttin nennen.“ Dieses  Mal lachte sie nicht. „Quatsch.“ sagte Stief ärgerlich wobei Ted und Natan zusammenzuckten. „Angsthasen!“ dachte Stief ärgerlich. „Hör zu kleines Mädchen. Nur weil du ein paar Muskeln hast, heißt das nicht, dass du machen kannst was du willst.“ „Ach ein?“ fragte Laura und sah ihn scharf an. „Nein!“ wiederholte Stief und er war froh, dass seine Stimme so selbstbewusst klang. Denn insgeheim hatte er Angst vor dem Mädchen. Die harten Schläge die er von ihr bekommen hatte, wenn es auch nur sehr wenige gewesen waren, würde er so schnell nicht vergessen.

„Wir drei sind auch nicht gerade schwach. Gegen alle drei von uns hättest du keine Chance. Ach und beim Boxen hast du dich nicht an die Regel gehalten!“ „Oh Stief!“ rief sie wie eine besorgte Mutter. Dann hob sie ihre beiden Arme aus denen gigantische Bizeps-Kugeln hervorschnellten. Die drei Männer starrten sie mit offenen Mündern an. „Willst du dich hiermit wirklich anlegen Stiefielein?“
„Ich…iii…ccc…hhh“ stotterte Stief und schloss wieder den Mund. Noch nie hatte er so große Muskeln gesehen. Und schon gar nicht an einem Mädchen.

Das Mädchen grinste breit. Sichtlich zufrieden mit der Wirkung, welche ihre Muskeln auf die drei Männer hatten. Sie entspannte ihre Arme wieder und stellte den rechten Ellenbogen vor Stief auf den Tisch. „Na los Stief. Du siehst wie der Leitwolf in deiner Gruppe aus. Zeig mir mal wie stark du bist.“ Stief wollte sich ums Verrecken nicht noch mehr von seiner Angst anmerken lassen. Die kleine spielte ein Spiel und er wollte dabei keine Schwäche zeigen. „Klar!“ sagte er nicht mehr ganz so selbstbewusst und ergriff die Hand des Mädchens.

„Du kannst drücken wenn du soweit bist.“ sagte sie cool und betrachtete die Fingernägel ihrer linken Hand. Stief zögerte nur wenige Sekunden, bevor er sich mit voller Kraft gegen den Arm des Mädchens stemmte. Es war, als ob er gegen eine Stahlmauer ankämpfen würde. Lauras Arm bewegte sich kein Stück. Sie hätte auch eine Statur aus Marmor sein können. Stief fing an zu schwitzen und sah mit großen Augen auf den dicken Bizepsball der vor seiner Nase in die Höhe wuchs. Dieser Bizeps war mehr als doppelt so dick als sein eigener, mit einem richtigen Gipfel. Außerdem glaubte Stief pures Muskelgewebe durch die glatte, reine Haut des Mädchens schimmern zu sehen.

Laura selber schien sich nicht anstrengen zu müssen. Ihre Atmung blieb völlig normal und ihr Arm lag regungslos auf dem Tisch. Mit einen Schmunzeln sah sie Stief aus ihren großen grünen Augen an.
„Oh, armer Stief. Du bist ja noch viel schwächer als ich gedacht habe. Aber das ist immer so bei euch Jungs. Das meiste an euren dicken Armen ist Fett. Ihr trainiert einfach nicht richtig. Und eines Tages werdet ihr von einem kleinen Mädchen fertig gemacht.“ Mit dem letzten Wort knallte sie Stiefs Arm, als ob es das einfachste von der Welt ist, auf die Tischplatte. Stief dachte, das eine Stahlzange seinen Arm zerbrechen würde. Mit schmerzverzerrtem Gesicht zog er seinen Arm vom Tisch.

„Oh Stiefie!“ rief das Mädchen erneut mit einer hohen Stimme. Diese Anrede schien ihr sichtlich Spaß zu machen. „Habe ich dir wehgetan?“ Sanft strich sie ihm mit ihrer Mädchenhand über seinen Handrücken. Eine seltsam zarte Berührung. Doch dabei lächelte Laura teuflisch. „Das wollte ich auch!“

Stief erwiderte nichts, denn in diesem Augenblick kam die Bedienung mit ihrem Essen.  Große Teller mit Schnitzel und Pommes. Die drei Teller passten nur gequetscht nebeneinander. Die Bedienung runzelte die Stirn, über den Umstand, dass die drei Jungs sich auf eine Bank quetschten, während ihnen ein Mädchen auf einer genauso großen Bank gegenüber saß. Eine Bemerkung machte sie aber nicht.

„Uh Pommes!“ machte das Mädchen und griff mit ihrer Hand in Natans Teller um sich eine Faust voller Pommes zu nehmen. Natan sah Laura böse an, doch als sie seinen Blick erwiderte, lächelte er schnell. „Schon besser!“ sagte das Mädchen streng.

„Willst du uns jetzt beim Essen zusehen?“ fragte Stief und schob sich steif etwas Essen in den Mund. Er konnte jetzt nicht entspannt essen. Nicht solange ihm dieses Muskelmädchen gegenüber saß. „Oh Stiefie!“ ertönte es wieder vom Mädchen. „Du bist mir viel zu unhöflich. Ich hätte nicht übel Lust, dich jetzt zu packen, auf die Toilette zu zerren und dich da so durchzuprügeln, dass du dir danach in die Hosen machen würdest, wenn du nur an mich denkst. Am liebsten würde ich das mit euch allen drei machen. Ihr würdet bestimmt drei brave Hundies abgeben. Die auf Kommando sitz machen oder auch brav bellen.“

Während Laura das sagte, sah sie die Jungs abwechselnd an. Ihre Augen blitzten böse auf, was sie schön und furchterregend machte. Natan und Ted wurden beide bleich. Stief rang mit seiner Selbstbeherrschung. „Ha, ha!“ machte er. Aber seine Stimme war viel zu leise und rau. „Sehr komisch.“ sagte er, ohne das es nur ein Hauch Überzeugend klang.

Nebenbei bemerkte Stief, wie Natan ganz langsam zur Seite rutschte und eben so langsam seine Füße unter dem Tisch wegzog. „Der Feigling will die Fliege machen.“ dachte Stief, als er plötzlich merkte, wie Lauras Gesicht ganz nah an seines kam.

„Das war kein Witz.“ sagte Laura. Genau in dem Augenblick erhob sich Natan schwungvoll um das Weite zu suchen. Doch Laura war schneller. Blitzschnell packte sie seinen Arm und zog ihn mit Wucht zurück auf seinen Sitzplatz. Nicht weniger schnell kam ihre rechte Faust angeflogen. Es klatschte hörbar, Natan gab ein „oh.“ von sich und dann sank sein Kinn auf seine Brust. Stief sah seinen Freund erschrocken an. Er war bewusstlos. Sie hatte ihm mit nur einem Schlag die Lichter ausgeknipst.

„Seht ihr? Meine Fäuste sind noch gefährlicher, wenn ich keine Handschuhe an habe.“  Stief schluckte und stupste Natan leicht an. Dadurch geriet Natans willenloser Körper in Bewegung, so dass sein Kopf nach vorne und mit einen lauten scheppern auf sein Schnitzel fiel. Eine Bedienung sah kurz zu ihrem Tisch, doch als sie Laura kichern hörte, wandte sie sich wieder ab.

Laura zog eine Pommes unter Natans Gesicht hervor und kaute demonstrativ darauf herum. „Dummer Natan!“ sagte sie. „Ich wollte euch doch gerade sagen, dass ich ziemlich gute Laune habe und euch deswegen nicht verprügeln wollte. Naja, ihr könnt es ihm ja sagen, wenn er aufwacht. Wenigstens wird sein Essen nicht kalt, wenn er es mit seinem Gesicht wärmt.“

„Heißt das wir können gehen?“ fragte Ted hoffnungsvoll. Laura sah ihn scharf an. „Wie war das Ted? Willst du auch k.o. geschlagen werden?“ Sie hielt ihm ihre Faust vor das Gesicht. Ihre Faust war erstaunlich groß für ein Mädchen ihres Alters. Sogar Stief musste schlucken. „Nein bitte nicht!“ sagte Ted schnell. „Sei doch nicht so ein verdammter Feigling.“ fuhr Stief ihn ärgerlich an. Ted sah beschämt auf sein Essen.

„Oh Stiefie.“ sang das Mädchen erneut. Langsam konnte Ted es nicht mehr hören. „Ich mag Typen wir dich. Ich kann dir gar nicht sagen, wie gerne ich mich mit dir alleine Beschäftigen würde.“ Ihre großen Augen starrten Stief an. Sehr schöne Augen.  Stief rutschte unbehaglich auf seinem Sitzplatz hin und her. Wozu er im Grunde keinen Platz hatte.

„Ist es das was du willst? Ein Date?“ Mit dieser Aussage erstaunte Stief das Mädchen zu ersten Mal. „Was?“ fragte sie ungläubig. „Ein Date mit dir? Gehst du immer mit kleinen Mädchen aus Stief? Gibt es bei euch in der Uni keine Frauen?“ Stief machten diese Worte wütend, aber er beherrschte sich.

Laura wartete kurz auf eine Antwort aber von Stief kam nichts. Das Mädchen zuckte mit den Schultern, nahm den Strohhalm ihres Milchshak zur Hand und leerte ihn in einem langen Zug. Dann sah sie wieder Ted und Stief an.  „So Jungs mir wird das hier zu langweilig. Und ihr esst viel zu langsam. Es wird also Zeit, das ihr mir eure Dankbarkeit zeigt.“

„Was?“ rief Stief laut. „Warum? Wofür?“ Laura sah ihn böse an. „Dafür kleiner Stiefie, das ich euch nicht verprügle! Das sollte euch doch etwas wert sein!“
„Du willst Geld?“
„Hmm, andere Jung küssen mir die Füße oder lecken an meinen Schuhen. Aber ich denke, Geld geht zur Not auch.“

Stief wusste nicht, ob er ihr glauben sollte aber er konnte sich langsam gut vorstellen, dass sie andere Erwachsene oder Jugendliche in ihrem Alter dazu gebracht hatte. Stief stöhnte auf, wie ein Geschäftsmann, der eine überteuerte Rechnung zahlen musste. „Also wie viel?“ fragte er angebunden.

„Mir gefällt Dein Ton nicht Stiefie!“ sagte Laura. „Ich bekomme langsam einen Drang danach dich zu schlagen.“ „Äh.“ machte Stief schnell. „Wie viel Geld kann ich dir anbieten?“
„Schon besser.“ sagte Laura.
„Du bist selbst ein Feigling.“ flüsterte Ted an Stiefs Seite.
„Wisst ihr was?“ fragte Laura, „Wir machen das so. Derjenige, der mir am meisten Bargeld gibt, wird nicht k. o. geschlagen.“ Sie ballte ihre große Faust. „Naja und der andere logischer Weise schon. Der wird dann, genau wie Natan hier, sein Essen mit dem Gesicht warmhalten.“

Kaum hatte Laura ihren Satz beendet, wühlten die beiden Jungs hastig nach ihren Brieftaschen. Ted legte erstaunliche  sechzig Euro auf den Tisch. Er grinste Stief schon so komisch an, als Stief zwei Hunderter auf den Tisch legte. Das Geld hatte er immer dabei. Es diente ihm dazu, Frauen zu beeindrucken, wenn er ihnen gönnerhaft einen Drink spendierte.

„Oh da hat der arme Ted verloren.“ sagte Laura und rutschte auf der Bank so zur Seite, das sie Ted genau gegenüber saß. Drohend hielt sie ihm ihre große Faust vor das Gesicht, aus der sich fiese dicke Knöchel hervordrückten. „Auch ohne diese unglaubliche Kraft, könnte sie damit jemanden k.o. schlagen.“ dachte Stief mit klopfenden Herzen.

Ted war kreidebleich und drückte sich ängstlich nach hinten. „Warte bitte.“ bettelte er mit weinerlichen Stimme. „Ich kann zum Geldautomaten gehen und mehr Geld holen. Wirklich.“
„Nein Ted.“ sagte das Mädchen. „Verloren ist verloren.“ „Aber ich habe mehr Geld…“ brachte Ted verzweifelt hervor, als ihm plötzlich eine große Mädchenfaust traf und ihm die Nase platt an sein Gesicht drücke. Stief hörte richtig. wie Lauras Faust Teds Nasenbein in Staub verwandelte. Auch Teds Augen verdrehten sich, dann fiel er, wie ein nasser Sack auf seinen Teller.

„Tja.“ sagte Laura. „Wenn er sich nicht so nach hinten gelehnt hätte, müsste er nicht die nächsten Monate durch den Mund atmen.“ Sie sah Stief fies grinsend an. „Es macht allerdings schon Spaß Nasen platt zu hauen. So und jetzt zu dir Stiefie.“

Laura rutschte auf ihrer Bank in eine Position, in der sie Stief direkt gegenüber saß. Dann ballte sie ihre riesengroße Faust mit den stark hervorstehenden Knöcheln. Stief wurde bleich. „Was du willst mich schlagen? Warum?“ „Hmm…“ machte Laura und legte einen Finger ans Kinn und blickte in die Luft. „Warum?“ wiederholte sie. „Vielleicht weil du ein blöder Arsch bist? Ein Angeber mit fetten Armen und Null Kraft? Der Obervorturner von zwei Typen die noch dümmer sind als du?“
„Aber, aber…“ unterbrach Stief. „Ich habe doch bezahlt?“ Laura lächelte. „Reicht nur leider nicht!“ sagte sie kalt.

Stief sah noch nicht mal, wie sich Lauras Faust bewegte. Plötzlich wurde er von einem Stahlträger im Gesicht getroffen. Mit Wucht schwang sein Kopf zur Seite. Höllischer Schmerz entflammte, dann plötzlich nichts mehr.

Zufrieden sah Laura zu, wie Stiefs Augen sich nach hinten in seinen Schädel drehten. Dann fiel sein Kopf krachend auf seinen Teller. Eine Kellnerin stemmte die Hände in die Hüften und kam dann zu Laura gelaufen. „Was soll der Lärm junge Dame?“ zischte sie. Laura machte ein unschuldiges Mädchengesicht. Und es wirkte, trotz ihres muskulösen Körpers. Der Ausdruck der Bedienung wurde sofort milder.

„Schuldigen.“ sagte sie lieb. „Die Jungs haben um hundert Euro gewettet, wer am längsten sein Gesicht in sein Essen drücken kann.“ Angewidert sah die Frau die besinnungslosen Jungs an. „Meine Herren!“ begann sie. „Aus dem Alter sind sie nun wirklich...“ „Das bringt nichts!“ unterbrach Laura sie. „Die Abmachung besagt, dass man auch nicht reden darf, sonst hat man verloren.“ „So ein Blödsinn.“ sagte die Bedienung. „Und…“ sagte Laura hastig. „Ich soll ihnen das hier geben. Sie wollten nur ein paar Stunden Ruhe haben, um ihren Wettstreit zu Ende auszufechten.“

Die Kellnerin sah auf den Zwanziger, den das Mädchen ihr hinhielt. „Na schön.“ sagte sie, rümpfte die Nase, steckte das Geld ein und ging davon. „Glück gehabt Jungs.“ sagte Laura, zu den drei Jungs, die ihre Worte zu hören bekamen. Entspannt sammelte Laura das übrige Geld vom Tisch und schob es in ihre Hosentasche. Danach griff Laura über den Tisch und holte sich Stief Brieftasche aus seiner Jacke. Darin fand sie eine Visitenkarte, auf der sein Name, seine Anschrift und seine Handynummer standen.  „Oh gut.“ sagte sie und steckte die Karte ein. „So können wir Kontakt halten kleiner Stiefie. Ich komme dich bestimmt mal besuchen.“
Laura klopfte Stief noch einmal auf den Kopf, so wie man es mit braven Hunden machte, dann rutschte sie von der Bank und ließ die Jungs alleine. Der Bedienung sagte sie beim Rausgehen noch, dass die drei Idioten mit den Gesichtern in den Tellern ihre Rechnung bezahlen würden.

Stief wurde zweieinhalb Stunden später wieder wach. Sein Schädel dröhnte und sein Gesicht klebte vor Essen. Er brauchte seine Zeit um sich zu orientieren. Ted und Natan zu seinen Seiten, lagen immer noch mit den Gesichtern in ihren Tellern. Stief rüttelte beide kurz, doch nur Natan gab ein Stöhnen von sich. Während Natan langsam zu sich kam und Stief sein Gesicht mit einer Stoffserviette säuberte, kam eine Bedienung an ihren Tisch.

„Ah, die Herren beenden endlich ihr Spielchen?“ fragte sie spitz. „Äh?“ machte Stief dümmlich. „Ja schon gut. Wird nur Zeit das sie den Tisch wieder frei machen. “ sagte die Bedienung. „Zahlen sie zusammen?“ Stief nickte. Die Bedienung nickte ebenfalls und ging wieder.

Stief lehnte sich erschöpft zurück. Sein ganzer Kopf dröhnte und schmerzte. Er fühlte sich matt und elend. Er war zwar erleichtert, dass Laura scheinbar das Bistro verlassen hatte aber dennoch hatte er einen starken Drang, diesen Ort schnell zu verlassen. Er bezahlte schnell per Karte und verließ mit Natan das Bistro. Ted mussten sie zwischen sich nehmen und wie eine schlaffe Stoffpuppe mit sich schleifen. Natan hatte es dabei genau so eilig wie Stief. Denn eins hatten die beiden jungen Männer gemein. Sie wollten unter keinen Umständen dem Mädchen mit den roten Haaren erneut begegnen.

Ende