Freitag, 7. Dezember 2018

Größenverhältnis II – Aufpasserin


Der kleine schmale Peter stand im Badezimmer vor dem Spiegel und betrachtete unglücklich seine Haare, die wirr von seinem Kopf abstanden und sich nicht seinen Willen beugen wollten. „Peter?“ die Stimme seines Vaters drang durch die Badezimmertür. „Was ist?“ „Es wird Zeit. Ich muss los. Komm jetzt runter!“

Vor mehr als einem Monat hatte Peter, Sara kennen gelernt. Ein Mädchen das ihn seit dem nicht mehr aus dem Kopf wollte. Gut, er war sechzehn und sie irgendwas mit zwanzig. Aber dennoch hatten sie einen Abend miteinander verbracht. Peters Vater ging mit Saras Mutter aus und da es wohl etwas Ernstes war, wollte er, dass sich die beiden aneinander gewöhnten. Und Peter hatte sich an Sara „gewöhnt“. Und das so sehr, dass er seinen Vater tagelang immer wieder die gleiche Frage gestellt hatte. Nämlich wann Sara endlich mal wieder vorbeikommen würde.

Die Konsequenz daraus war, dass sein Vater annahm, dass Peter und Sara sehr gut miteinander auskamen. Daher fuhr er an diesem Wochenende mit Saras Mutter weg. Und für diese Zeit würde Sara hier bei Peter im Haus leben. Zweieineinhalb Tage würde Peter, Sara jeden Tag sehen und um sich haben. Und darauf freute er sich ungemein.

Als Peter nach unten kam, stand sein Vater schon mit seinen Koffern in der Tür. Im Hintergrund sah Peter, wie ein Wagen vorfuhr. Schnell hatte er sich von seinem Vater verabschiedet der kurzdarauf in den Wagen stieg. Dafür stieg auf der anderen Seite Sara aus. Sofort verrenkte sich Peter den Hals nach der jungen Frau.

Schlang, hübsch und groß kam sie auf ihn zu. Ihre großen kristallblauen Augen leuchteten und ihr großer Mund zeigte ein Lächeln. Sie war schön, wie es sich für ein Fitnessmodel gehörte. Ihre Kleidung war wunderbar eng so dass ihre schlanke Gestalt und ihre Kurven gut erkennbar waren. Besonders ihr weißes T-Shirt gefiel Peter. Es wirkte leger und war so eng, dass er klare Muskelkonturen an den Armen erkennen konnte. Noch besser zu erkennen waren ihre Bauchmuskeln, bei denen es Peter fast so vorkam, als ob sie gar kein Shirt tragen würde. Und der Spruch auf dem Shirt war auch klasse. Denn er stimmte. Dieser lautete: „Stronger than you!“

Sara lächelte weiterhin, als sie den stabilen Schalenkoffer aus Metall vor Peter abstellte. Dieser sah fasziniert auf ihre Bauchmuskeln, die so definiert und dick hervorstanden, als ob Sara nichts anderes im Leben außer Sit-Ups machen würde.
„Ey!“ machte Sara und schnippte mit den Fingern vor Peters Gesicht. „Sage wenigstens ‚Hallo‘, bevor du mich so anstarrst!“ „Oh, Hallo.“ sagte Peter schnell und bekam einen roten Kopf, als er seinen Blick von ihrem Bauch löste und in ihr schönes Gesicht sah. „Na willst du mich nicht rein bitten und mir mein Zimmer zeigen?“ Peter stolperte hastig von der Tür weg. „Aber natürlich.“

Schnell wollte Peter zum Gästezimmer hasten aber Sara blieb im Flur mit dem angrenzenden Wohnzimmer stehen und setzte sich. Den Koffer stellte sie nah der Treppe ab. „Wie wäre es, wenn du deinem Gast erst einmal was zu trinken anbietest.“ Peter stand aufgeregt vor ihr und konnte dabei nicht verhindern, ihre langen Beine anzustarren, welche sie gerade von sich streckte. Dicke Muskeln in den Oberschenkeln erwachten zum Leben und beulten sich sichtbar nach oben. Peter stand der Mund vor Staunen weit offen.

„Ähhhhh,“ machte er und versuchte nicht mehr auf ihre Beine zu sehen. „Willst du was trinken?“
Sie ließ ihre Beine sinken und die dicken Muskelstränge verschwanden wider. „Ja gern. Ein Mineralwasser bitte.“ Peter nickte und eilte davon.

Richtig viel Wasser war nicht mehr im Glass, als er ins Wohnzimmer gerannt kam. Seine Hand war dementsprechend nass. Aber das störte Sara nicht. Sie lächelte weiter und nahm ihm das Glas ab.
„Danke.“ sagte sie mit ihrer warmen angenehmen Stimme. „Mein Gästezimmer ist oben?“ Peter nickte. Jetzt starrte er wieder auf Saras Sixpack. „Dann sei doch so lieb und trag schon mal meinen Koffer hoch, während ich mein Wasser trinke.“

Peter kratzte sich den Kopf und sah den Koffer an. Dieser erschien ihm sehr stabil, darin war es bestimmt auch möglich, Ziegelsteine zu transportieren. Er packte den Griff mit einer Hand und zog. Nichts geschah. Es war, als ob der Koffer mit Nägeln am Fußboden befestigt wär. „Na?“ fragte Sara unschuldig und nahm einen Schluck Wasser. „Ist was?“

„Neiinnnn.“ sagte Peter gedehnt und griff nun mit beiden Händen zu. Er hätte auch versuchen können, eine mit Wasser gefüllte Regentonne hochzuheben. „Na geht’s nicht.“ fragte Sara und grinste. Nun gab Peter alles. Mit beiden Händen und aller Kraft zog er am Koffer. Peter war zwar klein und schmal und definitiv die schwächste Person in seiner Klasse aber dass er den Koffer keinen Zentimeter bewegt bekam, nicht einmal geschoben, verblüffte ihn.

Sara stellte ihr leeres Glas hin und stand auf. „Fairer Weise muss ich dir sagen, dass ich meine Hanteln mit eingepackt habe. Deswegen auch dieser stabile Koffer.“ Mit Herzklopfen ließ Peter den Koffer los. Es gefiel ihm, dass Sara so stark war. Und  auch, dass sie ihm so vorführte. Mit innerlicher Begeisterung sah er zu, wie Sara den Koffer mit ihrer linken Hand hochzog. Ohne sichtliche Probleme. „Der ist aber auch schwer.“ sagte sie und ging vor Peter die Treppen hoch.

Peter folgte ihr, wobei er nicht verhindern konnte, leicht erregt zu sein. Sara war unglaublich hübsch, schlank, groß und vor allen stark. Sehr stark. Alleine ihr linker Arm schien stärker zu sein, als sämtliche Muskelkraft von Peter zusammen genommen. Und dieses Gefühl der Unterlegenheit liebte er. Und er wollte mehr davon. Stärker intensiver.

„Wo jetzt hin?“ fragte Sara am Ende der Treppe. Bei ihrem letzten Besuch hatte Peters Vater ihr zwar das gesamte Haus gezeigt aber das schien sie bereits wieder verdrängt zu haben. Peter deutete auf die Tür neben seinen Zimmer. „Oh.“ sagte sie und grinste. „Gleich neben deinem Zimmer? Dann können wir uns ja jeder Zeit besuchen?“ Peter nickte.

Sara brauchte nicht lange, um die Sachen aus ihrem Koffer in die Schränke zu räumen. Peter lehnte im Türrahmen und sah ihr genau dabei zu. Wie sich zeigte, hatte Sara tatsächlich Hanteln im Koffer. Mit leichter Hand schraubte Sara, dicke, schwer aussehende, schwarze Scheiben an eine silberne Stange mit Gewinde. Alleine dass Sara mit diesen Gewichten so gar keine Probleme hatte, fachte Peters innere Glut weiter an.

„Und…“ fragte Sara, als sie ihre Hanteln sauber neben ihr Bett stellte, „Was macht ein Junge wie du an einem Freitagabend?“ Peter überlegte. Nichts wäre eine schlechte Antwort. Aber er war nun mal nicht der gefragteste in seiner Klasse. Er hatte zwar zwei Freunde aber mit denen traf er sich nur Online, um mit ihnen zusammen irgendwelche Spiele zu spielen. Und am Freitag konnte man schön bis in die Nacht zocken. Aber das konnte er Sara nicht sagen, so hübsch wie sie war, ging sie bestimmt jeden Abend aus. Tanzen und so was.

„Wollen wir Fernsehen?“ Sara hob eine Augenbraue. „Ist das deine Antwort?“ fragte sie lächelnd. „Naja, ich mach nicht so spannende Sachen.“ sagte er kleinlaut. „Das ist doch okay.“ sagte sie und ging an ihm vorbei, wobei sie ihm das Haar zerzauste. Wie manche Mütter es bei ihren Kindern machten. „Komm wir gehen ins Wohnzimmer.“

„Den Spruch auf deinen Shirt finde ich gut.“ sagte Peter, als sie die Treppe runtergingen. „Ja? Ich auch. Mein Freund hat daran gezweifelt und deshalb mussten wir erstmal mit einander raufen, bevor er es einsah.“

„Einen Freund?“ dachte Peter. Aber natürlich hatte sie einen Freund. Eine so schöne Frau hatte immer einen Freund oder mehrere. Sie war so sportlich, sicher konnte sie mit zwanzig Männern nacheinander schlafen ohne außer Atem zu kommen. Nein, was dachte er? Sara hatte natürlich nur einen Freund. Sie war doch ein sehr anständiges Mädchen. Peter stöhnte leise. „Ein verdammter Freund.“ dachte er.

„Und hast du gewonnen?“ fragte er, als sie in Wohnzimmer kamen. „Aber ja.“ sagte sie lachend und das in einem Ton, dass Peter wirklich nicht wusste, ob sie es ernst meinte oder nicht. „Möchtest du mit mir, äh raufen?“ Der Satz war schneller draußen, als Peter es beabsichtigt hatte. Sara zog eine Augenbraue hoch. Ihr kritischer und gleichzeitig schmunzelnder Blick war sexy.

„Nach dem du noch nicht mal meinen Koffer hochbekommen hast?“ Peter wischte diese Tatsache mit einen „Pah.“ zur Seite. „Beim Ringen kommt es mehr als auf Kraft an. Wenn ich einen Griff richtig anwende, hast du verloren.“ Saras Grinsen wurde breiter. „Ach so.“ sagte sie. „Und solche Griff kannst du?“ „Naja, ich habe schon viele im Fernsehen gesehen und im Internet darüber gelesen.“ „Hmm, na gut.“ sagte Sara und Peters Herz machte einen Sprung. Sie hatte wirklich ja gesagt.

„Wir fangen im Sitzen an.“ bestimmte Sara und setzte sich auch gleicht auf den Boden. Jetzt da sie saß, überragte sie Peter nicht mehr, sondern war mit ihm auf Augenhöhe. Doch der enorme Größenunterschied war sofort wieder präsent, als Peter sich hinsetzte.

„Okay, fang an.“ sagte Sara und sah ihn herausfordernd an. Wenn Sara gedacht hatte, dass Peter sich nicht traute, dann irrte sie sich. Er sprang regelrecht über seinen eigenen Schatten, als er prompt auf die Schönheit losging. Er packte mit beiden Händen ihr linkes Handgelenk und wollte ihr so den Arm auf den Rücken drehen. Dass ihm dies nicht gelang, verwunderte ihn nicht. Sara ließ ihn kurz an ihrem Handgelenk zerren, ohne dass es sich bewegt hätte. Dann packte sie ihn mit der linken um Pulli und warf ihn flach zu Boden. „uff.“ machte Peter, wollte sich aber gleich wieder aufrichten. Da ging Sara neben ihm in den Spagat und legte ihm ihren linken Oberschenkel einmal quer über den Oberkörper.

Saras Bein war sehr schwer und Peter konnte richtige dicke Muskelrollen sehen, die sich aus ihrem Oberschenkel beulten. Lustvoll presste er seine Hände gegen ihren Muskulösen Oberschenkel. Trotz den Hautengen Jeans spürte er die Wärme ihrer Haut an seinen Händen. Als er anfing gegen ihr Bein zu drücken, um es von sich runterzuschieben, fühlte er, wie steinhart ihre Muskeln waren. Peter strängte sich richtig an, um Saras Bein von sich runter zu bekommen. Doch Saras Bein fühlte sich nicht nur so an, als ob es aus massivem Stahl wäre sondern war auch genauso schwer.

„Sage bloß du kommst da nicht raus.“ sagte Sara, im Spagat halb neben ihm sitzend. „Bin dabei.“ stöhnte Peter und drückte wieder gegen Saras Oberschenkel. Er liebte dieses steinharte Gefühl an seinen Handflächen. Am liebsten würde er den ganzen Abend so liegen und seine Hände gegen ihre Muskeln drücken.

Sara zeigte währendes wie verdammt gelenkig sie war. Noch im Spagat beugte sie ihren Oberkörper tief nach vorne und angelte sich so die Fernbedienung vom Beistelltisch. Peter hörte wie sie den Fernseher einschaltete. Den Bildschirm konnte er aus seiner Position nicht sehen, da diese hinter ihm lag.

„Du hast nicht gewonnen.“ sagte er und hörte auf, gegen Saras Bein anzukämpfen. Was nicht hieß, dass er seine Hände von ihrem Oberschenkel nahm. „Ach nein.“ sagte Sara und schaltete durch die Programme. „Sieht für mich aber so aus.“ Peter schüttelte leicht den Kopf. „Du hast erst gewonnen wenn dein Gegner aufgibt. Und ich gebe definitiv nicht auf. Ich kann hier leicht den ganzen Abend liegen. Der Teppich ist schön weich.“

„Meine Bein auch?“ fragte Sara und drückte ihren Oberschenkel fest auf Peters Brust. Peter hatte gedacht, das Sara ihre Muskeln längst angespannt hatte, damit lag er fasch. Denn jetzt, da Sara ihr Bein nach unten drückte, erwachten erst ihre Muskeln erst zum Leben. Die dicken Rollen wurden kantig und definiert. Sie schoben sich weit nach oben und brachten die Jeans gefährlich laut zum Knarren. Tiefe spalten taten sich auf und Peter keuchte laut auf. Einmal, wegen des Gewicht auf seiner Brust, das so sehr schmerzte, dass er dachte, sein Brustkasten würde zerbrechen, zum anderen wegen den Anblickt dieser enormen Muskeln.

Tränen traten ihm in die Augen, aber das machte ihm nichts. Denn der Schmerz wirkte stimulierend auf ihn. Die Kraft und die Leichtigkeit, mit der ihn Sara quälten, plus des Anblicks ihrer Muskeln, die er auch noch berühren konnte, waren zu viel für Peter. Er gab ein lautes „AAAHHHHH“ von sich, als er seine Lust in seine Unterhose feuerte. „Oh Gott.“ rief er. Denn dieser Orgasmus war der intensivsten und andauerten den er je gehabt hatte.

„Oh hab ich dir weh getan.“ rief Sara besorgt. Schnell stemmte sie ihre Hände auf den Boden, drückte ihren Körper nach oben und zog in der Luft ihre Beine zurück. Dann senkte sie ihren Körper wieder. Peter drehte sich schnell zur Seite, damit sie seine besudelte Hose nicht sehen konnte. „Oh, ich habe dir wirklich wehgetan.“ sagte sie und strich ihm mit der Hand über den Rücken. „Nein.“ sagte Peter schwer atmend. „Mir ist nur etwas Wichtiges eingefallen. Etwas sehr wichtiges. Ich muss schnell in mein Zimmer.“

Verwundert beobachte Sara wie Peter aufstand und wegrannte. Sie hätte es niemals zugegeben. Aber das Gefühl den kleinen Wurm mit ihren Schenkel zu Boden zu drücken, war sehr gut gewesen. Mehr als sie sich selbst eingestehen wollte. Ein ganz neues Machtgefühl hatte sich in ihr Ausgebreitet. Ein Gefühl von absoluter Überlegenheit und Kontrolle. Sie bereute es, das sie dem Wurm wohl zu viel zugemutet hatte.

Mit ihrem Freund konnte sie so etwas nicht machen. Er war vielmehr der Meinung, dass ihre Beine viel zu muskulös waren. Selbst für ein Fitnessmodel. Im Grunde meinte er damit ihren gesamten Körper. Das war etwas, das Sara extrem an ihm störte. Egal wie gut er aussah. Peter war anders. Aber er war ja auch im Vergleich zu ihr ein kleiner Junge. Man grade sechzehn. Aber es machte ihr Spaß mit ihm. Er fand es nicht schlimm, wenn sie stärker war als er. Im Gegenteil. Er strahlte etwas aus, als ob ihm gerade das gefallen würde.

„Da bin ich wieder.“ sagte Peter, als er wieder ins Wohnzimmer kam. Sara runzelte die Stirn. Warum hatte er sich eine andere Hose angezogen. „Neues Outfit?“ fragte sie. „Äh ja.“ Die Frage schien ihm unangenehm zu sein.

„Ich bin in dieser hier viel beweglicher. Willst du eine Revanche?“
„Was? Wieso Revanche? Ich habe doch klar gewonnen.“
„Nein, du hast dein Bein weggezogen und mich frei gelassen. Damit hast du gezeigt, dass du keine Chance gegen mich hast.“
„So ein Unsinn Peter. Du hast so gejault, das ich Sorge um dich hatte.“
„Das habe ich nicht. Hab doch schon gesagt, dass mir etwas Wichtiges eingefallen ist.“
„Genau, und deswegen gibst du solche Geräusche von dir?“
„Ich war mit meinen Freunden im Netz verabredet. Die haben auf mich gewartet. Deshalb bin ich hoch und hab den schnell abgesagt.“

Das war natürlich erstunken und erlogen. Aber Peter hatte sich diese Ausrede oben in seinem Zimmer, zurechtgelegt. Sara sah nicht überzeugt aus. Ging aber nicht weiter aufs Thema ein. „Gut, dann will ich eine Revanche. Aber sage mir vorher, woran ich erkenne, das du wirklich aufgibst.“
Peter überlegte kurz. „Wenn ich Wassermelone sagte.“ Sara sah ihn verwirrt an. „Na das ist das Codewort zum Aufgeben. Sobald einer von uns dieses Wort sagt oder k.o. geht.“

Sara grinste breit. „K.o.? Ist das bei dir schon mal vorgekommen?“ Peter schüttelte den Kopf. „Das sagt man so.“ sagte er mau. Obwohl er damit eigentlich meinte, das sie ihn aus ausknocken durfte. Das wäre okay für ihn. Nein, er wünschte es sich. „Ich meine nur damit, dass ich nicht aus Zucker bin. Im Gegenteil, ich bin sehr zäh. Du musst nicht so zimperlich sein.“

Sara lächelte breit. Der kleine Wurm wollte scheinbar, dass sie ihm wehtat. Das konnte er haben.

„Na gut wollen wir?“ fragte Sara und drehte sich im Sitzen wieder in seine Richtung. Peter beantwortete die Frage, in dem auch er sich hinhockte. „Na los.“ sagte sie spielerisch. „Versuch dein Glück.“ Sara grinste innerlich, als Peter Anstalten machte, sich frontal auf sie zu stürzen. Doch sie stoppte ihn mit ihrer flachen Hand, die sie ihm auf die Brust setzte. Dann gab sie ihm einen Stoß, so dass er nach hinten umfiel. Dass Peter so gar keine Chance gegen sie hatte, störte sie etwas. So achtete sie immer etwas darauf, nicht zu grob zu sein. Aber musste sie das? Er wollte es doch gröber.

Peter richtete sich wieder auf. Sara hatte ihn kurzerhand umgeworfen. Und nun saß sie da und wartete auf einen weiteren Angriff. Peter stürzte erneut direkt auf sie zu. Sie hielt ihn erneut mit der rechten flachen Hand auf und Peter dachte schon, er würde erneut geschubst werden. Da kam ihre große linke Faust mit den harten Knöcheln angeflogen und grub sich tief in seinen Magen. Peter war es, als ob ihm jemand einen Holzbalken, der von mehreren Männern geschwungen wurde, in den Magen gerammt hätte. Unfreiwillig atmete er aus und fiel wimmernd zu Boden. Ihm war schlecht und er sah dunkle Punkte vor den Augen. Aber gleichzeitig hatte er wieder eine so heftige Erektion, wie er es noch vor ein paar Minuten für unmöglich gehalten hätte.

Sara fühlte sich fast euphorisch, als ihre Faust tief in Peters Bauch verschwand. Fast dachte sie, sie hätte ihm das Rückgrat gebrochen. Sie fühlte wie die Luft aus seinen Lungen gepresst wurde. Dann fiel er wie ein nasser Lappen in sich zusammen. Er gab nur noch ein wimmern von sich. Dabei lag er mit seinem Gesicht so nah an ihren Socken, dass er diese bestimmt riechen konnte. Normalerweise empfand sie Mitleid mit anderen. War verständnisvoll und fürsorglich. Doch nicht in diesem Fall. In diesem Augenblick fühlte sie sich stark, überlegen und genoss es, Peter wimmernd vor sich liegen zu haben.

Es dauerte ein paar Minuten, bis Peter aufhörte zu wimmern und wieder normal atmete. „Na.“ sagte Sara und beugte sich über ihn. „Willst du mir jetzt vielleicht ein bestimmtes Wort sagen?“ Sie hütete sich, es selbst auszusprechen. Denn dann hätte sie verloren. So dumm war sie nicht.

„Nein.“ kam es erstickend von Peter. Dass überraschte Sara schon. Sie hatte schon mit einem weinenden, beleidigten kleinen Jungen gerechnet. Aber scheinbar war Peter wirklich hart im Nehmen. Bezogen auf seine Körpergröße natürlich.

„Wie schön.“ dachtet Sara, packte den erschöpften Jungen um und drehte ihn auf den Rücken. Dann setzte sie sich auf seinen Oberkörper. Dabei lagen ihre dicken, kräftigen Oberschenkel, jeweils neben seinen Ohren. Seine Arme klemmte sie unter ihre Füße. Sie lächelte, als sie sah wie groß seine Augen wurden, als er merkte, wie schwer sie war. Er hatte sogar Probleme richtig zu atmen. „Nur ein kleines Wort und ich geh wieder von dir runter.“ Peter schüttelte den Kopf. Sara lächelte milde. „Oh armer Wurm. Das wirst du bereuen.“

Peter hätte nicht gedacht, dass Sara so schwer ist. Als sich ihr Körpergewicht auf ihn herab senkte, dachte er kurz, dass sie ihm alle Knochen brechen würde. Seine Lunge wurde zusammengepresst und das Atmen fiel ihm schwer. Dazu kam, dass er so gut wie bewegungsunfähig war. Seine Arme steckten fest unter Saras Füßen und mit den Beinen zu Strampeln brachte rein gar nichts. Dazu kam, dass sein Magen von Saras Faustschlag, immer noch wie Feuer brannte. Doch als Sara fragte ob er aufgebe, schüttelte er dennoch den Kopf. Zu gut war das Gefühl, hilflos unter dieser starken Schönheit zu liegen.

Peter hätte es Sara niemals zugetraut, doch als er den Kopf schüttelte, hob Sara ihre rechte Hand und verschloss ihm mit der großen Handfläche Mund und Nase. Und das so fest, dass er von einer Sekunde auf die andere, nicht mehr atmen konnte. Sein überraschtes Gesicht schien Sara mit Genugtuung zu registrieren. Schnell fingen Peter Lungen an zu brennen und Panik machte sich breit. Als Sara endlich ihre Hand wieder wegnahm schnappte Peter gierig nach Luft. Dabei fühlte er deutlich, wie sein kleines Glied anfing zu pulsieren.

„Ein kleines Wort.“ sagte Sara süß. Drohend hielt sie die Handfläche in einem geringen Abstand, über Peter Gesicht. Peters Herz pochte laut in seiner Brust und der Entzug seiner Atemluft hatte zu einer großen Ausschüttung von Adrenalin geführt. Gepaart mit seiner Lust, die kurz vor dem Ausbruch stand, ergab sich ein unglaublich gutes Gefühl. Wie unter Drogen gesetzt schüttelte er den Kopf.

Sofort senkte sich Saras Hand. Wieder bekam er keine Luft. Gleichzeitig brachen bei seinem kleinen Freund die Dämme. Das war insofern fatal, das sein Körper für seinen Höhepunkt viel mehr Luft benötigte, Luft die nicht zur Verfügung stand. Wenn Saras unheimliches Gewicht nicht auf ihm gelastet hätte, hätte sich Peter unter dem ungeheuren Impuls der Lust aufgebäumt. Auf dem absoluten Höhepunkt machte sich der Sauerstoffmangel so plötzlich bemerkbar, dass Peter die Augen verdrehte und mit einem Schlag besinnungslos wurde. 

Saras Herz hüpfte, als Peter sich erneut weigerte, aufzugeben. Eine unbekannte Lust breitete sich in ihr aus, als sie ihm erneut die Luft zum Atmen entzog. Zu keiner Regung fähig lag der kleine Wurm unter ihr. Seine Augen wurden kurz groß, dann rollten sie nach Oben und ein fast nicht spürbarer Ruck ging durch seinen Körper. Sie wartete ein paar Sekunden doch Peter zeigte keine Reaktion mehr. Da zog sie einen Arm unter ihrem Fuß hervor, hob ihn hoch und ließ ihn los. Wie ein Puppenarm, fiel dieser zu Boden. „Okay,…“ sagte Sara und löste den festen Griff, mit dem sie Peter Kopf halb gepackt hatte und seine Atemwege verschloss. Mit verschränkten Armen und einem noch nie gekannten Hochgefühl, saß Sara auf Peter und wartete darauf, dass er wieder erwachte.

Nach einer guten Minute öffnete Peter matt die Augen. Sara grinste ihm triumphfierend ins Gesicht.
„Was ist passiert?“ „Du bist k.o. gegangen.“ sagte Sara mit hörbarer Genugtuung. „Das bedeutet, ich habe gewonnen.“ Peter sah sie überrascht an. „Wow.“ machte er. „Gehst du jetzt von mir runter?“
Sara sah ihn nachdenklich an. „Ich denke nicht.“ Dann griff sie zur Fernbedienung und schaltete durch das TV-Programm. Peter lag erschöpft unter ihr. Saras Gewicht lastete immer noch auf ihm, so dass er schmerzhaft niedergedrückt wurde und nur schwer atmen konnte. Doch das waren genau die Dinge, die sein Innerstes Selbst genoss. Man könnte sagen, dass sich Peter noch nie so gut gefühlt hatte, wie unter Sara schwerem Körper. Hier gehörte er hin.

Sara blieb tatsächlich den ganzen Abend auf Peter sitzen. Sie sah sich ganze zwei Filme an, bevor sie von ihm runterrutschte. Während Peter noch im Wohnzimmer lag, machte sich Sara etwas zu essen, ging ins Bad und schließlich ins Bett. Peter hatte erst wieder Kraft sich im Wohnzimmer aufzurichten, als Sara schon längst schlief.

Ende.

Freitag, 23. November 2018

Die weiblichen Eindringlinge Kapitel 58 - Der stärkste Arm

„Dann muss ich Wendy eben im Armdrücken besiegen.“ sagte Alina leise. „Hättest du mal mit uns trainiert!“ kam es scharf aus Sophias Richtung. Alina sah sie böse an. „Das hat dir auch so geholfen!“
Sophia ballte die Fäuste und Gaby ging beschwichtigend zwischen die Mädchen. „Lasst das, ja? Wir müssen jetzt einen Haufen Mädchen in unserem Team im Armdrücken besiegen.“

Für das Armdrücken waren mehrere Holztresen aufgestellt worden, die aus dicken stabilen Balken bestanden. Auf den Tischplatten gab es Holzgriffe, welche mit Stoff umwickelt waren, woran sich die Teilnehmer festhalten konnten. Das Armdrücken fand klassisch im Stehen statt.

Alina, Sophia und Gaby gewannen, wie erwartet, ein Match nach dem anderen. Eigentlich stellten sich die Mädchen ihrer Altersklasse nur in einer Reihe bei ihnen an, um dann von Alina, Gaby und Sophia fertig gemacht zu werden. Lani und Oskar waren immer noch an der Seite der Mädchen, doch da keine richtige Spannung aufkam, hielt sich ihr Jubel dieses Mal in Grenzen. Alina bemerkte aber durchaus Oskars erstaunten Blick, wenn sich ihr Bizeps in ungeahnte Höhen auftürmte.

Interessanter wurde es, als die drei starken Mädchen mit ihrer belanglosen Konkurrenz durch waren und gegeneinander antreten mussten. Sophias Arm wurde von Gaby souverän nach hinten gedrückt. Sophia fluchte dabei wieder laut vor sich hin, allerdings nicht lange, denn nach ihrem zweiten Fluch, lag ihre Hand bereits auf dem Tisch. Sophia kochte vor Wut, als Gaby sie vor allen anderen so vorführte. Und sie kochte immer noch, als sie gegen Alina antrat.

„Na verloren?“ fragte Alina schadenfroh, als sich die beiden Mädchen die Hand gaben. „Ach Gaby.“ sagte Sophia. „Das ist nicht fair. Sie hat viel zu lange Arme und ist größer!“ „Das bin ich nicht.“ sagte Alina und drückte Sophias Hand. Sophia erwiderte den Druck. „Deshalb werde ich dieses Mal gewinnen. Und du,“ Sophia sah Oskar scharf an. „lässt deine Finger, wo sie sind und halte den Mund!“ „Rede nicht so mit meinen Freund.“ zischte Alina. „Er ist doch gar nicht dein Freund.“ erwiderte Sophia. Dann sah sie den Schiedsrichter an. „Geht es vielleicht mal los?“ rief sie ärgerlich.

Der Schiedsrichter schien keine Lust zu haben, mit Sophia zu streiten. Er zögerte nur einen kurzen Augenblick, nachdem Sophia ihn angefahren hatte. Dann gab er das Signal zum Start. Beide Mädchen ließen sofort ordentlich die Muskeln spielen. Sophias Bizeps war natürlich beeindruckend aber der sich steil auftürmende Bizeps von Alina war mal wieder ein absoluter Blickfänger. Ihr Bizeps erreichte eine geradezu abstrakte Höhe und jeder, der davon ein Foto gesehen hätte, würde dies für eine Fälschung halten.

Sophia gab ein wütendes Grunzen von sich und kämpfte energisch gegen Alinas Arm an. Doch Alina erwiderte den wütenden Blick des Mädchens und hielt ihrem Druck gut stand. Ein kleines Lächeln war auf Alinas Gesicht zu sehen, als sie die Hand ihrer Gegnerin langsam in die Richtung der Holzplatte drückte. „Nein.“ schnaufte Sophia, konnte aber Alinas Vormarsch nicht stoppen. Als Sophias Hand auf die Holzplatte Schlug, hatte Alina nicht viel länger als Gaby gebraucht. „Nein.“ rief Sophia wütend. „Nochmal!“ Doch der Schiedsrichter schüttelte den Kopf. Alina grinste Sophia breit an. „Später gern Sophia. Aber jetzt hast du verloren.“ „Ach ihr könnt mich alle mal.“ murrte Sophia und ging wütend davon, wobei ihr die Menge bereitwillig Platz machte.

Gaby sah ihr kurz kopfschüttelnd hinterher und nahm dann ihren Platz ein. „Mit mir wird es nicht so einfach.“ sagte sie und packte Alinas Hand. „Das weiß ich.“ gab Alina kurz zurück. Gaby Arm war deutlich länger als der von Alina. Und er zeigte auch einen dicken Bizeps, als der Schiedsrichter das Signal gab. Alinas Bizeps beulte sich, wie gewohnt, weit nach oben. Schien aber dennoch weniger Masse zu besitzen, als der Muskel ihrer großen Freundin.

Alina gab alles und unter dem Schrillen Jubel der Menge drängte sie Gabys Arm zurück. Doch plötzlich stoppte ihr Angriff und eine schier unbesiegbare Kraft drängte sie wieder zurück. „Nicht so schnell.“ schnaufte Gaby. Doch Alina mobilisierte erneut all ihre Kraft und drängte Gaby Arm erneut nach hinten. Doch wieder prallte sie nach ein paar Zentimetern gegen eine Mauer von absoluter Power. Schweiß strömte von Alinas Stirn als sie erneut in die Ausgangslage gedrückt wurde. Schwer Atmend und wütend sah sie Gaby an. „Spielst du etwas mit mir?“ rief  sie wütend. Gaby lächelte mild und auf einmal drückte diese unglaubliche Kraft Alinas Arm nach hinten. Alina gab alles, schrie und kämpfte. Doch nichts konnte Gaby Arm aufhalten. Nicht mal als Oskar Alina anfeuerte. Zum Schluss lag Alinas Handrücken auf der Holzplatte.

„Sophia hatte recht.“ schnaubte Alina. „Du bist viel zu groß, das ist nicht fair.“ Gaby lächelte erneut, was Alina nicht gerade beruhigte.


Wieder einmal waren es Alina und Gaby, die gegen die Gewinner des anderen Klubs antraten. Und dass die Gewinner des anderen Clubs Wendy und Mona waren, überraschte auch niemanden.

Allerdings stand nur Mona bereit, als Alina und Gaby zum Austragungsort kamen. „Was ist?“ fragte Alina in Monas Richtung. „Hat es Wendy nicht geschafft?“ Mona rollte mit den Augen. „Doch hat sie. Wir müssen aber nicht warten. Da ich gegen Wendy verloren habe, tretet ihr beide sowieso erst gegen mich an.“ „Ich bin ebenfalls zweite. Dann komm ich zuerst dran!“ sagte Alina und stellte sich direkt ans Pult. „Wen wundert es.“ sagte Mona und stellte sich auf die andere Seite.

Alina schenkte ihre Gegnerin einen kalten Blick. „Du hast vielleicht starke Beine aber deine Arme sehen nicht so beeindruckend aus.“ Mona erwiderte den Blick nicht weniger kalt. „Für dich reicht es!“

Der Schiedsrichter sah die beiden Mädchen kurz an und gab dann das Signal zum Start. Bei Mona traten mehr Muskeln aus dem Oberarm hervor als es Alina erwartet hatte. Mona war stark aber nicht stark genug. Alina hielt ihre Hand auf und wenn Mona sich nicht zurückhielt, schätzte Alina, dass sie tatsächlich gewinnen würde. Mona hingegen schnappte kurz nach Luft als sie sah, wie sich aus Alinas Arm ein turmhoher Bizeps beulte. Alina bemerkte das durchaus und ließ den Anblick einen paar Augenblicke auf ihre Gegnerin wirken. Danach fing sie an, Monas Arm langsam herunterzudrücken. Das war nicht einfach und Alina musste sich schon anstrengen, dennoch schaffte sie es ziemlich fließend. Außerdem versuchte sie dabei so cool wie möglich rüberzukommen.

Alina sparte es sich Mona einen bissigen Kommentar an den Kopf zu werfen. Sie beschränkte sich auf ein breites Grinsen. Als sie sich zu ihren Freunden umdrehte, nickte ihr Oskar anerkennend zu. Das brachte Alina nur noch mehr zum Grinsen.

Gaby fertige Mona fast so schnell ab, wie alle anderen Mädchen auch, gegen die sie bisher angetreten war. Mona schrie laut auf, als ihr Arm von Gaby donnernd auf die Holzplatte geknallt wurde. Der Kampf dauerte nicht mal 10 Sekunden und Gaby Gesichtszüge blieben die ganze Zeit unverändert. Als sich Mona verdrückte, wobei sie ihren rechten Arm rieb, trat Wendy aus der Menge.

Alina ärgerte sich über die vielen männlichen Zuschauer, welche sofort in Wendys Richtung sahen. Manche waren sogar so unverschämt und machten mit ihrem Smartphone Fotos. Wendy spazierte über die Fläche, als ob sie sich auf einen Laufsteg befinden würde, bis sie vor Gaby und Alina stehen blieb.

„Uh.“ machte Wendy und fuhr sich mit den Händen durch die Haare. „Ihr beide schon wieder. Haben dich alle Kinder gewinnen lassen, Alina? Wie schön.“ Alina sah die gebräunte Schönheit scharf an. „Nein, die sind umgekippt, als sie das hier gesehen haben.“

Stolz präsentierte Alina ihren Bizeps. Andere Menschen, welche ihren Bizeps noch nicht gesehen hatten, drehten sich erstaunt um. Auch Wendy hob eine Augenbraue. Diese Ausmaße von Alinas Bizeps waren ihr noch nicht bekannt. „Okay.“ sagte sie langsam. Unvermittelt packte sie Alinas Bizeps mit einer Hand und drückte ihn. Ihr Gesicht zeigte Irritation, als sie merkte, dass sie steinharte Muskeln zwischen den Fingern hatte. Man hätte fast denken können, das Wendy ihre Hand nur mit Wiederwillen von Alinas Arm nahm. Alina genoss zu ihrem eigenen Erstaunen, Wendys Berührung.

„Na gut.“ sagte Wendy langsam und stellte sich an das Pult fürs Armdrücken. „Wollen wir?“ Alina nickte und stellte sich selbstbewusst gegenüber auf. Mona und Gaby sahen den Mädchen stumm zu. Wie so viele andere Leute auch.

Der Schiedsrichter sah beide Mädchen noch einmal prüfend an. Wobei er wohl beide Mädchen etwas länger musterte, als es nötig gewesen wäre. „Okay Ladys, auf mein Zeichen.“ Seine Hand schwang einmal schnell durch die Luft und die Mädchen legten los.

Erneut erschien Alinas ausgeprägter Bizeps und schob ihr Shirt zur Seite. Alina wollte schon selbstgefällig lächeln, als die Kraft von Wendy ihren Arm zurückschwanken ließ. Nur mit viel Mühe verlangsamte sie Wendys Vormarsch. Sie schielte auf Wendys Arm und traute ihren eigenen Augen nicht. Auf ihrem Oberarm war ein mächtiger Bizeps gewachsen. Eine dicke Beule, welche an der oberen Rundung leicht gespalten war. Der Bizeps, den Alina in Erinnerung hatte, war von Wendys Arm verschwunden. Nun war Wendys Bizeps, breiter, dicker und höher. Nicht so hoch wie Alinas, aber an Masse konnte dieser Muskel gut mithalten. Ob Wendy trainiert hatte stand außer Frage. Das war offensichtlich. Und das Bademodemodel hatte sich sehr viel Muskelmasse antrainiert. „Fuck!“ schrie Alina als sie merkte, dass sie Wendys Vormarsch nicht aufhalten konnte. Wut stieg in ihr auf und neben sich hörte sie, wie Oskar sie anfeuerte. Sie gab alles, was sie konnte und Wendys Vormarsch wurde noch langsamer. Doch stoppen konnte sie diesen nicht. Mit wilden Schreien und einer fies grinsenden Wendy, wurde Alinas Hand immer weiter nach unten gedrückt. Letztlich knallte ihr Handrücken hart auf die Holzplatte, wo Wendy ihre Hand noch einmal fest drückte.

„Ups.“ sagte sie lächelnd. Als sich Wendys Arme entspannten war es beeindruckend, wie viel Muskelmasse wieder in ihrem Arm verschwand. Alina könnte schwören, das Wendys Arm eben noch mehr als doppelt so dick gewesen war. „Ach ja.“ sagte Wendy und funkelte Alina an. „Wie erwartet. Du bringst es einfach nicht!“ Alina war kurz davor das Pult zur Seite zu werfen und auf Wendy loszugehen. Doch da legte sich Oskars Hand auf ihre Schulter. „Lass sie.“ sagte er und Lani nickte zustimmend. Seltsamerweise reichte Oskars Berührung fast aus, um Alina Wut verschwinden zu lassen. Sie zwang sich zu einem Lächeln und drehte sich zu ihm um. „Ich fand dich super.“ sagte er. Auch wenn er nicht richtig ehrlich klang. „Du sahst beim Kampf auf jeden Fall besser aus.“ Alina wurde rot. „Das sehen hier bestimmt viele anders.“ sagte Wendy, fuhr sich mit der Hand durch die langen Haare und gab Gaby ein Zeichen, Alinas Platz einzunehmen.

„Brauchst du keine Pause?“ fragte Gaby, als sie sich in Stellung brachte. „Wegen Alina? Wohl kaum.“ sagte Wendy überheblich. Alina hörte Wendy Bemerkung nicht. Sie war immer noch rot und starrte Oskar an. Dem war Alinas Blick sichtbar unangenehm. „Ey, ihr beiden.“ sagte Lani. Der Wettkampf ist noch nicht zu ende.“ Wiederwillig drehte sich Alina zu Gaby um, die gerade Wendys Hand packte. „Glaub nicht, dass du es leicht haben wirst.“ Wendy zuckte mit den Schultern. „Na und? Du aber auch nicht!“

Als der Schiedsrichter das Startsignal gab, war Alinas Aufmerksamkeit ganz beim Kampf. Sie beobachtete genau Wendys Arm und war tatsächlich erstaunt, als erneut diese umfangreichen Muskelmassen hervortraten. „Verdammte Scheiße.“ flüsterte Alina leise. Auch Gabys Muskeln spannten sich und traten überdeutlich hervor. Aber sie waren nicht so überdimensional wie bei Wendy.

Ein lautes Knarren war zu hören, als die Kräfte von Wendy und Gaby aufeinander prallten. Beide Mädchen stöhnten auf. Man sah, wie beide Mädchen ihren Stand am Tresen festigten und sich mit den Körpern in die zu Bewegende Richtung lehnten. Mehrere Augenblicke vergingen und keiner der Mädchenarme bewegte sich. Wendy stieß einen Schrei aus und warf sich förmlich gegen Gabys Arm. Kurz federte Gabys Arm zurück, um gleich darauf wieder in der Ausgangsposition zu stehen. Nun gab Gaby Geräusche der Anstrengung von sich. Sehr langsam bewegte sie Wendys Arm in die entgegenliegende Richtung. Wendy stöhnte und Schweiß lief ihr über das Gesicht. Gabys Vormarsch stoppte wieder. Erneut vergingen mehrere Augenblicke, in denen die Arme der Mädchen einfach nur still standen. Dann versuchte Wendy einen weiteren Ausbruchversuch. Doch auch dieses Mal federte Gaby Arm nur kurz zurück. Und das auch nur sehr leicht. Danach war Gaby am Zug und drückte Wendys Arm weitere Zentimeter zurück. Es folgte eine weitere Pause. Beide Mädchen atmeten hörbar ein und aus, während ihnen die Schweißperlen über das Gesicht liefen.

„Gaby!“ schrie Alina laut und ihre Freunde stimmten mit ein. Andere Zuschauer ebenfalls, was Gaby durchaus mitbekam. Die Motivation wirkte. Mit einem wenig mädchenhaften Grunzen drückte Gaby den Arm ihrer Gegnerin den Rest des Weges herunter. Als Wendys Arm die Holzplatte berührte brach allgemeiner Jubel aus. Alina umarmte Oskar, den das nicht nur überraschend traf oder dem es unangenehm war, sondern auch sichtlich wehtat. Doch Alina drückte ihren Oscar trotzdem fest, so dass ihm die Tränen aus den Augen liefen, als sie ihn wieder auf den Boden stellte. Alina übersah in ihrer Fröhlichkeit Oskar Leiden.

Wendy war sichtlich angefressen, als sie sich vom Pult entfernte. Mit Genugtuung sah Alina zu, wie Wendy an den Zuschauern entlang Schritt. Dann stoppte sie bei einer Person, welche sie durchaus kannte. Leon. Mit offenem Mund sah Alina zu, wie Wendy, Leon am Kragen packe, zu sich zog und intensiv zu küssen begann. Und nicht nur das, Wendy begrabschte Leon auch noch. Alina war außer sich. Wütend stampfte sie in die Richtung des abstrakten Paars zu.

Alina war noch nicht mal einen Meter gegangen, als sich eine große Hand auf ihre Schulter legte. Wütend drehte sie sich um. Es war Gaby, die ihre Freundin nun am Arm packte und festhielt. „Was hast du vor Alina?“ Alina sah sie böse an. „Na was wohl, ich werde Wendy in den Hintern treten. Und dann werde ich Leon so lange verprügeln, bis er nicht mehr weiß, wer Wendy eigentlich ist!“

„Nein Alina!“ sagte Gaby energisch. „Warum nicht? Ich kann machen was ich will. Und jetzt will ich Wendy und Leon verprügeln!“ Gaby sah sie ernst an. „Du willst vor allen Leuten zeigen, was für eine schlechte Verliererin du bist?“ „Mich interessieren diese Leute nicht!“ keifte Alina und versuchte sich von Gaby loszureißen, was ihr allerdings nicht gelang. Was sie noch wütender machte. „Was ist mit Oskar. Willst du dich wirklich vor ihm lächerlich machen? Denkst du es hilft, wenn er sieht wie du einen älteren Jungen vermöbelst.“

Alina stockte. Das Argument leuchtete ihr ein.  „Außerdem tritt deine Mutter gleich gegen Lea an. Das willst du dir bestimmt ansehen.“ „Ja schon.“ sagte Alina einlenkend. „Dann verprügle ich Leon eben heute Abend wenn ich zu Hause bin. Da bin ich ungestört und kann ihn so lange verhauen wie ich will.“

„Siehst du.“ sagte Gaby in einem Tonfall, mit dem sie auch manchmal auf ihre Brüder einredete.
„Verzeihung!“ hustete der Schiedsrichter hinter Gaby. „Aber sie scheinen die Siegerin zu sein. Mein Glückwunsch.“ Förmlich reichte er Gaby eine goldene VIP Jahreskarte. „Oh Danke.“ sagte Gaby, nahm die Karte und ließ dabei Ainas Arm los. Der Schiedsrichter wandte sich zu den herumstehenden Menschen um. „Und die Siegerin im Armdrücken bei den jugendlichen Frauen ist,…“ schrie er laut und sah Gaby an. „Gaby.“ sagte Gaby. „Und weiter?“ „Mein Nachname geht niemanden was an!“ murrte Gaby. „Gut, die Siegerin ist Gaby!“ Der Mann ergriff Gabys Arm und hob ihn über seinen Kopf, was lächerlich aussah, da er mit seinen 1.60 viel kleiner war als Gaby. Also hob Gaby ihren Arm selbstständig hoch, wobei sie den Schiedsrichter mit hochhob. Der schrie erschrocken auf, ließ ihren Arm los und fiel auf den Rasen, was leises Gelächter auslöste.

Gaby hüpfte einmal kurz fröhlich in die Luft. „Uhhh! ich habe gewonnen rief sie.“ Alina umarmte ihre Freundin und drückte sie. „Da hast du Recht. Hast du gut gemacht!“ Auch Lani und Oskar beglückwünschten Gaby, nachdem Alina sie wieder losgelassen hatte.

Schließlich legte Gaby, Alina einen Arm um die Schulter und ging mit ihr zum Austragungsort von Manuela. Manuela und Lea standen bereits an ihrem Pult, als Gaby, Alina,  Lani und Oskar eintrafen. Alina sah auch Sophia die in einem gewissen Abstand zwischen den anderen Zuschauern stand.

Es wunderte keinen, dass es erneut Manuela und Lea gewesen waren, die in ihrem jeweiligen Klub den Sieg davongetragen hatten. Lea zeigte immer noch sehr viel Haut, beziehungsweise Muskelmasse. Manuela wirkte im Kontrast dagegen sehr angezogen. Beide Frauen ergriffen entschlossen, den jeweiligen Haltegriff aus Holz und gaben sich die Hände. Manuela wirkte absolut gefasst, genauso wie Lea. Der Schiedsrichter sah beide Frauen an, wobei er Lea etwas zu lange ansah, beziehungsweise so lange, bis Manuela sich räusperte.

Beide Frauen warteten gebannt auf das Signal vom Schiedsrichter als ein lautes Knacken zu hören war. Lea zeigte ein kurzes Lächeln und hob den Holzgriff in die Luft, den sie vom Pult abgebrochen hatte. Der Schiedsrichter starrte Lea und dann den Griff an. „Das passiert Normalerweise nicht.“ sagte er baff. Lea sagte etwas, was wohl eine Entschuldigung sein sollte und hob das Pult leichthändig in die Luft. Der Schiedsrichter trat erstaunt einen Schritt zurück. Noch während Lea das kaputte Pult zur Seite stellte, kam Manuela von der anderen Seite, wobei sie bereits ein neues Pult über ihrem Kopf trug. Diese massiven Holzpulte wogen einiges und waren von mehreren Männern her getragen worden. Doch die beiden Frauen hatten mit dem Gewicht der Pulte weniger Probleme.

Als das neue Pult stand und die beiden Frauen sich erneut die Hände zum Wettkampf gaben, schloss der Schiedsrichter endlich, den vor Staunen offenen Mund. „Okay.“ murmelte er. „Dann wollen wir mal.

Endlich gab der Schiedsrichter das Startsignal und die Kräfte der beiden Frauen prallten aufeinander.
Manuela stolperte etwas zur Seite und stemmte sich sichtlich gegen ihre Gegnerin. Lea zeigte nur ein leichtes Lächeln. Alina biss sich auf die Unterlippe, als sie sah, wie ihre Mutter kurz zur Seite stolperte. Doch Manuela fasste sich, auch wenn ihr das gegen die immense Kraft von Lea nicht viel half. Manuelas Bizeps, der noch einmal etwas höher war, als der ihrer Tochter, sorgte klar für Aufsehen. Doch Leas muskelbepackter Arm war nicht weniger beeindruckend. Bei ihr schien so viel Muskelmasse aus dem Oberarm zu treten, das es fast schon Platzprobleme gab. Diese massiven Muskelmassen beschränkten sich natürlich nicht nur auf Leas Arme. Auch ihre Schultern trugen runde aufgeblähte Muskeln zur Schau, bei denen das Muskelgewebe durch die Haut schimmerte.
Ihre Nacken- und Schultermuskulatur trat deutlich hervor und sah viel beindruckender aus als bei Manuela.

Manuela, die mit der immensen Kraft ihrer Gegnerin gerechnet hatte, kämpfte dennoch tapfer gegen sie an. Schließlich war sie selber auch nicht schwach und ihr abstrakt hoher Bizeps hob sich optisch immer noch von dem Bizeps von Lea ab. Aber egal wie sehr sie sich auch anstrengte, sie war Lea nicht gewachsen. Die Kraft dieser Frau war nicht aufzuhalten. Stück für Stück wurde Manuela langsam nieder gedrückt. Dabei war sich Manuela sicher, dass Lea ihren Arm auch schneller runterdrücken könnte, wenn diese es gewollt hätte. Manuela kämpfte bis zur unvermeidlichen Niederlage. Bis ihre Hand aufs Holz knallte.

 „Gut gekämpft.“ sagte Lea leise. Und Manuela nickte, während ihr der Schweiß über das gerötete Gesicht lief. Dann drehte sie sich zu den Zuschauern um und suchte mit ihren Augen nach ihrer Tochter. Sie war froh, dass Alina endlich aus dem Reifen gekrochen war. Und sie hatte vor, bald mit ihrer Tochter nach Hause zu fahren. Möglichst schnell, bevor sich jemand fragte, wer für den Schaden, den Alina mit ihrem Reifen angerichtet hatte, aufkommen sollte.

Alina sah zu wie Lea eine weitere VIP Karte erhielt und zur Siegerin gekürt wurde. Danach verstreuten sich die Besucher zunehmend. Auf einer kleinen Tribüne sollten noch einmal alle Sieger zusammenkommen. Doch Gaby hatte keine Lust und sonst hatte auch keiner der Mädchen Gewonnen. Die beiden Veranstalter, Herbert und Bruno stritten vor der Tribüne miteinander, wer denn nun die stärksten Mitglieder hatten. Da ihre Wette nicht so gelaufen war, wie erwartet, hatten beide entsprechend schlechte Laune.

Das alles war Alina nun nicht mehr wichtig. Wichtig war ihr nur Oskar. Die Sommerferien hatten gerade erst begonnen und sie wollte unbedingt mehr Zeit mit ihm verbringen. So viel wie nur möglich.

Verlegen und schüchtern, was gar nicht zu ihrem Körperbau passte, begab sich Alina an Oskars Seite.
„Du Oskar? Meinst du, wir könnten mal was zusammen unternehmen? Gemeinsam abhängen, du weiß schon.“ Oskar sah sie an und wirkte unruhig. „Jaaaa,…“ sagte er gedehnt, „wir können uns treffen, aber du musst mir was versprechen.“ „Ja alles was du willst.“ sagte Alina hastig. „Gut, versprich, dass du mich nicht einfach so hochhebst, oder drückst oder was auch immer. Frag mich erst, wenn du mich anfassen willst. Und dann warte auf meine Zustimmung? Ja?“
Alina wurde noch röter. „Äh ja, ganz wie du willst.“

„Komm Alina, wir fahren nach Hause.“ ertönte auf einmal Manuelas Stimme hinter Alina. „Aber Mum.“ sagte Alina, „Jetzt wird doch erst gefeiert.“ „Mag sein.“ sagte Manuela. „Ich möchte aber weg, bevor jemand darüber nachdenkt, wer den Rasen umgegraben hat. Beziehungsweise, wer dafür aufkommen soll.“ Alina grinste schief. „Ja.“ sagte sie, „Dann sollten wir wirklich los. Können wir Oskar mitnehmen, äh und seine Schwester Lani? Ihr seid doch mit der Bahn hier, oder?“

Oskar nickte. Er wusste wohl nicht, dass Manuela, Alinas Mutter war. Denn diese Frau wirkte auf ihn mehr jung als alt. Und sehr hübsch. „Ich bekomme aber nicht alle deine Freunde ins Auto.“ sagte Manuela. „Ich kann höchstens vier mitnehmen. Und schon dann müssen sich drei auf die Rückbank quetschen.“ „Passt doch.“ sagte Alina. „Ich, Oskar, Lani und Gaby.“ Alina stockte, als sie Gaby, zusammen mit Sophia auf sich zukommen sah. Anscheinend hatten sich die beiden vertragen.

„Uh okay, Sophia. Mist.“ murmelte sie. „Dann fahren zwei bei deinem Bruder mit. Er hat neben mir geparkt. Und vorhin habe ich ihn mit deiner Freundin Wendy gesehen.“ „Wendy ist nicht meine Freundin, Mum!“ rief Alina energisch. „Schon seit zwei Jahren nicht mehr.“



Leon hatte ganz weiche Knie, als er mit Wendy über den Parkplatz schlenderte, in die Richtung seines Wagens. Die Sache mit Wendy hatte vor zwei Monaten begonnen. Zuerst haben sie sich nur geschrieben, dann auch mal kurz getroffen. Er kannte Wendy schon von früher, als sie noch mit Alina befreundet gewesen war. Er hatte nie geglaubt, dass ein Mädchen wie sie, sich für einen Typen wie ihn interessieren würde. Am Anfang war er auch sehr skeptisch gewesen. Wendy war ein Mädchen, nach dem sich alle umdrehten, wenn man mit ihr in der Öffentlichkeit war. Und außerdem war sie ein sehr starkes Mädchen. Wie extrem hatte er eigentlich erst heute realisiert. Dass sie Alina besiegt hatte, konnte Leon fast nicht glauben. Wendy war zwar oft arrogant und von sich sehr überzeugt aber es gab auch Momente, in denen sie Leon gezeigt hatte, dass sie ihn wirklich mochte. Natürlich gab sie den Ton an und dominierte ihn öfters mit ihrer unglaublichen Kraft aber das fand er erregend und vollkommen in Ordnung. Auch wenn sie ihn ab und an als ihren Diener betrachtete, wollte es Leon auch nicht anders haben.

„Hey, woran denkst du?“ Wendys Stimme riss Leon aus seinen Gedanken. „Nichts, nur an Alina. Sie schien wirklich wütend zu sein. Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist, nach Hause zu gehen.“ Wendy zuckte mit den Schultern. „Dann kommst du mit zu mir. Wir müssen doch sowieso meinen Sieg feiern. Interesse an einer VIP Karte? Ich habe drei davon. Eine bekommt schon mal Mona. Aber eine hätte ich noch.“ „Ich weiß nicht ich…“

„Leon!“ erlang ein lauter Ruf hinter Wendy und Leon. Als sie sich überrascht umdrehten, sahen sie Alina, wie sie über den Parkplatz zu ihnen gerannt kam. „Ich brauche dein Auto!“ rief sie, kurz bevor sie vor Wendy und ihm Halt machte. „Kannst Du vergessen.“ sagte Wendy und stellte sich vor Leon. „Wir fahren zu mir und es ist sein Auto nicht deins!“ Alinas Gesicht verdunkelte sich. „Geh mir aus dem Weg.“ fauchte sie. Alina wollte Wendy zur Seite schieben, doch diese packte sie an den Handgelenken. Alina wollte sich wiedersetzen, doch konnte es nicht. Wendy war stärker als sie, was ihr nun nur allzu bewusst wurde. Alina hatte ihre Arme in einer doppelten Bizepspose erhoben, während sie von Wendy festgehalten wurde. Sie wehrte sich mit aller Kraft, so dass auf ihren Oberarmen, links und rechts, zwei hohe Muskeltürme empor wuchsen.

Wendy grinste breit. „Ich mag deine neuen Mukkis, Alina. Die sehen echt cool aus.“ Wendy musterte Alinas Oberarme interessiert, während sie breit grinste. Nach vielleicht zwanzig Sekunden, drehte sie sich zu Leon um. „Leon, drück doch bitte mal die Muskeln deiner Stiefschwester. Das möchtest du doch sowieso.“ Leon schluckte, stellte sich dann aber tatsächlich hinter Alina und griff nach beiden Türmen gleichzeitig. Langsam fuhr er mit seinen Händen die steile Wand ihrer Türme nach oben. Dort drückte er sie. Dann fuhr er wieder mit den Händen, Links und Rechts, nach unten. Danach begann Leon von vorne, während Wendy interessiert zusah und Alina weiter mit eiserner Kraft fest hielt. Alina wollte es nicht, aber die Situation wirkte auf sie irgendwie stimulierend. Sie atmete schneller, während sie Leons Hände auf ihrer glatten Haut spürte. Wendys Blick leuchtete, auch ihr schien es zu gefallen.

Dann plötzlich stieß Wendy, Alina weg, so dass sie gegen Leon prallte und dann zu Boden fiel. Schwer atmend sah Alina zu Wendy hoch. Die grinste nur fies, packte Leon am Arm und zog ihn mit sich davon. Alina saß am Boden und sah ihnen fassungslos nach. Sie wusste noch nicht ganz, was eigentlich passiert war, als sie die Stimme ihrer Mutter hinter sich hörte.

„Alina? Was sitzt du denn da im Dreck? Steh auf Mädchen.“ Alina richtete sich auf und drehte sich um. Da sah sie, dass nur Gaby neben ihrer Mutter stand. Sophia, Lani und vor allem Oskar fehlten.
„Wo sind die andern?“
„Oh, Lani und Oskar mussten los und haben die Bahn genommen.“ sagte Gaby. „Und Sophia fährt bei ihrer Mutter mit. Scheinbar freiwillig.“ „Oskar ist weg?“ fragte Alina und machte das Gesicht eines traurigen Welpen. „Ja, aber er will dich morgen anrufen. Habe ihn selbst gefragt.“
„Das ist gut.“ sagte Alina erleichtert. „Dann wollen wir mal Mädels.“ sagte Manuela und legte den Arm um die beiden Mädchen.

Die drei Frauen konnten noch beobachten, wie Leon mit Wendy davon fuhr, bevor sie sich selber ins Auto setzten und die Heimreise antraten. Als sie Gaby zu Hause ablieferten, war Alina auf der Rückbank eingeschlafen. Es war ein langer Tag gewesen.

Ende

Freitag, 9. November 2018

Eila die Starke I - Verflucht Teil 2


Eila hatte nicht ganz so viel Zuversicht in ihren Plan, wie sie vorgegeben hatte. Sie zählte zweiundzwanzig Holzhütten, welche sie noch kontrollieren musste. Das konnte sie bis zum Morgengrauen nicht schaffen. Aber sie musste etwas tun und zwar jetzt.

Leise rannte sie zum nächststehenden Haus. Durch die Ritzen im Holz sah sie Licht und ein Stöhnen Drang an ihr Ohr. Eila befürchtete das Schlimmste und brach mit ihrem, von Muskeln gestählten Körper einfach durch die vor ihr liegende Wand. Doch es war anders als erwartet. Statt eines Werwolfs mit roten Augen, fand sie eine blonde Frau vor, die nackt und im wilden Galopp auf ihrem Mann saß. Erschrocken stoppten die beiden in ihrem Liebesspiel und starrten Eila an, welcher einzelne Stücke der Wand, von den breiten Schultern fiel.

Sobald Eila die Situation erkannt hatte, schritt sie zur Tat. Kurzerhand ergriff sie die Frau am Hals und pflügte sie von ihrem Mann herunter. Mit der anderen Hand warf sie den Mann das Stück Silber auf die Brust. Sofort wurden seine Augen rot und er fing an zu knurren. Eila stieß das blonde nackte Mädchen von sich, so dass diese mehre Meter durch die Luft folg. Dann zog sie ihr Schwert und zerteilte den Mann inklusive des Bettes.

Die Frau rappelte sich auf und lief kreischend wie eine Wahnsinnige auf Eila zu. Ihr Angriff wurde von Eilas Faust gestoppt, die in ihr Gesicht krachte und sie zuckend zu Boden schickte. Der Mann, den Eila an der Hüfte zerteilet hatte, war noch nicht tot. Er mutierte weiter und dicke schwarze Haare wuchsen aus seinem Körper. Ein weiterer Hieb mit dem Schwert beendete sein Leiden.

Mit der nackten Frau auf der Schulter verließ Eila das Haus. Draußen lauschte sie, ob andere Bewohner durch den Krach erwacht waren. Aber scheinbar hatten die Bauern hier einen tiefen Schlaf. Sie liefert die nackte Frau bei Antero ab. Dort die nicht infizierten zu sammeln, erschien ihr als eine gute Idee. Dann ging es weiter zum nächsten Haus.

Dort lief es um einiges besser. Eila konnte unbemerkt bis an die Betten der Schlafenden schleichen und ihnen das Silber auf die Stirn legen. Zwei Männer und eine ältere Frau leben hier. Die Männer zeigten keine Reaktion, der Frau musste Eila das Genick brechen. Unbemerkt verließ Eila das Haus mit der Frauenleiche. Diese deponierte sie im Haus des toten Wolfes. Auch alle anderen Leichen räumte sie in das Haus. Sie wollte verhindern, dass irgendjemand beim Erwachen über eine Leiche stolperte und das ganze Dorf alarmierte. Danach weckte sie die Männer und brachte sie ebenfalls zum Rathaus.

Eila schaffte es noch drei weitere Häuser zu säubern, wobei sie drei Männern und einer Frau eliminieren musste. Die Restlichen wanderten zu Antero. Als sie die Überlebenden ablieferte graute der Morgen und ein Hahn krähte irgendwo im Dorf.

„Was jetzt?“ fragte Antero unruhig. Er hatte sich mittlerweile etwas angezogen. Seine Finger spielten nervös mit einer glänzenden Kette, welche er um den Hals trug. Silber, wie Eila annahm. „Sorgen sie dafür, dass die nicht infizierten im Rathaus bleiben. Und alle anderen sollen sich in der Kirche versammeln.“
„Warum in der Kirche?“
„Die Türen sind dort am stabilsten. Und es passen alle Menschen in einen Raum, gut zu überblicken. Dann werden wir, unter dem Vorwand einer Morduntersuchung, einen nach den anderen aus dem Raum führen und testen. Wenn alles gut geht, schaffen wir alle Bewohner bevor die Sonne untergeht.“
Antero nickte, zum Zeichen das er einverstanden war.

Wenige Minuten später läutete die Glocke der Kirch, das Zeichen für alle, sich zu versammeln. Etwa dreißig Bewohner versammelten sich in der Kirche und Eila bat Antero, Sorge zu tragen, dass alle da waren und keiner fehlte. Keiner von ihnen hatte etwas von den Vorkommnissen der Nacht mitbekommen, so dass alle gespannt darauf warteten, was Antero zu verkünden hatte. Antero berichtete, dass Are und seine Frau tot seien und sie von jedem wissen müssten, was er am gestrigen Tag getan habe. Dazu sollte jeder, einschließlich des Pastors selbst, in einem kleinen Nebenraum der Kirche befragt werden.

Als Antero mit der ersten Person den kleinen Raum betrat, stand Eila hinter der Tür. Die junge Frau mit den langen braunen Haaren erschrak, als sie Eila sah. „Keine Sorge. Nanna“ beruhigte Antero sie. „Das ist Eila. Sie sorgt nur für Sicherheit, du hast nichts zu befürchten. Bitte setze dich.“
Das Mädchen nickte süß und nahm vorsichtig auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch Platz. Dabei strich sie nervös die Falten ihres Rockes glatt. Antero nahm am Schreibtisch selbst seinen Platz ein.
„Und was wollen du wissen?“ fragte das Mädchen lieb. „Du bist so nervös Antero.“ Antero lächelte angespannt. „Nein, ich hatte nur eine harte Nacht Nanna. Nur ein paar Fragen und du kannst wieder zu deinem Bruder.“

„Schön dann frag.“
„Gut, meine erste Frage ist, ob du diese Kette schon mal gesehen hast.“ Er hielt ihr die Silberkette hin, welche er um den Hals getragen hatte. Das Mädchen runzelte  die Stirn und griff nach der Kette.
Als sie die Kette berührte ging ein Ruck durch ihren Körper. Ein wildes Knurren ertönte und ihre schönen grünen Augen färbten sich rot. Mit einem Schritt war Eila bei ihr, packte ihren Kopf und drehte ihm mit einem Ruck so weit, dass ihr Gesicht nun ihrem Rücken zugewandt war. Emotionslos packte Eila den Körper des Mädchens mit einer Hand und warf ihn in eine kleine Abstellkammer.
„Erledigt.“ sagte sie. „Hohlen den Nächsten Antero!“

Geschockt sah Antero, Eila an. „Ich kann das nicht.“ rief er und stand vom Stuhl auf. „Ich kann diese Menschen hier nicht reinführen und umbringen lassen! Wie die Lämmer zur Schlachtbank. Ich kannte Nanna seit sie ein kleines Mädchen war und sie drehen ihr einfach den Hals um, als ob sie eine Henne wäre.“
„Reißen sie sich zusammen, wir müssen das tun.“
„Aber ohne mich.“ rief Antero und ging mit schnellen Schritten zur Tür.
„Sie können nicht gehen. Die Menschen da Draußen vertrauen ihnen. Ohne sie geht es nicht.“
„Dann lassen sie sich etwas anderes einfallen, den ich stehe nicht mehr zur Verfügung.“

Antero wollte die Tür öffnen, doch da legte sich Eilas schwerer Arm davor. „Ich lasse sie nicht gehen. Und wenn sie nicht tun was ich sage, werde ich ihnen sehr wehtun.“ „Das wagen sie nicht.“ brach er ängstlich heraus. Eila lächelte kalt. „Da gibt es nichts zu wagen. Wie wäre es, wenn ich ihnen als erstes den kleinen Finger breche? Oder besser die Hand?“ „Nein, fassen sie mich nicht an.“ schrie Antero und wich vor Eila zurück. Drohend baute sich Eila vor ihm auf. „Sie werden jetzt mit mir ihre Stadt retten. Ob sie wollen oder nicht.“ „Ist ja gut.“ sagte Antero erschöpft. „Nur tun sie mir nichts.“

Sie verhörten weitere acht Bewohner, von denen drei sterben musste. Die anderen durften die Kirche durch eine Seitentür verlassen. Denn der Haupteingang war verschlossen worden. Antero sah man jeden einzelnen Toten an. Schließlich stotterte er nur noch und sein Gesicht war aschfahl. Als er nach der Achten Person vor die Versammelten trat, um den nächsten aufzurufen, gab es Zwischenrufe.

„Was ist mit dir Antero? Du siehst krank aus!“ „Ja du siehst nicht Gesund aus!“ „Bitte,…“ sagte Antero und brach wieder ab. Er war nervlich am Ende und begann zu zittern. „Stimmt was nicht Antero. Sag was los ist!“ „Ich kann nicht.“ kreiste Antero und fiel vor den Versammelten auf die Knie. Eila war im Nebenraum geblieben. Sie hielt es nicht für klug, wenn die Bewohner sie sahen. Aber sie war drauf und dran rauszulaufen. Antero drohte alles auffliegen zu lassen.

„Komm Antero.“ sagte Hamar ein Bauer, der nicht ganz so mager war wie die andern, „Wir gehen in die Schenke. Nach einem ordentlichen Schluck, wird sich dein Gemüht beruhigen.“
„Wir können nicht hinaus Hamar!“ rief plötzlich eine andere Stimme. „Sie haben die Türen verschlossen.“ Unruhe machte sich breit und dann schrie eine Frau hysterisch los. „Warum ist noch niemand aus der Befragung zurückgekehrt? Was geschieht mit den Menschen dort drinnen Antero?“
Antero brachte kein Wort heraus, so das Hamar ihn wütend packe. „Sprich endlich mit uns. Was geht hier vor. Raus damit.“ „Halte das!“ sagte Antero mit zitternder Stimme und legte die Silberkette in Hamars Hände. Nichts passierte.

„Was soll ich damit?“
„Zeig her!“ sagte eine Frau neben ihm. Sobald sie die Kette berührte, stieß sie ein lautes Knurren aus. Sofort kam Eila aus dem Nebenraum, ihr Schwert in der Hand. „Sie will uns alle umbringen!“ schrie die hysterische und zeigte auf Eila. Doch die meisten achteten nicht auf Eila, sondern auf die knurrende Frau. Laut knackten deren Knochen und sie wuchs auf groteske Weise in die Höhe. Überall wuchsen ihr Haare und ihre Fingernägel schnellten nach vorne und verformten sich zu Krallen.

Entsetzt stieß Hamar die Frau von sich. Auch alle anderen Dorfbewohner beeilten sich, der Frau Platz zu machen. Die Verwandlung ging unglaublich schnell vor sich. Eila brachte sich hinter der Frau in Stellung, als diese bereits ein zwei Meter großer, von Muskeln bepackter, Werwolf war. Sie brüllte laut die Menge an wobei ein zittern durch den Stein der Kirche ging.

Einige Leute ergriffen bereits die Flucht, als Eilas Schwert den Kopf des Wolfes spaltete. Sein Heulen verstummte und er fiel tot zu Boden. Doch das half nicht mehr um eine Panik zu verhindern. Wie wilde stemmten sich die Bewohner gegen die verschlossenen Türen. Doch das Schlimmste war, das auch die Infizierten in Panik gerieten, was bei ihnen die Transformation  auslöste.

Eila zählte neun Augenpaare die sich rot färbten. Nun war alles zu spät. Jede Vorsicht sinnlos. „Antero!“ rief sie laut und lief zu dem gewählten Anführer der Gemeinde. „Führt die Menschen zum Seitenausgang. Jetzt!“ Antero nickte und hastete los. Doch viel konnte er nicht mehr bewirken. Die Wölfe waren schnell ausgewachsen und stürzten sich nun auf die Bewohner. Mit Hamar und der hysterischen Frau an seiner Seite lief Antero zum Nebenraum der Kirche. Als er die Tür erreichte, hatte das Schlachten bereits begonnen.

Die Werwölfe zerrissen ihre Opfer förmlich in der Luft. Blut spritzte und Schreie gellten durch die Kirche. Die Menschen, welche versucht hatten das Haupttor aufzustemmen, waren als erstes gestorben. Die anderen folgten auf dem Fuße.

Eila folgte Antero rückwärts Laufend, um ihn und die anderen zu Schützen. Neun Wölfe waren acht zu viel. Auch Eila würde in einem offenen Kampf den Kürzeren ziehen. Ein Wolf, der so viel Blut im Fell hatte, das er fast schon rot war, sah die fliehenden und kam brüllen und mit langen Sätzen auf sie zu. Kurz bevor er sich auf Eila stürzen konnte, ging diese auf die Knie, so das sein Sprung über sie hinweg ging. Mit erhobener Klinge zerschnitt sie den Wolf von vorne nach hinten. Blut und Gedärm regneten auf die Kriegerin nieder. Doch darauf achtete sie gar nicht. Schnell war sie wieder auf den Beinen und drang hinter den Menschen in den Seitenraum. Dort gab es die rettende Tür nach Draußen.

Eila knallte dir Tür des Raumes hinter sich zu und folgte den anderen zum Ausgang. Sie hatte den Ausgang fast erreicht, als ein weiterer Werwolf durch die verschlossene Tür brach. Schnell fuhr Eila herum und stach mit ihrem Schwert zu. Ihre Klinge bohrte sich durch den Brustkasten des Wolfes. Eila zog die Klinge zurück doch der Wolf zeigte sich wenig beeindruckt. Für einen Kampf fehlte Eila in dem engen Raum der Platz. Und so zog sie sich zurück. Die Außentür der Kirch bestand aus dickem Eichenholz. Das würde zunächst halten, aber nicht lange.

An der Außenmauer der Kirche standen drei alte, große, zu Quader gehauene Steinblöcke, die damals für den Bau des Gotteshauses verwendet wurden. Eila zögerte nicht lange, packte einen der schweren Steine und stemmte diesen in die Höhe. Dicke Muskeln traten aus ihrem Körper, als sie den Block, der mehrere 100 Kilo wog, zur Tür trug. Antero und Hamar und die Frau, sahen Eila staunend zu, wie sie einen Stein nach den anderen vor der Tür stapelte. Um einen solchen Stein zu bewegen hatte das Dorf mehrere Männer und einen Lastenzug benötigt.

„Das sollte vorerst halten!“ sagte Eila, als sie den letzten Stein platziert hatte. „Jetzt müssen wir noch das Haupttor sicher. „Und dann?“ fragte Antero mit rauer Stimme. „Dann setzen wir die Kirche in Brand.“

Antero , Hamar und die Frau, konnte Eila nicht an ihrer Seite brauchen. Sie waren nicht in der Verfassung ruhig nachzudenken. Also sah sie sich alleine vor der Kirche um, in der Hoffnung etwas zu finden, womit sie den Eingang versperren konnte. Antero und die anderen hatte sie angewiesen jegliches Reisig und Feuerholz rund um die Kirche aufzuhäufen. Die Überlebenden im Rathaus sollten auch helfen.

Eila atmete erleichtert aus, als ihr vor der Kirche die Lösung ihrer Probleme entgegenlächelte. Dort stand eine Statur eines fetten Mannes, der auf alles unter ihm, herablächelte. Die Statur war groß und massive, sie stammte aus einer Zeit vor diesem Dorf. „Das sollte reichen.“ sagte Eila zu sich selbst. „Nun muss ich den dicken Mann nur noch umstoßen, direkt vor das Tor der Kirche.“

Widerwillig zuckte Eila zusammen als ein Ohrenbetäubendes Jaulen aus dem inneren der Kirche erklang. Die Wölfe hatten mittlerweile Begriffen, dass sie eingeschlossen waren und schäumten vor Wut. Eila musste sich beeilen.

Die Statur stand mit beiden Beinen auf dem Boden, wobei ihre Füße etwas in der Erde versunken waren. Einen Sockel konnte Eila nicht erkennen. Mit ihrem mächtigen Kreuz stemmte sich die muskulöse Kriegerin gegen die Beine der Statur. Eila brachte all ihre Kraft auf und die Statur schaukelte etwas nach vorne. Aber es war nicht genug, damit sie fiel.

„Es hilft nichts, ich muss weiter machen.“ stöhnte Eila und warft sich wieder gegen die Steinbeine. Da erschien Antero neben ihr. „Wir haben gleich das Reisig zusammen. Sollen wir es in Brand stecken?“
„Ja, und werft Fackeln durch die Scharten der Kirche und aufs Dach. Und haltet euch vom Tor fern.“

Die Statur schaukelte gerade zurück und Eila warf sich wieder dagegen, um das hin und her schwanken noch zu verstärken. Antero sah sie mit großen Augen an. „Das glaube ich nicht.“ sagte er. „Keine Frau kann diese Statur umwerfen.“
„Werden wir sehen.“ rief Eila und warf sich erneut gegen die Statur wobei sich alle Muskeln ihres Körpers spannten. Antero kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
„Geh!“ keifte Eila ihn an. „Mach Feuer!“

Mehrere Minuten verbrachte Eila am Rand der Statur und stemmte sich immer wieder gegen das Tonnenschwere Gebilde, was an die 6 Meter hoch war. Inzwischen roch es nach Rauch und Eila sah, wie mehrere Fackeln auf das Holzdach der Kirche flogen. Dieses fing schnell Feuer, was das Heulen in der Kirche nur noch verstärkte. Doch als Eila durch die Beine der Statur schaute, weiteten sich ihre Augen. Die dummen Bauern hatten die große Eingangstür mit in Brand gesetzt. Nun würde es nicht mehr lange dauern, bis die Wölfe durchbrachen.

Eila hatte es mit ihren enormen Kräften geschafft, die Statur soweit hochzuschaukeln, dass sie nun jeden Augenblick umkippen würde. Plötzlich knallte es laut und brennende Holzsplitter schossen explosionsartig aus der Kirchentür. Mittendrin ein wüten knurrender Werwolf mit roten Augen. Im gleichen Augenblick stemmte sich Eila mit all ihrer Kraft gegen die zurückschenkende Statur. Es knirschte Laut und das steinerne Ungetüm kippte langsam in Richtung der Kirchentür. Immer schneller raste die Statur den Erdboden entgegen, als es wieder krachte und zwei weitere Wölfe durch die Tür brachen. Doch diese hatten nicht das Glück ihres Vorgängers, denn sie wurden mitten im Flug von der tonnenschweren Statur zermalmt.

Schwitzend und schwer atmend stand Eila vor dem Trümmerhaufen. Doch sie hatte keine Zeit sich auszuruhen. Der Wolf, welcher aus der Kirche entkommen war, wandte sich ihr hasserfüllt zu. Eila hatte noch nicht einmal Zeit ihr Schwert zu ziehen, als das haarige Ungetüm bereits auf ihr war. Doch wenn der Wolf mit einem wehrlosen Opfer gerechnet hatte, so wurde der von Eila enttäuscht. Sie war eben so wütend wie der Wolf und rammte diesen zur Begrüßung die Faust seitlich gegen den Schädel, was den Wolf für wenige Sekunden benommen machte. So hatte Eila genug Zeit ihre Beine anzuziehen und den Wolf mit einem mächtigen Tritt von sich runter zu befördern.  Eilas muskelbepackte Beine waren extrem stark, so dass der Wolf mehrere Meter in die Luft geschleudert wurde. Jaulend knallte er auf den steinernen Vorplatz der Kirche.

Eila richtete sich auf und hätte nun Zeit gehabt um ihr Schwert zu ziehen. Doch das tat sie nicht. Sie wollte den Wolf mit bloßen Händen erledigen. Dieser kam auch sogleich auf sie zu, doch dieses Mal war Eila vorbereitet. Sie wich dem Wolf aus und packte mit ihren Händen die Hinterläufe des Tiers. Wüten heulte der Wolf los, als er von Eila, mit dem Kopf nach unten, in die Luft gehoben wurde. Wild versuchte er Eila mit den Vorderläufen zu erreichen. Doch da spannten sich alle Muskeln in Eilas Körper und mit einem wütenden Aufschrei ries sie die Vorderläufe auseinander. Der Wolf jaulte ohrenbetäubend als Eila  ihm die Hinterläufe aus dem Körper riss. Blut ergoss sich auf den Boden und Eila warf die Hinterläufe,  achtlos zu Boden.

Der Wolf schlug wie von Sinnen, mit seinen Vorderläufen um sich, ohne das er Eila erwischen konnte. Diese nahm ganz in Ruhe Anlauf und rammte dem Wolf mit voller Wucht ihren Stiefel in die Rippen. Der mächtige Tritt beförderte die Reste des Wolfes hoch in die Luft. Mit einem letzten Heulen verschwand sein Körper im Dach der Kirche, welches nun vollkommen in Flammen stand.  Die verbliebenen Bestien im inneren würden bald tot sein. Es gab keinen Ausweg mehr aus der Kirche und das brennende Doch begann einzustürzen.

Erleichtert versammelten sich die restlichen Überlebenden vor der Kirche und sahen der Feuerbrunns zu. Anteros Gesicht war schwarz vor Ruß, als er Eila dankbar die Hände entgegenstreckte.

„Ich danke euch. Ich danke euch aus tiefsten Herzen. Ohne euch wäre keine in diesem Dorf mehr am Leben. Dessen bin ich mir sicher.“
„Ich auch.“ sagte Eila emotionslos. „Auch wenn nur eine Handvoll überlebt haben.“

Eine Weile sahen sie nur ins Feuer. Alle erleichtert darüber, dass der Schrecken ein Ende hatte. Dann sah Antero wieder Eila an.

„Was ist? Ihr seht nicht erleichtert aus.“
„Es war eine Schlacht wie jede andere auch. Außerdem,…“

Ein lautes Heulen unterbrach Eila. Es donnerte wie eine Naturgewalt durchs Dorf. Die Überlebenden zuckten zusammen und sahen sich erschrocken um.

„Was war das?“ fragte Antero, der ebenfalls erschrocken dreinblickte.
„Es kam vom Wald. Könnte es sein, dass ihr doch nicht alle Menschen in der Kirche versammelt habt?“
„Nun alle aus dem Dorf, wie ihr gesagt habt. An die Holzfäller im Wald habe ich freilich nicht gedacht.“
„Na großartig.“ sagte Eila und zog ihr Schwert. „Ihr solltet euch mit den anderen wieder ins Rathaus begeben. Ich nehme mich der Sache an.“
Antero nickte und rief den Leuten sogleich zu, mit ihm ins Rathaus zu gehen, da die Gefahr noch nicht gebannt sei.

Eila hingegen blieb auf dem Platz vor der brennenden Kirche stehen und wartete geduldig. Sie hatte bereits selbst das Gefühl gehabt, das dies noch nicht alles gewesen war. Etwas hatte gefehlt. Der Alpha Wolf. Derjenige, der dieses Dorf heimgesucht und die Katastrophe ausgelöst hatte.

Eila fuhr herum als es laut donnerte und schepperte. Eins der Holzhäuser am andern Ende der Straße erzitterte und fiel dann laut krachend in sich zusammen. Aus dem Staub des Hauses traten drei Werwölfe. Und diese unterschieden sich maßgeblich von den anderen Wölfen, die Eila bisher gesehen hatte. Zum einen gingen sie auf den Hinterbeinen, was sie Menschenähnlicher wirken ließ. Zum anderen waren sie viel größer als die bisherigen Wölfe welche nur 2,5 Meter hoch gewesen waren. Diese Exemplare waren ganze 4 Meter hoch und entsprechend breit. Eila schlussfolgerte, dass dies an den Menschen lag, welche verwandelt werden. Bis jetzt waren nur dünne schwache Bauern zu Wölfen mutiert.  Doch bei diesen Wolfen musste es sich um große starke Kerle gehandelt haben, vermutlich die Holzfäller die Eila am vergangen Abend im Gasthaus gesehen hatte.

Die drei Wölfe ließen wieder ein markerschütterndes Heulen erklingen. Dann rannten sie, auf allen vieren, auf Eila zu. Kurz bevor sie den Platz vor der Kirche erreichten, richteten sie sich wieder auf.
Abwartend lauernd, betrachteten sie die große Kriegerin mit den langen roten Haaren. Eila zuckte zusammen, als eine Stimme erklang, die alt und dröhnend über den Platz donnerte.
„Senke dein Schwert Mädchen.“ Eila antwortete nicht. Sie stand nur da und sah die Wölfe abwartend an. „Lasst sie uns zerfetzen!“ rief ein anderer Wolf. „Sie hat unsere Brüder getötet.“
„Nein!“ donnerte der Wolf in der Mitte, welcher wohl das Kommando innehatte. „Riecht ihr es denn nicht? Sie gehört bereits zu uns. Sie wird eine hervorragende Wölfin abgeben.“

Eila biss die Zähne zusammen. Den Schlitz an ihrer Schulter hatte sie bereits vergessen. Im Eifer des Kampfes hatte sie nicht darüber nachgedacht. Nun schlug die Gewissheit, dass sie sich nächste Nacht verwandeln sollte, wie ein Hammer auf sie ein. Aber sie hatte doch die ganze Zeit das Silber getragen, warum hatte sie sich noch nicht verwandelt? Instinktive griff ihre Hand an ihren Lendenschutz. Doch das Silberstück fehlte, es war warnend des Kampfes verloren gegangen. Und später hatte nur noch Antero das Silber in den Händen gehabt, nicht sie.

„Sie wusste es nicht.“ lachte einer der Wölfe mit einem dummen Grunzen. Wütend starrte Eila ihn an. Dann schrie sie laut auf, sprang in die Luft und ließ ihr Schwert auf den Wolf zu ihrer Linken niedersausen. Dieser sprang blitzschnell zurück und hob zum Schutz seinen Arm, den Eila ihm sauber abtrennte. Erschreckt jaulte er auf und das Wutgeheul seiner Brüder ertönte. Eila wollte sich ihnen gerade entgegen stellen, als sie vom Alpha Wolf einen so harten Schlag gegen den Brustkorb bekam, dass sie wie eine Puppe zur Seite geschleudert wurde.

„Scheint als müssten wir sie doch töten.“ rief der Alphawolf während Eila noch über das Pflaster rollte. Wütend stürmten die Wölfe auf Eila zu, wobei jener ohne Arm, etwas langsamer unterwegs war. Eila richtete sich sofort wieder auf und rannte zwischen die nächstliegenden Holzhäuser. Im offenen Kampf konnte sie sich den Bestien nicht stellen. Sie musste sie einen nach den anderen erledigen.

Hinter den Holzhäusern wandte sie sich um, sprang an die Dachkante des Hauses und zog sich nach Oben. Platt drückte sie sich aufs Dach, da die Wölfe groß genug waren, um sie auch dort zu entdecken. Die riesigen Gestalten der Wölfe teilten sich auf und wanderten einzeln zwischen den Häusern umher. „Ich riech sie!“ dröhnte plötzlich einer der Wölfe und rannte auf Eilas Haus zu. Er hatte fast das Haus erreich als Eila aufsprang und sich mit der Klinge voraus auf den Wolf stürzte. Die Klinge rammte sich in seine Schulter und durchschnitt seinen Körper wie Butter. Sie zerteilte seinen Körper mit einem seitlichen Schnitt, bis zur seiner Hüfte. Er gab dabei keinen Laut von sich. Die Hälften des Wolfes fielen auseinander und Eila rannte schnell weiter. In ihrem Rücken hörte sie das Geheule der restlichen zwei Wölfe.

Schnell verschwand Eila hinter der nächsten Hauswand, als es laut donnerte und schepperte. „Reißt alles nieder!“ schrie der Alpha Wolf und Eila hörte, wie sein Körper durch die nächstbeste Hauswand brach. Da der Alpha Wolf genug Krach machte, war es für Eila kein Problem, ihn zwischen den Häusern zu umrunden um in seinen Rücken zu gelangen. Doch davor musste sie sich noch um den einarmigen Wolf kümmern, der seinen Ruderführer in einem Abstand von 15 Metern folgte.

Leise wie eine Katze schlich sie sich von hinten an den Wolf heran. Um den Wolf von hinten den Kopf abzuschlagen, hätte Eila einen Meter größer sein müssen. Also holte sie aus und schlug ihm hinterrücks den andren Arm ab. Jaulend und fauchend drehte sich der Wolf um. Ob wohl er keine Arme mehr hatte stürzte er auf Eila zu, die ihm ihr Schwert tief in die Brust bohrte. Der Riesenwolf stoppte und kippte benommen nach vorne. Eila sprang elegant zur Seite und trennte ihm mitten im Flug den Kopf ab. Schwer atmend drehte sie sich dem Alpha Wolf zu, der den Krach gehört und langsam näher gekommen war.

„Jetzt wirst du sterben Mädchen.“
„Versuchs doch.“

Grollend griff der Wolf an. Eila schlug mit dem Schwert zu, doch der Wolf konnte, trotz seiner Größe, ausweichen und Eila einen mächtigen Hieb verpassen. Mit einem Aufschrei flog sie durch die Luft und mitten in eines der zerstörten Häuser. Als sie sich ächzend aus den Trümmern erhob merkte sie, dass sie ihr Schwert verloren hatten.

Hastig sah sie sich um, als sie den brüllenden Alpha Wolf auf sich zukommen sah. Sie konnte ihr Schwert nirgendswo entdecken, also sprang sich durch ein halb zerstörte Fenster und floh. Kaum war sie aus dem zerstörten Haus raus, kletterte sie gleich weiter ins nächste. Dröhnend krachte hinter ihr der Wolf durch die Wand und hielt weiter auf sie zu. Sie rannte los und hechtete durch ein weiteres Fenster und dann durchs nächste. Der Wolf blieb hinter ihr und durchbrach eine Häuserwand nach der anderen. Da der Wolf immer mehr aufholte, durch brach Eila nun selbst auch die Holzwände. Doch das brachte sie bei dem hohen Tempo aus dem Gleichgewicht, so dass sie taumelte und lang zu Boden ging. Schon war der Wolf bei ihr und packte sie mit seinen Pranken.

Eila stöhnte auf, als sich seine Krallen tief in ihr Fleisch gruben. „Keine Angst Mädchen.“ dröhnte die Bestie. „Ich werde dich langsam töten.“ Das Wesen sah sie mit seinen blutroten Augen an und warf Eila mit Schwung in den zerstörten Teil des Hauses. Krachen wurde ihr Körper durch die Trümmer geschleudert. Stöhnend und blutend ging Eila zu Boden. Bevor sie sich erheben konnte, war der Wolf wieder bei ihr. Erneut wurde sie ergriffen und in einen weiteren Trümmerhaufen geschmettert, wobei ihr schwerer Körper viel Holz durchschlug und erst mitten im Gewirr zum Erliegen kam.

Benommen lag Eila da. Mit einem dröhnenden  Kopf und einer tiefen Wunde an der Schulter. Gerade wollte sie sich aufrappeln, als die Klaue des Wolfes erneut  durch das Holz brach und sie packte. Wieder wurde sie durch die Luft geschleudert. Dieses Mal kam ihr der Flug viel länger vor, bis sie endlich in ein Caos aus Holz krachte. Dieses Mal hatte sie genug Zeit um auf die Beine zu kommen. Sie hörte wie der Wolf lachte und sich in ihre Richtung bewegte. Da gewahr sie einen dicken Holzpfeiler, der früher das Dach gehalten hatte und so abgebrochen war, das sein eines Ende äußerst spitz war.

Entschlossen griff Eila mit ihren Händen zu und hob den Pfeiler mit ihren starken Armen in die Höhe. Den riesigen Pfeiler in den Händen, brach sie durch den Holzschutt direkt auf das Lachen des Wolfes zu. Dieser hatte keine Zeit mehr zu reagieren, als der spitze Pfahl seine Brust durchbohrte. Heulend schrie er auf, als Eila all ihre Muskeln spannte und den mächtigen Wolf, mit dem Pfeiler in die Luft hob. Der Wolf sah sie von Oben herab erstaunt an. „Du gehörst zu uns!“ grollte er leise. „Du kannst nicht entkommen. Was willst du tun? Dich selber richten?“
„Vielleicht.“ sagte Eila, der es offenbar nichts ausmachte, den schweren Balken und den Wolf auf dessen Spitze in der Luft zu halten. „Aber dich richte ich zuerst!“

Und dann ließ sie den schweren Balken mit dem Wolf zu Boden sausen, so dass der Kopf des Wolfes hart auf den Boden knallte. Als ob Eila einen riesigen Hammer schwingen würde, donnerte sie den Kopf des Wolfes wieder und wieder auf den Boden, bis dieser nur noch aus Blut und Knochensplitter bestand. Schwer atmend warf sie die Reste des Wolfes in die Trümmer des Hauses und machte sich auf die Suche nach ihren Schwert.


Es begann bereits Abend zu werden als Eila an die Tür des Rathauses klopfte. Antero machte ein erleichtertet Gesicht, als er Eila sah. Sie hatte zahllose kleine Schnittwunden und sah auch ansonsten sehr mitgenommen aus. „Oh mein Gott Eila geht es euch gut? Sind die Bestien tot?“
„Ich habe sie alle umgebracht Antero. Ihr seid in Sicherheit.“
„Kommt rein, wir richten ein Bad her, damit ihr euch erholen könnt. Und etwas zu Essen können wir bestimmt auch auftreiben.“
„Nein!“ sagte Eila bestimmend. „Gibt mir nur den versprochenen Lohn.“
„Ja die drei Goldmünzen.“
„Fünf!“ grollte Eila. „Ich habe die Bestien vor Anbruch der Nacht getötet.“
„Ja, natürlich fünf. Mein Fehler, einen Augenblick.“
„Beeilt euch!“ grollte Eila. Denn alles in ihr drängte danach endlich aufzubrechen.

Als sie das Gold hatte verließ Eila das Dorf, welches sie halb zerstört und deren Bevölkerung sie um mehr als drei Viertel dezimiert hatte. Auch wenn Antero ihr abermals einen Platz in seinem Haus anbot. Doch Eila konnte nicht bleiben. Sie musste sich so weit wie möglich von dem Dorf entfernen und in den tiefen Wald hinein. Denn dort würde sie niemanden etwas antun können, wenn der Mond aufging.

Ende