Freitag, 24. Januar 2025

Mia neunter Teil „Nadines Leben ganz anders.“ (1)

Nach einer Party mit Kopfschmerzen aufzuwachen, ist für Nadine nichts Neues. Aber bei der Party am gestrigen Freitag hatte sie keinen Tropfen Alkohol getrunken. Außerdem war der reine Partybesuch relativ kurz gewesen. Und doch war es die beste Party seit langem gewesen. Ihr Handy begann neben ihr zu summen. Sie seufzte. Sie brauchte nicht nachzusehen, wer sie anrief, es konnte nur Tommy sein, ihr Lebensgefährte.

„Ja, Tom, ich bin noch nicht zu Hause.“ Sagte sie zur Begrüßung.
„Das weiß ich schon. Dir auch einen schönen guten Morgen. Und wo bist du, wenn ich fragen darf?“

Nadine stöhnte. Tommy war wütend, das war klar, aber so wirkte er nicht. Sie hatte einen Mann erwischt, der viel zu nett war. Oder vernünftig. Er hörte ihr zu, analysierte das Problem und gab gute Ratschläge. Er sorgte sich um sie. Für viele Frauen ist das genau das, was sie sich wünschen. Aber nicht für Nadine. Zumindest nicht immer. Wie gerne hätte sie sich von ihrem Mann im Schlafzimmer den Hintern versohlen lassen. Aber auch wenn sie es nur andeutete, machte er klar, dass er niemals eine Frau schlagen würde. Dass es für sie reine Erotik war, ging ihm nicht in den Kopf. Nadine hatte in ihrer Jugend am liebsten mit Frauen geschlafen. Erst danach mit einem Mann. Mit Tommy hatte sie sich einfach gut verstanden, sie waren mehr aus Zweckmäßigkeit als aus Liebe zusammengezogen. Denn Feuer hatte es in ihrer Beziehung nie gegeben. Aber es hatte sich auch nie etwas Neues ergeben. Und so lebten sie nun schon zehn Jahre zusammen.

Aber in Nadine loderte immer noch die Flamme der erotischen Unterwerfung. Und im Alltag merkte sie, dass sie diese Lust viel mehr bei Frauen als bei Männern verspürte. Als sie eines Tages die Nachbarstochter in ihrem Karate-Outfit nach Hause kommen sah, hatte sie sofort eine Fantasie. Sie hatte sofort an eine Situation gedacht, in der sie diesem Mädchen hoffnungslos ausgeliefert gewesen wäre, sie hätte um Gnade gefleht, aber dieses Mädchen hätte keine Gnade gezeigt, sondern sie mit einem Handkantenschlag schlafen gelegt. Sie erzählte niemandem von diesen Gedanken, aber manchmal, wenn sie jetzt die Nachbarstochter sah, wurde ihr Gesicht ganz rot. Aber abgesehen von diesen Ausbrüchen ihrer Phantasie verlief ihr Leben in viel zu ruhigen Bahnen.

Die ersehnte Veränderung in ihrem Leben kam plötzlich, in einem Supermarkt. Sie stieß sozusagen mit ihr zusammen. Die Veränderung hieß Sarah, sie war jung, dominant und schön. Nadine war damals in Eile gewesen und der Zusammenstoß mit dem Einkaufswagen war ihre Schuld. Aber es war auch kein nennenswerter Unfall gewesen. Mit einem schnellen „Entschuldigung“ war Nadine weitergeeilt. Sie hatte weder bemerkt, wie schön Sarah war, noch, dass diese ihr nachging und sie genau beobachtete. Kurz vor der Kasse war Sarah plötzlich neben sie getreten und hatte sie so fest am Oberarm gepackt, dass es wehtat. Sarah wollte instinktiv schimpfen, aber als sie in dieses hübsche, ausdrucksstarke Gesicht sah, blieben ihr die Worte im Hals stecken.

Stattdessen hatte Sarah gesprochen, leise und eindringlich. „Hör zu, Mädchen, ich kenne Frauen wie dich. Und ich weiß, dass du dich viel besser für dein ungeschicktes Verhalten entschuldigen kannst. Hier ist mein Einkaufszettel, geh für mich einkaufen, ich warte hier.“ Nadine starrte sie fassungslos an. „Na los, geh schon! Oder soll ich dir vor allen Leuten den Hintern versohlen?“ Dieser Satz hatte Nadines Herz schneller schlagen lassen. Dieses Mädchen war zehn Jahre jünger als sie und gab ihr Befehle, als wäre sie ihr Eigentum. Nadine konnte sich der Lust nicht erwehren, die in ihr aufstieg. Sie schnappte sich den Einkaufszettel und machte eine zweite Runde durch den Supermarkt. Während sie für das schlanke Mädchen einkaufte, wurde sie immer erregter. Wer war diese junge Frau, würde sie ihr wirklich wehtun? Was würde mit ihr geschehen, wenn sie alles eingekauft hatte? Ihr Herz raste, als sie mit den bestellten Lebensmitteln zurückkam.

Sarah bedankte sich nicht. Sie bemängelte vielmehr, dass Nadine zu langsam gewesen sei, aber sie habe trotzdem ein Geschenk für sie, auch wenn sie es nicht verdient habe. Sie gab Nadine eine schwarze Visitenkarte. Das war alles, dann ging sie.

Aber diese Karte veränderte alles. Darauf standen die Kontaktdaten einer Firma für Lebensberatung und Partyorganisation. Eine seltsame Mischung. Als Nadine, abends allein, mit zitternden Händen die Nummer auf der Karte anrief, fragte eine Frauenstimme nur, ob sie einen Termin für eine Sitzung für 1000 Euro oder mehr haben wolle. Nadine vereinbarte einen Termin für 1000 Euro.

Dieser Termin verlief wie ein Traum. Sie wurde von einem Mädchen im Hasenkostüm durch eine lange Halle geführt. Dann ging es eine Treppe hinauf und schließlich in einen weißen Raum mit weißen Matten. Das Mädchen verschloss die Tür hinter ihr.
Mit offenem Mund und klopfendem Herzen hatte Nadine die Züchtigungsinstrumente betrachtet, die ordentlich an der Wand hingen. Aber nicht nur das. Da hingen auch Ketten, Seile und Knebel. Alles, was man sich nur vorstellen konnte. Und dann tauchte plötzlich Sarah auf. Eine Schönheit in Leder. Nadine wollte schon bei ihrem Anblick auf die Knie fallen. Sarah befahl ihr kurzerhand, sich über den Züchtigungsbock zu beugen, und dann versohlte sie ihr den Hintern so heftig, dass Nadine erst heulte, dann schluchzte und am Ende nur noch verzweifelt japste. Und wären sie die Prügel ihres Lebens bekam, war sie gekommen. So oft und so heftig wie noch nie in ihrem Leben. Sie hatte geweint und geschrien, aber ihr Gesicht war vor Glück verzerrt, nicht vor Schmerz.

Sarah fragte sie dann ganz ruhig, als hätte sie ihr nicht gerade die Seele aus dem Leib geprügelt, ob Nadine eines ihrer Schafe werden wolle. Nadine sagte ja, so laut sie konnte. Und dann bekam sie ihr Halsband. Und das war wichtig. Schafe trugen Halsbänder, damit man sie immer und überall erkennen konnte. Es gab zwei Arten. Eines aus Leder und eines aus Stoff. Das aus Leder trug ein Schaf, wenn es in Sarahs Haus war. Das aus Stoff im Alltag. So erkannten sich die Schafe untereinander, denn das Stoffhalsband hatte ein bestimmtes Muster aus Gold.

Nadine war nicht reich und konnte sich nur zwei Sitzungen im Jahr leisten, auf die sie sich jedes Mal riesig freute. Die nächsten Sitzungen verliefen anders. Nadine wurde nicht sofort in den Bestrafungsraum gebracht, sondern musste in einem Warteraum Platz nehmen. Und da warteten einige Frauen und alle trugen Halsbänder. In diesem Warteraum hat Nadine neue Freundinnen gefunden. Freundinnen, die genau so waren wie sie. Die das Gleiche wollten und die gleichen schmutzigen Fantasien hatten. Es fühlte sich an wie ein geheimer Club, der nur aus Frauen bestand, die alle so waren wie Nadine. Dieser Club wurde zum wichtigsten Ort in ihrem Leben. Auch wenn sie nur zweimal im Jahr dort sein konnte. Dafür traf sie sich umso öfter mit ihren neuen Freundinnen.

Ihre drei neuen Freundinnen hießen Monika, Betina und Ida. Monika war eine große Frau mit schwarzen vollen Haaren, die ihr bis über ihre, relative breite Schultern fielen. Sie war ein gut informierte Frau und energische Anwältin. Sie führte mit ihrem Ehepartner wohl ehr so eine Art Zweckbeziehung, denn beide Arbeiteten den ganzen Tag, wobei er so gut wie nie zu Hause war. Bei Monika wunderte es Nadine am meisten, dass sich diese Frau ebenfalls nach Frauen sehnte, die sie bestraften. Nadine hatte sie viel mehr auf der Geberseite vermutet. Sie vermutete auch, dass Monika absolut dazu in der Lage war.

Betina und Ida passten viel mehr ins Bild der Frauen, die sich nach einer Beziehung mit einer strengen Herrin sehnten. Beide waren passive unterwürfig und kleiner als Monika und Nadine selbst. Betina lebte allein, ging brave Arbeiten und führte das Leben einer grauen Maus. Das gleiche galt für Ida, nur das diese drei Katzen hatte und gut auf ihre Ernährung achtete. Sie aß nur vegan und hätte wohl auch ihre Katzen am liebsten nur mit Grünzeug gefüttert. Betina war außerdem beachtlich ungeschickt. Wenn jemand stolperte, dann Betina.


Vor wenigen Tagen hatte Nadine ein schönes Erlebnis mit Ida und Betina. Sie saßen bei Nadine zuhause auf dem Sofa und beichteten sich mit geröteten Gesichtern, gegenseitig ihre geheimsten Sehnsüchte. Es kam das Thema des Sleeperhold zu Sprache, bei dem einen der Arm um den Hals gelegt wurde, bis die abgeminderte Blutzirkulation zum Gehirn, einen Ohnmächtig werden ließ. Sie wollten dies unbedingt einmal ausprobieren und stritten kurz, wer nun wem den Arm um den Hals legen sollte. Schließlich bestimmten Ida und Betina, dass Nadine sie ohnmächtig machen sollte. Schließlich sei sie die größte und sportlichste von ihnen. Was stimmte. Sie war auch die Schönste, doch das kam nicht zur Sprache.

Richtig Überwindung kostete es Nadine nicht, den Arm um ihre Freundinnen zu legen. Als sie es bei Ida ausprobierte und die kleine Frau mit ihren Armen tatsächlich ausknockte, überraschte es sie, was für ein schönes Machtgefühl sie durchströmte. Danach konnte sie es fast nicht mehr erwarten auch Betina schlafen zu schicken. Die beiden Frauen waren ebenfalls begeistert und so schickte Nadine die beiden Frauen jeweils noch acht Mal weg, bevor sie aufhörte. Danach war sie ganz berauscht und nahm sich vor, Betina und Ida bald wieder zu treffen um das besagt zu wiederholen.

Doch bevor ein weiteres Treffen stattfinden konntehatte sie das große Glück, zu Sarahs Sommerparty eingeladen zu werden. Sie wusste, dass es diese Party gibt und dass die Karten für 10.000 Euro unter der Hand verkauft werden. Undenkbar für Nadine.
Aber Sarah schenkte ihr eine. Einfach so, nach der Session. Sie wusste wirklich nicht, womit sie das verdient hatte. Natürlich nahm sie das Geschenk an.

Gestern war diese Party und sie war wirklich unglaublich gewesen. Zusammen mit hundert anderen Frauen hatte Nadine sich in Ekstase bringen lassen. Und Sarah hatte ein junges, muskulöses Mädchen präsentiert, das sich Nadine in ihren wildesten Träumen nicht hätte vorstellen können. Und dieses Mädchen war nicht nur jung und schön, sondern auch unglaublich stark. Sie hatte die Party so angeheizt, dass Nadine mit ihren Freundinnen immer wieder gekommen war. Und diese kleine Göttin hatte Nadine nach Hause fahren dürfen. Sie war aus hundert Frauen ausgewählt worden. Zuerst hatte sie die Einladung geschenkt bekommen und dann das.

Der Höhepunkt des Abends war, dass Nadine zum ersten Mal in ihrem Leben k.o. geschlagen wurde. Diese kleine Göttin hatte es tatsächlich geschafft. Ein Teenager hatte ihr das gegeben, wovon sie so oft geträumt hatte. Als Nadine allein in ihrem Auto aufwachte und sich erinnerte, was passiert war, konnte sie nicht mehr an sich halten. Es war das Beste, was ihr je passiert war. Der Moment, bevor diese jugendliche Faust sie traf, brannte in ihrem Kopf. Wie besessen rieb sie sich, bis sie kam. Immer und immer wieder, bis ihre Hand schmerzte, und dann noch weiter, bis sie sie nicht mehr bewegen konnte. Und die ganze Zeit ging ihr dieser Moment durch den Kopf. Wie diese Mädchen sie an den Haaren hielt und sie ohne Umschweife besinnungslos schlug. Sie hatte sich bis zum frühen Morgen befriedigt und war dann mit beschlagenen Fenstern eingeschlafen.

Das Handy hatte sie später geweckt. Und jetzt telefonierte sie mit Timmy.

„Du weißt doch dass ich auf diese Party, nur für Frauen war. Es ging gut ab, wurde sehr spät und da habe ich im Auto übernachtet. Du hast mich gerade geweckt.“
„Im Auto übernachtet? Gefährlich, wenn du mich fragst. Dir geht es jetzt aber wieder gut? Alles in Ordnung?“
„Ein bisschen verkatert vielleicht.“ log Nadine.
„Ich wollte auch nicht kontrollieren, wo du bist. Naja, vielleicht ein bisschen. Eigentlich wollte ich dir nur sagen, dass ich jetzt zum Flughafen fahre. Wir sehen uns erst nächstes Wochenende wieder.“
„Ohh, das habe ich vergessen. Soll ich schnell zum Flughafen fahren, um mich zu verabschieden?“
„Nein, ist schon gut. Fahr lieber vorsichtig nach Hause und leg dich hin. Ich liebe dich.“
„Ich dich auch. Bis bald.“

Nadine richtete sich im Auto so weit wie möglich auf und schaute in den Rückspiegel. Ihr Make-up war verschmiert, ihre Haare zerzaust. Als wären in der Nacht hundert Kerle über sie hergefallen. Ein bisschen fühlte sie sich auch so, dachte sie und lächelte. So zufrieden hatte sie sich schon lange nicht mehr gefühlt. Sie versuchte, ihr Haar zu richten, und als ihr Seitenblick auf die Straße fiel, hätte sie beinahe aufgeschrien. Die Sonne war längst aufgegangen, und auf dem Bürgersteig vor ihr liefen zwei Mädchen. Sie kannte sie. Das war die Göttin Mia mit ihrer Freundin oder war es ihr Schaf, das wusste Nadine nicht so genau. Sie kamen direkt auf sie zu. Oh Gott, oh Gott, was sollte sie nur machen, mit diesen Haaren, mit diesem Make-up. Nein, nein, schnell die Haare, wo hatte sie die Taschentücher. Gleich waren sie am Van, gleich, nein.

Nadine zuckte zusammen, als Mia tatsächlich an die Fahrertür klopfte. Nadine blieb fast das Herz stehen, unbeholfen kletterte sie auf den Fahrersitz und öffnete die Tür.
„Oh, oh, Herrin Mia.“
„Was machst du denn noch hier? Habe ich dir so ein hartes Ding verpasst, dass du erst jetzt wieder zu dir gekommen bist?“
„Nein, ich meine Ihr, äh Herrin Mia habt mich ausordentlich gut k.o. geschlagen. Ich kann nur vermuten, wie lange ich bewusstlos war.“
„Ah ha.“, meinte Mia und spannte dabei den Bizeps ihres Oberarms so sehr an, dass man ihn problemlos durch ihre Bluse sehen konnte. Nadine hätte vor Lust fast aufgeschrien.
„Und jetzt hoffst du, dass ich dir noch so eins verpasse?“

Oh ja, oh ja, dachte Nadine. Dieses muskelbepackte Mädchen sollte es ihr geben. Sie besinnungslos verprügeln, mit all der Kraft, die in diesem runden, dicken Bizeps steckte. Ihre jugendliche Faust sollte sie so niederschlagen, dass sie danach wochenlang bewusstlos war. Oh, Gott, dieses Mädchen gleich kam sie.
„Du wirst ganz rot und keuchst wie Carmen, wenn sie geil wird“, stellte Mia trocken fest.
„Außerdem stinkt sie auch ein bisschen“, bemerkte Carmen und rümpfte die Nase.„Du hast mir gar nicht gesagt, dass sie so hübsch ist Mia!“

Nadine stockte der Atem. Sie roch streng? Kein Wunder, sie hatte die halbe Nacht geschwitzt wie ein Tier und sich im Dreck des Vans gewälzt. Oh nein, wie konnte das passieren? Wie nur. Da hatte sie ihren persönlichen, höchst unanständigen Sextraum getroffen, und jetzt roch sie streng. Das konnte nur ihr passieren.

„Oh, ich wollte sie in Verlegenheit bringen. Ist doch nicht so schlimm ...“, sagte Carmen liebevoll. „Egal, eigentlich wollten wir nur kurz in die Stadt. Soll ich sie noch schnell fertig machen, bevor wir weitergehen?“
Ja, dachte Nadine. Auf jeden Fall! Nichts wünschte sie sich mehr. Sie wollte gerade den Mund aufmachen, als dieses andere Mädchen dazwischen krächzte.

„Nein Mia nicht!“
„Was? Wir verlieren kaum Zeit. Ich schaffe sie in weniger als einer Minute.“
„Aber sie hat doch ein Auto. Ein schönes großes Auto, in dem sie uns herumfahren kann. Oder willst du am Samstag mit dem Bus fahren?“
Nadine biss sich auf die Unterlippe. Das kleine Ding hatte ihr alles verdorben. Sie wäre beinah von dieser Muskelgötting verdroschen wurden. Und dieses Mädchen hatte es kaputt gemacht. „Hm“, sagte Mia. „Hast du Lust, uns herumzufahren?“
„Nichts lieber als das, Herrin Mia. Ich stehe euch das ganze Wochenende zur Verfügung. Egal wann, egal was. Ich, ich ...“
„Ja. Ja, ist gut. Dann steigen wir ein.“
„Irgendwie komisch, wenn ein Erwachsener so mit dir redet.Außerdem hat sie eine ganz schön nette Oberweite“ bemerkte Carmen leise.

Als Mia und Carmen auf dem Rücksitz Platz genommen hatten, schaute Nadine in den Rückspiegel. „Und wohin darf ich euch fahren Herrin?“ „So wie du riechst, am besten zu dir nach Hause, damit du duschen kannst.“ quakte das andere Mädchen wieder dazwischen. Nadine funkelte das Mädchen kurz böse an, aber Carmen merkte es nicht. Nadine mochte sie nicht, sie machte die ganze Stimmung kaputt.

„Carmen hat recht. Oder ist dein Mann zu Hause?“
„Nein, Herrin. Ich habe das Haus ganz für mich allein. Es ist nur 20 Minuten entfernt.“
„Dann fahr los!“ rief Carmen doch Nadine sah nur Mia an und wartete auf ihren Befehl. Als Mia merkte, dass Nadine sich auf sie konzentrierte, machte sie schnell eine Handbewegung. „Ja, fahr los.“

Nadine konnte es nicht fassen. Sie war 36 Jahre alt und führte gerade mit zwei minderjährige Mädchen in ihr Zuhaus. Und das nicht, um sich nett mit ihnen zu unterhalten. Sie musste übergeschnappt sein. Aber für ihren Verstand war kein Platz mehr, sobald sie Mia ansah. So jung, so wunderbare Muskeln. So energisch. Sie konnte und wollte nicht widerstehen. Sollte man sie doch verurteilen. Ihre Hand zitterte, als sie die Haustür aufschloss.

Nadine lebte in einem Bungalow. Die offene Küche grenzte an das Wohnzimmer, die Fenster waren groß und lang und ließen viel Licht ins Innere. „Schön habt ihr es hier.“ Sagte Carmen und sah sich neugierig um. Mia blieb wie eine Aufpasserin an Nadines Seite. „Ich könnte mir diese Wohnung gar nicht leisten. Mein Freund stemmt den Bärenanteil.“

„Wo ist dieser Freund?“
„Der ist auf Reisen.“
„Hmm“, sagte Carmen. "Und wie lange?"
„Sei nicht so neugierig.“ Mischte sich Mia ein.
„Was denn, wenn sie doch allein hier ist. Können wir nicht einfach hier bleiben? Bei dir zu Hause hat man immer das Gefühlt, dass deine Mutter jeden Augenblick durch die Bodenluke kommt.“
„Ich bin das ganze Wochenende allein. Ihr könnt hier alles benutzen, es gehört euch. Macht, was ihr wollt.“ Rief Nadine hektisch und kniete sich neben Mia. Sie merkte, wie sie innerlich zitterte, der Gedanke, dass Mia das Wochenende bei ihr verbringen würde, war unbeschreiblich. Das war etwas, was sie sich nicht einmal traute sich vorzustellen und jetzt passierte es tatsächlich. Es fühlte sich auch unglaublich gut an, neben Mia zu knien. Am liebsten würde sie für immer hier am Boden neben Mia bleiben.

„Ich weiß nicht.“ Sagte Mia und streichelte Nadine gedankenverloren über den Kopf. Diese hätte bei der Berührung fast laut aufgestöhnt. „Die Idee ist schon mal gut. Aber vielleicht sollten wir uns erst einmal umsehen.“ Nadine wollte impulsiv aufspringen, um den Mädchen alles zu zeigen. Doch als sie merkte, dass Mias Hand bei ihrem Aufstehversuch leicht auf ihren Kopf drückte, blieb sie sitzen. Niemals hätte sie sich gegen Mia aufgelehnt. „Ich könnte euch herumführen.“ Sagte sie leise.

„Ja, aber zuerst müssen wir dich waschen.“
„Oh ja.“ Rief Carmen sofort und hockte sich neben Nadine. Sie hielt ihren Arm neben Nadines. „Schau mal wie braun sie ist. Ich dachte ich wäre braun, aber dagegen sehe ich fast weiß aus.“
„Du wartest hier.“ Sagte Mia bestimmt.
„Nein, ich will sehen, ob sie überall so braun ist!Mit der Oberweite ist sie nackt bestimmt richtig sexy“ Rief Carmen und richtete sich auf.
„Du nörgelst schon den ganzen Morgen.“ Brummte Mia.
„Ja, weil du mich auf der Party nicht geweckt hast. Ich habe das aufregendste Ereignis meines Lebens verschlafen.“
„Ich sagte doch schon, es ging nicht mehr lange. Außerdem hast du Cora absichtlich dazu provoziert, dich so hart niederzuschlagen. Danach konnte man dich nicht mehr ohne Weiteres aufwecken. Außerdem musstest du meiner Mutter gestern Abend nicht erklären, warum ich so spät gekommen bin. Und vor allem, warum ich dich bewusstlos auf meiner Schulter hatte.“
„Aber...“ wollte Carmen gerade sagen, als Mias Handkante mit voller Wucht in ihren Nacken krachte. „Oh“, machte Carmen und fiel wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ungebremst fiel sie zu Boden und landete direkt neben Nadine. „Diskussion beendet.“ knurrte Mia. Nadines Herz raste. Hatte Mia das wirklich gerade getan? Einfach so, dieses Mädchen mit einen Handkantenschlag ausgeknockt? Was für eine Powergöttin. Sie hatte nicht einmal mit der Wimper gezuckt. Zack, einfach so den Verstand des kleinen Mädchens ausgelöscht.Und sie konnte jeden Moment die Nächste sein.

Neugierig steckte Nadine dem ohnmächtigen Mädchen neben sich die Hand in den Mund. Vorsichtig zog sie an Carmens Zunge. Ja, dieses Mädchen war wirklich bewusstlos. „Was machst du da?“, fragte Mia und Nadine zog erschrocken ihre Hand aus dem Mund des Mädchens. „Nichts.“ Hustete sie. „Dann komm.“

Mia packte Nadine an den Haaren und ging los. Nadine krabbelte eifrig neben ihr her. Sie wusste nicht, was sie tun würde, wenn Tommy jetzt nach Hause käme. Es reichte schon, wenn die Nachbarn durchs Fenster schauten und sie, eine erwachsene Frau, neben einem Teenager auf dem Boden krabbeln sahen. Aber sie war so besessen von diesem Mädchen, dass sie ohne Mias Erlaubnis nicht aufgestanden wäre, selbst wenn Tommy mitten im Wohnzimmer gestanden hätte.

„Das Bad ist da hinten.“ Sagte Nadine unterwürfig. Als sie in Bad kamen und Mia hinter Nadine die Tür schloss, wäre diese vor Aufregung beinahe ohnmächtig geworden. Mia lehnte sich gegen die Badezimmertür, verschränkte die Arme und sah Nadine erwartungsvoll an. „Na was ist? Los ziehe dich aus! “Mit hochrotem Kopf begann Nadine sich auszuziehen. Vorsichtig zog sie das Kleid von ihrem braungebrannten Körper. Doch bei der Unterwäsche hielt sie inne. Mia zog eine Augenbraue hoch. Es war klar, dass sie wollte, dass Nadine weitermachte. Ganz vorsichtig begann Nadine sich von ihrem Slip zu befreien.

„Ach.“ Sagte Mia und trat einen Schritt vor. „Das dauert viel zu lange.“ Nadine machte große Augen, als sie sah, wie Mia mit der Handkante zum Schlag ausholte. In dem Moment, in dem Nadine klar wurde, dass Mia zuschlagen würde, kam sie. Extrem stark und anstatt zu stöhnen, flehte sie ihre Lust verbal heraus. „Nein, warte, ich kann das viel schneller, ich kann ... oh ...“

***

Es war nicht das Wasser, das Nadine ins Gesicht regnete, das die Frau aus dem dumpfen Sumpf der Bewusstlosigkeit holte. Es war die heftige Berührung in ihrem Schritt, die ihre Sinne zum Glühen brachte. „Wow.“ stieß sie zunächst leise aus. „Wow“, schrie sie dann und riss die Augen auf.

„Ach nee.“ Sagte Mia und hielt kurz die Wurzelbrüste still, die sie zwischen Nadines Beine geschoben hatte. „Ich habe dich geduscht, bis oben hin mit Schaum eingerieben, und zwar gründlich. Aber du wachst erst auf, wenn du was Richtiges zwischen den Beinen hast.“ Während Mia sprach, sortierte Nadines Kopf kurz, was passiert war und wo sie sich befand. Nadines Körper war wirklich sehr gut eingeschäumt. Und sie sah, dass Mia das mit ihren Händen gemacht hatte. Überall an ihrem Körper waren lange Wischspuren. Wirklich überall. Aber das bemerkte Nadine nur am Rande. Ihre Aufmerksamkeit galt Mia.

Das Mädchen hatte ihre Bluse ausgezogen und saß nun in Jeans und BH neben ihr. Nadines Blick fiel sofort auf Mias ausgeprägte Bauchmuskeln. Dann auf ihre kräftigen Schultern und schließlich auf ihre Arme. Als sie das gesamte Bild und die Situation in der sie sich befand erkannte, kam sie. „Ohhh.“ Machte Nadine. „Na?“ fragte Mia grinsend. „Juckts da immer noch?“ Als die Bürste wieder zwischen ihre Beine fuhr, schrie Nadine auf. „Oh Gott, oh nein, ohhhhh!“ „Hey!“ rief Mia. „Sei still, sonst.“

Mia hob ihren nackten rechten Arm und ließ diesen massiven Baseball wachsen. Nass glänzend erhob er sich und sah unglaublich hart und stark aus. „OOOhhhhh nein.“ schrie Nadine und kam jetzt völlig hemmungslos. In was für einem Paradies war sie gelandet. Ohhh diese Lust, es war wie ein reißender Bach, ihre Sinne überschlugen sich.

„Verdammt, ich hab dir doch gesagt, du sollst leise sein.“ Wütend packte Mia sie an den Haaren und holte mit ihren glänzenden Muskelarm zum Handkantenschlag aus. „Nein, nein, nicht!“ jammerte Nadine. Diesmal wollte sie wirklich nicht geschlagen werden, sie wollte nicht von diesem wahnsinnigen Dauerorgasmus erlöst werden. Doch da schnellte Mias Hand nach unten und ihr Jetzt endete augenblicklich.

Eine leise Stimme weckte Nadine auf. Sie wurde lauter, bis sie deutlich zu hören war.

„Du hättest sie hören sollen, als sie ein paar Augenblicke wach war. Als würde sie einen Orgasmus nach dem anderen erleben. Völlig übertrieben. Mir haben die Ohren geklingelt, ich musste sie wegschicken.“
„Ich wäre gerne dabei gewesen.“
„Zu diesem Zeitpunkt schliefst du noch friedlich im Flur.“
„Hm, ich weiß nicht, ob ich das gut finde, wenn du das mit anderen Frauen machst, während ich schlafe.“
„Oh, und wenn du wach bist, wäre das okay?“
„Ja. Ich glaube da kann ich tolerant sein. Ich werde ja selbst ganz buschig wenn ich sehe, wie du andere Frauen bearbeitest.“
„Dann hast du also nichts dagegen, wenn wir das Wochenende zu dritt hier verbringen?“
„Ja, das ist in Ordnung. Solange ich nicht zu viel verpasse.“
„Ach, da habe ich schon eine Lösung. Ab jetzt gilt einfach: Wenn ich die eine schlafen lege, geht bei der anderen auch das Licht aus.“
„Coole Idee. Dann wird sie auch bestraft, wenn ich frech bin? Hey, siehst du, wie sie atmet? Sie ist wieder wach, ganz sicher.“

Nadine spürte eine Berührung an ihrer Schulter und öffnete die Augen. Sie lag auf ihrem Sofa im Wohnzimmer, neben ihr Mia, die ihre Füße auf sie gelegt hatte. Carmen saß ihr gegenüber auf dem Sofa und beobachtete sie. Außerdem hatte man sie zugedeckt, aber sie fühlte ebenfalls, dass sie darunter angezogen war.

„Komisch, so aufzuwachen, oder? Aber auch schön. Mia hat mich dich anziehen lassen. Das war lustig. Leider durfte ich dir keine Stiefel anziehen oder dich schminken.“
„Weil sie dann wie ein Clown ausgesehen hätte.“ Warf Mia ein.

Nadine lehnte sich einen Moment zurück und schloss die Augen. Was für eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle hatte sie gerade erlebt. Es war so unwirklich gewesen. So viel Lust. „Hey, nicht schlafen! Du musst uns noch zu Mia fahren und dann zu mir. Wir haben beschlossen, das Wochenende hier zu verbringen. Nadine rutschte vor Freude vom Sofa und verbeugte sich vor Mia. „Damit erfüllt ihr mir einen großen Traum Herrin und ich möchte mich auf jeden Fall bei euch bedanken, dass ihr...“ Mia gab ihr einen leichten Fußtritt. „Lass den Unsinn und setz dich wieder hin.“ Nadine errötete und gehorchte.

"Sie ist schon unterwürfiger als ich. bemerkte Carmen. „Du bist selten unterwürfig.“ „Bin ich doch!“ „Ja, wenn es zur Sache geht. Aber im Alltag bist du ziemlich frech.“ Carmen grinste breit. „Habe mich halt an dich gewöhnt. Früher habe ich auch in deiner bloßen Anwesenheit gebadet.“ „Hm.“ Machte Mia unbeeindruckt. „Komm mal her, Carmen.“ Sagte Mia und deutete auf den Teppich vor ihr. Carmen rutschte von ihrem Platz und kroch wie eine Katze zu der gezeigten Stelle. „Leg dich auf den Rücken, den Kopf zu mir. Du auch, Nadine.“

Beide Frauen legten sich auf den Boden vor dem Sofa. Nadine fand es komisch, so neben Carmen zu liegen. Das Mädchen war kleiner als sie, genau wie Mia. Sie stieß einen überraschten Laut aus, als Mia ihr einen Fuß mitten ins Gesicht stellte. Auch Carmen hatte plötzlich einen Fuß im Gesicht, der Druck auf ihr Gesicht ausübte und sie zwang, an Mias Socken zu saugen, um atmen zu können.

„Genau da gehört ihr beide hin.“ Sagte Mia bestimmt. „Vergesst das jetzt. Und jetzt genießt es, an meinen Socken zu riechen. Mia nahm ihr Handy und beschäftigte sich eine halbe Stunde lang mit Social Median und allem, was ihr sonst noch einfiel. Nadine lag mit erhöhtem Puls unter Mias Fuß und genoss ihre erniedrigende Position. Fast lüstern saugte sie an Mias Socken, die schon etwas streng rochen. Enttäuschung machte sich in ihr breit, als Mia sich endlich vom Sofa erhob und ihre Füße von ihrem Kopf nahm.

„So Mädels, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit. Du Nadine fährst Carmen und mich nach Hause. Zuerst zu mir und dann zu Carmen. Wir packen unsere Sachen und dann lädst du uns am Fitnessstudio ab. Wir rufen dich an, wenn du uns abholen kannst. Alles klar bis jetzt? Nadine nickt und Carmen, die nicht mit aufgestanden war und noch auf dem Boden lag, macht mit der Zunge ein Furzgeräusch. Mia trat ihr dafür kurz in den Bauch, so dass Carmen sich auf dem Boden krümmte und unanständige Geräusche von sich gab. Nadine wollte eigentlich auch irgendwas freches machen, damit Mia ihr wehr tat. Aber sie brachte es nicht über sich. Sie wollte dieser mächtigen Göttin gehorchen. Es war nicht richtig, sich ihr zu widersetzen. Und doch sehnte sie sich danach, von Mia bestraft zu werden. Neidisch beobachtete sie, wie Carmen sich auf dem Boden wälzte und den Schmerz sichtlich genoss.
Mia schnippte mit dem Finger vor Nadines Gesicht. „Hey Schaf! Ich sagte wir wollen los!“ Nadine nickte eifrig und begann, sich Anorak und Schuhe anzuziehen. Aus Gewohnheit fuhr sie sich über den Hals, um zu sehen, ob sie ihr Stoffhalsband trug. Es war nicht da. "Was ist los?" fragte Mia, die Nadine beobachtete.

„Mein Halsband ist weg!“
„Das Stück Stoff, das du um den Hals hattest?“, fragte Carmen, die sich gerade aufgerichtet hatte.
„Ja. Jedes Schaf von Herrin Sarah muss eins tragen, damit es in der Öffentlichkeit erkannt wird.“
„Das wusste ich gar nicht.“ Sagte Mia. „Jedes Schaf trägt eins?“
„Ja, eines aus Stoff für den Alltag und ein richtiges aus Leder, wenn man Herrin Sarah besucht.“
„Auf dem Fest hatte niemand ein Halsband um.“
„Es war auch ein besonderer Anlass. Ich kann nicht ohne gehen.“
„Es ist bestimmt im Bad.“ Rief Carmen und eilte davon. Wenige Augenblicke kam sie wieder und reichte Nadine das Halsband. „Danke.“ Sagte Nadine zögernd. Sie konnte sich noch nicht an diese Carmen gewöhnen. Das Mädchen störte sie. Sie wollte lieber mit Mia allein sein.

„Also“, sagte Nadine und hielt den beiden Mädchen die Tür auf. „Dann wollen wir mal.“ Nadine atmete noch einmal tief durch, bevor sie die Haustür schloss. Jetzt war es Realität, sie würde wirklich das Wochenende mit zwei Teenagern verbringen. Sie konnte es immer noch nicht fassen. Leise schloss sie die Haustür.

Ende

Freitag, 27. Dezember 2024

Die weiblichen Eindringlinge Kapitel 62 Sie prügeln sich zu Weihnachten

 Nachdem Gaby am ersten Weihnachtstag aufgewacht war, rollte sie sich noch lange auf ihrem Bett hin und her. Nicht dass sie müde war, sie kämpfte nur mit all den Gedanken in ihrem Kopf. Gestern hatte sie Alinas Mutter geküsst. Und nicht nur so ein bisschen. So richtig. Fest und viel zu lange, um es flüchtig nennen zu können. Sie konnte dieser Frau niemals wieder unter die Augen treten. Oh nein, sie musste die Freundschaft zu Alina beenden.

Wütend stand Gaby auf und fing an, mit ihren mächtig schweren Hanteln zu trainieren. Am liebsten hätte sie laut geschrien, aber stattdessen fokussierte sie all ihre Frustration auf ihr Training. Sie hörte erst auf, als ihr der Schweiß über das Gesicht lief und ihre Arme mächtig aufgepumpt waren. In diesem Zustand sahen sie noch beeindruckender aus als sonst. Im Shirt und der Trainingshose ging sie in die Küche, um sich einen lebensbejahenden Kaffee zu machen.

In der Küche traf Gaby auf ihre beiden dummen Brüder, die sich vor die Kaffeemaschine gestellt hatten und daran herumfummelten. Als sie hörten, wie Gaby durch die Tür kam, drehten sie sich um.

"Verdammt, unsere große Schwester hat schon wieder dickere Arme bekommen. Oder?"
"Ja, die sehen heute noch muskulöser aus. Sollen wir dir einen Kaffee machen? Mit Schokolade!"
"Habt ihr Idioten da Schokolade reingesteckt?"

Bevor einer ihrer beiden Brüder antworten konnte, hatte Gabe sie bereits am Hals gepackt und mühelos hochgehoben. Mit dem Fuß trat sie die Tür auf und warf ihre Brüder schwungvoll auf den Boden. Es polterte laut, als die beiden mehrere Meter über den Boden rollten. Stöhnend rappelten sie sich wieder auf. "Haltet euch heute bloß von mir fern. Sonst gibt es was hier von." Sie hob ihre große harte Faust drohend in die Höhe. Bevor ihre Brüder etwas antworten konnten, war sie wieder in der Küche und holte die kleingehackte Schokolade aus dem Pulverfach der Kaffeemaschine.

"So ein verdammter Mist", grummelte Gaby genervt. "Ich hätte die beiden verprügeln sollen." Es dauerte bestimmt zehn Minuten, bis Gaby endlich die Maschine einschalten konnte. In der Zeit vibrierte ihr Handy. Ein "Bist du wach?" von Alina erschien auf ihrem Bildschirm. "Nee." tippte Gaby zurück. Sie wollte sich jetzt nicht mit Alina beschäftigen. Dann dachte sie zwangsläufig auch an Manuela. An den Kuss und den unglaublichen Körper dieser Frau. Gaby zuckte zusammen, als ihr Handy klingelte. Alina! Mit einem "NEIN!" ging Gaby ans Telefon.

"Wieso nein?" erklang Alinas Stimme. "Gaby, bist du es?"
"Klar, wer sollte sonst an mein Handy gehen?"
"Na einer deiner Brüder oder deine Mutter oder dein..."
"Gott Alina, das war eine rhetorische Frage. Und egal, was du willst, die Antwort ist nein."
"Was? Warum bist du denn so mies drauf? Und mit einem Nein gebe ich mich bestimmt nicht zufrieden. Es ist schließlich Weihnachten!"
„Ach und bist du wegen gestern nicht mehr sauer?“
„Ich, nein, wieso? Du warst es ja nicht, die mich k.o. geschlagen hat. Diese verdammte Wendy erlaubt sich viel zu viel. Und ständig ist sie hier und macht mit Leon rum. Wenn sie nicht auf ihm herumreitet, drückt sie den perversen Masochisten besinnungslos. Dabei war Leon bisher mein Spielzeug. Immer wenn er meine Muskeln sah, wurde er ganz geil und man konnte ihn wunderbar verprügeln. Er war fast dankbar dafür. Aber jetzt ist ständig Wendy da.

„Hört sich an, als ob du auf deinen Halbbruder stehst“, sagte Gaby und nahm einen Schluck Kaffee.

„Was? Nein! Ich doch nicht. Aber auch wenn, wir sind ja nicht biologisch verwandt. Ich finde es nur lustig, dass es Typen gibt, die es gut finden, wenn man sie verhaut. So einen brauche ich später auch mal.“
"Ja Alina, definitiv. Wenn jemand einen solchen Mann braucht, dann du. Und Sophia, die verhaut andere noch lieber als du."
„Ja genau, Sophia! Sie konnte gestern nicht wegen ihrer Familie, aber heute hat sie Zeit. Das bedeutet, dass sie heute kommt und Michelle sowieso. Und natürlich du. Dann sind wir alle vier mal wieder zusammen. Und ihr könntet mir helfen, Wendy eine Lektion zu erteilen."
"Ich werde mich nicht mit Wendy prügeln. Und ich habe auch keine Zeit. An Weihnachten haben einige Menschen Pläne. Habt Spaß mit Sophia und Michelle!"
„Warte Gaby, du musst kommen, ohne dich…“
„Nein Alina. Ich lege jetzt auf. Tschüss!“

Bevor Alina noch etwas sagen konnte, hatte Gaby schon aufgelegt. Was aber nicht bedeutete, dass Gaby jetzt ihre Ruhe hatte. Es vergingen nur wenige Minuten bis Gaby eine Textnachricht von Alina erhielt. „Was war das denn jetzt? Ich weiß genau, dass du heute Zeit hast. Dein Familienessen ist erst morgen. Ich schicke Michelle vorbei, um dich abzuholen. Oder Sophia oder beide. Und wenn es sein muss, komme ich auch und wir feiern einfach bei dir. Du kannst nichts dagegen tun!“

„Ohhh.“ Machte Gaby. Das wollte sie auf keinen Fall. Alle vier Mädchen sollten zu ihr kommen und dazu noch ihre beiden Brüder? Und dann müsste sie auch noch ihr Zimmer aufräumen. „Ohhhh.“ machte Gaby wieder. Es klopfte an der Küchentür und einer ihrer Brüder steckte den Kopf hinein. „Können wir jetzt unseren Schokoladenkaffee machen?“ Gaby blickte wütend auf. „Wenn ihr noch einmal die Kaffeemaschine anfasst, schlage ich euch zusammen und werfe das, was von euch übrig ist, in den Müll. Und wenn du es wagst jetzt hier reinzukommen, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn es dunkel wird und du in deinem Zimmer aufwachst.“

Sein Bruder schluckt. „Ein einfaches Nein hätte es auch getan.“ Sagte er leise und schloss die Tür. Gaby ballte die Hände zu Fäusten. Sie war so wütend. Dass sie Manuela geküsst hatte, war so dumm gewesen. Wenn einer ihrer Brüder sie noch einmal ansprach, konnte sie für nichts garantieren. Wütend griff sie nach ihrem Handy.

„Ist deine Mutter zu Hause?“, schrieb sie Alina.
„Nein. Sie ist bei einer Freundin. Warum?“
„Ich wollte nur wissen, ob jemand auf dich aufpasst. Wenn deine Mutter nicht da ist, komme ich besser vorbei.“
Alina antwortete mit einem wütenden Emoji.


Schon auf der Busfahrt zu Alina bereute Gaby ihre Entscheidung. Was wäre, wenn Manuela zurückkäme. Oder vielleicht war sie schon zurück. Sie hätte fragen sollen, wie lange Manuela weg sein würde. Aber leider hatten sie Michelle geschrieben, wann sie mit dem Bus fahren würde. Und bevor Gaby sich entschließen konnte, einen Rückzieher zu machen, war Michelle ein paar Haltestellen später zugestiegen. Und nicht nur sie. Sie hatte auch Sophia im Schlepptau.

Michelle war kleiner als die anderen Mädchen. Und Gaby überragte sie mit ihren 1,80 m bei weitem. Auch im Sitzen. Sophia war mit ihren 1,70 dazwischen. Michelle sah man nicht sofort an, dass sie auch Kraftsport machte. Aber sobald sie Haut zeigte, sah man ihre blauen Adern und die schönen Muskeln, die sich bei verschiedenen Gelegenheiten zeigten. Auch Michelle Kraft war nicht zu unterschätzen. Obwohl sie die Schwächste ihrer Freundinnen war, war sie für ein Mädchen sehr stark und konnte es mit den meisten Jungs aufnehmen. Vor allem, seit sie wusste, wie man jemanden k.o. schlägt.

Sophia, die Gaby immer an eine braungebrannte Indianerin erinnerte, trug wieder eine schwarze Lederhose und dazu passende schwarze Stiefel. Die dicken Oberschenkel und Oberarme ließen schnell erkennen, wie muskulös Sophia war. Gaby konnte sogar sehen, wie Sophia an Armen und Beinen zugelegt hatte. Jeder, der an ihr vorbeiging, wusste, dass dieses Mädchen mehr konnte, als ab und zu eine Hantel zu stemmen. Aber mit Sophia sollte man sich nicht anlegen. Wenn Michelle diejenige war, die alles besprang, was nicht bei zehn auf dem Baum war, dann war Sophia diejenige, die jeden verprügelte, bis alle bewusstlos im Baum hingen. Gaby hielt sich für die Vernünftigste unter ihren Freundinnen. Und natürlich für die Erwachsene. Schließlich waren sie alle volljährig.
 
„Und?“ fragte Sophia, nachdem sie sich begrüßt und neben Gaby gesetzt hatten. „Gibt es schon einen Plan, was wir mit Wendy machen?“ „Oh nein!“ sagte Gaby und hob die Hände. „Wir gehen bestimmt nicht zu Alina um uns an Weihnachten zu prügeln!“ „Genau!“ stimmte Michelle Gaby zu. „Wir sind doch keine Jungs!“ „Pah!“ machte Sophia. „Man muss auch kein Junge sein, um Muskeln zu haben. Und ein Vorrecht auf Prügel haben die auch nicht. Ich kann machen, was ich will. Und Alina braucht unsere Hilfe.“
„Quatsch!“, sagte Gaby bestimmt. „Alina ist wie ein kleines Kind. Sie kann es nur nicht ertragen, dass Leon jetzt eine Freundin hat. Das ist alles. Ich glaube, sie ist in Leon verknallt.“ Michelle machte große Augen. „Du meinst so richtig, nicht nur zum Spaß?“ „Was meinst du mit nur zum Spaß?“ „Ach nichts.“

„Also“, begann Gaby und atmete tief durch. „Wir prügeln uns nicht, Sophia, wir sind nur nett zueinander.“
„Wir könnten Kekse backen“, warf Michelle ein. Und Gaby nickte zustimmend. „Gute Idee, Michelle.“ „Nee!“ maulte Sophia. „Alina hat ganz klar gesagt, dass sie mit mir zusammen Wendy verprügeln will. Also entweder ihr beide macht mit oder ihr geht mir aus dem Weg.“ „Du bist echt unangenehm aggressiv Sophia.“ Sagte Michelle leise. „Stimmt.“ Sagte Gaby. „Und ich lasse nicht zu, dass du dich mit Wendy prügelst.“ „Oh!“ rief Sophia. „Ich habe viel trainiert Gaby. Bist du sicher, dass du mich aufhalten kannst? Wenn du willst, können wir uns gleich prügeln, wenn der Bus hält.“ „Ich dachte wir sind Freundinnen!“ rief Michelle. „Du bist heute echt schlecht drauf Sophia.“ „Ich mag es nur nicht, wenn andere mir sagen, was ich tun soll.“ Gaby seufzte. „Sehr gute Einstellung. Dann nimm lieber nie einen Job an. Da sagen dir die Leute ständig, was du tun sollst.“

Sophia antwortete nicht. Und so schwiegen die Mädchen die letzten Minuten der Fahrt. Als sie ausstiegen, ging Sophia mit schnellen Schritten voran. Es war klar, dass sie vor ihren Freundinnen bei Alina sein wollte. Aber Gaby und Michelle beeilten sich ebenso, so dass der Abstand nicht zu groß wurde.

Doch Sophia stand vor ihnen an der Tür. Aber Alina, die geöffnet hatte, sah Gaby und Michelle kommen und wartete auf sie. Drinnen hörten sie schon Rufe aus dem Wohnzimmer. Und als sie ihre Schuhe auszogen hatten und ins Wohnzimmer kamen, hatten Wendy und Sophia schon die Fäuste erhoben und tanzten schon umeinander herum. Doch dabei blieb es nicht. Sophia schlug schnell zu, traf Wendy im Gesicht, so dass sie zurücktaumelte. Doch eine Sekunde später hatte sie sich wieder gefangen und schlug nun Sophia ins Gesicht. Dann bekam Sophia eine in den Bauch und zum Schluss noch eine aufs Kinn. Jetzt war es Sophia, die zurück taumelte. Aber auch sie fing sich wieder.

Dann revanchierte sie sich bei Sophia wieder mit einem Schlag, bekam aber gleich wieder eine Schlagkombination zurück, die zweimal ihren Bauch und viermal ihr Gesicht traf. Dies wiederholte sich vier weitere Male. Sophia traf einmal und Wendy antwortete mit einer schnellen Schlagkombination.

Gaby, Michelle und Alina schauten nur zu. Gaby hatte keine Lust einzugreifen, nachdem Sophia im Bus so unfreundlich gewesen war. „Wow, die beiden sind aber heftig! Ich dachte, die raufen nur miteinander.“ Flüsterte Michelle. „Naja.“ Machte Gaby. „Wenn sie das unbedingt muss. Wendy scheint mir ziemlich schnell mit den Fäusten zu sein, da kann Sophia noch was lernen. Sieht echt gut aus, wie sie boxt.“ „Sie hat auch einen Trainer fürs Boxen.“ Sagte Alina verächtlich.

Die drei Mädchen beobachteten eine weitere Schlagkombination von Wendy. Der letzte Schlag in Sophias Gesicht schickte diese zu Boden. Alina war sofort bei ihr und half den benommenen Mädchen auf. „Sind wir fertig?“ fragte Wendy und stemmte die Hände in die Hüften. „Noch lange nicht“, antwortete Sophia trotzig. Und schon hatte das Mädchen wieder die Fäuste erhoben und stürmte auf Wendy zu. Sophia lief genau in eine weitere Schlagkombination von Wende. Es klatschte ein paar Mal, Sophia stöhnte und ging wieder zu Boden. Diesmal war sie bewusstlos. Doch Alina ließ keine Zeit verstreichen und ohrfeigte ihre Freundin wieder wach.

„Nein, noch nicht aufgeben.“ rief Alina nachdem Sophia die Augen geöffnet hatte. Sie musste sich kurz orientieren, wo sie war, dann setzte sie einen entschlossenen Gesichtsausdruck auf. „Wer gibt denn hier auf?“, fragte sie rhetorisch und richtete sich auf. „Wirklich?“, fragte Wendy, „Hast du immer noch nicht genug? Es gibt richtig was, wenn du es noch einmal versuchst!“

„Sophia, lass das.“ Sagte auch Gaby. Aber in Sophias Gesicht war nur Trotz zu sehen. Sie näherte sich wieder Wendy, versuchte sie zu schlagen, verfehlte aber Wendy, die sich geschickt duckte. Dann schlug Wendy zu. Zwei schnelle Schläge trafen Sophia ins Gesicht, so dass sie fast zu Boden ging, aber Wendy packte sie an den Schultern, so dass sie nicht zu Boden ging. Mit der anderen Hand schlug sie Sophia vier, fünf Mal in den Magen, bis sie sich vor Schmerzen krümmte. Wendy packte Sophia am Kinn und zwang sie, ihr ins Gesicht zu sehen. "Das war's für dich, Miststück." Mit diesen Worten holte Wendy weit aus. Die mächtigen Muskeln ihrer Arme spannten sich an und dann traf ein absoluter Kraftschlag Sophias Kinn. Durch den Aufprall mit Wendys Faust wurde Sophias Körper in die Luft geschleudert und schlug einen Meter entfernt mit einem lauten Donnern auf dem Boden auf.
„Wow“, sagte Gaby, „die steht heute nicht mehr auf.“ Michelle zuckte mit den Schultern. „Ich finde es blöd, dass wir uns streiten, aber Sophia wollte es nicht anders.“ Alina, war nicht ganz so gelassen wie ihre Freundinnen. „Du blöde Kuh.“ Rief sie. "Dann bring ich's eben zu Ende."

Als Alina auf Wendy zustürmte, zeigte die sich nicht im Geringsten beunruhigt. Geschmeidig wich sie Alinas Schlägen aus und verpasste ihr einen solchen rechten Schwinger, dass Alina sich fast im Kreis drehte. Alina stand noch auf wackeligen Beinen, da war Wendy schon an ihrer Seite. Sie ließ ein wahres Feuerwerk an Schlägen auf Alinas Bauch und Gesicht los. Als Alina benommen zu Boden zu sinken drohte, grinste Wendy und packte Alina wie schon zuvor Sophia am Kinn. „Dann legen wir dich mal zu deiner Freundin!“

Wieder holte Wendy weit aus und wieder verpasste sie ihrer Gegnerin einen richtigen Racketenschlag. Auch Alina hob beim Aufprall des Schlages vom Boden ab. Nur dass sie ein süßes „Uhi“ von sich gab. Dann knallte sie dicht neben Sophia auf den Boden.

„Die steht auch nicht mehr auf.“ Sagte Michelle leise. Sophia blickte triumphierend zu Gaby und Michelle. Beide saßen immer noch unbeteiligt auf dem Sofa. Dabei sah man, dass sie ihre Oberarme angestrengt anspannte. „Na, wollt ihr auch noch? Auf dem Boden ist noch Platz.“ Michelle schüttelte den Kopf. „Nöööö.“ Sagte sie und sprang vom Sofa auf, um nach Alina zu sehen. „Ich bin auch nicht hier, um mich zu prügeln.“ Sagte Gaby und stand ebenfalls auf.

„Schade, ich bin gerade so richtig in Fahrt gekommen.“ Sie sah zu Michelle, die Alina eine Ohrfeige gab. „Vergiss es. Nach meinem Hammer steht sie erst mal nicht mehr auf.“ „Sieht so aus“, sagte Michelle und ließ Alinas Kopf wieder auf den Boden fallen. „Aber wenn die beiden schlafen, können wir Kekse backen!“

„Aber sollten wir nicht Alina fragen, bevor wir ihre Küche benutzen?“ warf Gaby ein. „Alina?“ rief Wendy laut. „Können wir deine Küche benutzen?“ Alina schwieg, was nicht anders zu erwarten war. „Ich denke, das bedeutet ja“, sagte Wendy breit grinsend und ging in die Küche. Dort holte sie sich einen Eisbeutel aus dem Kühlschrank, lehnte sich auf einen Küchenstuhl zurück und kühlte sich das Gesicht. "Nicht dass ich morgen ein verbeultes Gesicht habe", murmelte sie.

Gaby und Michelle machten sich ans Kekse backen, während sich Wendy ihr Gesicht abkühlte. Michelle quietschte vor Begeisterung, als sie in einem Fach Tuben mit verschieden farbigen Zuckerguss fand. Gaby war erstaunt, dass Manuela scheinbar alles da hatte, um Kekse zu backen. Aber auch sonst fand sie die Küche sehr schön und aufgeräumt. Als das erste Blech fertig war, stellte sie es vor Michelle auf den Tisch, damit diese es verzieren konnte. Dabei bestand Michelles Verzierung darin, die Kecke mit nur einer Farbe einzuschmieren. Dabei blubberte sie vor sich hin: „Rot, rot, rot, alles wird rot.“ Daraufhin gab Wendy ein Stöhnen von sich, sagte aber weiter nichts.

Gaby war ganz darin vertieft, die nächste Fuhre fertig zu machen, als plötzlich Manuelas Stimme in der Küche ertönte. Vor Schreck ließ Gaby den Löffel in ihrer Hand zu Boden fallen, und auch Michelle gab ein erschrecktes Quieken von sich.

"Warum liegt meine Tochter besinnungslos im Wohnzimmer? Schon wieder! Warst du das, Wendy?"
"Jepp!" machte Wendy cool, wobei sie den Eisbeutel nicht von ihrem Gesicht nahm. "Und das mit Sophia warst du auch?" "Jepp!" machte Wendy erneut. "Sie haben mich ganz schön erschreckt," sagte Michelle. Dann packte sie ihre Zuckerguss-Tube wieder und summte leise: "Grün, grün, alles wird grün."

Gaby stand noch ganz steift da und starrte Manuela an. Michelle bekam davon nicht mit, da sie intensive Kekse einfärbte. Und Sophia steckte weiterhin unter ihrer Eiskühlung. Doch Manuela bemerkte ihre Schockstarre sofort.
„Ist doch alles gut.“ Sagte sie warm. Gaby hielt den Atem an, als die Frau sie umarmte. „Wir vergessen einfach was gestern passiert, okay. Ich habe es sogar schon vergessen. Kein Grund sich schlecht zu fühlen.“ Gaby atmete erleichtert aus.

„Hey umarmt ihr euch etwas?“ rief Michelle plötzlich. „Ich will auch geknuddelt werden!“ Manuela löste sich von Gaby. Diese hauchte noch schnell ein „Danke.“ Worauf hin Manuela lächelte. „Alles wieder gut?“ Gaby nickte. Sie fühlte sich tatsächlich unendlich erleichtert. Von nur so wenigen Worten.

Manuela ging zu Michelle packte sie unter den Armen hob sie hoch und drückte sie an sich. Michelle gab einen vergnügten laut von sich. „Sie haben einen so sexy Körper.“ Sagte Michelle und strich mit ihren Händen über Manuelas Schultern. Gaby wurde bei den Worten ihrer Freundin ganz rot. Wie konnte Michelle nur so was sagen. Zu Manuela. Doch diese lachte einfach nur. „Danke Michelle.“

„Diese Powerarme sind so voll und hart und …“ Manuela lachte und pflügte Michelle geradezu von ihrem Körper die gerade mit ihren Händen deren Oberarme gepackt hatte. Man sah Michelle an, dass sie gerne noch etwas länger an Manuela gehangen hätte. „Oh Mann.“ Beschwerte sie sich. „Sie sollten mal wieder mit Gaby Armdrücken machen, die hat sehr viel an Muskelmasse zugelegt.“ „Ich aber auch!“ kam es sogleich von Wendy.

Manuela streckte sich und winkelte danach gleich ihre Arme am. Der Stoff an ihren Armen knarrte laut, als sich ihre Dosenförmigen Muskeln aus ihrem Arm beulten. „Also ich habe nichts dagegen. Wie sieht es bei euch Mädchen aus?“ „Ich hatte das schon lange mal vor!“ rief Wendy und legte ihre Kühlung vom Gesicht. „Mal sehen wie es Alina gefällt, wenn ich ihre Mutter besiege.“ Manuela lachte. „Na da aber jemand von sich überzeugt. Was ist mit dir Gaby?“ „Ja, warum nicht. Ich meine ein faires Kräftemessen, ohne auf dem Boden herumzurollen hätte schon was.“ Wendy sah sie verständnislos an. „Wieso sollte man sich dabei auf dem Boden herumrollen?“ Gaby machte eine abweisende Handbewegung. „Vergiss es Wendy.“

„Okay Mädels.“ Rief Manuela und klatschte in die Hände. „Eine Runde Armdrücken! Los geht es!“

Ende

Abstimmung Beendet


 











Freitag, 22. November 2024

Pink, Lila und mit Glück etwas Brünett dazwischen. Teil 3

„Und? Nun sagt schon, was haltet ihr davon?“ quietschte die weißblonde Britney. „Eine Limo, den ganzen Tag nur für uns.“  „Ich weiß nicht…“ murmelte Judy leise. Alle anderen Mädchen im Videochat starrten entgeistert in die Kamera. „Was war das? Ist Judy krank oder so? Eine Limo verdammt.“ Rief die lange schlanke Tiffani. Ein weiteres Mädchen im Videochat. Loren lachte laut. „Bestimmt hat sie Liebeskummer oder so. Die Deprieaura kann ich bis in mein Zimmer spüren.“  

Britney, Tiffani und Loren gehörten zu Judys längsten wie auch reichsten Freundinnen. Alle ihre Eltern hatten absolut viel Geld. Daher war ein Tag Limousine fahren nicht wirklich neu und kein richtiges Ereignis. Für Judy klang es viel mehr wieder nach einen Hirnlosen Tag mit Gesprächen ohne Substanz. Aber vielleicht brauchte sie das ja. Allerding gab es da noch eine Freundin im Chat. Vanessa. Nicht so reich wie die anderen. Allerding wohlhabend, mit Akademikereltern. Die Vanessa, die ihr am letzten Freitag in der Küche, ihren Fuß ins Gesicht gedrückt hatte. Ein Ereignis, dass Judy immer noch nicht ganz verdaut hatte.

Vanessa war mit diesem intimen Thema so offen umgegangen, das Judy rot wurde, wenn sie nur daran dachte. Und wenn sie daran dachte, was Vanessa mit ihr gemacht hatte, wurde sie so wollüstig, das sie laut aufstöhnte, wenn sie alleine war.

„Mit mir ist gar nichts los. Ich bin nur müde.“ sage Judy. „Von wegen!“ rief Vanessa und  Judy erstarrte in der Erwartung, das Vanessa sie vor ihren Freundinnen bloß stellen würde. „Ich habe sie letzte Woche dabei erwischt, wie sie ziemlich dilettantisch einen Jungen observiert hat.  „Ist nicht wahr.“ rief Britney interessiert. „Die Judy, die Jungs immer so emotionslos gegenüber steht?“

„Ist gar nicht wahr!“ rief Judy sofort. „Ich kreische und kichre nur nicht so laut wie ihr es tut.“ „Und wer ist dieser Junge?“ mischte sich Loren ein. „Geht er in einen deiner Kurse?“ „Nein tut er nicht und es gibt auch gar keinen Jungen!“ „Oh wie süß.“  Lachte Britney. „Sie verleugnet es wie eine zwölfjährige.“ „Oh nein, auf diesen Mist habe ich keine Lust.“ Rief Judy aufgebracht. „Und auf eure blöde Limousine habe ich auch keine Lust.“ Energisch knallte sie ihren Laptop zu und beendete damit die Videokonferenz.

Judy stöhnte und ließ sich lang, auf ihr breites Doppelbett fallen. „Als ob ich auf diesen komischen Jungen stehen würde.“ Sagte sie laut zu sich selbst. Nach dem Judy eine Minute lang auf den Bett gelegen hatte, begann ihr Handy zu vibrieren. Judy linste aufs Display. Es war Vanessa. Judy ignorierte es doch das Handy brummte weiter. Wie lange dauerte es, bis die verdammt Mailbox rann geht? Das brummen hörte auf. Doch gleich darauf ging es wieder los. „Oh Mann!“ wütend nahm Judy das Handy zur Hand.

„Was?“
„Wie lange brauchst du eigentlich um ans Telefon zu gehen? Das nächste Mal gehst du schneller ran, sonst komme ich vorbei und versohle dir den Hinter.“
Judy Herz machte einen Hüpfer und plötzlich wallte Lust in ihr auf. Wie schaffte Vanessa das nur immer wieder?
„Das machst du ja doch nicht.“ Sagte Judy heiser.
„Oh, du klinkst schon wieder so räudig.“
„Das stimmt gar nicht.“
 „Und ob das stimmt. Egal. Du Lustnudel gehst mit mir ins Fitnessstudio. Und keine wiederrede, sonst setzt es was.“
„Dazu habe ich keine Lust Vanessa. Ich habe besseres zu tun als, …“
„Das ist mir sowas von egal. Ich bin in 20 Minuten da und hole dich ab. Und dann bist du besser bereit.“
„Aber…“

Judy sprach nicht weiter. Vanessa hatte bereits aufgelegt. Heute wollte sie nun wirklich keinen Sport machen. Es war Samstag und das einzige was sie vor 10 Minuten noch machen wollte war, auf dem Sofa zu sitzen und irgendwelche Serien zu gucken. Und vielleicht etwas Eis. Vanessa hatte sie aber mit ihrer dominanten Art so aus der Fassung gebracht, dass sie schon wieder ganz aus den Häuschen war.

Sie lag immer noch auf ihrem Bett, in ihrem weißen Schlafanzug welcher mit Teddybären bedruckt war, als es an der Haustür klingelte. Sie schaute auf die Uhr. Die zwanzig Minuten waren längst um und Judy hatte sich seit dem Gespräch keinen Millimeter bewegt. Es klingelte wieder. Dieses mal länger und energischer. Stöhnend richtete sich Judy auf und schlich zur Tür.


Vor der Haustür stand Vanessa. Ihre langen Beine steckten in einer pinken Sportleggens. Dazu trug sie einen weißen Sport-BH. Ihre Lederjacke war offen, so dass man ihren nackten Bauch sah, der einen leichten Ansatz eines Sixpack zeigte. Ihre schwarzen Haare hatte sie in einem Pferdeschwanz zusammengefasst. An ihrer linken Schulter hing eine schwarze Sporttasche.

„Das ist nicht dein ernst!“ rief Vanessa, als sie Judys Outfit sah und marschierte in die Wohnung. „Warum hast du noch immer deinen Kinderpyiama an?“
„Weil er warm und kuschelig ist.“
„Oh, stell dich ja nicht dumm. Warum bist du nicht Abmarsch bereit?“

Vanessa packte Judy am Oberarm und zog sie mit sich.

„Du hast viel zu weiche Mädchenarme, weißt du das?“
„Ich bin ja auch ein Mädchen… au Vanessa lass mich los.“
„Deine frechen Antworten werden dir gleich vergehen.“

Vanessa packte Judy mit ihrer anderen Hand zusätzlich an der Schulter und drehte ihr mit der andren den Arm auf den Rücken. Der sogenannte Polizeigriff tat weh und Judy quickte auf, als Vanessa ihren Arm nach oben bog.
„Au, au, au, Vanessa ah, ich mach ja was du willst, aua,…“ Vanessa minderte den Duck, ließ aber nicht los.
„Na dann los zum Esstisch. Los beug dich vor. Lehne dich über den Esstisch. Hoch mit dem Hintern.“
„Aber Vanessa, du kannst doch nicht, …“
„Mund halten.“

Vanessa ließ sie los und stellte ihre Sporttasche auf den Tisch. Judy verharrte in ihrer vorgebeugten Demutshaltung.
Judy schluckte, als sie sah, wie Vanessa ein langes, breites und äußerst steril aussehendes Holzlineal aus ihrer Sporttasche zog. „Damit habe ich mir mal mit zu viel Schwung auf die Handfläche gehauen, das hat richtig gezwiebelt. Auf deinem nackten Hintern wird es Wunder bewirken.“

„Oh nein.“ Keuchte Judy und wollte sich davon machen. Doch Vanessa war blitzschnell wieder bei ihr. Erneut drehte sie ihr den Arm auf den Rücken und zwang sie so, sich erneut halb auf den Tisch zu legen. Vanessa hielt sie weiterhin mit einer Hand am verdrehten Arm fest, während sie ihr mit der anderen die Teddybärenhose und das pinke Höschen darunter, herunter zog.

Es hallte laut in Judys Wohnung wieder, als Vanessa ihr Holzlineal niedersausen ließ. Judy schrie laut vor Schreck und Schmerz auf. Tief zog sie die Luft ein. Sie hatte nicht erwartet, dass es so wehtat. Sie hatte noch nicht ganz Luft geschnappt, als das Lineal erneut auf ihr Hinterteil klatschte. „Wowww.“ Machte Judy wobei der ganze Tisch nach vorne rutschte. Ihr Herz pochte schnell ihre Atmung ging schnell und auf ihrem Hintern brannten zwei Abdrücke eines Lineals.

Der brenne Schmerz an ihrem Hintern hätte Judy eigentlich dazu bewegen müssen, sich zu wehren und laut zu kreischen. Aber das tat sie nicht. Denn da war noch etwas anderes. Zum einen eine tiefe, starke Lust die sehr schnell ihren ganzen Körper flutete. Und noch etwas anderes. Etwas, dass mit jedem Schlag weniger wurde. Schuld. Immer wieder stolperte Judy über das Gefühl etwas nicht richtig gemacht zu haben oder nicht gut genug für etwas zu sein. Daraus erwuchs eine Schuld in ihr die drückend auf ihr gelastet hatte. Zum ersten Mal, seid sich diese Schuld angestaut hatte, baute sie sich wieder ab. Und zwar bei jedem Schlag von Vanessa der Judy vor Schmerz und Lust aufstöhnen ließ. Lust, Erleichterung, Schmerz und das Gefühl dominiert zu werden, vermischten sich in Judy und löste in ihre fast schon Ektase aus.

„So läuft es von nun an Bitch, wenn du nicht tust was ich sage.“ Rief Vanessa und lies ihre Bestrafungswerkzeug ein weiteres Mal niedersausen. „Klatsch!“ „Hast du mich verstanden Bitsch?“ „Klatsch!“ „Ja, habe ich.“ „Lauter“ „Klatsch.“ „Ich habe dich verstanden!“ „Und wer ist jetzt deine Herrin?“ Klatsch?“ „Du!“ „Ganz richtig, Bitsch.“ „Klatsch.“ „Mein Wort ist Gesetz.“ „Klatsch.“ „Du tust was ich dir sage, wenn ich es dir sage.“ „Klatsch.“ „Du redest nur wenn du gefragt wirst.“ „Klatscht.“ „Und du bist mir stehst zu diensten. „ „Klatsch.“ „Meine Befehle werden nie in Frage gestellt.“ „Klatsch.“ „Verstanden?“ „Ja.“ „Gut. Den ansonsten …“ „Klatsch, klatsch, klatsch.“

Schwer atmend und schweißnass lag Judy auf dem Esstisch. Ihr Hintern brannte wie Feuer. „Los runter vom Tisch.“ Rief Vanessa und ließ ihren verdrehten Arm endlich wieder los. Mit einem Seufzen rutschte Judy vom Tisch, hinunter auf dem Boden. Vanessa stand groß und dominant vor ihr. Ein unbezwingbarer Drang, Demut zu zeigen ergriff von Judy Besitz. Mit einen Seufzen senkte sie das Haupt und begann, Vanessas Sportschuhe zu küssen. Vanessa ließ sie gewähren.

Nach ein paar Minuten stoppte Judy unsicher. Aber ihre Lippen verweilten nur wenige Millimeter über Vanessas Schuh um gegebenen Falls die Arbeit gleich wieder aufzunehmen. „Siehst du?“ fragte Vanessa zufrieden. „Jetzt weißt du wo dein Platz ist! Mal sehen wie gehorsam du jetzt bist. Los zieh dich aus! Komplett!“ Judy wurde etwas rot, begann aber sofort damit sich auszuziehen, bis sie nackt vor Vanessa stand. Diese sah sie unverhohlen an. „Du bist wirklich ein weiches Mädchen.“ Sagte sie. „Los ins Badezimmer, du bist ganz verschwitzt.“

Judy stellte sich in die Badewanne und Vanessa begann damit sie abzuduschen. Danach griff sie zu einer Wurzelbürste, welche Judy manchmal für den Rücken verwendete. Die Bürste war recht grob und sollte die Durchblutung der Haut anregen. Vanessa ging mit viel Kraft daran Judy gründlich zu schrubben. Als sie mit Judys Rücken fertig war und immer tiefer ging, machte Judy große  Augen.  Sie schrie auf, als Vanessa ihren, ohne hin schon empfindlichen Hintern, schrubbte. Der Schmerz erweckte erneut Gefühlwallungen in ihr und sie klammerte sich stöhnend an den Duschvorhang.

„Hmm, machte Vanessa. Schein so, als ob du dich lange nicht mehr zwischen den Beinen sauber gemacht hast. Auf jedenfalls riecht es so. Da muss du wohl mal sehr ausgiebig geschrubbt werden.“
„Ahhhh.“ Machte Judy, als die Bürste über und in ihren Intimbereich schrubbte. „Ohhhh.“ Machte sie und wäre beinahe umgefallen.

„Los umdrehen.“ Rief Vanessa und Judy gehorchte. „Ich will dein Gesicht sehen, wenn ich dich sauber mache.“ Vanessa packte Judy mit einer Hand am Hals und drückte sie gegen die gekachelte Wand. Mit der anderen schrubbte sie wieder kräftig über Judy Intimbereich. „Ahhh.“ Machte Judy und ein Lächeln zeigte sich auf Vanessas Gesicht. „Scheint so, als ob ich da eine sehr schmutzige Stelle gefunden hätte.“

Und dann begann Vanessa damit, Judy richtig zu schrubben. Judy, schrie und quietschte vor Lust und Schmerz. Gleichzeit hatte sie die ganze Zeit Vanessas grinsendes Gesicht vor sich. Und sie sah auch, wie sehr es Vanessa selbst gefiel, diese Macht über sie auszuüben. Sie hatte ein richtiges Funkeln in den Augen, als Judys Beine irgendwann nachgaben und sie leicht nach unten rutschte. Vanessa duschte Judy daraufhin noch einmal komplett ab, danach legte sie ein Handtuch auf den Badezimmerboden.

„Los drauflegen.“ Befahl sie. Judy folgte mit zitternden Beinen ihrem Befehl. Sie legte sich mit dem Gesicht nach oben auf den Boden des Badezimmers. Sie sah erwartungsvoll Vanessa an, die sich zu Judys erstaunen, selbst nackt auszogen. Dann legte sie Judy die Badebürste aufs Gesicht und befahl ihr, diese mit beiden Händen gut festzuhalten.
Mit ihrem nackten Körper, glitt Vanessa zu Boden, platzierte ihre Knie, links und rechts von Judy Kopf und begann damit, ihre Hüfte über Judys Gesicht und somit über der Bürste, hin und her zu bewegen.

Erst murrte Vanessa nur, doch schnell gab sie lautere und schrillere Töne von sich. Sie bewegte sich immer intensiver und Judy musste die Bürste gut festhalten. Schließlich schrie Vanessa und beschleunigte das Tempo. Fünfzehn Minuten lang brüllte Vanessa bei scheinbar voller Ektase. Als sie neben Judy zu Boden sank, war diese schwer beeindruckt von Vanessas Kondition.

Still und stumm lagen die beiden Frauen am Badezimmerboden und schauten zur schlichten Decke hinauf.
„Ich werde dich ab heute Puppe nennen.“ Sagte Vanessa in die Stille. „Du bist meine Puppe. Klar?“
„Ja.“ murmelte Judy und fühlte sich so zufrieden wie noch nie in ihrem Leben. Wieder herrschte Stille bis Vanessa nach einigen Minuten wieder das Wort ergriff.

„Und was ist mit diesem Jungen auf dem Foto.“ Judy war erstaunt. Darüber dachte Vanessa nach? Das beschäftigte sie? „Es ist nichts mit diesem Jungen.“ Wieder eine kurze Zeit stille. „Und warum hast du dann dieses Foto gemacht?“ „Ich, ich…“ Judy seufzte. „Was?“ rief Vanessa und drehte den Kopf zu ihr. „Ich habe nicht den Jungen fotografiert.“ In Vanessa arbeitete es kurz. Dann kam ein „Oh.“ von ihr. „Du stehst also auf dieses Pinke Mädchen mit den Bodybuilder-Oberarmen?“  „Ja schon, ich finde Muskeln bei Frauen sehr sexy.“ „So? Ich plane auch mir ein paar Muskeln zuzulegen.“ Sagte Vanessa leise, was nicht zu ihrer Rolle als Herrin passte. Aber dieses Rollenspiel hatte sich seit der Frage nach dem Jungen sowieso aufgelöst. Plötzlich waren sie wieder Judy und Vanessa. Nicht die Puppe und ihre Herrin.

Vanessa stand geräuschlos auf und fing an sich anzukleiden. „Ist unser kleines Rollenspiel jetzt zu Ende.“ Fragte Judy leise. „Ja, es endet doch im Grunde immer mit einem Organismus. Oder hattest du keinen.“ „Mehr als einen.“ Murmelte Judy und wurde rot. „Aber musst du jetzt schon gehen. Ich habe das Gefühl das dich meine Antwort verscheucht hat.“ „Ich bin mir nicht sicher, ob ich es gut finde, das du an ein pinkes Bodybuildergirl denkst, wenn ich dir mit deiner Badebürste den Tag versüße.“ „Aber das habe ich auch nicht. Ich war ganz bei dir. Wirklich. Das war doch nur eine, eine Schwärmerei. Ich wusste doch da noch nicht das ich auf Mädchen, …“

„Tja.“ Unterbrach Vanessa sie. „Da habe ich dich wohl mitten im Selbstfindungsprozess gestört. Wir sollten vielleicht abwarten bis du weißt was du willst. Denn ich weiß schon seit zwei Jahren das ich dich will.“
Judy sah Vanessa fassungslos an. „Oh.“ Machte sie. „Ja oh.“ Sagte Vanessa, die nun komplett angezogen war.
„Haben wir jetzt Streit?“ Vanessa sah Judy lange an. „Weißt du, wenn du auf einen Kerl gestanden hättest, wäre das für mich verkraftbar gewesen. Aber eine Frau tut weh. Weiß nicht warum. Ich muss nachdenken. Und du auch.“

Und dann war Vanessa verschwunden. Judy blieb alleine  am Boden des Badezimmers zurück. Sie weinte nicht. Das mit Vanessa war unglaublich sexy und schön gewesen. Und sie war so sehr befriedigt worden, wie noch nie in ihrem Leben. Aber eine tiefergehende Zuneigung zu Vanessa war noch nicht entstanden. Sie dachte an Vanessa im Unanständigen Sinne. Aber nicht wenn es um Liebe ging. So hingezogen fühlte sie sich mehr bei dem Mädchen in Pink. Alika. Auch wenn sie Alika kaum kannte. Aber finden wollte sie Alika immer noch. Sie musste wissen, ob sie bei dieser Frau eine Chance hätte, oder ob diese komplett hetero war. Und gleichzeitig wollte sie Vanessa nicht wehtun. Judy stöhnte. Vanessa liebte sie? Seit zwei Jahren? Das war überraschend, schmeichelnd und verwirrend. Aber auch schön. Ach… Warum musste das Leben immer so kompliziert sein?

Ende

Freitag, 18. Oktober 2024

Pink, Lila und mit Glück etwas Brünett dazwischen. Teil2

Bequem auf einen E-Roller stehend sauste Judy über den Campus. Bei diesem Wetter waren viele der Studenten Draußen und lagen auf Bänken oder Grünflächen in der Sonne. Judy musterte alle Menschen, den sie begegnete. Lagen mehrere Menschen in Gruppen auf dem Grün, hielt sie an und ließ ihren Blick schweifen. Sie war auf der Suche. Auf der Suche nach dem Ledermädchen Alika mit den stärksten Armen die sie je gesehen hatte. Doch nachdem sie bereits eine Stunde umherfuhr, konnte sie das Mädchen nirgends entdecken. Höchstwahrscheinlich hatte Alika bei dieser Wärme keine Lederjacke mehr an und war so schwerer zu erkennen. Auf der anderen Seite waren ihre rosa und lila gefärbten Haare doch sehr auffällig.

Judys Handy bimmelte mal wieder, als Vanessa, eins der weniger nervigen Mädchen aus Judys Freundeskreis, ein weiteres gewagtes Bikinibild von sich in den Gruppenchat schickte. Sofort antworteten weitere 10 Mädchen mit Bildern und viele mit dem Vorschlag, man müsse unbedingt an die See fahren. Doch Judy ignorierte den Aufruhr und steckte ihr Handy weg. Es galt Alika zu finden. Nur das war ihr gerade wichtig. Und dann würde sie ihr sagen, dass man sie nicht einfach so stehenlassen konnte. Mitten in der Nach in einer öffentlichen Waschküche.

Gerade als sie ihr Handy wegsteckte, sah sie etwas. Pink und Lila. Hastig drehte sie sich und sah in einiger Entfernung Alika. Sie saß im Schatten eines großen Baumes an den Stamm gelehnt auf dem Schoß einen Laptop. Neben ihr lehnte ein Junge, ebenfalls mit Laptop auf den Schoß. Dünn, lang, blass mit einer schwarzen Brille.

Judy setzte sich auf die nächst beste Sitzgelegenheit in Form eines Steines und zoomte mit ihrem 1000€ Handy Alika so weit heran, bis ihre Gestalt das gesamte Display einnahm. Alika hatte ein Tank-Top an und machte darin eine sehr gute Figur, auch wenn Judy das Motiv mit dem Totenschädel und dem heraushängenden Auge eklig fand.  Dafür konnte Judy den sportlichen Oberkörper des Mädchens bewundern. Starke runde Schultern mit ausgeprägten Nackenmuskeln. Ihre Oberarme waren geradezu dick und mit deutlichen blauen Adern versehen.  Sie hatte die Arme angewinkelt, so dass der Ansatz einen großen Bizeps hervorragte. Auf ihrem hellen linken Arm, verlief ein Tattoo in Form einer Rosenranke vom Oberarm bis zu ihrer Hand. Auf ihrem rechten Arm schlängelte sich auf gleiche Weise ein Stacheldraht.  Nicht gerade das Motive das Judy gewählt hätte.

Judy betätigte die Aufnahmetaste und begann damit, Alika zu filmen. In einer absoluten Nahaufnahme, filmte sie das Mädchen über 10 Minuten lang. Dann beendete sie das Video, da Alika zwar weiterhin dasaß, sich aber kaum rührte. Sie unterhielt sich nur immer wieder mit dem Jungen neben ihr. War das etwa ihr Freund? Mochte sie solche Jungs? Lang, fast dürr und ohne Muskeln? Alika war bestimmt stark genug, um den halben Hering neben ihr über den halben Campus zu werfen. Hoffentlich waren sie keine Freunde. Oder wenn nicht besonders gute. Auf jeden Fall keine die sich küssten oder so was.

„Hey Bitch!“ Judy sah auf. Vanessa stand vor ihr. Sie hatte eine leichte weiße Bluse an, die aber so lose zusammengeknüpft war, das ihre Oberweite, die von einem zu kleinen Bikini gehalten wurde, fast heraus fiel. „Was gibt es denn da so interessantes zu glotzen?“ „Nichts.“ Sagte Judy und steckte viel zu hastig ihr Handy in ihre Handtasche. „Oh doch, so wie du auf das Display gesabbert hast. Ein Junge stimmt‘s? Zeig her!“ „Nein!“ rief Judy, doch da hatte Vanessa schon ihr Handy aus der Tasche gefischt.

Sofort stand Judy auf, um Vanessa das Handy wieder zu entreißen. Vanessa lachte, drehte sich wieder und wieder weg, stolperte und beide Mädchen fielen lang auf den Rassen. Judy versuchte sogleich ihr Handy zu erreichen, das wenige Zentimeter neben ihr am Boden lag. Doch da ergriff Vanessa ihre Handgelenke und begann mit ihr zu Ringen.
Judy war überrascht, wie stark Vanessa doch war. Sie hatte noch nie mit ihrer Freundin gerungen und musste nun feststellen, dass diese deutlich stärkere Arme hatte. Allerdings trieb Judy auch keinen Sport, außer dass sie ab und an mal joggte. Vanessa hingegen ging regelmäßig schwimmen.

Vanessa brauchte nicht sehr lange dafür, Judy zu Boden zu ringen, sich auf sie zu setzen und ihre Arme mit ihren Beinen einzuklemmen. Vanessa saß so weit oben auf Judy, das deren Kopf zwischen ihren Knien lag. Nachdem Vanessa sie unter Kontrolle hatte, ordnete sie kurz ihre Haare und griff dann nach Judys Handy.

Judy wollte sie daran hindern, musste aber feststellen, dass sie absolut hilflos war. Vanessa saß mit allem ihren Gewicht auf ihrer Brust und ihren Armen. Sie konnte nur noch mit den Beinen strampeln und den Kopf drehen.
Judy hätte das nie erwartet aber die Situation gefiel ihr. Sie hätte es nicht für möglich gehalten, das sie es mögen würde, so unter einer anderen Frau zu liegen. Aber die Tatsache, dass Vanessa ihr so überlegen war und theoretisch alles mit ihr machen konnte was sie wollte, brachte sie zum Stöhnen. Und das ziemlich laut. Vanessa hörte es, interpretierte es wohl anders und ignorierte es daher.

„Oh.“ Keuchte Judy. „Lass mein Handy in Ruhe. Hey Privatsphäre!“
Vanessa sah noch nicht mal hin, als sie eine Hand ausstreckte und Judy damit den Mund verschloss. Das verstärkte Judys Lustgefühl nur umso mehr, so dass sie hektisch durch die Nase ein und aus atmete.
„Was das Gruft-Mädchen hast du gefilmt? Was zum Teufel Bitch!“ Judy bekam große Augen, als Vanessa das sagte, genoss aber gleichzeitig so unglaublich die Situation in der sie sich befand, dass sie sich nicht zwischen ihren Emotionen entscheiden konnte.


„Oh, jetzt habe ich dich. Du wolltest eigentlich den Jungen neben ihr filmen. Falscher Winkel Judy. Wusste gar nicht dass du auf lange Nerds mit Brille stehst. Der würde doch vor Glück tot umfallen, wenn er wüsste das so ein Sahneschnitte wir du auf ihn stehst.“ Judy hatte ihren flehenden Blick aufgesetzt, den Vanessa allerdings nicht sah, da sie so hoch oben auf Judy saß, dass ihre Oberweite die Sicht versperrte. Ihre Hand lag weiterhin fest auf Judy Mund und diese roch unweigerlich bei jedem Atemzug daran. Wie sie das genoss an ihrer Freundin zu riechen. Wie wunderbar es war, dass Vanessa sie so dominierte. Am liebsten würde sie den ganzen Tag genau so daliegen.  

„Ich weiß ja wie schwer es dir fällt Männer anzusprechen.“ Fuhr Vanessa in ihren Monolog fort. „Zu deinem Glück habe ich dieses Problem nicht.“ Mit einem Ruck stand Vanessa auf und ging mit schnellen Schritten los. Judy war von dem plötzlichen Aufbruch ihrer Freundin überrascht. Sie brauchte einen Augenblick um sich aufzuraffen, ihre Handtasche und Handy einzusammeln und Vanessa hinterher zu sprinten.

Vanessa hielt genau auf Alika und ihren Freund zu. Zum Glück ging sie nur schnell während Judy rannte wie der Teufel. Genau als Vanessa ihr Ziel erreichte, schloss Judy auf.

„Wenn ich die Werte in umgekehrter Reihenfolge ordne und in einem Array speichere, kann ich es dann an dein Modul übergeben?“ fragte der Junge gerade Alika.
„AAAHHHHHH“ kreischte Judy dazwischen und warf sich dabei von hinten gegen Vanessa, so dass beide Mädchen vor der Laptoparbeitsgruppe erneut zu Boden gingen.

„Du verrückte Schlampe!“ keuchte Vanessa, als sie sich auf dem Rassen zu Judy umdrehte. Alika und ihr Freund sahen überrascht zu, wie sich Vanessa nun auf Judy stürzte und diese erneut niederrang. Dieses Mal noch schneller als vorher. „Ich bin stärker als du Bitsch.“ Rief Vanessa als sie sich ein weiteres Mal auf Judys Oberweite setze und mit ihren Beine deren Arme einklemmte. Dieses Mal musste sie noch nicht mal etwas sagen, damit Vanessa ihr den Mund verschloss. Das tat diese fast im selben Augenblick, als sie ihre Arme einklemmte. Dann lächelte sie Alika und ihren langen dürren Freund an.

„Entschuldigt, meine Freundin hier ist total durchgeknallt. Vielleicht hat sie auch einen Sonnenstich.“
„Ich glaube ich kenne das Mädchen, dem du gerade dein Bikinihöschen ins Gesicht drückst.“ Sagte Alika sichtlich irritiert.
„Ach da steht die drauf. Keine Sorge. Sicher dass du sieh kennst?“
„Wenn sie Judy heißt ja, aber nur flüchtig.“ Sagte Alika und klappte ihren Laptop zu. Der Junge folgte ihrem Beispiel und meldete sich nun selbst zu Wort.
„Wollen wir nicht lieber gehen Alika, die beiden scheinen ihre Privatsphäre zu brauchen.“
„Tja, ich finde zwar, dass es gerade Interessant wird, aber du hast Recht, wir müssen mit dem Kram fertig werden. Wollte sowieso reingehen, brauche eine andere Sitzposition.“
„Nein, wartet.“ Rief Vanessa. „Meine Bitsch hier will doch mit deinem Freund ausgehen.“

Alika und ihr Begleiter schüttelten nur verständnislos den Kopf und entfernten sich weiter. „Die sind echt nicht ganz dich.“ Sagte der Junge leise, als er hinter Alika herging. Vanessa grinsende auf Judy herab, die sie mit großen Augen ansah. Ein paar Augenblicke lang, hatte Judy das Gefühl, dass es einen gewissen Moment gab. Dann grinste Vanessa erneut. „Das habe ich wohl vermasselt.“ Sie stand auf und Judy hatte kurz ein Gefühl von Verlust. Dann richtete sie sich auch auf.

In Judy herrschte ein Durcheinander von Gefühlen die sie noch nicht richtig einordnen konnte. Vanessa wirkte total unbeschwert wie immer, als sie nebeneinander zurück zu Judys E-Roller gingen.
„Tja, auch wenn die Aktion danebengegangen ist, habe ich doch heute einiges über dich erfahren Jud. Zum einen das du auf komische lange Typen mit dem „Ich bin Intelligent“ Gesicht stehst und zum anderen das du absolut darauf stehst dominiert zu werden.“
„Was, was aber das stimmt doch gar nicht, ich…“
„Oh und ob das stimmt Bitsch! Du bist so was von räudig unter mir geworden, das ich fast ein Handtuch zwischen deine Beine geklemmt hätte. Keine Sorge, ich kenne viele Frauen die genau darauf stehen. Meine Mam zum Beispiel total. Da kannst du mir nichts vormachen.“  
Judy sah die freche Vanessa Fassungslos an. „Ich aber ich.“ Sagte sie leise und matt.
„Ach ja? Wollen wir es testen? Ich kann dich gleich hier und jetzt fertig machen. Und wollen wir wetten, dass ich eine nasse Hand habe wenn ich sie in dein Höschen stecke?“
„Vanessa wir redest du denn heute. Bist du betrunken?“
„Hahaha,  was ist denn mit dir los. Ich veralbere dich doch nur.“
„Können wir bitte das Thema wechseln?“

Vanessa lächelte aufmunternd. „Na gut, habe noch nicht erlebt das dir etwas so peinlich ist. Ist doch vollkommen in Ordnung so drauf zu sein. Ich bin dafür offen mit solchen Sachen umzugehen.“ Sie waren am E-Roller angekommen, den Judy mit ihrem Handy aktivierte.

„Kann ich mit zu dir kommen? Ich habe jetzt keine Lust eine halbe Stunde in der stickigen Bahn zu sitzen.“
„Das sagst du immer, wenn du mit zu mir willst.“
 „Na und? Du wohnst halt gleich um die Ecke. Nicht jeder hat so einen Wohnsitz.“
„Okay, komm steige hinten drauf.“
„Oh nein.“ Sagte Vanessa und nahm Judy den Lenker aus der Hand. Ich fahre, schließlich bin ich größer als du.“
Vanessa war fast einen ganzen Kopf größer als Judy, was das mit dem Fahren auf einen E-Roller zu tun hatte, wusste sie allerdings nicht.
„Na gut, dann fährst du halt.“


Zuhause bei Judy warf Vanessa ihre Ledertasche aufs Sofa und steckte ihr linkes Bein weit nach hinten um damit schwungvoll die Haustür zu schließen. „Hey benimm dich.“ Rief Judy die ihre Schuhe sauber ordentlich unter die Garderobe stellt. „Nö!“ sagte Vanessa und feuerte ihre daneben. Judy ignorierte es. Bei dem schönen Wetter entschlossen sich die beiden Frauen dazu, sich bei Judy auf den Balkon in die Sonne zu legen und Eistee zu schlürfen.

Vanessa war mit ihren 1.75 größer als Judy, die 7 Zentimeter kleiner war. Ihre eigentlich braunen Haare färbte Vanessa immer Pechschwarz. Ihre Haut war nicht ganz so braun wie die von Judy und neben ihr wirkte Vanessa fast hell. Judy hatte am Bauch und am Hintern etwas mehr Babyspeck als Vanessa, die schon immer Gärtenschlang gewesen war. Vanessa trug nur ihr blaues Bikinioberteil und Höschen. Die Bluse hatte sie abgelegt und ihre richtigen Klamotten für die Bahnfahrt befanden sich in der Ledertasche.

Judy selbst hatte Vanessa schon immer für schöner gehalten als sich selbst. Sie mochte Vanessas Größe aber auch ihr Gesicht mit den tollen Wangenknochen und den Mandelförmigen Augen. Sie hatte eine leicht exotische Ausstrahlung. Ihre Großmutter war wohl Japanerin gewesen, was man Vanessa aber nicht wirklich ansah. Als sie nebeneinander in der Sonne lagen, sah Judy, die nun selbst auch einen Bikini trug, immer wieder zu Vanessa herüber. Vanessa lag leicht schräg auf ihrer Liege und an ihren Bauch zeigten sich die Andeutung eines Sixpacks. Das fand Judy total sexy. Bei ihr selbst war nichts zu sehen.

Vanessa bekam davon nicht mit, sie hatte die Augen geschlossen und gab sich ganz der Sonne hin. Ihre Augen waren auch geschlossen als sie auf einmal zu sprechen anfing.

„Hast du eigentlich gesehen, was für Muskeln das Mädchen mit dem Totenkopfshirt hatte, ich finde die sahen echt gut aus.“  Judy hob den Kopf.  
„Ja, das finde ich auch. Bei ihr sah das schön aus. So voller Power.“
„Meinst du ein paar Muskeln würden mir auch so stehen?“
„Ja klar. Ich würde es gut finden.“
„Wirklich? Ich hatte früher mal mehr Kraft in den Armen, als ich kurz Krafttraining gemacht habe. Das ging voll schnell bei mir. Danach habe ich mehr darauf geachtet keine Muskeln zu bekommen. Aber jetzt denke ich, es könnte auch gut aussehen.“
„Dann solltest du es unbedingt machen.“
„Hmm. Stimmt, dann währe es auch leichter dich zu verhauen. Hast du auch noch was anderes außer Eistee?“
„Du meinst was mit Alkohol?“
„Zum Beispiel.“
„Einen Sekt habe ich im Kühlschrank.“
„Na perfekt!“

Judy ging hinein und holte den Sekt aus dem Kühlschrank. Vanessa folgte ihr, holte zwei Gläser und ein paar Minuten später lehnten die beiden Frauen am kalten Kühlschrank auf dem Boden der Küche und tranken Sekt.
„Wir hätten vorher etwas essen sollen, ich merkte den Alkohol schon.“
„Pfff!“ machte Vanessa. „Wenn wir was essen verfliegt doch nur die Wirkung. Aber ich merke auch schon was. Wie viel haben wir den getrunken?“

Sie hob die Flasche an. „Verdammt fast leer. Machen wir Armdrücken um den Rest?“
Judy kicherte. „Wirklich Armdrücken?“
„Ja warum nicht?“
„Na schön.“

Die beiden Frauen setzten sich an den Küchentisch und reichten sich die Hände. Da beide nackte Arme hatten, konnte Judy sofort die obere Hälfte des kleinen Golfballs sehen, der sich auf Vanessas Oberarm zusammenzog.
„Oh, du hast ja einen richtigen Bizeps.“ Rief Judy überrascht. Eine Sekunde später knallte Vanessa, Judys Arm auf die Tischplatte. „Und bei dir war nur ein Strich zu sehen. Hast du dich überhaut gewehrt?“ „Ja klar.“ „Wir machen es noch mal und dann starrst du nicht auf meinen Arm sondern strengst dich mal richtig an.“

Vanessa hatte Recht gehabt, Judy hatte sich nicht vollendendes angestrengt, weil sie den Bizeps ihrer Freundin viel aufregender fand. Sie starteten eine weitere Runde aber Vanessa drückte Judys Arm erneut in einer Bewegung herunter.
„Easy, du bist sowas von schwach.“
„Ich finde deinen Bizeps sexy. Oh nein ich bin so betrunken.“
„Dann komm her und küsse ihn.“
„Was?“
„Komm her und küsse meinen Bizeps. Ich habe schließlich gewonnen.“

Judy kam vorsichtig von ihrem Stuhl und nährte sich Vanessa. Da packte diese eine Handvoll ihrer Haare und drückte ihr Gesicht auf ihren angespannten Arm. Judy machte diese grobe Behandlung nichts aus. Ganz im Gegenteil. Es verstärkte ihre aufkeimende Lust, so dass sie fast schon leidenschaftlich den Bizeps ihrer Freundin küsste. Als sie merkte, dass dieser tatsächlich richtig hart war und nicht so weich wie ihr eigener, drückte sie ihre Lippen noch fester darauf. Vanessa hielt sie nicht davon ab. Sie hielt sie an den Haaren fest und sah ihr gelassen beim Küssen zu. Als Judys intensives Küssen nach ein paar Minuten weniger wurde, ließ Vanessa ihre Haare los und Judy sank neben dem Stuhl ihrer Freundin auf den Küchenfußboden.

Als Judy merkte was sie getan hatte, bekam sie ein schlechtes Gefühl. „Oh ich bin betrunken.“ Maulte sie erneut. „Ich muss unbedingt etwas essen.“ Sie richtete sich mühsam auf und wollte den Kühlschrank öffnen, als sie von Vanessa von hinten gepackt und zu Boden gerissen wurde. Vanessa entpuppte sich mal wieder als überlegen und rang ihre Freundin schnell nieder. Zum dritten Mal an diesem Tag nahm Vanessa auf Judy Platz und blockierte mit ihren langen Beinen, deren Arme.

„Nicht so schnell. Ich bin die Stärkere, also darf ich zuerst an die Nahrungsquelle.“ Vanessa machte einen langen Arm und öffnete den Kühlschrank, vor dem sie Judy niedergerungen hatte. „Nur fertig verpacktes Essen, wirklich? Verpackte Salatmischungen, fertiges Sandwichs. Na, ja, dann das Sandwich.“

Sie nahm eine Packung aus dem Kühlschrank und entnahm ein fertig gemachtes Käse, Tomaten Sandwisch. Sie aß ein paar Bissen und sah dann Judy an. Hier artig abbeißen. Sie fütterte ihre Freundin mit dem Sandwich, Judy biss artig ab. Und so ging es weiter. Vanessa aß und fütterte die regungslose Judy unter sich, wenn es ihr in den Kram passte.  
Wieder einmal gab sich Judy der Herrschaft ihrer Freundin hin. Erregt aß sie alles, womit sie gefüttert wurde. Und bei allen hatte sie das Gefühl, das es ihr noch nie so gut gescheckt hatte.


Nach einer halben Stunde waren sie mit dem Essen fertig und Vanessa stand wieder von ihr auf. Erneut hatte Judy dieses traurige Gefühl von Verlust. Dann hob Vanessa ihr langes Bein und stellte ihren nackten Fuß auf Judys Gesicht. Diese wollt erst den Kopf wegdrehen, entschied sich aber in letzter Sekunde es nicht zu tun. Vanessa drückte ihren Fuß fest auf ihr Gesicht. Das tat weh und drückte ihre Nase platt. Aber gleichzeitig war es so dominierend und schön. Vanessa tat mit ihr was sie wollte und das war so gut.

„Du bleibst hier jetzt brave liegen bis ich gegangen bin Schlampe. Würde ja noch bleiben, aber umso später es wird umso mehr Idioten sind in der Bahn. Also man sieht sich. Und liegen bleiben.“ Sie drückte noch einmal nachdrücklich den Fuß in Judy Gesicht, dann ging sie.

Judy blieb noch zwei Stunden auf dem Boden vor ihrem Kühlschrank liegen. Sie dachte an Alkia aber noch viel mehr an Vanessa. Vanessa hatte zwar nicht so dicke Muskeln wie Alkia aber sie wusste dafür genau was Judy wollte. Sie wusste es noch besser als Judy selbst. Aber wenn Judy ganz ehrlich mit sich war, wäre es ihr lieber gewesen, wenn Alkia heute an Vanessas stelle gewesen war. Ein sehr vermessener Wunsch. Sie sollte froh sein, das ihre Freundin so etwas Schönes mit ihr Gemacht hatte. Und wer weiß, was sie in Zukunft mit ihr machte.

Ende

Freitag, 20. September 2024

Pink, Lila und mit Glück etwas Brünett dazwischen. Teil1

Judy konnte sich über ihr Leben nicht beschweren. Ihre Eltern waren wohlhabend, sie selbst äußerst Hübsch und ihre Beliebtheitswerte konnten nicht besser sein. Auch in den sozialen Median lief es für das brünette Mädchen mit den Himmelblauen Augen wunderbar. Wenn sie vor ihrer Cam einen neuen Lippenstift auftrug oder sich in eine weitere enge Jeans zwängte, sahen ihr mehr als 1000 Menschen zu. Das brachte ihr sogar einen erheblichen Nebenverdienst ein, den sie hemmungslos verprasste.

Wenn man Judy in ihren engen bis anzüglichen Outfit in mitten ihrer quietschenden Freundinnen sah, dachte man schnell an das Klischee des reichen dummen Mädchens, das den Abschluss und alles weitere von Mutter und Vater gekauft bekam. Aber das stimmte nur halb. Klar ließen ihre Eltern ihre Beziehungen spielen, damit ihre Tochter an die besten Unis und in jeden ihrer Wunschkurse kam aber Judy war nicht dumm. Im Gegenteil. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen kam sie bei den Vorlesungen und den Prüfungen gut zurecht. Sie lernte eigentlich gerne, was sie aber in der Gegenwart ihrer Clique niemals zugegeben hätte.  

Am Anfang ihrer Uni-Zeit hatte Judy immens viel Spaß daran mit ihren Freundinnen geistlos rumzualbern oder irgendwelchen Jungs schöne Augen zu machen. Aber langsam und schleichend gab es bestimmte Augenblickte, die den Spaß dämpften. In diesen Augenblicken kamen ihr die Gespräche mit ihren Freundinnen nicht mehr spaßig sondern öde und nur allzu dumm und oberflächlich vor.  Und diese Augenblicke häuften sich. Da hörte sie plötzlich eine reichlich dumme Bemerkung aus ihrer Freundesgruppe und dachte nur, was mache ich hier. Dann wünschte sie sich mehr Zeit zum Lernen oder einfach die Chance etwas Sinnvolles zu tun.

Und es gab noch ein Problem. Jungs. Klar pfiff sie den Jungs mit hinterher. Besonders wenn sie angeheitert war aber sie fühlte dabei wohl nicht dasselbe wie ihrer Freundinnen. Die waren dann immer ganz aufgeregt und hüpften hin und her. Sie fühlte irgendwie nichts. In der Jahrgangsabgangsklasse war ein Junge mal sehr in sie verliebt gewesen. Nach der Schule hatte sie sich zu einem Kuss überreden lassen und hatte danach seinen Kaugummi im Mund gehabt. Bei ihren Freundinnen hatte sie damit groß angegeben. Dabei hatte sie das Ganze voll eklig gefunden und den halben Abend mit Mundwasser gegurgelt. Nach dem Abschluss hat sie sich bei diesem Jungen nie mehr gemeldet und seine Anrufe gebockt. Jetzt wusste sie noch nicht mal mehr seinen Namen. Und das war der große Unterschied zwischen Judy und ihren Freundinnen. Ihre Freundinnen waren alle schon mal kurz oder länger verliebt gewesen. Sie noch nie.

++

An diesen Abend in einer geräumigen Wohnung, direkt am Uni-Gelände, liefe Judy in ihren Trainingsklamotten ungeduldig hin und her. Extrem ungeduldig wartete sie auf die Lieferung des Reinigungsservice. Viel zu spät hatte sie ihren vollgestopften Wäschesack abholen lassen und nun saß sie fast auf den Trockenen. Die Klamotten auf dem Stuhl neben ihr, hatte sie schon drei Tage hintereinander angehabt. Die konnte sie nicht noch einmal anziehen. Wenn die Läden aufgehabt hätten, wäre sie in die nächste Modeboutique und hätte sich einfach ein neues Outfit gekauft. Aber dazu war es bereits zu spät.

Judy stöhnte auf, nahm einen weiteren Wäschesack aus dem Schrank, stopfte ihre restlichen herumliegenden Klamotten hinein und verließ die Wohnung. Das Studentenwohnheim, für all diejenigen, die Finanziell nicht so gut dastanden verfügte über eine freie Waschküche für alle Studenten. Das galt also  auch für Judy. Sie hatte mal zwei Mädchen darüber reden hören. Das es da wohl so viele Maschinen gab, dass man mehrere zugleich nutzen konnte und damit viel Zeit sparte. Judy hatte das noch nie gemacht aber wie kompliziert konnte das schon sein? Maschine auf, Klamotten rein und auf Start drücken. Fertig.

Obwohl es 11:30 Uhr war, als Judy mit ihrem Wäschesack in die Waschhalle kam, war sie nicht alleine. Zwischen zwei langen Reihen von Waschmaschinen, standen noch zwei Studentinnen. Ein Junge auf der einen Seite und ein Mädchen auf der anderen. Judy begab sich absichtlich mehr in den Bereich, in dem das Mädchen vor ihrer Wäsche stand. Judy hatte ihre Sportklamotten an, eine enge Sporthose wie einen weisen Sport-BH. In Kombination mit ihrer Strandbraunen Haut und ihrer sehr gut geformten Oberweite ein Hingucker für jeden Mann. Nützlich wenn man einen Gefallen von einem Kerl braucht aber gerade jetzt hatte Judy keine Lust auf einen flachen Anmachspruch.  Natürlich starte der Junge sie an, als sie an ihm vorbei ging. Sie hatte auch nichts anderes erwartet.

Judy stellte sich extra dich zum Mädchen aber nicht so dicht, dass es zu auffällig gewesen wäre. Das Mädchen in puppte sich als ziemlich speziell. Schon bei der Haarfarbe konnte Sie nicht sagen, welche wohl die Echte war. Denn die eine Hälfte hatte das Mädchen grell Pink gefärbt und die andere dunkel Lila. Außerdem waren ihre Haare an den Schläfen leicht rasiert, was Judy befremdlich fand. Eine stabil wirkende Lederjacke mit glänzenden Nieten betonten die breiten Schultern des Mädchens. Ihre dick wirkenden Beine steckten in einer halb zerrissene Jeans. Das Mädchen hatte den Kopf leicht über ihre Wäsche gebeugt, so dass Judy ihr Gesicht nicht sehen konnte.

Judy schütte ihre Wäsche auf die Arbeitsfläche einer der Maschinen und sortierte diese genauso wie das Mädchen. Sie wusste nicht genau warum sie ihre Unterwäsche trennte und ihre Jens auf einen speziellen Haufen packte aber das war egal. Wenn sie genau das tat, was das Mädchen tat, konnte doch gar nichts schief gehen. Zum Glück hatte Judy weniger Wäsche als ihre weibliche Orientierungshilfe, so dass sie diese sogar einholen konnte.

Nach dem sortieren machte das Mädchen mehrere Maschinen auf und befüllte sie jeweils mit einem Haufen Wäsche. Judy tat es ihr gleich und machte große Augen, als sie all die Knöpfe an der Maschine sah. Wozu brauchte es so viele Knöpfe? Nervös starte sie zum Mädchen, das plötzlich eine Packung Waschmittel in der Hand hatte. Waschmittel! Das hatte Judy vollkommen vergessen. So was brauchte man auch nicht wenn man einen Reinigung Dienst benutzte. Verdammt.

„Äh Entschuldigung!“  Judy erschrak sich fast vor ihrer eigenen Stimme, die in der Waschhalle unerwartet laut wiederhallte. Das Mädchen blickte auf. Sie hatte eine helle Haut einen breiten Mund und große moosgrüne Augen. Die schwarzen Augenbrauen gaben ihren Augen einen unglaublich intensiven Ausdruck.

„Was?“
„Hättest du etwas Waschpulver für mich? Habe meins vergessen.“
Das Mädchen atmete laut aus. „Dann benutze das Zeug aus der großen Packung da, die der Junge hat. Das ist für alle da.“
„Danke.“ Sagte Judy kleinlaut.

Das Mädchen hatte eine sehr laute Stimme und sie wirkte sehr selbstbewusst.  Außerdem glaubte Judy das diese Rockerbraut oder was auch immer sie darstellte, sie nicht besonders mochte. Sie starrte zu dem Jungen hinüber. Sie hatte absolut keine Lust ihn anzusprechen.

„Was ist? Gehe schon.“ Judy wurde bewusst, dass sie von dem Lederjackenmädchen immer noch angesehen wurde.
„Ja, ich…“
„Schüchtern?“ die Frage klang abwertend. „Zeige ihm einfach etwas deine Figur und zack gibt er dir noch seine Brieftasche.“ Judy wurde rot. Wurde sie gerade verhöhnte oder war das ein schräges Kompliment. Ihr Gegenüber verdrehte die Augen als Judy das Blut ins Gesicht schoss.
„Scheiße, du bist ja so eine richtige Tussi. Gib mir den Messbecher, ich bin gleich wieder da.“

Judy gab dem Mädchen den Messbecher und diese ging mit energischen Schritten auf den Jungen zu. Judy war sich sicher, dass er alles gehört hatte. In dieser gekachelten Waschhölle, wurde jedes Flüstern zu einer Lautsprechdurchsage.

Vollkommen lässig stellte sich das Mädchen vor den Jungen. „Rück mal das Waschpulver raus.“ Buffte sie ihn an.
„Warum?“ rief er im gleichen frechen Ton und sah an dem Mädchen vorbei zu Judy. „Weil ich Wäsche waschen will.“
„Ach ja? Für mich klang das gerade mehr danach, als ob deine Freundin Wäsche waschen will. Also warum fragt sie mich dann nicht?“ „Alter gib mir jetzt das Waschpulver oder ich werde ungemütlich.“ Der Junge schob die Packung weiter außer Reichweite. „Was bekomme ich den dafür?“ Er grinste breit die Lederjacke an, dann Judy.

In einer schnellen Bewegung holte das Rockermädchen mit der Faust aus und schlug dem Jungen mit Wucht in den Magen. Judy konnte hören, wie er komisch röchelte, bevor er sich krümmte und zu Boden ging. Doch damit war es nicht vorbei. Das Mädchen packte den Jungen ganz cool an den Haaren und zog ihn brutal und mit erstaunlich viel Kraft nach oben. „Ahhhhh“ machte der Junge und das Ledermädchen spuckte ihm ihr Kaugummi in den geöffneten Rachen. „Mehr bekommst du von mir nicht.“ Sagte sie, während er hustend ihr Kaugummi verschluckte. Danach ließ sie seine Haar los und er sank wieder zu Boden.

Judy starrte das Mädchen mit großen Augen an, als diese mit dem Becher voller Pulver wiederkam. Im Hintergrund  schnappte sich der Junge auf allen Vieren seinen Wäschesack und grabbelte wie ein Hund zum Ausgang.
Judys Herz pochte auf einmal ganz stark, als sie das Waschpulver entgegen nahm. Aber es war keine Angst.
„Also wenn dein Instinkt dir gesagt hat, dass dieser Typ ein Arschloch ist, lagst du richtig.“
„Danke.“ Sagte Judy nur und das Ledermädchen nickte. Danach ging sie zu ihren Waschmaschinen, stellte diese an und setzte sich anschließen auf einen der Stühle. Sie zog ein Handy aus der Tasche und beachtete Judy nicht weiter. Diese stand vor ihren Waschmaschinen und dachte dabei nicht über ihre anstehende Aufgabe nach. Stattdessen ging sie das gerade erlebte erneut durch.

Wie krass war diese Frau bitte. Unerschrocken, cool. Und dieser Faustschlag. Sie war sich sicher, dass der Junge einen kurzen Augenblick vom Boden abgehoben war. Diese Frau musste so, so stark sein. Und sie hatte bestimmt vor gar nichts Angst. Bestimmt nicht. Nicht wie Judy, die sich immer wieder im Dunklen fürchtete oder vor Spinnen. Oder vor engen verlassenen Gassen. Oder wenn sie so ganz alleine war und kein anderer Mensch in Sichtweite. Sie würde auch nie alleine in den Wald gehen oder überhaupt wo hin, wo sie noch nicht gewesen ist. Aber dieses Mädchen da, war sooo anders. Sie war kühl, mutig direkt und hätte es bestimmt auch mit mehreren Jungs auf einmal aufgenommen. Und diese Augen! Diese moosgrünen Augen, die einen so ansahen wie, wie …

„Hey!“ Judy erschrak und hätte beinah das Waschpulver verschüttet. „Du hast keine Ahnung was du da machst, oder?“ Das Lederjackenmädchen sprach mit ihr. Sie sah Judy von ihrem Sitzplatz aus an. „Doch, doch ich wollte nur, ich mach jetzt diese Teile, Maschinen an.“
„Ach ja?“ rief das Mädchen zurück, stand auf und kam langsam auf Judy zu. „Warum stehst du dann seit 5 Minuten davor und tust nichts?“
„Ich habe nur…. Ach Mist, ja ich habe keine Ahnung wie diese Teile funktionieren.“
Das Lederjackenmädchen lächelte und Judy ging das Herz auf. Diese Frau war ja richtig hübsch wenn sie dann mal lächelte. Unwillkürlich lächelte Judy auch.
„Weißt du, nachdem ich für dich diesen Jungen zusammengefaltet habe, hättest du ruhig nach Hilfe fragen können.“

Sie ging an eine der Maschinen, sah hinein, machte ein paar Einstellungen, nahm Judy das Waschmittel ab, befüllte die Maschine und stellte sie an. Das wiederholte sie danach mit den anderen. „So fertig. Und diese modernen Mistdinger trockenen deine Wäsche danach automatisch. Richtig coole Teile.“
„Und wie lange muss ich jetzt warten?“
„So zwanzig Minuten.“
„Also dann schon wieder danke. Ich bin übrigens Judy.“

Das Lederjackenmädchen sah misstrauisch die Hand an, welche Judy ihr entgegenstreckte. Dann packte sie diese ziemlich fest. „Alika. Aber denk jetzt ja nicht dass wir Freundinnen sind, nur weil ich dir geholfen habe.“
„Oh.“ Machte Judy sichtlich enttäuscht. Das bekam Alika schon gar nicht mehr mit, da sie auf dem Rückweg zu ihrem Stuhl war.

Judy hätte jetzt nach Hause gehen können. Ihre Wohnung lag gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite. Dort hätte sie sich in einen gemütlichen Sitz-Sack gesetzt und wäre nach 20 Minuten wieder hier. Aber das wollte sie nicht. Sie wollte bei Alika bleiben. Die ihr gerade gesagt hatte, das sie keine Freundinnen waren. Warum nicht? Warum konnten sie keine Freundinnen sein. Judy wäre gerne Alikas Freundin. Auch wenn diese wirklich nicht wusste wie man sich kleidete. Wie Alika wohl in körperbetonnten Klamotten aussah. Wie sah es überhaupt unter diese Lederjacke aus? Dieses dumme Ding zerstörte jede Art von Körperform. So was Blödes.

Missmutig setzte sich Judy, nur einen Stuhl weit entfernt von Alika hin. Immer wieder blickte sie Alika böse an, die wiederrum nur auf ihr Handy sah. „Warum?“ rief Judy plötzlich in die Stille, was so laut war, das Alika hochschreckte und sie verwirrt ansah.

„Was?“
„Warum habe ich gefragt! Warum können wir den bitte keine Freunde sein?“
Alika schien die Frage wirklich zu überraschen. „Also, na sieh dich doch an. Nicht falsch verstehen aber mit solchen braungebrannten Solarium Chicks wie dir, hänge ich nicht rum. Ich wette du kennst jeden Modetrend und deine Eltern stinken vor Geld. Das sehe ich von hier, ohne ein Wort mit dir geredet zu haben. Alleine schon dein Makeup!“
„Was ist damit.“ Sie war selbst überrascht, wie viel Wut in ihrer Stimme steckte.
„Zu viel!“ sagte Alika leicht hin.
„Nein.“ Sagte Judy nur und verschränkte die Arme. Ihr fiel keine bessere Antwort ein. Viel mehr zweifelte sie jetzt an ihrer Erscheinung. Benutzte sie wirklich zu viel Makeup? Und warum hatte ihr das noch niemand gesagt. Sie hatte tausende Follower und noch nie hatte jemand so was angemerkt. Naja, da war schon viel Müll dazwischen aber das waren Sprüche von pubertären Kindern.

„Echt jetzt du schmollst?“
„Nein.“ Sagte Judy wieder und verschränkte die Arme.
„Bullshit. Okay, du Shoppingqueen, was denkst du denn bitte, was wir beide gemeinsam haben? Hörst du Metall?“
„Nein…“
„Kannst du programmieren?“
„Hä? So Computerprogramme schreiben?“
„Ja genau, so was.“
„Nein, nicht die Bohne. Du etwa?“
„Ich arbeite als Programmiererin. Hast du in deinen Leben schon mal einen Job gehabt?“
„Ein Praktikum in einer Anwaltskanzlei. Das war so, so öde. Nur Akten sortieren und Faxe verschicken.“
„Tja Frau Anwältin, Beweisführung abgeschlossen, wir haben nichts gemeinsam.“
„Ja aber…“

Judy wollte Einspruch erheben, aber das Klingeln der Waschmaschinen hielt sie davon ab. „Ah meine Wäsche ist fertig. Oh, es ist gleich 12:00 Uhr und ich muss noch zu Ende coden.“ Alika stand auf und streckte sich. Dann machte sie eine doppelte Bizeps-Pose, wie man es gerne bei Strecken machte. Judy blieb der Mund offen stehen, als sie sah, wie sich zwei Baseballkugeln aus dem Leder beulten. Als ob Alika wirklich zwei Bälle auf den Oberarmen liegen hätte. Doch diese sah sie nur für einen kurzen Moment, dann ließ Alika die Arme wieder sinken und die Bälle verschwanden.

Judy schaute dem Mädchen zu, wie es ihre Wäsche zusammenlegte und in den Wäschekorb packte. Dabei hämmerte ihr Herz. Der Anblick dieser ungewöhnlich starken Arme hatte sie extrem erregt. Sie hatte das unheimlich sexy gefunden. Und das zum ersten Mal. Schon oft war sie mit ihren Freundinnen unterwegs gewesen, hatte aber noch nie solche Gefühle gehabt. Oder doch einmal aber viel schwächer und danach hatte sie es wieder verdrängt. Aber das was sie gerade gesehen hatte, war der Hammer gewesen. So viel Kraft und Power in einem Mädchenarm. Das brachte sie mehr auf Touren, als sie es jemals für möglich gehalten hätte.

„Bekomme ich deine Nummer?“ Der Satz war aus ihr heraus, bevor sie darüber nachgedacht hatte.
„Wofür? Ich komme bestimmt nicht vorbei und mache deine Wäsche wenn dein Lieferdienst keine Zeit hat, Prinzessin.“
„Ich bin keine Prinzessin.“ Maulte Judy wie eine zwölfjährige. „Ich schließe nur gerne Bekanntschaften. Und…“
„Tja ich nicht.“ Unterbrach Alika sie und klemmte sich ihren Korb unter den Arm. „Na dann, werden uns wohl nicht mehr sehen.“
„Aber…“ Doch Alika ging einfach weiter und ließ Judy alleine zurück.

Fast schon wütend stopfte Judy ein paar Minuten später ihre Wäsche zurück in den Wäschesack. Was fiel diesem Mädchen ein sie einfach stehen zu lassen. Das wollte und würde sie sich nicht gefallen lassen. Sobald sie Alika wiedertraf und das nahm sie sich fest vor, würde die so einiges zu hören bekommen. Schlechtgelaunt lief sie nach Hause und ging, nach einem kurzen Imbiss ins Bett.

In dieser Nacht  lag Judy alleine und erregt in ihrem Bett und dachte an Alika. Sie stellte sich vor, wie sie es war, die von Alika in den Bauch geboxt wurde und dann vor ihr kniete, während Alia sie an den Haaren gepackt hielt. Die Vorstellung in der Gewalt von dieser wilden jungen und vor allem starken Frau zu sein, ließ Judys Lust überlaufen. Diesen Szenario spielte sie immer und immer wieder in ihrem Kopf durch, modifizierte es, ließ sich gröber und herablassender von Alika behandeln, während sie weniger damenhafte Laute in die Dunkelheit ihres Zimmers keuchte.
 

Ende