Freitag, 20. August 2021

Die Rache einer starken Mutter

Schalen von Erdnüssen gegen sein Bierglas schnippend, saß Patrick in seiner schwarzen Lederjacke am Tresen der Tenny-Bar. Die Jacke hatte schon bessere Tage gesehen, man sah ihr an, dass er sie jeden Tag trug.  Er selbst hatte auch schon bessere Tage gesehen. Viel zu früh hatte er die Schule beendet, dann eine Ausbildung abgebrochen und danach einem Job nach den anderen hingeworfen.
Früher hatte er in dieser Dorfkneipe mit seinen Freunden viel Spaß gehabt. Seine Freunde waren inzwischen alle weggezogen und die Jugend von heute versammelte sich nicht mehr hier. Nur er saß mit seinen 24 Jahren hier, ohne Job, ohne Freunde und ohne weitere Pläne für sein Leben. Mit einem Bing traf eine weitere Nussschale sein Glass.

Zwei Frauen Mitte 40 betraten die Bar und steuerten einen der dekorativen Bierfässer, welche Stehtische darstellen sollten, an. Patrick hörte mit dem Verschießen seiner Nussschalen auf und beobachtete die beiden Frauen. Eine von ihnen kannte er. Das war Frau Mars. Die Mutter von einen der Nurd-Losern in der Schule, von denen er einen mal in einen Mülleimer gestopft hatte. Er grinste bei dem Gedanken. Früher hatte er noch Spaß gehabt. Frau Mars war schon immer heiß gewesen und sie war es heute noch. Er hatte sie früher gerne angesehen und sich auch mal frech angegrinst. Sie hatte ein tolles Gesicht. Gebräunte Haut,  gute Wangenknochen, einen großen Mund, dunkelbraune Augen. Damals hatte er nur registriert dass sie hübsch war und sich deshalb ihren Namen gemerkt. Aber weitere Gedanken hatte er sich nicht gemacht, dafür waren die anderen Mädchen auf seiner Schule viel zu heiß gewesen.

Doch jetzt fokussierte er sie ganz genau. Sie war älter geworden. Klar. Aber die leichten Falten an ihren Augen standen ihr und ansonsten konnte er keine altersbedingten Veränderungen feststellen. Aber andere. Er könnte schwören, dass diese Frau Kraftsport machte. Ihre Oberweite war etwas kleiner geworden, sah aber sehr fest aus. In ihrer blauen engen Jeans zeigten Wanden und Oberschenkel Muskeln, die deutlich hervorragten. Sie trug einen weißen Body, der ihren Körper wie eine zweite Haut umschloss. So sah man nicht nur die Konturen ihres BHs sondern erkannte auch, dass diese Frau einen Sixpack hatte.  Am auffälligsten waren aber ihre Oberarme. Diese Oberarme waren wirklich dick. Sie entsprachen locker dem vierfachen ihres Unterarms und waren damit ohne Zweifel dicker als Patricks Arme.

Patrick hatte in den letzten Jahren gemerkt, wie sehr er auf starke Arme bei Frauen stand. Und diese Arme sahen sehr stark aus. Zwar konnte er keine richtigen Muskelkonturen auf den ersten Blick sehen, aber er war sich sicher, dass diese sich bei bestimmten Bewegungen sofort zeigen würden. Wie gerne hätte er jetzt einen ihrer Arme gepackt und einmal zum Test gedrückt. Wie viel Fett und wie viel Muskelmasse würde er spüren. Und wie viel Kraft steckte in diesen Frauenarmen. War sie stärker als er. Das würde ihm gefallen, naja vielleicht. Wie würde eine solche Frau wohl im Bett abgehen?

Bestimmt eine Stunde lang, schnatterten die beiden Frauen miteinander. Und Patrick sah immer wieder zu Frau Mars hinüber. Er konnte nicht anders. Kurz starte er auf ihr Gesicht, dann auf ihre Oberarme und dann sah er schnell wieder weg. Sehr unauffällig war er dabei nicht. Die beiden Frauen blickten auch zwischendurch in seine Richtung und es war klar, dass sie über ihn redeten.
Nach einer Stunde stand die Begleiterin von Frau Mars auf, sah kurz in Patricks Richtung und verließ danach die Bar.

Patrick sah wieder zu dem Tisch an dem Frau Mars saß und Unruhe machte sich in ihm breit. Denn Frau Mars fixzierte ihn mit den Augen, stand auf und kam geradewegs auf ihn zu. Patrick merkte, dass er anfing zu schwitzen, als die Frau den Barhocker neben ihm zurückzog und sich setzte. Jetzt war sie es, die ihn unverhohlen ansah.

„Du bist Pat, oder?“
Ja, Pat oder The Pat hatte sie ihn früher auf der Schule genannt. Jetzt fand er diese Abkürzung dämlich. „Ja.“ sagte er und sah nur ganz kurz in ihre Richtung.
„Du kannst mich ruhig direkt angucken. Das hast du doch die letzte Stunde auch gemacht.“
Patrick wurde rot. Er hörte die Frau neben sich lachen.
„Echt jetzt, du wirst rot?“
„Äh nein Frau Mars. Es ist nur… warm.“ Er öffnete den oberen Teil seiner Lederjacke. Eine schlechte Ausrede.
„Na jetzt überrascht du mich aber Pat. Du weißt tatsächlich noch meinen Familiennamen. Aber du bist jetzt alt genug mich Jennifer zu nennen.“

Frau Mars hielt ihm die Hand hin. Patrick blickte auf ihre Hand. Eine recht große Hand für eine Frau ihrer Größe. Sie war wohl etwas 1.65 m groß. Und Patrick als Sitzriese überragte sie deutlich. Auch wenn er nur 1.77 m groß war. Vorsichtig ergriff er ihre Hand. Eine viertel Sekunde später drückte Jennifer zu und Patricks Augen weiteten sich. Jennifer hatte einen sehr festen Händedrück. Fast hätte er einen Schmerzensschrei von sich gegeben aber den unterdrückte er. Er musste sich zwingen gelassen zu wirken aber nicht nur wegen dem extremen Händedruck, sondern wegen der unerwarteten Erregung, die wie ein Wasserfall seinen Körper flutete. Noch nie war er so schnell erregt worden. Der Schmerz löste eine ungekannte Lust in ihm aus, die er nie erwartet hatte. Der Schmerz wurde viel erträglicher, da er das Feuer seine Lust anheizte. Noch nie hatte er so schnell eine Erektion gehabt. Die Beule in seiner Hose war in weniger als einer halben Sekunde entstanden. Er atmete tief ein und stand kurz davor zu kommen, als seine Hand wieder frei gelassen wurde. Im ersten Moment machte sich Enttäuschung breit. Aber die Erregung pendelte weiter auf einen Level, da die Hand noch scherzte und er dieser Frau noch immer gegenüber saß.
 
„Du siehst verwirrt aus. Habe ich zu fest gedrückt?“
„Nein, nein, alles in Ordnung.“ hauchte er. Er sah sie nun direkt an. Ihr gebräuntes hübsches Gesicht und dann diese kräftigen runden Schultern. Als sein Blick dann auf ihre massigen Oberarme fiel, wurde sein Puls schneller und er kam. Noch schlimmer wurde es, als Jennifer sich seitlich drehte und er einen Blick auf ihren angewinkelten Arm erhaschen konnte. Ein sehr ausgeprägter Bizeps beulte sich aus ihrem Arm, der größer war, als er es je vermutet hätte. Schnell täuschte er einen Hustenanfall an und drehte sich von ihr weg. Er atmete schnell und versuchte sich zu beruhigen. Noch nie in seinem Leben war nur durch den Anblick einer Frau gekommen. Es war unglaublich.

Er drehte sich nun wieder zu der Frau um, die auch seine Mutter hätte sein können. Sie runzelte die Stirn. „Alles in Ordnung mit dir? Mach ich dich nervös?“ Er schüttelte den Kopf. „Erdnüsse.“ hustete er gespielt. Ob sie auf die Scharade reinfiel, konnte er nicht beurteilen. Aber ihre dunklen braunen Augen fixierten ihn weiterhin. Das Feuerwerk ließ langsam nach und er versuchte die letzten Wellen zu überspielen.

„Tja, habe sie das letzte Mal gesehen, als ich noch auf die Schule ging.“
„Ich habe dich nicht gleich erkannt Pat.“ Ihr Blick wirkte ernst. „Erst nachdem du so oft zu uns rüber gesehen hast. Irgendwann wusste ich es. Das war doch der Flegel, der meinen Jungen damals in der Schule schikaniert hat. Damals hatte ich einen intensiven Hass auf dich. Am liebste hätte ich dich verprügelt aber du warst noch minderjährig. Doch das hat sich geändert.“ Sie ballte die, auf dem Tresen, liegende Faust.

„Hey, hey Frau Mars wir waren alle Kinder.“ sagte Patrick, der schluckte, als er sah wir an ihrer geballten Faust die Knöchel hervortraten. „Jugendliche.“ sagte sie so ernst, das er unwillkürlich erneut schluckte. Doch obwohl er eine gewisse Angst verspürte, verging seine Erregung nicht. Im Gegenteil, ihre drohende Haltung verstärkte sie, was er selbst nicht verstand. „Sie werden doch nicht wirklich handgreiflich werden wollen.“ er grinste gezwungen. Ihr Gesicht blieb regungslos. Unruhig rutschte er auf seinen Stuhl hin und her.

„Ich gebe dir eine kleine Chance Patrick.“ Sie deutete auf einen der freien zweier Tische. Die Bar war zum Glück nur leicht besucht. Und Patrick konnte auch niemanden sehen, den er kannte. „Was ist mit dem Tisch?“ fragte er dümmlich. „Wir setzen uns da hin und absolvieren eine Runde Armdrücken. Wenn du gewinnst, kannst du gehen. Wenn nicht, wische ich mit dir den Boden auf.“

Er sah sie mit offenem Mund an. Ja, er wollte unbedingt mit ihr die Kräfte messen. Nur der Gedanke daran ihre Stärke spüren zu dürfen jagte die Erregung in seinem Körper nach oben. Er würde alles machen um sich diesen Powerarmen stellen zu dürfen. Nein, er hätte ihr sogar Geld dafür bezahlt. Alles was er hatte, was nicht gerade viel war.  

„Na denkst du darüber nach wegzulaufen?“ fragte sie, nachdem er den Tisch nachdenklich angestarrt hatte. „Was nein. Warum? Ich bin ein Kerl und sie eine Frau. Ihr Chancen zu gewinnen sind gering.“
Er hoffte mit diesen Worten ihr Feuer weiter anzuheizen. In Wirklichkeit glaubte er keine Sekunde daran, gegen ihre Muskelarme eine Chance zu haben. Aber glaube sollte sie etwas anderes. Und er würde in diesem Kampf alles geben um einen umfassenden Einblick in ihre Überlegenheit zu bekommen.

Er präsentierte sich in seinem besten Machogehabe, als er sich großspurig an den Tisch lümmelte. Sie setzte sich fast schon unauffällig dazu. „Aber nicht weinen wenn es weh tut.“ sagte er und kam sich selbst dumm dabei vor. Mit viel Schwung knallte er seinen Arm auf den Tisch, so dass sein Ellenbogen schmerzte. Er beobachtete sie genau, als sie ihren Arm auf den Tisch stellte. Ein toller Arm. Dank des weißen eng anliegenden Bodys, konnte Patrick fast die Adern an ihren Unterarm sehen. Ihr dicker Oberarm wirkte schon jetzt so muskulös, wie Patrick nie aussehen würde. Auch angespannt nicht. Er konnte seinen Blick einfach nicht von diesem massigen Bizeps lösen, der wie ein aufgebackenes Brötchen auf ihrem Oberarm ruhte.

Sie packte mit klar erkennbarer Wut seine Hand und drückte diese so fest, dass ihm die Tränen in die Augen traten. Wieder wurde er extrem erregt. „Glotz nicht so dumm auf den Tisch sondern drück Junge.“ fauchte sie. Ihre Tonart hatte sich abrupte geändert. Diese Frau war wütenden. Patrick fing an zu drücken. Immer stärker und stärker aber es war so, als ob er gegen eine Steinwand ankämpfen würde. Seine Augen weiteten sich, als er bei seinem ersten Angriff beobachtete, wie sich das Brötchen auf ihrem Arm aufpumpte und sich weiter oben ein runter Golfball nach oben schob. Noch nie hatte er einen solchen Bizeps gehen. Bei keinen Menschen. Nicht in der Form und in der Größe. Seine Erregung leitete er weiter in seinen Arm. Seine Muskeln schmerzten aber er machte immer weiter. Bis zu dem Zeitpunkt an dem er kam. Er drückte mit allem was her hatte gegen diese Felsmauer. Doch jede Welle seiner Erregung zerbrach daran wie ein dünner morscher Zweig.

Jennifer hatte seiner Selbstverausgabung mit unbewegter Miene zugesehen. Als seine Kraft abflaute drückte sie seinen Arm, mechanisch wie eine Schrottpresse auf den Holztisch. „Das war lächerlich. Ich habe fast nichts gespürt. Selbst meine Tochter wäre dir Haushoch überlegen.“ sagte sie verachtend und wütend.  „Wie alt ist sie denn?“

Der Stahlträger in Form von Jennifer Faust traf Patrick vollkommen überraschend. Wie eine Stoffpuppe flog er vom Stuhl und rollte über den Boden. Es drehte sich alles und ein paar Sekunden wusste er weder was passiert war, noch wo er sich befand. Sein Kiffer pochte und schmerze, als er sich aufrappelte. Ihm wurde erst bewusst, dass Jennifer bereits neben ihm stand, als er von ihr am Kragen gepackt wurde und über den Boden der Bar geschliffen wurde. Sie hatte keine Schwierigkeiten damit, ihn zur Hintertür zu ziehen, mit beiden Händen zu packen und wir ein Bündel Kleidung weit raus auf den Hof zu werfen. Den Augenblick, als Patrick von ihr in die Luft gehoben wurde genoss er sehr. Genauso wie den Flug und die unsanfte Landung im Schotter. Sein Körper schmerzte aber dennoch musste er selig grinsen. Diese Frau war der Innenbegriff noch roher weiblichen Kraft.

Dieses Mal dauerte es einen Augenblick, bis Jennifer bei ihm war. Er sah nur ihre Lederstiefel, als sie ihn erneut packte und auf die Füße stellte. Mühelos zog sie ihn mit sich und knallte seinen Körper gegen die Außenmauer der Bar. Große Fäuste aus Eisen trafen schnell hintereinander seine Magengegend. Hätte er mehr als ein paar Erdnüsse gegessen, hätte er dies jetzt von sich gegeben. Schmerz flammte in ihm auf und sein Körper verkrampfte sich. Er wollte sich krümmen doch da hämmerte ihm Jennifer ihre Faust ins Gesicht. Wieder und wieder. Die pulsierende Lust in ihm dämpfte den Scherz aber nicht genug. Ihm musste kurz schwarz vor Augen gewesen sein, denn plötzlich befand er sich am Boden. Sein Gesicht berührte leicht die Stiefel seiner Muskelgöttin. Er gehörte nun ihr. Sie bestimmte nun. Er war nur ihr Spielball.

Ihre Eisenfaust packte seine Haare und zwang ihn auf die Knie. Alles Scherzte und er sah die Umgebung nur noch verschwommen. Damit das Gewicht seinen Oberkörpers nicht vollkommen an seinen Haaren hang, umklammerte er wie ein kleinen Kind Jennifers kräftige Oberschenkel. Als er merkte, dass er pure Muskeln umklammerte, stöhnte er selig. Trotz seines Zustand, trotz seines Schmerzes.
 
„Du verträgst wirklich Garnichts. Dein Glück. Ansonsten hätte ich dich noch weiter bearbeitet. Aber so wie du in den Seilen hängst, ist es am besten ich gebe dir den Rest.“
„Hey Lady, denken sie nicht dass er genug hat?“

Patrick hatte den kleinen Kiffer auf der Mülltonne gar nicht gesehen. Allerdings war er auch damit beschäftigt gewesen, verprügelt zu werden. Der Mann rutschte von der Mülltonne, wodurch man erst merkte, dass er nur 1.55 groß war. Zudem war die Jacke, die er trug ein paar Nummern zu groß. Er wirkte wie ein Kind, das sich in den Klamotten seines Vaters davon gestohlen hatte um zu kiffen.
„Das geht dich überhaupt nichts an. Verschwinden besser!“ herrschte Jennifer den Kleinen an. Dieser reagierte entrüstet. „Was fällt ihnen ein mich so anzufahren, ich …“

Weiter kam der Mann nicht. Von einer Sekunde auf die andere hatte Jennifer, Patrick losgelassen, einen Schritt auf den Mann zu gemacht und ihm ihre mächtige Faust unters Kinn geschlagen. Sie verpasste dem kleinen Kerl einen Aufwärtshaken, der so viel Power hatte, dass der Mann Wort wörtlich vom Boden abhob und an die Wand hinter ihm knallte. Dann landete er zusammengesunken auf der Mülltonne, von der er vor wenigen Sekunden, umständlich heruntergeklettert war.

Mit geweiteten Augen starrte Patrick den Mann an. Er fragte sich, ob der Mann diesen Schlag überhaupt überlebt hatte. Jennifer schien keinen solchen Gedanken an den Mann zu verschwenden. Im Gegenteil, ihr Gesicht wirkte zufrieden. Sie wand sich von dem besinnungslosen Mann ab, stellte sich vor Patrick und rieb ihre große Faust in ihrer Handfläche. Dabei grinste sie.

„Und jetzt bist du dran!“ Patrick zuckte zusammen als er von ihr gepackt und zu einen der großen Müllcontainer geschliffen wurde. „Du bist Müll und Müll entsorgt man.“ sagte leicht hin und öffnete einen der schwarzen Container. Dann richtete sie Patrick einen Meter davor auf. „Du stehst jetzt besser auf den eigenen Beinen, wenn du nicht willst, dass ich dich da drüben an die Wand stelle und deinem Gesicht eine weitere Faustmassage verpasse.“

Wankend bemühte sich Patrick auf den Beinen zu halten, während sich Jennifer vor ihm aufstellte. „Es war ein gewaltiger Fehler gewesen, dich damals an meinen Jungen zu vergreifen. Das solltest du wissen bevor ihr dir für heute Abend das Licht auspuste.“ Patrick konnte nichts erwidern sondern nur etwas unverständliches Lallen, da sein Gesicht von Jennifers Eisenfäusten schon zu sehr verbeult worden war. „Äh, bäh.“ spuckte er aus und schwieg wieder. „Na sicher doch.“ sagte Jennifer und holte weit mit ihrer Faust aus. Vor Angst erstarrt sah er zu, wie diese gewaltige Faust, angetrieben von diesem extremen Muskelarm, auf ihn zukam. Vom Einschlag der Faust bekam Patrick nur eine Millisekunde mit, dann war es dunkel.

Patricks Körper wurde, wie der Körper des kleinen Mannes, von den Füßen gehoben. Er flog hoch, drehte sich leicht in der Luft, prallte in Schräglage gegen den Deckel des Containers und verschwand im Dunkeln des Einwurfs. Der Deckel schwang zurück und fiel herunter. Jenifer grinste zufrieden. „Und entsorgt.“ sagte sie und rieb sich die Faust. Ohne einen weiteren Gedanken an Patrick zu verschwenden ging sie zurück in die Bar, bezahlte und ließ sich ein Taxi kommen.

Patricks Geist fand erst einen Tag später den Weg zurück in die Realität. Er fand sich im Krankenhaus wieder. Sein Kiffer war verdrahtet und es sollte Wochen dauern, bis er wieder der alte war. Aber jedes Mal wenn er sich an diesen Abend zurück erinnerte musste er unwillkürlich grinsen.

Ende

Freitag, 16. Juli 2021

Nikki - Over Power Girl

Als Nilas Tochter Nikki, mit Anfang fünfzehn sich Hanteln zu Weihnachten wünschte, hatte Nilas kein Problem damit. Er schenkte ihr extra normale fachgerechte Hanteln, welche bei Bedarf mit weiteren Gewichtsscheiben aufgerüstet werden konnten. Schwarze Gewichtsscheiben und silberne Haltestangen. Das war wichtiger als man glaube, denn Nikki wollte nicht, dass sie anders behandelt wurde, nur weil sie ein Mädchen war. Diese Haltung bezog sich nicht auf alle Aktivitäten in ihrem Leben, so das Nilas nie sicher war, ob sich seine Tochter gekränkt fühlte oder nicht. Die Pinken Sportschuhe, welche seine Frau, Nikki zum Geburtstag geschenkt hatte, waren gut angekommen.

Als Nilas seinen Sohn Marc das erste Mal mit zum Tannenbaum schlagen mitnehmen wollte, machte Nikki so lange Theater, bis sie selbst auch mitkommen durfte. Und sie bestand darauf, selbst die Axt führen zu dürfen. Auch das war für Nilas kein Problem gewesen. Sein Sohn Marc hingegen war nicht so gelassen. Er wollte seine kleine Schwester nicht dabei haben. Er kritisierte ihren Umgang mit der Axt und erwähnte mehr als einmal, das sie viel zu wenig Kraft in den Armen hatte. Nikkis super eiliger Expresswunsch nach ein paar Hanteln, nur wenige Tage vor Weihnachten überraschte Nilas daher nicht.

Aber eigentlich hatte er gedacht, dass Nikki die Hanteln höchstens eine Woche benutzt und danach zur Seite stellen würde. Er hatte sogar geglaubt, das Marc die Hanteln irgendwann übernehmen würde, wenn Nikki das Interesse verloren hatte. Aber Nikkis Interesse verschwand nicht. Jeden Morgen hörte er Musik aus ihrem Zimmer dröhnen. Einmal hatte er nachgesehen und seine Tochter munter in der Mitte ihres Raumes in deckt. Dort stand sie in ihren rosa Sportschuhen, hob und senkte ihre neuen Hanteln und folgte den Instruktionen auf ihrem I-Pad.

Nicht nur, das seine Tochter das Training beibehielt. Ende Februar kauft sie sich sogar noch weitere Gewichtsscheiben. Im Mai leierte sie ihrer Mutter eine Fitnessmitgliedschaft aus dem Kreuz. Nikki war eine normal großes Mädchen von 1.75m. Schlank aber nicht dünn. In den Sommermonaten beobachtete Nilas wie seine Tochter an Gewicht zulegte. Ihre Arme und Oberschenkel wurden dicker, wobei ihr Bauch ehr flacher wurde. Ihre Schultern wirkten breiter und runder. Auch das Geräusch, wenn sie die Treppe runterlief, änderte sich. Als ob sie mit der Zeit immer schwerer werden würde.

Im November holte Niklas mit seinen Sohn Niklas ein neues Sofa in der Stadt ab. Das von seiner Frau bestellte Designerstück entpuppte sich als ein langes Monster. Was sich nicht nur im Preis sondern auch im Gewicht wiederspiegelte. Das schlimmste war, dass es sich nicht auseinanderbauen ließ oder nur bedingt. So dass es in einem Stück tanzportiert werden musste. Das hölzerne Design an den Seiten ließ sich zwar gut greifen, so dass das Anheben und Absetzen kein Problem war. Aber das Teil war so schwer, das Nilas Arme und Beine zitterten. Bei seinem Sohn war es noch schlimmer. Er bekam es kaum hoch, machte einen Schritt und ließ es dann wieder zu Boden sinken. Schließlich musste ein Mitarbeiter helfen, ohne den sie das edle Stück nicht auf den gemieteten Anhänger bekommen hätten. Nilas wusste schon im Auto, das es sehr schwierig werden würde, das Sofa vom Anhänger zu bekommen.

Schon bevor sie zu Hause angekommen waren, fing Marc an damit, dass er keine Lust habe das Sofa zu tragen und ob sein Vater nicht lieber die Nachtbaren fragen möchte. Nilas verneinte die Anregungen seines Sohns. Zum einen waren die verträglichen Nachbaren im Urlaub. Zum anderen war er davon überzeugt, dass sie das Sofa ins Haus bekommen würden. Zur Not mit der gesamten Familie.

Die ersten Versuche, das Sofa vom Anhänger zu bekommen scheiterten. Marc schaffte es nicht, das Sofa hochgenug zu heben um eine Eisenkante auf seiner Seite zu überwinden. Nach fünf Sekunden anheben ließ er bereits wieder los, was Nilas etwas nervte. Vielleicht hatte er auch etwas mehr von seinem Sohn erwartet. Marc war nach den ersten Versuchen, richtig schlecht gelaunt und ließ sich genervt auf das verpackte Sofa fallen.

„Hey pass mit der Folie auf.“ rief Nilas.
„Geschenkt.“ maulte sein Sohn frech.

Da ging bei ihrem Haus das Fenster auf, welches zum Zimmer seiner Tochter gehöre. Nikkis gebräuntes Gesicht mit den dunkelbraunen Augen und den dicken braunen Haaren erschien.
„Hey  ihr. Was spielt ihr da für ein komisches Spiel!“ rief sie über den Garten hinweg.
„Halt die Fresse!“ kam es prompt von Marc. „Geh lackiere dir die Fingernägel.“
Nikki knallte das Fenster wieder zu. „So redest du nicht mit deiner Schwester.“ rief Nilas ärgerlich.
„Ach ist doch wahr. Sie kann nur dumme Fragen stellen.“ brummte Marc und verschränkte die Arme. „Hast du auch vor wieder aufzustehen?“
„Im Augenblick nicht.“

Die beiden Männer sahen auf, als sich die Haustür öffnete und Nikki heraus kam. Marc stöhnte auf.
„Vielleicht schaffst du es ja mit deiner Schwester zusammen?“
„Ich will nicht dass sie mir hilft.“
„Marc du bist 18 Jahre. Benimm dich entsprechend!“
„Scheiße.“ brummte Marc.
„Na braucht ihr Hilfe?“ frage Nikki, die gerade den Hänger erreichte.
„Ja.“ sagte ihr Vater, während Marc im gleichen Augenblick „Nein.“ sagte.
 
Nikki schaffte es fast zeitgleich Marc einen bösen Blick zuzuwerfen und ihren Vater zuzulächeln.
„Kinder, auch wenn es euch vermutlich umbringt. Hebt jetzt bitte zusammen auf eurer Seite das Sofa hoch und dann meistern wir diesen Anhänger.
„Mit der mache ich gar nichts.“ sagte Marc sofort und schien noch tiefer ins Sofa zu sinken. Nikki sah ihn böse an. „Soll ich da hochheben, wo mein nutzloser Bruder sitzt?“
„Ja aber erst wenn Marc aufgestanden ist. Marc!“ rief Nilas nun laut. Doch sein Sohn war nicht beeindruckt. „Wenn du nicht aufstehst, hebe ich es mir dir hoch.“ Marc lachte in sich hinein. „Einen Teufel wirst du. Du bekommst das Teil weder mit, noch ohne mich hoch.“

Nikki achtete nicht auf das Gerede ihres Bruders. Sieh stellte sich an die Stirnseite des Sofas und hob dieses kurzerhand hoch. Einfach so, in einer flüssigen Bewegung. Sie winkelte sogar noch ihre Arme an, so dass ihre Seite so hoch war, dass Marc eine Rutschfahrt auf die andere Seite machte. Dabei schrie er erschrocken, wie ein Mädchen auf.

Geschockt sahen Vater und Sohn Nikki an. Die dastand, als ob das Sofa nichts wiegen. „Was zum Teufel.“ kam es von Marc, nach einem weiteren Blick in das grinsende Gesicht von Nikki, kletterte er aus seiner Schräglage. „Was ist Papa? Du musst deine Seite anheben, damit wir das Sofa ins Haus bekommen. „Ja, klar.“ sagte Nilas verdattert. Dann packte er die praktischen Designerholzgriffe, sammelte seine Kraft und hob das Sofa mit einen lauten Stöhnen noch oben.

„Alles klar auf deiner Seite Papa. Klang ja nicht so gut.“ sagte Nikki mit einer fröhlich klaren Stimme, als ob das Sofa auf ihrer Seite leicht wie eine Feder wäre.
„Es geht schon.“ stöhnte Nilas und versuchte nicht verbissen und verkrampft dreinzublicken. Was ihm nur wenig geling. „Na gut. Dann gehe ich jetzt voran.“

Von seinem Sohn hörte er nichts, als er mit seiner Tochter das Sofa vom Hänger trug. Nikki stieg den Abstand von 20 Zentimeter, der zwischen Ladefläche und Straße herrschte, schon fast elegant herab. Im Gegensatz zu ihrem Vater, der mit roten Kopf das Sofa absetzte, herunterstieg und dann wieder seine Last aufnahm.  Marc stieg ebenfalls vom Anhänger, wobei sein Vater ihm zuraunte.

„Los Marc hilf mir verdammt. Du weißt wie schwer das Mistteil ist.“
„Warum Nikki schafft es doch auch alleine!“.
„Marc.“ brummte Nilas wütend. Brummend begab sich Marc an die Seite seines Vaters. Zu zweit trug sich das Sofa viel besser. Doch Nilas musste zugeben, dass Nikki ihre Seite viel besser im Griff hatte. Bei ihr schaukelte es weniger als bei den beiden Männern. Er konnte es einfach nicht glauben, dass seine Tochter so stark war.

Glücklicherweise gestaltete sich der Weg bis ins Wohnzimmer als nicht allzu schwierig. Das Sofa passte genau durch die Türen, so dass keine Schräglage von Nöten war. Als sie das Sofa im Zimmer abstellte, sanken die beiden Männer, mit roten Köpfen und schwitzend, darauf herab. Nikki hingegen sah aus, als ob sie sich nie angestrengt hatte. Und Nilas hatte das ungute Gefühl dass genau das, der Fall war.

„Und was ist mit der alten Couch?“ frage Nikki. Die Couch hatte sie, mit einen Bein lässig zur Seite geschoben, als sie noch das neue Sofa getragen hatte. Bei der alten Couch handelte es sich um einen Zweisitzer mit Lederüberzug. Ein Klassiker aber alt, zu klein und dreckig. „Der kann mit in den Container von unseren Nachbarn, die ihren Keller entrümpeln. Ich habe gefragt. Aber das Teil werde ich heute nicht schleppen.“

„Nicht nötig, das kann ich alleine.“

„Das kannst du nicht al……“ Marc beendete seinen Satz nicht. Denn Nikki hatte den Zweisitzer leichthin gepackt und mit einer Bewegung hoch über ihren Kopf gehoben. „Pass mit der Decke auf.“ sagte Nilas tonlos. Nie im Leben hätte er die Couch so hochheben können. Er hätte auch nicht vermutet dass ein Mensch von normaler Körpergröße so etwas kann. Dieser Kraftakt war enorm. Mit offenem Mund sahen Vater und Sohn erneut Nikki zu. Wie sie die alte Couch im Alleingang über ihrem Kopf nach draußen trug.

„Ich glaube deine Tochter nimmt irgendwelche Drogen.“ sagte Marc, während sie beide durch das Wohnzimmerfenster zusahen, wie Nikke zum Container auf der anderen Straßenseite ging. „Quatsch.“ sagte Nilas. Die Stahlumrandung des Containers war sehr hoch. Höher als Nikki selbst. Doch das war kein Problem für das Mädchen. Sie ging mit ihrer Last etwas in die Knie und ihre Arme gingen leicht nach hinten. Und dann warf sie die Couch in einem enormen Kraftakt in den Container. „Niemals!“ sagte Marc neben seinen Vater. „Ich habe das doch geträumt oder?“

„Nein ich habe die Herkulesnummer deiner Schwester auch gesehen.“
„Aber das kann niemand. Und schon gar kein Mädchen und schon gar nicht Nikki.“ Marc schien wütend. Bevor Nikki wieder ins Haus kam, war er aufgestanden und in sein Zimmer gelaufen. Nilas blieb auf dem neuen Sofa sitzen.

Ein paar Sekunden später kam seine Tochter freudig ins Wohnzimmer gelaufen. „Na Papa hast du gesehen wie stark ich bin? Wie ich die Couch geworfen habe. Oh Mann. Am liebsten würde ich noch zwanzig weitere Couches in den Container werfen. Dann wäre es eine richtige Trainingseinheit.“

„Tja, leider brauchen wir unsere restlichen Möbel.“
„Ja ich weiß doch Papa. Denkst du ich bin jetzt stärker las du?“
„Was ich? Ja, vielleicht.“
„Wie vielleicht?“ Nikki fokussierte ihren Vater mit den Augen.
„Na ganz bestimmt bist du stärker als ich.“

Seine Tochter grinste. „Ja das denke ich auch. Mein Trainier im Fitnessclub meinte, das ich die stärkste Frau bin, die er kenne. Und er meinte wirklich Frau, nicht Mädchen. Und er kennt sehr viele Bodybuilderinnen.“
„Du machst jetzt also Bodybuilding? So richtig?“
„Ja klar. Willst du mal meinen Bizeps sehen.“
„Ja also ich weiß nicht Nikki ob du mir unbedingt,…
     
Doch da hatte seine Tochter schon ihren dicken Pulli ausgezogen und den Ärmel ihres T-Shirts hochgezogen. Nilas staunte nicht schlecht. Er hatte in letzter Zeit geglaubt, das seine Tochter sich nur sehr warm anziehen würde aber ihre Oberarm war wirklich so dick, wie es von außen wirkte. Ihr Oberarm hatte das Volum einer Regenrinne. Und schon jetzt sah der gebräunte Arm mit den vielen Venen verdammt muskulös aus. Aber als Nikki ihn auch noch anhob und mit erhobenem Unterarm ihren Bizeps anschwellen ließ, stand Nilas Wort wörtlich der Mund offen. Die ganze Zeit dachte er, dass diese aufgepumpte Monsterpfeilspitze aufhören musste zu wachen. Aber Nikkis Bizeps wurde immer größer, dicker und höher. Bis es aussah, als ob sich eine Kokosnuss zu drei Viertel aus einem Regenrinnenrohr geschoben hätte. „Ich sage dir mein Arm ist Felsenfest.“ sagte Nikki und schlug mit der Faust gegen ihren Bizeps. Der rührte sich nicht. „Hier fass mal an.“ Nikki hielt ihrem Vater die hochgewachsene Muskelmasse direkt vor das Gesicht. So das Nilas nur noch Nikkis Bizeps sah. Fast schon zaghaft drückte er kurz die Spitze. Fühlte die weiche, reine Mädchenhaut, stieß aber dann sofort auf gehärteten Stahl. Nilas schluckte. Sein eigener Bizeps war nie so hart gewesen. Und der Bizeps seiner Tochter hatte die 6 oder 8 fache Masse.  Er konnte sich nicht erklären wie eine 16 Jährige so viel Muskelmasse aufbauen konnte.

„Das ist sehr beeindrucken.“

„Ja.“ sagte Nikki fröhlich und senkte ihren Arm wieder. „Weißt du Papa,“ muffelte sie unter ihrem Pulli, den sie sich eilig über den Kopf gezogen hatte. „ich bin doch bestimmt doppelt so stark wie Marc, oder?“ In Gedankte dachte Nilas, das seine Tochter bestimmt 4- bis 6-mal so stark war, sagte das aber nicht laut. „Ja das kann schon sein.“ sagte er arg untertreibend und zurückhaltend.
„Yes!“ rief Nikki und machte eine Faust, wobei sie ihren rechten Bizeps anspannte. Kurz glaubte Nilas, das der Bizeps den Stoff des Pullis zum Platzen bringen würde. Vielleicht wäre das auch passiert, wenn Nikki ihn noch eine Sekunde länger angespannt hätte. Aber das tat sie nicht.

„Nach dieser kleinen Aufwärmphase habe ich echt Lust auf ein richtiges Training. Willst du mit ins Fitnessstudio kommen?“
„Äh, nee lass mal. Ich bin noch fertig vom Sofatransport. Außerdem muss hier noch die Folie abgemacht werden und deine Mutter wird es bestimmt noch hundert-mal verschieben wollen, bis es am richtigen Platz steht.“
„Okay, schade. Aber das müssen wir mal irgendwann machen. Du wirst staunen was ich alles Stemmen kann.“
„Ja das glaube ich dir jetzt schon. Viel Spaß.“


Am nächsten Tag fand Nilas seinen Sohn Marc zerknirscht am Frühstückstisch vor. Er rührte missmutig in seinen Müsli und starrte es böse an.
„Was ist los? Schlecht geschlafen?“
„Nein nichts dergleichen. Heute Morgen hat mich Nikki einfach von der Badezimmertür weggeschubst und hat sich vorgedrängelt.“
„Ich muss dir doch nicht sagen, dass du 18 und damit volljährig bist.“
„Meine kleine Schwester ist mit 16 aber noch anstrengender und nerviger als mit, … keine Ahnung 8 oder so.“
„Und du hast sie noch nie geschubst.“
„Wenn ich sie schubse hatte sie es verdient.“
„So, so…“

Nilas ging einen Raum weiter in die Küche. Er hört Nikkis Stimme ein „Guten Morgen.“ tröten, als er sich ein Tost in Toaster schob. „Tost?“ rief Nilas laut. „Ein Eiweißbrötchen bitte.“ kam es von seiner Tochter zurück. Als Nilas mit einem Tablett, mit all den Dingen für ein Frühstück wiederkam, sah er, wie Nikki sich ganz auf ihren Bruder konzentrierte. Irgendwie machte sie den Eindruck, als ob sie Gestern ihr sorgsam gehütetes Geheimnis der Welt offenbar hätte. Und jetzt wollte sie es allen mit ihrer unglaublichen Körperkraft zeigen. Und ganz oben auf ihrer Liste stand offensichtlich ihr Bruder.

„Hey Brüderchen!“ trötete sie. „Was ist mit dir? War das Müsli böse zu dir?“
„Halt die Fresse Nikki.“ kam es ruppig zurück.
„Hey so redet man nicht miteinander und schon gar nicht mit seiner Familie.“
„Genau.“ sagte Nikki und verschränkte die Arme. Sie hatte die gleichen Klamotten wie gestern an. So das der Pulli ihre dicken Oberarme etwas kaschierte. „Außerdem solltest du das Müsli lieber essen als es anzustarren. Vielleicht schaffst du es dann auch mal ein Sofa zu tragen.“
„Halt den Mund Nikki. Ich konnte das Sofa tragen. Wir kamen wunderbar zurecht. Nur weil du mithelfen durftest bist du nicht, …“
„Hä?“ machte Nikki. „Bin ich was nicht? Stärker? Doch das bin ich Marc. Dich könnte ich genauso in den Müllcontainer werfen wie die Couch gestern. Du bist bestimmt noch leichter und würdest viel weiter fliegen.“

Nilas sah, wie sein Sohn immer wütender wurde. „Du erzählst nur Müll Nikki!“
„Gut dann machen wir Armdrücken.“
Mit einen klopfen stellte Nikki ihren dicken Arm auf den Tisch. Nilas sah, wie sein Sohn schluckte und ihm war auch danach zumutet. Besonders dann, wenn er daran dachte, was für ein Monster Bizeps in diesem Arm steckte.

„Nein, ich esse.“ sagte Marc und fing nun doch an sein Müsli zu essen. „Ha, du hast Angst.“
„Vor Dir? Bestimmt nicht.“ sagte Marc und ass weiter. „Gut, wenn du fertig bist mit essen.“ Marc antwortete nicht. „Und du Papa? Armdrücken?“ Seine Tochter sah ihn herausfordernd an.

„Ich esse auch gerade.“
„Und nach dem Essen?“
„Lässt du deinen alten Vater gewinnen?“
„Nein!“
„Dann überlege ich mir das noch mal.“
„Ach komm schon Pa!“

Gerade als Nilas eine zögerliche Antwort geben wollte, kam Janin, Nilas Ehefrau herein.  Eine schlanke hoch gewachsene Frau, die Nilas mit ihren 1.80 um ein paar Zentimeter überragte. Ihr weißblondes dickes Haar reichte ihr ihr bis zur Hüfte und wurde von einem schwarzen Haarband im Zaun gehalten. Nilas bedauerte es etwas, das sie weder ihre großen dunkelblauen Augen an ihre Kinder vererbt hatte, noch die blonden Haare. Beide Kinder hatten Nilas dunkelbraunen Augen und braune Haare.

„Oh ihr seid schon alle wach?“ sagte sie und umarmte ihre Tochter von hinten. „Du wirst ja immer massiver.“ „Danke Mam.“ Janin setzte sich neben ihre Tochter, so dass sie ihrem Sohn gegenüber saß und Nikki etwas rücken musste, so dass diese nun direkt vor ihrem Vater saß. Wie zuvor bei Marc, stellte sie ihren dicken Arm provozierend auf den Tisch.

„Na was ist jetzt Papa?“ Janin guckte interessiert. „Was macht ihr beiden da?“
„Armdrücken.“ sagte Nikki kurz.
Janin lachte. „Du hast keine Chance Schatz. Unsere Tochter könnte Stahl verbiegen.“
„Vielen Dank auch.“ murmelte Nilas. Er stöhnte auf und stellte seinen Ellenbogen ebenfalls auf den Tisch. Schon der optische Vergleicht zwischen seinen Arm und den Arm seiner Tochter war verehrend.

Nikki hielt ihm die offene Hand hin. Irgendwie wirkte ihre Hand größer und kräftiger als er sie in Erinnerung hatte. „Los Schatz trau dich!“ Janin sah in schmunzelnd an. Mit einem schlechten Gefühl im Hinterkopf ergriff er die Mädchenhand. Sein Gefühl erwies sich sofort als zutreffend, als seine Hand plötzlich mit einem stählernen Griff zerdrückt wurde. Er biss die Zähne zusammen.

„Nikki das ist zu fest, das tut weh.“
„Sei nicht so ein Weichei Papa!“ sagte Nikki und lockerte den Griff nicht.
„Nimm es als Motivation.“ lache Janin.
„Bitte Nikki, das ist zu fest.“ jammerte Nilas und er merkte, dass sich seine Augen mit Wasser füllten.
„Papperlapapp.“ sagte Nikki bestimmt. „Bei drei geht es los. Eins, zwei, drei,…“
Nilas drückte sofort los und auf dem Arm seiner Tochter explodierte förmlich der dicke, Superbizeps. Der Pulli knarrte bedenklich und riss in der nächsten Sekunde mit einem hörbaren Geräusch. Die Spitze ihren Bizeps geziert von einer dicken Ader schob sich durch den Riss.

Während Nilas, auf Grund der Schmerzen, mit all seine Kraft gegen den felsenfesten Arm seiner Tochter warf, griff Janin beherzt nach dem Bizeps ihrer Tochter. „Mein Gott Kind, der ist ja gigantisch.“ Auch Marc machte große Augen und keiner schien Notiz davon zu nehmen, wie verbissen Nilas gegen Nikkis Arm ankämpfte. Am aller wenigsten Nikki, deren Arm wie in Stahl gegossen  auf dem Tisch stand und sich nicht einen Millimeter bewegte. Janin befühlte immer weiter den Arm ihrer Tochter. Erst drückte sie ihn noch an mehreren Stellen, dann fuhr sie mit ihrer Hand von Oben in den Riss des Pullovers um die nackte Bizepsspitze zu umgreifen. Dabei riss der Stoff weiter auf, so dass Nikkis Oberarm fast komplett entblößt war.

Nilas hatte inzwischen ein tief rotes Gesicht und glaubte jeden Moment losheulen zu müssen, weil seine Tochter seine Hand weiterhin erbarmungslos drückte. Irgendwann sah Janin doch zu ihrem gequälten Ehemann hinüber.

„Nikki erlöse doch deinen Vater, ja?“
„Na schön.“ sagte Nikki. Der Powerarm seiner Tochter senkte sich auf Nilas Arm wie ein 1000KG Gewicht. Ohne Probleme wurde sein Arm fest und platt auf den Tisch genagelt. Er konnte nichts anderes machen als laut erleichtert Ausatmen als Nikki seine Hand frei gab. Dabei sankt er halb vom Stuhl, wobei im Tränen aus dem roten Gesicht liefen. Er sah so niedergeschlagen aus, dass die beiden Frauen am Tisch beide anfingen laut zu lachen. Marc lachte nicht. Er war während des Schauspiels immer blasser geworden und sah nun aus wie ein Geist. Als Nikki ihn dick grinsend zuckte er regelrecht zusammen. Das freute Nikki sichtlich.

„Na was ist Angsthase? Willst du als nächstes.“
„Was du spinnst wohl.“ rief er, stand mit Schwung auf und rannte davon. Nikki stand ebenfalls auf und rannte ihm hinterher. „Blei hier du Feigling.“ Dann wurde es ruhig in der Küche. Janin grinste ihren Mann immer noch an.

„Na? Hat dir unsere Tochter zu arg zugesetzt?“
„Ich bin mir nicht sicher, ob sie mir nicht die Hand gebrochen hat.“
„Ach was.“ sagte Janin, stand auf, kam um den Tisch herum und quetschte sich auf den Schoss ihres Ehemannes. „Zeig mal her.“ „Aber sei vorsi….. au, AU!“
„Du Baby, zeig her.“
„AU, nein Janin lass meine Hand los.“
„Da ist nichts gebrochen. Sie ist nur etwas rot.“

Sie drehte sich zu ihm um und umarmte ihn. In solchen Momenten wusste Nilas nicht wieso eine so schöne Frau auf ihn stand. Da er sein eigenes Aussehen ehr als durchschnittlich erachtete. Sie roch wie immer leicht nach Erdbeere. Er schlang einen Arm um sie.

„Willst du deiner Tochter immer noch die Weihnachtsparty mit ihren Freunden am 12.12 verbieten?“
„Nein. Ich habe darüber nachgedacht. Nikki ist reifer als es Marc in ihren Alter war. Daher…“
„Ja schon klar. Und deine Entscheidung hat nichts damit zu tun, dass deine Tochter dich ohne Schwierigkeiten vermöbeln könnte?“ Nilas zögerte. So genau hatte er darüber noch nicht nachgedacht. Janin hatte Recht, sie könnte mit ihm den Boden aufwischen. „Nein.“ sagte er dumpf.
„Na schön. Das wird sie freuen. Ich gehe übrigens nachher mit ihr ins Fitnessstudio. Einer von uns sollte langsam ein paar Muskel aufbauen, falls Nikki aus dem Ruder läuft.“
„Du denkst nicht wirklich das du solche Muskelmassen wie unsere Tochter aufbauen kannst, oder?“
„Vielleicht doch. Du solltest dich auf jedenfalls mit dem Gedanken anfreunden, dass dich beim nächsten Armdrücken deine Frau zum Weinen bringt.“
„Ich habe nicht geweint.“
Janin wischte ihm demonstrative eine Träne aus dem Gesicht.
„Ne schon klar mein Held.“
Nilas stöhnte und seine Frau lachte leise.

Ende

Freitag, 18. Juni 2021

Das kleine Mädchen von nebenan - Ungebetener Gast

Emil tauchte aus dem Wasser und atmete tief ein. Nachdem er nicht mehr nach Luft schnappen musste, tippte er auf seine wasserdichte Smartwatch.  Er runzelte die Stirn. Nicht mal eine Minute. Egal. Er war bester Laune. Er hatte im Frühjahr sein Studium abgeschlossen und würde im September in einer großen Firma arbeiten. Aber bis dahin hatte er frei und unterlag keinerlei Pflichten. Als besondere Belohnung oben drauf, war seine Eltern auf reisen und hatten ihrem Sohn angeboten, das Haus zu hüten. Gestern hatte er mit  seinen alten Freund Rick, in ihrem Stammlokal abgehangen und diesen Samstagmorgen begann er mit einer Runde im Pool. Perfekt.

Ein Geräusch an der Gartenpforte, des umwachsenen Gartens, ließ Emil aufblicken. Jemand kam durch die Gartentür. Ein Mädchen. Ruhig sah er zu wie sie näher kam.

„Ach Emil du bist es. Dich habe ich so lange nicht gesehen.“ sagte das Mädchen und lächelte. „Habe ein Geräusch gehört und wollte lieber nachgucken. Nicht das hier ein Einbrecher schwimmen geht.“ Sie kicherte in sich hinein.
„Äh ja, und du bist?“
Das Mädchen zeigte ein ehrlich überraschtes Gesicht. Fast schon verletzt. „Ist das dein ernst? Email? Hallo? Wer bin ich wohl. Ich wohne übrigens da!“ Sie zeige auf das Nachbarhaus. Sie klang wütend. Und da fiel es Emil ein. Kaum zu glauben. War das etwa Elly.
„Elly?“ fragte er versuchsweise.
Ihre Mine hellte sich etwas auf. „Und der Kandidat erhält 100 von 10 möglichen Punkten. Hab mich verändert was?“

Obwohl Emil nun wusste wer vor ihm am Beckenrand stand, konnte er es dennoch nicht fassen. Elly. Das kleine dicke Mädchen mit dem breiten Hintern? Als sie 9 Jahre alt gewesen war und er 21, hatte sie ihn so genervt. Wenn er im Garten rasengemäht oder an seinem ersten Auto rumgeschraubt hatte, war sie immer aufgeraut und hatte ihn genervt. Wenn er sie abwimmeln wollte, gelang das nie durch nette Andeutungen. Man musste sehr direkt werden um sie los zu werden. Und obwohl sie bereits 9 Jahre alt gewesen war hatte sie manchmal einfach angefangen zu kreischen. So schrill und laut dass es in den Ohren weh tat. Und zwar nicht weil ihr etwas weh tat oder er gemein gewesen war. Sondern wenn sie ihren Willen durchsetzen wollte.

Zum Beispiel sollt er mit seinem neuen Auto, mit ihr, eine Runde um den Block fahren. Als er es ablehnte ging sie los wie eine Sirene. Grausam. Dass Ganz eskaliere, als Emil mit seiner ersten Freundin Conny im Garten in der Sonne lag. Da kreischte sie los, weil sie dreist nach Connis Liegestuhl verlangt hatte. Die Eskalation bestand in Connis Reaktion. Sie scheuerte der Neunjährigen eine. Und zwar richtig. Elly hatte danach einen roten Abdruck, von Connis Hand im Gesicht. Sie war heulend davongelaufen. Conni war von ihrer eigenen Reaktion geschockt. Sie war dem Mädchen nachgerannt. Hatte sogar noch an deren Tür geklingelt, es hatte aber niemand aufgemacht.

Und jetzt stand die dicke nervende Elly genau vor Emil. Sie musste jetzt 16 sein. Und sie hatte mit dem dicken Mädchen, das mit ihrem breiten Hinterteil zwischen seinen Autositzen stecken geblieben war, nichts mehr gemeinsam. Spontan fiel Emil die Geschichte vom hässlichen Entlein ein.

Elly war gewachsen und sah mit ihren 1.71 nicht mehr so untersetzt aus. Aber auch alles andere hatte sich extrem Verändert. Das offensichtlichste war, das Elly nicht mehr dick sondern sportlich geworden war. Offensichtlich war ebenfalls, dass sie gerade vom Sport kam, da sie in sehr eng anliegenden Sportklamotten steckte. Und Emil war sich sicher, dass sie im Fitnessstudio gewesen war. Denn Elly war nicht nur schlang, sie hatte auch Muskeln. Muskeln die man ohne weiteres sah. Auch wenn sie extrem vorteilhafte Kleidung anhatte.

Das fing bei ihren Schultern an, die diese dicken runden Muskelkonturen aufwiesen. Ebenfalls verfügte sie über schräg anliegenden Nackenmuskeln. Dabei handelte es sich nicht um Muskeln, die sich überdimensioniert abhoben. Sie wirkte wie ein Fitnessmodel. Ihr flacher Bauch, der aufgrund des Sport-BHs frei blieb, wies deutliche Konturen einen Sixpacks auf. Aber auch das nicht zu extrem. Etwas mehr Muskelmasse als man es vielleicht bei einem Fitnessmodel erwarten würde, wiesen ihre Oberarme und vor allen ihre Oberschenkel auf. Elly hatte sich die dicken Beine wegtrainiert und dafür feste, wenn auch extrem muskulöse Oberschenkel erhalten. In diesen engen schwarzen Kunststoffhosen, sah man nicht nur vereinzelte Muskelstränge in den Oberschenkeln, sondern auch ein sehr fester Hintern, der immer noch etwas ausladen war. Wenn auch im positiven Sinne.



„Du hast dich definitive verändert.“ sagte Emil mit deutlicher Verzögerung auf ihre Frage.
„Ja, nicht? Ich bin kein schwaches kleines Mädchen mehr.“

Sie winkelte lachend ihren Arm an und der Bizeps, der seitlich hervorschnellte, fiel großer aus, als Emil es vermutet hätte. Ein abgerundetes Brötchen mit einer blauen Ader. Dieser Bizeps war viel größer als Emils eigener. Auch war ihr Arm insgesamt fester und dicker als seiner.

„Hahaha.“ machte Elly. „Du solltest dein Gesicht sehen. Guckst ganz schön dumm aus der Wäsche! Na um ehrlich zu sein, komme ich gerade vom Pumpen. Meine Muskeln sind noch immer hart. Normal sind meine Muskeln nicht so ausgeprägt. Armdrücken?“ Sie sah ihn herausfordernd an. „Ich hänge hier halb im Pool.“
„Na und?“

Elly ging vor dem Pool auf die Knie um sich so auf den Bauch zu legen. Direkt vor Emil. Dabei musste der junge Mann zwangläufig feststellen, das Elly über noch etwas verfügte, was sie damals nicht gehabt hatte. Nämlich eine Oberweite. Eine sehr gut sitzende Oberweite und die Größe war auch nicht zu verachten. Etwas mehr als eine, beziehungsweise zwei, Kokosnüsse.

Ziemlich keck fast schon frech stellte Elly ihren Ellenbogen auf den Betonrand des Pool und Emil war sich nicht sicher, ob er ihr entgegentreten sollte. Ja, man konnte das Mädchen dünn nennen. Aber diese runden Schultern bestanden aus Muskeln, das konnte er nun sicher sagen. Und ihre Arme bestimmt auch. Die dicke blaue Ader an ihrem Oberarm war bestimmt keine Zierde.

„Was guckst du mich so an? Oder kneifst du?“
„Nein.“ sagte er lahm und schob sich leicht aus dem Wasser nach oben. Er war sich nicht sicher, ob er aus dem Pool heraus die bessere Position hatte oder sie im Liegen. Immerhin hatte er an dieser Stelle des Pools festen Boden unter den Füssen.

„Du weißt schon wie das geht, oder? Du musst meine Hand ergreifen. Und dein Ellenbogen darf nicht den Kontakt zum Boden verlieren.“
„Hallo? Ich weiß wie das geht. Du bist immer noch so verdammt ungeduldig.“
„Und du so verdammt lahm!“

Er ergriff ihre Hand, die größer war als früher. Als sie seine Hand umfasste, zuckte er kurz. Sie hatte einen verdammt festen Griff. Okay ein bisschen tat es wirklich weh aber er versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Ihre grünen Augen funkelten ihn an. Waren ihre Augen schon immer so groß und grün gewesen?

„Na was ist? Ich spüre ja gar nichts.“
„Ich drücke ja noch nicht. Bei drei, ja?“
„Von mir aus.“ sagte Elly grinsend und tat gelangweilt.
„Drei!“ rief Emil.

Sein Plan war es gewesen, das 16 jährige Sportgirl zu überraschen. Aber Fehlanzeige. Ihr Arm wich kurz nach hinten und dann poppte ihr Brötchenbizeps nach oben. Dick massive und beeindruckend.  Der Griff um seine Hand wurde fester, so dass seine Augen zu tränen begannen, gleichzeitig prallte sein Arm auf eine Wand aus purer Mädchenkraft.
Seine Füße rutschten auf dem Poolboden hin und her. Verzweifelt suchte er halt mit dem anderen Arm. Währenddessen wurde sein Arm kontinuierlich zur Seite gedrückt. Ellys Grinsen konnte nicht mehr viel breiter werden.

Kurz vor dem unvermeidlichen Ende, zeigte Elly, das sie über noch mehr Kraft verfügte und donnerte Emils Arm auf den Beton. Gleichzeitig verlor dieser den Halt am Boden des Pools und fiel, seitlich mit Elly Armbewegung ins Wasser und versank. Als er prusten wieder auftauchte stand Elly am Beckenrand und hielt ihm ihren Turnschuh vor die Nase. „Küsse mir den Fuß Loser!“ Emil stieß sich angewidert vom Rand ab und ließ sich in die Mitte des Pool treiben. Elly grinste ihn weiterhin frech an und senkte den Fuß wieder.

„Das war ein ganz schön schwache Leistung.“ sagte sie. Und er merkte sofort, dass sie ihn provozieren wollte. „Ich habe zwar schon vermutet dass unter deinem Babyspeck keine Muskeln sind aber dass es so schlimm um dich steht. Wie alt warst du nochmal? Warst du 10 oder 11 Jahre älter. Also ich bin erst 16 falls du es vergessen hast.“

Emil ärgert sich nicht, was Elly sichtlich irritierte. Denn der junge Mann hatte ein anderes Problem. Das Armdrücken hatte ihm mehr Spaß gemacht als er es selbst für möglich gehalten hätte. Mit anderen Worten er hatte eine Erektion. Das war ihm so noch nie passiert. Aber ja, es hatte ihn tierisch angemacht, dass Elly stärker war als er. Und das irritierte ihn. Statt auf Ellys Provokationen zu antworten, tauchte er ab. Unter Wasser kontrollierte er so unauffällig wie möglich, wie sehr man seine Erregung sehen konnte. Das Wasser war relative frisch. Es sollte nicht lange dauern, bis sein Problem von selber verschwand. Er tauchte wieder auf.
 
„Was war das denn? Bist du vor Scharm im Boden versunken?“
„Nein! War nur eine Abkühlung. Und zu diesem Kinderspiel. Ich befand mich in einer ungünstigen Position. Versuch du mal aus dem Pool heraus, so etwas zu schaffen.
„Fühlte sich aber dennoch nicht so an, als ob da noch viel kommen würde.“ sagte sie leicht hin und sah ihn abwarten an. Aber Emil schwamm nur auf der Stelle und wartete ebenfalls.
„Also soll ich jetzt zu dir in den Pool kommen?“
„Was? Nein!“ sagte er hastig und schwamm zum Rand.
„Du hast gerade gesagt, dass ich es vom Pool aus probieren soll. Und was ist so schlimm wenn ich mit in den Pool komme. Ich zieh mir nur schnell einen Bikini an.“
„Nein warte. Ist gut. Wenn es dir so wichtig ist. Also gut, du bist stärker als ich. Zufrieden?“

Sie kam zu seiner Seite des Pools. „Du hast wohl richtig Angst davor dass ich zu dir in den Pool komme, was?“
Er war gerade dabei, sich aus dem Pool zu hieven, als er Elly Oberschenkel genau vor der Nase hatte. Was für gigantische Säulen aus Muskeln. Ihr Bizeps war schon verdammt stark gewesen aber diese Oberschenkel besaßen locker 20 Mal so viel Muskelmasse. Sehr extrem. Schnell schloss er die Augen, damit er bei diesem Anblick keine neue Erektion bekam.

Er drehte ihr den Rücken zu und setzte sich auf den Betonrand des Pools. Emil spürte es fasst, wie Elly in musterte.
„Du bist dicker geworden, oder? Treibst du eigentlich gar keinen Sport.“
Er verkniff sich eine aggressive Antwort. Früher hätte er das nicht getan.
„In der Uni ging es primär ums lernen. Da hat man wenig Zeit.“ Das entsprach nicht mal ansatzweise den Tatsachen.
„Klingt wie eine Ausrede.“ sagte sie und setzte sich neben Emil.

Sie schwiegen bei kurz. Was Emil an früher erinnerte. Da war es genauso gewesen. Emil ging außerhalb des Hauses einer Beschäftigung nach und wenig später war Elly da. Sie ging auch nicht wieder. So wie jetzt. Eigentlich hatte sie doch nur geguckt, wer im Pool war nachdem sie vom Sport gekommen war. Und jetzt saß sie schweigend neben ihn. Als ob sie alle Zeit der Welt hatte. Aber eins war jetzt anders im Vergleich zu früher. Es störte ihn nicht. Emil redete sich zwar ein, dass es nicht nur daran lag, das Elly extrem attraktive geworden war, sondern daran, dass sie kein quengelndes Kind mehr war. Jetzt da sie so nah neben ihm saß, konnte er sie sogar riechen. Ein leichter süßer Erdbeergeruch.

„Hast du gesehen, dass ich keinen dicken Hintern mehr habe?“ fragte sie plötzlich in die Stille hinein. Emil schluckte. Natürlich hatte er das. Jeder Mann der dieses Mädchen ansah musste früher oder später diesen festen prallen Hintern registrieren.
„Ja, klar.“ sagte er heiser.
„Und? Wie findest du ihn?“
„Äh, sieht gut aus.“ Er starrte auf die Wasseroberfläche, während Elly versuchte, ihn seitlich mit ihren großen grünen Augen zu fixieren.
„Willst du ihn mal anfassen. Er ist sehr fest.“
„Ich denke nicht das, dass eine gute Idee ist.“
„Warum nicht? Wenn ich es dir doch erlaube?“
„Äh,…

Elly ging neben ihn auf alle Viere und streckte ihm ihren prallen Hintern entgegen. Emil musste einfach hingucken. Ein ziemlich großer Hinter regte sich ihm entgegen. Eng verpackt in schwarzes Kunststoffgewebe mit einem leichten Netzprofiel. „Na los. Fühle mal.“ Unsicher hob Emil den Finger und drückte ihn gegen den Kunststoff. Verdammt war dieser Hintern fest. Nein das war geradezu hart. Konnte sich ein ganzer Hintern in Muskeln verwandeln? War das möglich?

„War das alles? Pack doch mal richtig zu.“
„Nein, lieber nicht.“ Er bereute seine Aussage im gleichen Moment.
„Feigling.“ sagte Elly und setzte sich wieder. Emils Puls ging gerade sehr schnell und er atmete gezwungen langsam ein und aus.

„Und warum bist du hier? Ich dachte du studierst und so was.“
„Damit bin ich jetzt durch. Als nächstes wartet die Arbeitswelt auf mich. Aber bis ich meinen neuen Job antreten muss, ist noch Zeit. Ein paar Wochen vollkommende Freizeit.“
„Ah so. Und da deine Eltern in Griechenland sind, kannst du so lange hier wohnen.“
„Jeep. So ist es. Und du?“
„Ach nur Schule und ansonsten halt Fitness. Da habe ich mich etwas reingeseigert. Bist du immer noch mit dieser Caroline zusammen?“
„Nein. Fernbeziehungen funktionieren nicht. Nach einem Jahr an der Uni war Schluss. Ich glaube sie hat jetzt jemanden anderen.“
„Sie wohn hier immer noch. Sehe sie manchmal beim Einkaufen. Also bist du jetzt Single?“
 
Emil räusperte sich. Was war das den jetzt für eine Frage? Er hatte zwar gerade nichts Festes aber was ging sie das an?
„Warum willst du das wissen?“
„Äh, will ich ja gar nicht.“ sagte Elly schnell und zupfte an ihren Haaren herum und wechselte das Thema.

„Also machst du jetzt nichts oder wie?“
„Na faulenzen halt. Pool, Sonne. Und eine Wette gewinnen.“
„Was denn für eine Wette?“
„Ach, ich habe mich gestern mit Rick, einen Freund getroffen. Und irgendwie ging es ums Luftanhalten. Weil ich früher beim Tauchen so schlecht war. Und jetzt wetten wir, wer nächste Woche länger unter Wasser bleiben kann.“
„Und? Wie lange schafft dein Freund?“
„Rick schafft 1 Minute 24. Das will ich schlagen.“
Wirklich? Das klingt nicht nach viel. Perlentaucher bleiben 5 Minuten unter Wasser.“
„Wir sind keine Perlentaucher. Da hinkt der Vergleich. Merkst du selber.“
„Und wie lange schaffst du?“
„Na ja. Das ist nicht meine Stärke. 55 Sekunden.“
„Ha.“ machte Elly. „Bist du Raucher? Oder schon 90?“
„Ich bin 27. Und damit 11 Jahre älter. Vielleicht solltest du nicht so frech sein. Und nein, ich rauche nicht. Noch nie gemacht.“
„Ich weiß doch wie alt du bist. Das war doch eine dieser Fragen die man nicht beantwortet.“
„Rhetorisch?!“
„Ja kann sein. Und warum das Kinderspiel?
„Nur so. Ist an der Bar entstanden. Und natürlich mit Einsatz. Der Verlierer muss den Gewinner einen Abend an der Bar trinken lassen was und wie viel er will. Also lohnt sichtlich der Sieg.“
„Jungs die sich betrinken wollen. So erwachse bist du gar nicht. Soll ich dir helfen?“
„Du mir? Wie willst du das denn bitte anstellen?“
„Die Zeit stoppen oder dich anfeuern.“

Emil hob seinen Arm mit der Smartwatch. Die App der Stoppuhr war noch immer aktive. „ Nee lass mal. Und die Zeitstoppen kann ich selber.“ Elly machte einen Schmollmund. Dann steckte sie ihre Beine gerade über die Wasseroberfläche. Dabei wuchsen dicke Muskelstränge aus ihren Oberschenkeln. Emil starrte ihre Beine mit offenem Mund an. Dann griff er hektisch nach dem Handtuch neben ihm, um seine Erektion zu verdecken. Elly beachtete ihn nicht und sah aufs Wasser.

„Ich könnte deinen Kopf auch zwischen diese Schenkel nehmen und ihn unter Wasser drücken. Wenn du gezwungen bist unter Wasser zu bleiben, hältst du auch viel länger die Luft an.“  Emil wusste selbst nicht, warum er diesen rohen, dominanten Vorschlag sexy fand. Dennoch rückte er schnell von ihr weg und rief. „Vergiss es.“ Sie musterte ihn und sagte dann sanft. „Aber ich würde dich doch wieder rausziehen, wenn du aufhörst zu zappeln.“
„Nein Elly.“ sagte Emil betont ernst und ließ sich nach hinten fallen. Der Handtuchhaufen auf seiner Badehose, verbarg seine momentane Erregung. Er schloss die Augen und tat so, als ob er sich sonnte. Na, im Grunde tat er das auch.

Nach ein paar Sekunden hörte er, wie Elly näher kam. Er öffnete die Augen nicht.  Dieses schlanke hübsche Mädchen, mit ihren muskulösen Körper setzte ihm ganz schön zu. Und ihre rabiate Art traf etwas in ihm, von dem er nicht gewusst hatte, dass es da war. „Du bist ein ganz schöner Angsthase. Willst du die Wette nicht gewinnen?“
Alleine der Gedanke daran, diese mächtigen Muskelschenkel um seinen Kopf zu haben und dabei dieser 16 jährigen ausgeliefert zu sein, versetzt ihn einen weiteren Schub der Lust. Dennoch sagte er etwas komplett anderes.

„Es ist nicht deine Wette Elly.“

Er hörte wie sie betont ausatmete. Erschreckt riss er die Augen auf als etwas Massive Schweres auf seinem Oberkörper landete. Es war Elly, die seine Arme zwischen ihre Beine klemmte, während er noch dabei war, die Situation zu erfassen. Im nu war er hilflos unter Elly begraben. Seine Arme steckte wischen ihren Waden und ihren Oberschenkeln, so dass er höchsten noch mit den Händen winken konnte. Außerdem war Elly schwer. Verdammt schwer. Sie drückte sich so dermaßen schwer auf seine Brust, der er Probleme hatte normal zu atmen. Und ihr Gewicht schmerzte. Dieses Mädchen musste in der Tat aus Muskeln bestehen, um ein solchen Gewicht erzielen zu können.

Wie eine Königin saß sie auf ihm. Sie rückte weiter vor zu seinem Kinn, so dass sie hoch über ihm aufragte. Ihr flacher Bauch mit dem netten Sixpack genau vor ihm. Ihre Oberweite, die sich fest und rund nach vorne drückte, verhinderte, dass er Elly Gesicht sehen konnte. Sie hatte sich gerade gemacht und den Rücken durchdrückt. Links und rechts von seinem Kopf nahm er ihre gewaltigen Schenkel war, in denen hilflos seine Arme steckten. Ihre runden Schultern und muskulösen Oberarme verdeutlichten ihm, dass er vollkommen unterlegen war. Es würde nicht bringen mit den Armen oder Beinen zu wackeln. Dieses 16 jähriges Mädchen hatte nun die Kontrolle. Allerding löste diese Situation keine Panik bei ihm aus. Sondern nur noch mehr Lust die sein Herz rasen ließ.

„Warum bist du immer so abweisend zu mir?“ fragte Elly, deren Gesicht er nicht sah. Die Sonne lag hinter ihr und ließ sie nur noch mehr wie eine Muskel-Kraft-Supergöttin wirken. Emil schloss die Augen und versuchte sich zu beruhigen. Als er die Augen wieder öffnete sagte er so normal wie möglich. „Was soll das Elly?“
„Was? Ich habe mich auf dich gesetzt. Mehr nicht. Wir befinden uns direkt neben dem Pool. Schubst mich doch ins Wasser, wenn du frei kommen willst. Sollte für einen erwachsenen Mann kein Problem sein.“
 
Emil verstand seine eigene Gefühlswelt nicht mehr. Warum erregte es ihn so stark, dass er Elly hilflos ausgeliefert war. „Gehst du nicht von mir runter?“ Es war komisch nur ihre Oberweite sehen zu können und diesen marklosen Sixpack. Aber es war auch sehr schön und dominierend zugleich. „Nö. Ich werde dir jetzt helfen deine Wette zu gewinnen. Ob du willst oder nicht. Emil Herz schlug schneller. Er sah sie erschrocken an oder besser gesagt ihre Oberweite.

„Ahh.“ machte er als Elly seinen linken Unterarm zwischen ihren Schenkeln hervorzog. Sie hatte verdammt starke Hände. Dann bog sie langsam seinen Arm hoch.
„Ahhh, hey Elly du, ahhh, bitte. Du brichst mir den Arm.“
„Unsinn. Will doch nur auf deine Uhr gucken.“ Sie beugte sich vor und Emil biss die Zähne zusammen. Dann ließ sie seinen Arm los und er atmende erleichtert aus.
„Nur 47 Sekunden. War das dein letzter Versuch? Also eine Minute solltest du locker schaffen.“
„Vielleicht habe ich nicht so ein großes Lungenvolum?“
„Unsinn. Das ist doch bei allen Menschen gleich. Oder?“

Emil schrie erneut auf als sein Arm ein weiteres Mal verbogen wurde. Sie tippte aufs Display.
„Okay ich habe die Stoppuhr auf 0 gesetzt. Bist du bereit?“
„Bitte, bitte Elly. Mein Arm lass ihn los. Au, au, au, bitte….“
„Lass das Gejammer. Dein Arm bleibt jetzt so. Bis du bereit?“
„Bitte mein Arm...“

Er kam nicht weiter. Denn auf einmal senkte sich Ellys ausfallender Hintern auf sein Gesicht. Er war schwer und hart. Das schwarze Netzprofiel ihrer Hose drückte sich fest in sein Gesicht. Er dachte der Druck würde seinen Kopf jede Sekunde zerplatzen lassen. Richtig Panik bekam er erst, als er sich bewusst wurde, dass er keine Luft mehr bekam. Auch sah und hörte er nicht mehr. Seine Arme klemmten immer noch zwischen ihren Beinen. Er rastete förmlich aus, konnte aber dennoch nur die Hände bewegen. Außerdem wurde sein linker Arm  weiterhin von Elly zusätzlich festgehalten. Er hatte automatisch die Luft angehalten, als er merkte, dass ihm keine weitere zur Verfügung stand. Aber nun brannte seine Lunge. Er wartete ab während sein Puls in seinem Kopf wiederhalte. Ein paar Sekunden verstrichen, dann geriet er erneut in Panik. Mit offenem Mund sauge er am Stoff um an lebenswichtigen Sauerstoff zu kommen. Sein Herz hämmerte, sein Puls raste und kleine glühende Punkte glimmen vor seinen geschlossenen Augen. Dann plötzlich wich die Zentnerlast von seinem Kopf. Die harte Ummantelung machte frischer Sommerluft Platz. Wie verrückt zog er Luft in seine Lungen.

„Guck es geht. Du hast auf Anhieb eine Minute geschafft.“ hörte er Ellys Stimme über sich. „Man siehst du aber fertig aus. Dein Gesicht ist ja richtig rot.“
Emil hatte Tränen in den Augen. Eigentlich wollte er seine Sitzgöttin um Gnade anflehen aber er war viel zu sehr damit beschäftigt, nach Luft zu schnappen.
„Jetzt lass uns 1 Minute 20 versuchen. Ja?“
„Warte Elly!“ japste er nach Luft schnappte.
„Warten? Aber wozu denn. Du bist lustig.“

Wieder wurde es dunkel. Wieder gab es keine Luft. Emil war dieses Mal viel zu fertig. Er hatte kaum Luft in den Lungen und begann fast augenblicklich an Ellys Hose zu saugen. Dann kam die Panik er strampelte und strampelte. Seine Lungen brannten und sein Puls raste. Dann wurde sein Bewusstsein von einer schwarzen Woge davon gespült.


Elly schmunzelte, als Emils Hände wild zuckten. „So wird das nie was.“ sagte sie langsam. „Wenn du jetzt schon Panik bekommst, bist du schon bald k.o.“ Sie verschränkte die Arme und wartete. Das Zucken wurde weniger und dann ging ein Ruck durch den Mann unter ihr. „Was habe ich gesagt?“ Gemächlich tippte sie auf das Display seiner Armbanduhr. „Ha, richtig schlecht. 56 Sekunden. Da war wohl jemand nicht vorbereitet.“ Sie hob ihr Gewicht von seinem Gesicht und nahm wider auf seiner Brust Platz.

Emils Augen waren geschlossen und aus seinem halb offenen Mund rann der Speichel. Elly grinste. „Du siehst vielleicht bescheuert aus.“ Dann packte sie ihn an den Haaren mit der Rechten und Ohrfeigte ihn leicht mit der Linken. Nach der fünften Ohrfeige öffnete Emil träge die Augen. Sie gab ihm trotzdem noch eine und ließ seinen Kopf dann wieder auf den Beton fallen. Er sah sich orientierungslos um. Sie saß dieses Mal weiterhinten auf seiner Brust, so dass sie ihm ins Gesicht sehen konnte.  

„Na du Lappen? Das war ja keine beeindruckende Vorstellung.“
„Oh.“ machte Emil und verzog das Gesicht. Sie war sich sicher, dass er sich jetzt gerne an den Kopf gefasst hätte. Aber seine Arme steckten ausbruchsicher zwischen ihren Beinen. Entschlossen griff sie ihn ans Kinn und drückte seine Lippen zusammen. „Kann ich davon ausgehen, dass ich jetzt deine ungeteilte Aufmerksamkeit habe?“ Er sah sie mit großen Augen an und nickte. „Gut dann will ich dir jetzt eine Frage stellen. Wie glaubst du fühlt sich ein Mädchen, wenn ein Junge, den sie sehr gerne hat, sie auslacht, weil sie mit ihrem Po zwischen seinen Autositzen feststeckt?“

Sie sah förmlich wie es in seinem Gehirn arbeitete. Männer waren bei Gefühlsangelegenheiten schnell überfordert. Das hatte sie bereits rausgefunden. „Wie glaubst du fühlt sich da ein Mädchen? Wie fühlt sie sich wenn er gelassen dabei zusieht, wie ein anderes, viel größeres Mädchen sie schlägt. Was glaubst du? Oder wenn das Mädchen den Jungen Monate lang nicht mehr sieht und es allen Mut zusammen nehmen muss, um bei ihm zu klingen. Nur um zu erfahren, dass er jetzt Studiert und vielleicht nie wieder kommt. Wie fühlt sich wohl ein Mädchen wenn es dieser Junge nach Jahren wiedersieht und er sie noch nicht mal wiedererkennt. Wie fühlt sich ein Mädchen wohl da?“

Emil guckte sie nur aus sehr großen blauen Augen an. Wie sehr sie diese Augen mochte. Doch jetzt war sie wütend. All die Wut der letzten Jahre waren wieder an die Oberfläche gekommen. Er war immer nur gemein zu ihr gewesen und nun war sie an der Reihe. Sie wischte sich die Tränen aus den Augen und sah ihn so ernst an wie sie nur konnte. Er sagte nichts. Er starrte nur zurück.

„Ich habe dir doch von diesen Perlentauchern erzählt.“ sagte sie so kühl und gelassen wie sie konnte. Auch wenn sie innerlich bebte. „Und das die fünf Minuten unter Wasser bleiben können.“  Mit Genugtuung sah sie, wie es ihm dämmerte und ihm die Farbe aus dem Gesicht wich. „Oh nein.“ sagte er leise.“ Elly grinste böse. „Oh doch. Ich werde 5 Minuten auf deinem Gesicht sitzen. Und es ist mir scheiß egal ob du dabei ohnmächtig oder sonstiges wirst. Ganze 5 Minuten. So! Bereit?“
„Nein, nein Elly warte. Es tut mir leid. Ja? Ich wusste doch nicht was du empfindest, für mich warst du doch nur ein kleines Kind und …“
„Das macht es auch nicht besser.“ sagte Elly und hob ihren Hintern.
„Neeeiiinnn…“ Mehr hörte Elly nicht mehr, denn dann drückte sich ihr Po auf sein Gesicht.

Nach dem sie richtig saß bog sie seinen Arm nach oben druckte auf seiner Uhr auf ‚Reset‘ und dann auf ‚Start‘.
„Sind es halt etwas mehr als 5 Minuten.“ sagte sie und ließ seinen Arm fallen. Dann verschränkte sie die Arme und wartete. Einige Zeit lag Emil ganz still unter ihr. Er hatte dazugelernt und hielt brave die Luft an. Was ihm aber nicht helfen würde. Irgendwann ging dann das Gezappel los und Elly grinste böse. „Für dich gib es keine Luft.“ sagte sie. „Kannst du vergessen.“ Wütend schlug sie nach einer seiner wackelnden Hände.

Eine Weile zappelte er noch. Dann wurde er schnell ruhiger und schließlich ging der, ihr nur zu bekannte, Ruck durch seinen Körper. „Ahhh.“ machte sie erleichtert. „Das war es dann wohl. Wie lange hast du denn noch vor dir.“ Sie verbog seinen Arm. „Oh nicht schlecht, hast 1 Minute 40 durchgehalten. Bleiben noch 3 Minuten und 20 Sekunden. Wo habe ich denn meine Sportasche mit meinem Handy stehengelassen?“

Sie drehte sich auf Emil sitzend soweit sie konnte nach hinten. Ihre Sporttasche sah sie nicht, aber das Handtuch auf seinem Schritt sah deplatziert aus. Sie zog es zur Seite und machte große Augen. „Ach nee.“ sagte sie leise. „Ich beichte dir meine Gefühle und du bekommst einen Steifen? Oder bist du so einer der es mag wenn Frauen auf ihm sitzen? Aber warum hast du dann so ein Theater gemacht? Hmm.“   

Sie lehnte sich nach hinten und packte mit ihrer Rechten sein Glied. „Wusste gar nicht dass ihr auch eine Latte habt, wenn ihr k.o. seid.“ Sie bog sein bestes Stück unter dem Stoff hin und her und ließ es dann wieder los. Sie machte erneut große Augen als sich ein Nasser Fleck bildete. „Wow, bist du wirklich k.o.?“ Sie nahm erneut seinen Arm und verbog ihn dieses Mal so weit, das sie glaubte, er müsse gleich brechen. „Spätestens jetzt müsstest du schreien.“ sagte sie und wartete kurz. Emil verweilte reglos unter ihr. Sie ließ den Arm wieder los. „Verdammt! Musst du ja auf hundert 80 gewesen sein, wenn es noch nicht mehr reicht dir das Licht auszuknipsen.“ Sie seufzte und genoss die Sonne auf ihrem Rücken und die Herrschaft über ihre Sitzunterlage.

Elly Zorn verging langsam wieder. Und sie dachte immer mehr über den nassen Umstand von Emils Hose nach.
Vielleicht mochte er sie ja doch. Aber das hatte sie als Kind so oft gedacht. Aber jetzt war sie fast erwachsen. Und sie hatte einen Beweis. Und wenn er es nur mochte, wenn sie auf ihm saß. Egal. Dann war sie wenigsten mit ihm zusammen. Eigentlich könnte sie jetzt auch aufstehen. Auf der anderen Seite hatte sie 5 Minuten gesagt. Und wenn sie etwas sagte, meinte sie es auch. Er war ja selbst Schuldt. Hätte er ihr mal gesagt, dass es ihm gefällt wenn sie auf ihm sitzt. Aber nein. Er war einfach nur so… Ach sie mochte ihn.

Elly hing auf diese Weise noch eine Weile ihren Gedanken hinterher, als sie aufschreckte und Emil den Arm verbog.
„Ach verdammt 15 Minuten?“ Dann grinste sie breit. „Tja da hat wohl jemand die Narkose Ultra Deluxe bekommen.“
Langsam ohne Hast richtete sie sich auf. Das Muster ihrer Hose hatte sich in weißen Lienen in sein rotes Gesicht gebrannt. Wieder musste sie grinsen. Über ihn stehend die Arme in die Hüften gestemmt, genoss sie ihren Sieg und ihre Rache. „Das könnte eine ganze Weile dauern bis du wieder wach wirst. Aber du hast Glück. Ich bin wie immer viel zu nett.“

Daraufhin gab sie Emils Körper einen Tritt, so dass dieser ein kurzes Stück über den Beton rutschte und dann ins Wasser glitt. Interessiert sah sie zu, wie sein Boden zum Grund sank und dort reglos liegen blieb. Es verging eine Sekunde, dann erwachte sein Köper mit wilden zucken. Panik und Unverständnis lagen auf Emils Gesicht. Elly lachte und wand sich zum Gehen. Als sie die Gartentore schloss hörte sie, wie Emil heiser hustend an die Wasseroberfläche kam. Sie lachte vergnügt und lief nach Hause.

Ende

Freitag, 21. Mai 2021

Das Spiel von Weiblichkeit und Kraft Teil 4

Kim verbrachte nach dem Erlebnis mit ihrem König 20 Minuten im Badezimmer. Nach dem sie wieder vorzeigbar war, stellte sie sich, wie es sich für eine Leibwache gehörte, vor das Zimmer ihres Herrscher. Insgeheim hoffte sie, dass der Kasper sich nicht aus dem Staub machen würde. Noch nie hatte sie sich selbst einen so guten Orgasmus verschafft. Sie war immer noch ganz berauscht.  Sie stand stolz vor der Tür und konnte einfach nicht aufhören zu grinsen.

Hoffentlich ging er nicht. Sie würde sich natürlich bei ihm entschuldigen auch wenn sie es nicht so meinte. Was wäre wohl, wenn er ihrer Schwester alles erzählen würde. Nein das musste nicht sein. Wenn er weg wollte, würde sie ihm helfen aus dem Spiel auszusteigen. Aber noch besser wäre es wenn sie ihn zum Hierbleiben bewegen könnte. Zu schade dass kein normaler Mensch noch einmal so etwas mit sich machen lassen würde. Zu schade. Sie seufzte.

„Hey Wache!“ Kim sah zum Ende des Flurs. Karina kam mit einem Ausdruckslosen Gesicht auf sie zu. „Selber hey, Kommandantin.“ Das Spiel ging immer vor.
„Lass mich vorbei. Ich muss mich unter vier Augen mit dem König unterhalten.“

Kim glaubte ihr nicht. Sie wollte sich nicht unterhalten. Sie wollte dem Kasper höchstwahrscheinlich verprügeln. Oder wenigsten etwas wehtun und klar machen, wer der Chef ist. Das konnte sie vergessen.

„Der Herrscher schläft. Und will nicht gestört werden.“
„Ist mir egal. Ich bin die Kommandantin und damit einen Rang über dir. Du musst mir also aus dem Weg gehen.“
„Das muss ich nicht. Der König hat mir befohlen niemanden rein zu lassen. Und sein Befehl steht über deinem.“ Gut das mit dem Befehl war gelogen aber egal. Karina war in letzter Zeit nur noch im Zicken-Modus. Dabei konnte man mit ihr auch richtig Spaß haben. Aber jetzt sah sie Kim böse an.

„Ich wollte eigentlich den König von seinen dummen Plan mit dem Zweikampf abbringen. Aber mir scheint, als ob die Königswache einen ordentlichen Arschtritt gebrauchen könnte.“
„Versuch es doch. Wenn ich dir mit diesen Beinen einen Tritt gebe, fliegst du bis zum Mond.“
„Was ist denn hier los?“

Alice war leise den Flur entlang gekommen und stand nun hochgewachsen vor den beiden kleineren Frauen. Kims Schwester war richtig gut in Karate und Kim hatte sich schon einige Male mit ihr angelegt. Mal zum Spaß, mal nicht ganz so zum Spaß. Und ihre Schwester hatte sie jedes Mal fertig gemacht. Kim bezweifelte nicht, dass sie im Notfall auch mit ihr und Karin fertig würde. Karin schien das ähnlich zu sehen, denn sie ließ die bereits zu Faust geballte Hand wieder sinken.

„Ich wollte zum Herrscher.“ sagte sie „Und diese Wache lässt mich nicht durch.“
„Ich lasse dich nicht durch weil der König nicht gestört werden will.“
„Dann sehe ich halt nach ihm.“ sagte Alice und wollte an Kim vorbei. Doch Kim versperrte auch ihrer Schwester den Weg. „Ich sagte doch er will nicht gestört werden!“

Kim musste das sagen. Es war zwar schon eine halbe Stunde seid ihrer Sedierung vergangen aber vielleicht war er ja noch besinnungslos. Bei ihren Beinen möglich. Und dann würde es unangenehm Fragen geben. „Kim!“ rief Alice überrascht als ihre Schwester sie beim Versuch einzutreten blockte. „Der Herrscher hat mir nun mal einen Befehl gegeben. Aber wenn ihr wollt gucke ich nach ihm.“ Karin sah sie scharf an. „Du sagtest doch, er will von Niemand gestört werden.“ Kim grinste sie an. „Tja ich darf. Vielleicht weil ich kein Niemand bin.“ Karin knurrte und ballte wieder die Faust. Doch Alice stellte sich, groß wie sie war, zwischen die Mädchen.

„Dann geh schon rein Kim und guck ob er wach ist.“
„Na schön.“

Kim schob sich durch die Tür des Gästezimmers und zwar so, dass die anderen beiden Mädchen möglich nicht ins Zimmer gucken konnten. Dann beugte sie sich über das Bett und stupste den König an. „Verdammt der ist immer noch k.o.“ murmelte sie. Sie steckte den Kopf durch die Tür.

„Äh er kann noch nicht. Aber er wird euch in. sagen wir, 20 Minuten im Thronsaal empfangen.“
„Stimmt etwas nicht?“ fragte Alice und runzelte die Stirn.
„Ja du bist so seltsam.“ sagte Karin.
„Nein alles gut.“ sagte Kim schnell und knallte dir Tür zu. Dann legte sie den Kopf an die Tür und lauschte.

„Kann es sein das deine Schwester etwas spinnt.“
„Ich klebe dir gleich eine.“ sagte Alice scharf.

Dann hörte Kim, wie sich die beiden Mädchen entfernten. Kurzerhand packte sie Matthias am Bein, hob ihn mit nur einer Hand in die Luft und lief mit ihm ins Badezimmer. Vorher schaute sie natürlich ob die anderen beiden Mädchen wirklich verschwunden waren. Weil Eile geboten war, tunkte sie den königlichen Kopf einfach ins Klo und spülte. Es erscholl ein Husten und Stöhnen. Ein klein bisschen war Kim erleichtert. Aber dennoch der Sadismus kitzelte sie etwas, also spülte sie ein weiteres Mal.

„Ah, oh was soll das.“
„Oh Verzeihung euerer Hoheit, soll ich aufhören.“  Sie hielt ihren König ganz lässig am ausgestreckten Arm über bzw. ins Klo. Er wog nicht viel. Vielleicht fünfzig, sechzig Kilo.
„Ich will…“
Ein Husten erklang als Kim erneut die Spülung betätigte.
„Oh Entschuldigung mein Herrscher. Ich glaube ich habe ausversehen diesen Knopf gedrückt.“
Erneut rauschte das Wasser. „Aufhören.“ hustete der König winselnd. „Bitte nicht mehr.“
„Von mir aus.“ sagte Kim lässig und ließ ihren König auf den harten Badezimmerboden knallen.

„Oh.“ Machte der junge Mann und rollte sich kurz auf dem Boden hin und her. In Kims Kopf entstanden Machtfantasien, welche sie am liebsten sofort ausgelebt hätte. Auf der anderen Seite erwartete sie, dass der Junge, sobald es sich gefasst hatte, davonlaufen würde.

Matthias hatte aufgehört zu keuchen und zu husten. Nun starrte er Kim an. Ein Blick der lange an ihren Beinen klebte und dann nur flüchtig ihr Gesicht streifte. Ja, jetzt hatte er bestimmt Angst. Gleich würde er davon laufen. Vielleicht fing er aber auch nur an zu weinen. Oder…
Moment mal, grinste er? War das ein Lächeln auf sein Gesicht. Wieso? Warum?

„Alles in Ordnung Majestät?“
„Ja. Warum hast du mir, nun ja, den Kopf gewaschen?“
„Nun Majestät. Zum einen war es aus Gründen, die ich nicht weiter Bennen will, nötig. Aber vor allem habe ich kein anderes Mittel gesehen, um euch wach zu bekommen.“
„Wieso wach bekommen?“ Er knete sich Wasser aus den Haaren.
„Na meine Beine! Schon vergessen. Ihr habt doch um eine Spezialbehandlung gebeten.“

Verdammt jetzt grinste er. Wieso grinste er. Es sah so aus, als ob ihm gefiel was er hörte.
„Ja richtig.“ murmelte er. „Diese Beine.“ Dabei blickte er mit leuchtenden Augen ihre Oberschenkel an.“ Instinktive spannte Kim ihre Beine an und dicke Muskelstränge, welche schon zuvor sichtbar gewesen waren, wuchsen nun um ein vielfaches. Der König riss Mund und Nase auf und atmete sehr viel schneller.

„Tja, hätte ich meine Beine so wie jetzt angespannt, hätte ich euren Kopf zu Ketchup verarbeitet. Ihr könnt froh sein, dass ich so vorsichtig war.“ Die Atmung des Königs wurde schneller und er schien nichts anderes mehr zu sehen als Kims Beine. Und da fiel bei Kim der Groschen. Ihr Herrscher hatte keine Angst. Er war erregt. Und wie. Es sah sogar so aus, als ob er nicht mehr lange an sich halten konnte. Kim konnte das nicht fassen. Noch nie war sie einen Jungen begegnet, der so auf ihre Beine reagierte wie er.

Mit weiterhin angespannten Beinen stellte sie sich genau vor ihn, während er auf dem Boden saß, gegen die Badezimmertür gelehnt. „Ihr seid der Herrscher, ihr könnt meine Beine anfassen.“ Er streckte eine Hand aus und fuhr vorsichtig über einen der überdimensionalen Muskelstränge.  Er wollte etwas sagen, doch da machte er schon einen seltsamen Laut und sah zur Decke. Sein Gesicht färbte sich rot. Kim sah ihn scharf an.

„Ist eure Majestät etwas gerade gekommen.“ Er nickte. Wobei er ziemlich betroffen wirkte.
„Ich sehe da aber keine Feuchtigkeit.“ sagte Kim und deutete auf seine Hose.
„Mit Klopapier ausgepolstert.“ sagte er so leise, dass Kim ihn beinah nicht verstanden hätte.
„Ah ha. Ihr seid vorbereitet. Na dann auf, wir müssen in den Thronsaal.“
„Nein wartet.“ rief er, als sie sich schon zum gehen wandte. Er fiel nach vorne hinter ihr her, so dass er ihren einen Stiefel umklammerte und an ihr hoch sah. „Bitte nehmt mich noch mal zwischen eure Beine. Ich flehe euch an!“

Kim grinste, entriss ihm ihren Fuß und stellte ihm ihren Stief auf den Kopf. Hart drückte sie ihn damit auf den gefliesten Boden. Die dicken Diamanten ihrer Waden beulten sich hervor und der König wimmerte leise.

„Gefällt euch dass König?“ Ein bejahendes Wimmern ertönte.

Kim Herz schlug wild in ihrer Brust. Kurz hatte sie das Verlangen danach, noch fester zu drücken. Nur um zu sehen wann der Junge unter ihrem Stief ohnmächtig wurde. Aber sie zwang sich zur Ruhe. Sie hatten jetzt keine Zeit dazu. Aber es war so unglaublich, dass er ihre Misshandlung mochte. Noch viel mehr. Er bettelte sie an, ihm weh zu tun. Oh und das wollte sie. Ja sie würde ihrem König diese Wünsche nur zu gerne erfüllen. Dabei konnte sie sogar weitersielen. Kein Problem. Sie musste sich zwingen ernst auf ihren König runterzusehen. Denn eigentlich wollte sie jubeln und schreien. Endlich gab es einen Jungen mit dem sie ihre ganz persönlichen intimen Fantasien ausleben konnte. Aber nicht jetzt. Leider.

„Euer Verhalten ziemt sich nicht für einen König.“ sagte sie und nahm wiederwillig den Stief von seinem Kopf. „Ihr werdet im Thronsaal erwartet und da werde ich euch jetzt hinbringen. Aber ich diene euch auch. Und ich bin gerne bereit, euch jeden Abend eurer Herrschaft, Hilfestellung beim Einschlafen zu geben.“

Er strahlte sie von unten her an. „Wirklich.“ sagte er und richtete sich langsam auf. „Aber wenn ich der König bin kann ich doch auf Befehlen.“ Seine Stimme klang fragend und nicht befehlend. „Ja das könnt ihr. Aber bei wem wollt ihr euch bei so etwas intimen Beschweren wenn ich nicht gehorche.“
Er ließ die Schultern hängen. „Hey, wie gesagt ich diene euch. Nur jetzt geht es nicht. Wie gesagt heute Abend.“
„Dann lasst es schnell Abend werden.“ sagte er grinsend. Kim konnte nicht anders und grinste ebenfalls. Was sie sofort ärgerte, er sollte nicht wissen, wie sehr sie seinen Wünschen nachkommen wollte.

Sie verließen das Badezimmer. Wieder folgte der König seiner Leibwache. Bis Kim stehen blieb und er in sie reinrannte. Seine leichte Gestalt prallte an ihr ab, als ob er gegen eine Felswand gelaufen wäre. Als er noch stöhnend am Boden lag, wies ihn Kim zurecht. „Wiest ihr, als König und Herrscher müsst ihr vorrausgehen. Die Leibwache muss folgen. Ihr solltet euch mehr wie ein König aufführen. Außerdem solltet ihr den Weg langsam kennen.“

„Ja.“ murmelte er. Er kam nur langsam auf die Beine. Und als er vorrausging, kamen sie viel langsamer voran. Aber das war Kim egal. In den letzten Stunden hatte sie das geschafft, was sie heute Morgen noch für unmöglich gehalten hatte. Sie hatte sich an ihren neuen Herrscher gewöhnt. Ja auch an den Gedanken ihm zu dienen. Im Gegenteil in manchen Belangen wollte sie ihm sogar Dienen. Dieses Spiel könnte bald wieder Spaß machen.


Matthias war vollkommen verwirrt. Von einem Moment von anderen war sein Bewusstsein vom besten sexuellen Erlebnis in seinen Leben in den Wasserstrahl einer Kloschüssel gewandert. Bis er wusste was vor sich ging, hatte er viel Zeit benötigt. Und dann diese Kim. Dieses Mädchen war übermenschlich Muskulös. Ein Traum aus dem er nicht erwachen wollte. Und sie schien seine Neigung zu unterstützen. Vielleicht auch mehr. Denn nachdem er von ihren mächtigen Beinen zu Boden gedrückt worden war, hatte er etwas bei ihr wahrgenommen. Ein Lächeln. Und man lächelte nicht weil man etwas nicht mochte. Nein. Er hatte große Hoffnungen, dass sie ihn nur zu gerne dominierte. Ja die Möglichkeit bestand. Alleine schon Ihr Angebot ihm abends… Gott er konnte noch nicht mal daran denken, ohne eine Erektion zu bekommen. Allerdings war er für diesen Tag ziemlich ausgepowert. Und er wollte nichts beschönigen. Das Erlebnis mit Kim wollte er am liebsten immer wieder wiederholen. Doch jetzt da sie zum Thronsaal gingen schmerzte sein Schädel doch ordentlich. Und sein Schritt.

Im Thronsaal angekommen verbeugten sich die anderen drei Frauen im Raum. Das hatte schon was. Da konnte man sich dran gewöhnen. Und diese schöne Alice. Zwar war mit Kims Behandlung Matthias tiefster Wunsch in Erfüllung gegangen aber dennoch dufte sich dieser kraftvolle Engel in Weiß, sich gerne um ihn kümmern. Außerdem blickte ihm Alice auf eine Art an, die er nicht für möglich gehalten hätte.

„Ey Kim.“ flüsterte er. Er hatte mittlerweile seine Haltung wiedergefunden und auf dem Thron Platz genommen. Der Ausrutscher im Bad war ihm im Nachhinein peinlich. Er musste daran arbeiten die Fassung zu bewahren.

„Ja was?“
„Du wirst den anderen doch nichts von dieser Sache erzählen, oder?“
Sie sah ihn direkt an und grinste frech. „Da habe ich euch wohl in der Hand, was? Aber nein. Keine Sorgen.“
„Oh gut. Und du und deine Schwester, macht doch Bodybuilding.“
„Nach solchen Informationen verlangt es den König? Na jetzt da ich euch besser kenne, sollte es mich nicht überraschend. Damit ihr Bescheid wisst. Alle Mädchen in diesen Raum machen Bodybuilding. Aber niemand so intensive wie ich.“
„Nun das sieht man auf Anhieb.“
„Oh Danke.“

Alice räusperte sich laut und Kim sah schnell nach vorne und machte sich gerade. Dann trat Susanne vor. „Euer Hoheit, wir haben noch immer keinen Namen für euer Reich. Außerdem steht noch die Bestrafung eurer Leibwache und der Kommandantin aus.“
„Ja das mit dem Namen. Ich bin nicht so kreativ. Ich lege diese Sache in eure Hände. Die richtige Aufgabe für eine Diplomatin wie ich finde. Und der Zweikampf kann meinetwegen jetzt standfinden.“

Karin und Kim sahen bei seinen Worten auf. Er grinste innerlich. Ein klein bisschen konnte er die Mädchen doch ärgern und egal wie sie sich rächen würde, Matthias war sicher, dass es wunderbar werden würde. Übertrieben arrogant klatschte er in die Hände. „Meine Damen, wenn ich bitten darf. Zeigt euren König das ihr auch zu etwas gut seid.“ Nun ernte Matthias wirklich böse Blicke.

Freitag, 16. April 2021

Die große schlanke Ida – Ein Männerhaushalt.

„Niemals und das ist mein letztes Wort. So etwas ist nichts für Mädchen. Und schon gar nicht für meine Tochter.“

Mit gerötetem Gesicht zerriss Idas Vater das Anmeldeformular.  „Mach lieber deine Hausaufgaben.“  Ida ließ den Kopf hängen. Sie wusste, dass es keinen Sinn hatte ihrem Vater zu wiedersprechen. Wenn dieser sich erst einmal in Rage geredet hatte, halfen die nettesten Worte oder die schlimmsten Drohungen nichts. Aber es gab noch einen Grund, warum Ida keine Wiederworte von sich gab. Die Endscheidung ihres Vaters war ganz in ihrem Sinne. Und seine Reaktion kam alles andere als unerwartet. Nun konnte sie ihrer Mutter ehrlich ins Gesicht sehen und ihr sagen, dass ihr Vater nicht wolle, dass seine Tochter Sport treibe.

Ida war 1.84 groß schlanke mit langen Armen und Beinen. Ihr braunes Haar trug sie meist als Pferdeschwanz.  Mit ihren 16 Jahren war sie die größte in ihrer Klasse. Sie war auch größer als ihr älterer Bruder, der mit seinen 1.65 zu ihr hochgucken musste. Und das hasste er und das wiederrum ließ er seine kleine Schwester gerne spüren. Er rief sie nie beim Namen sondern nannte sie „Langes Elend“ oder auch „Spinnenbein“ woher er das auch immer hatte. Ihr Bruder war genauso aufbrausend wie ihr Vater. Daher mied Ida beide und war lieber für sich. Sie war eine brave Tochter, die ihre Hausaufgaben machte und ansonsten gerne Lass oder sich den Streaming-Konsum hingab. Ab und zu zeichnete sie auch. Dafür hatte sie sich extra ein Buch angelegt. Und da sie kaum aktiv war und viel rumsaß, hatte ihre Mutter ihr letzte Woche eine Aufgabe gegeben. Sie sollte sich eine Sportart aussuchen und dann natürlich auch ausüben. Und ihre Mutter meinte, sie könne tun worauf auch immer sie Lust hatte. Bei dieser Aussage hatte sie wohl nicht an ihren konservativen Ehemann gedacht. Ida hingegen schon.

Ein Lächeln unterdrückend ging Ida zu ihrer Mutter, ins Schlafzimmer der Eltern, wo diese Wäsche bügelte.  
Die Mutter blickte auf und Ida hielt ihr das zerrissene Formular vor die Nase.
„Was ist das Kind?“
„Das ist ein Anmeldeformular. Vater will wohl nicht, dass seine Tochter Sport macht. Ja, das ist schade aber ich habe es wirklich versucht.“
Ida wandte sich schon zum Gehen, als die Stimme ihrer Mutter ertönte.
„Einen Augenblick junges Fräulein. Welche Sportart hast du dir denn ausgesucht?“
Ida drehte sich um und ihr Gesicht rötete sich etwas. „Kickboxen.“ sagte sie leise.
„Kickboxen?“ wiederholte ihre Mutter überrascht. Dann sah sie ihre Tochter scharf an.
„Du hast doch genau gewusst, dass dein Vater so etwas nicht zulassen würde.“
„Du hast gesagt, ich soll etwas machen worauf ich Lust habe.“
„Und da ist dir spontan Kickboxen eingefallen?“
Ida wurde nun richtig rot.
„Ja.“ sagte sie kleinlaut. Die Lüge war offensichtlich. Und das wusste ihre Mutter. Ida hatte nie darüber nachgedacht welchen Sport sie gerne machen würde. Sie hatte nur über eine Sache nachgedacht. Welche Sportart würde ihr Vater am meisten bei einer Frau abstoßen. Ihr Vater hatte klare Vorstellungen davon, was eine Frau tun konnte und was nicht.

„Also wenn du diesen Sport wirklich machen willst, wüsste ich eine Lösung.“  Idas Mutter schmunzelte und ihre Tochter wich die rote Farbe aus dem Gesicht. „Aber Papa…“
„Lass deinen Vater aus dem Spiel. Ich sagte ja, mach worauf du Lust hast. Und ich werde nicht gleich aufgeben, nur weil dein Vater sich mal wieder quer stellt.“
Ida tritt unbehaglich von einen Bein aufs andere. Sie wollte doch kein Sport machen. Sie wollte zu Hause bleiben und Lesen, Serien schauen oder einfach nur in der Sonne liegen. Die Sommerferien standen vor der Tür und diese wollte sie sich nicht von irgendwelchen blöden Aktivitäten verhunzen lassen.
„Wir melden dich einfach bei diesem neuen Fitnessclub an. Bei dieser Mitgliedschaft sind alle Kurse inklusive. Und ich meine da gab es auch Kickboxen. Dein Vater wird das Formular für einen Fitnessclub bestimmt unterschreiben. Besonders dann, wenn ich ihm sage, dass unsere Krankenkasse die Kosten übernimmt.“
Ida sah ihre Mutter entgeistert an. Ein verdammter Fitnessclub. Mit all diesen Matscho-Jungs die dort ihr Ego aufpolieren?
„Aber Mutter ich, …“
„Keine Wiederwort junges Fräulein. Du wirst in den Fitnessclub gehen. Und denk ja nicht, dass ich deine Anwesenheit kontrolliere. Und wenn ich das tue sagt mir der Kurzleiter besser, das meine Tochter begeistert mitgemacht hat.“
Ihre Mutter Lächelte ihre Tochter triumphierend an und diese verließ Kopfhängend das Elternschlafzimmer.

Eine Woche später stand eine unmotivierte Ida in viel zu weiten Sportklamotten in einem Fitnessraum, zusammen mi vielen anderen Frauen und Männern. Neben Ida stand ein blondes Mädchen in ihrem Alter, und trat ungeduldig von einem Fuß auf den anderen. Als die Trainerin reinkam, war Ida doch erstaunt.  Es handelte sich um eine blonde braungebrannte Frau, die in ihrem pinken Sport-BH richtig taff aussah. Noch nie hatte Ida bei einer Frau solche Muskeln gesehen. Und wenn sie an Aussagen ihres Vaters dachte, gab es solche Frauen gar nicht. Aber Ida wurde nun eines Besseren belehrt. Diese Frau hatte Muskeln und was für welche. Einen Sixpack mit richtigen Rillen, ein V Kreuz und dicke Ausbeulungen an den Oberarmen. Die Oberschenkel sahen richtig Krass aus, wie bei der He-Man Figur ihres Bruders.

„Scheiße hat die Muskeln.“ sagte das Mädchen neben ihr. „Wenn die mit diesen Beinen zutritt, ist man doch tot.“
Ida nickte mit offenem Mund. Die Frau sah richtig heftig aus. „Aber sie sieht trotzdem sehr gut aus. Die Muskeln stehen ihr.“ sagte sie leise. Das Mädchen neben ihr sah sie kurz an. Dann sah sie wieder zur Lehrerin. „Ja, du hast irgendwie Recht.“

Als der Kurs endete war etwas passiert, dass Ida nicht für möglich gehalten hätte. Sie hatte Spaß gehabt. Ihre Trainerin war super und verstand es, ihre Schüler zu motivieren. Außerdem hatte sie coole Musik angemacht, bei der sie bereits die ersten Schläge und Tritte ausgeführt hatte. Das hatte richtig Laune gemacht. Es war wie Tanzen nur dynamischer. Das blonde Mädchen neben ihr war richtig nett gewesen. Sie war 1.75 groß nicht ganz so schlang wie Ida und hatte einen großen Mund der meistens grinste. Sie hieß Sara und sie kannte auch niemanden im Kurs, so dass sich die Mädchen zusammengetan hatten. Als Ida verschwitzt und gut gelaunt in die Richtung der Umkleiden ging, hielt Sara sie am Arm fest.

„Hey warte doch mal.“
„Hmm, was ist?“
„Hat doch Spaß gemacht heute, oder?“
„Ja klar war super. Warum?“
„Tja, weißt du. Wir kommen doch ganz gut miteinander aus. Und unsere Trainerin ist doch auch klasse.“
„Stimmt schon Worauf willst du hinaus?“
„Ich will diesen Kurz unbedingt weiter machen. Aber ich finde auch, dass man dafür noch etwas mehr tun muss.“
Ida nickte nur.
„Ja und mir ist eine Sache aufgefallen. Unsere Trainerin hat super Muskeln.“
„Das war ja auch nicht zu übersehen.“
„Ja und wen wir diesen Sport weiter betreiben, sollten wir uns ebenfalls ein paar Muskeln anschaffen.“

Ida dachte kurz nach. Sara hatte Recht. Bei dieser Sportart war es bestimmt von Vorteil wenn man bei einem Tritt in den Magen einen Sixpack hatte. Bei ihrem weichen Bauch würde sie wohl von einem Tritt erledigt werden.
„Da hast du wohl Recht.“
„Gut. Denn ich will nicht alleine Trainieren. Was meinst du, wollen wir noch ein paar Gewichte stemmen?“
Ida nickte.

Und so machten es die Mädchen fortan. Nach jedem Training machten sie noch eine Runde Kraftsport. Und sie gingen zu beiden Kursen in der Woche, die beide von derselben Trainerin veranstaltet wurde. Und es machte Ida Spaß. Sie mochte die coolen Tritt und Schlagbewegungen. Besonders das verprügeln der Gummipuppengegner gefiel ihr. Aber auch das Krafttraining mit Sara machte Spaß. Es war ein gutes Gefühl seine eigenen Muskeln zu fühlen und an seine Grenzen zu gehen. Toll war es auch, dass beide Mädchen nach einen Monaten schon Anzeichen eines Sixpacks hatten. Und auch an Armen und Beinen veränderten sich die Konturen.

Ein halben Jahr später saß Ida auf der Couch und sah sich eine Streaming-Serie an. Als ihr Bruder Erik rein kam. „Ey Ida. Her mit der Fernbedienung.“ Er schnippte mit den Fingern. Ida wurde sofort wütend.
„Nein.“ sagte sie.
Ihr Erik sah sie überrascht an.  So energisch hatte sie noch nie widersprochen. Überhaupt widersprach sie ihrem Bruder kaum. Meist war sie beleidigt und rannte schmollend auf ihr Zimmer. Voller Zorn sah er sie an. „Gib mir sofort die Fernbedienung oder ich hole sie mir.“
„Nein.“ sagte Ida. Sie hatte schon Angst vor ihrem Bruder, auch wenn er viel kleiner war. Aber das Kickboxen und das Krafttraining hatten sich auch auf ihr Selbstbewusstsein ausgewirkt. Sie war jetzt nicht mehr die kleine Schwester die sich alles gefallen ließ.
Ihr Bruder stemmte die Arme in die Hüften und musterte seine Schwester. „Du langes Elend. Bist du noch dünner geworden? Übergibst du dich jetzt nach jeder Mahlzeit?“ Ihr Bruder hatte Recht. Der Babyspeck ihres Bauches war verschwunden. Nun hatte sie einen richtig guten, geraden Sixpack, der sie zusätzlich noch schlanker machte. „Und warum sehen deine Oberschenkel eigentlich so komisch aus? Verkrüppelst du langsam?“

Die Worte ihres Bruders trafen Ida so gar nicht. Innerlich grinste sie. Es war klar, dass ihr Bruder richtige Muskeln nicht erkennen würde. Und Idas Oberschenkel waren Muskulös und auch etwas dicker. Sie war sehr stolz darauf. Also grinste sie ihren Bruder nur an.

„So bekommst du die Fernbedienung schon mal nicht.“
„Na dann nehme ich sie mir halt.“

Er machte Anstalten nach der Fernbedienung zu greifen, als Idas Fuß vorschnellte und ihm einen Tritt in den Magen verpasste. Ihr Bruder stolperte zurück und viel, nach Luft schnappend, auf die Knie.
„Ups.“ machte Ida und grinste frech.

Ihr Bruder hatte die Arme um den Leib geschlungen und atmete laut. Genugtuend sah Ida ihren Bruder an. Wie leicht das gewesen war. Und sie hatte noch nicht mal mit ganzer Kraft zugetreten. Und noch etwas war geschehen. Sie hatte keine Angst mehr vor ihrem Bruder. Ganz im Gegenteil. Es dauerte fast eine ganze Minute, bis sich ihr Bruder wieder aufgerichtet hatte. „Das wirst du bereuen. Jetzt wirst du von mir die Tracht Prügel bekommen, die du schon lange verdient hast.“

Mit einem wutverzerrten Gesicht kam ihr Bruder ein weiteres Mal auf sie zu. Doch die Beine seiner Schwester waren viel zu schnell für ihn. Erneut erhielt er einen Tritt in den Magen, gefolgt von einem Tritt ins Gesicht, der ihn lang zu Boden schickte.

Ida jubelte innerlich. Ihr großer Bruder hatte keine Chance gegen sie. Und nun lag er benommen und stöhnend vor ihr auf dem Boden. Doch stöhnen tat er nur kurz. Danach ließ er die übelsten Schimpfwörter über seine  Schwester hereinbrechen.  Schlampe und Mistgeburt waren da noch die netten Bezeichnungen. Wüten trat ihm Ida von oben herab erneut in den Magen. Diesen Mal mischte sich unter das Keuchen auch ein leises Wimmern. Außerdem krümmte er sich, so dass er mit dem Oberkörper hoch kam. Sofort packte Ida die Eriks Haare und klemmte sich seinen Kopf zwischen ihre langen kräftigen Schenkel. Und dann drückte sie zu.  

„Ahhhhh!“ machte ihr Erik.
Ida minderte den Druck. „Wie hast du kleine Ratte mich genannt?“ Wieder drückte sie zu und wieder heulte ihr Bruder auf. „Sag dass es dir Leid tut.“ Nun drückte sie wieder und es heulte zwischen ihren Beinen. „Ich kann noch viel stärker drücken. Entschuldige dich lieber!“ Wieder ließ sie ihn heulen. Und sie hatte nicht gelogen. Sie hatte genug Kraft in den Beinen um noch viel stärker zu drücken. Aber bei einer Anspannung, die sie nur als durchschnittlich empfand, heulte ihr Bruder bereits wie ein Irrer.

„Es tut mir leid. Bitte es tut mir leid.“ winselte ihr Bruder als sie den Druck senkte und er nicht mehr schreien musste.
„Tja. Egal. Strafe muss sein, sagt Vater doch immer.“
„Nein Ida, bitte nicht. Ahhhh….“ Erneut drückte sie. Es war einfach und sie konnte den Druck locker halten. Sie lächelte als ihr Bruder an ihrer Jeans herumzerrte.
„Na? Fühlst du wie steinhart meine Beine sind?“
Ihr Bruder antwortete nicht. Denn sie hatte den Druck nicht gemindert, so dass er weiter wimmerte und zerrte.
„Ich könnte dich noch Stundenlang zwischen meinen Beinen halten. Bis Papa von der Arbeit kommt. Kein Problem!“
„Neeeiiiiinnnn!“ schrie ihr Bruder und fing tatsächlich an zu heulen. Ida blieb vor Überraschung der Mund offen stehen. Sie lockerte ihre Schenkel und ihr Bruder fiel schluchzend zu Boden.
„Verschwinde bevor ich mir es anders überlege!“
Zitternd ging ihr Bruder auf alle viere und begann davon zu krabbeln.
„Schneller!“ rief Ida und gab ihren Bruder einem Tritt in den Hintern. Dieser fiel erneut stöhnend zu Boden. Doch sobald er sich wieder aufgerichtet hatte, beschleunigte er seine Bewegungen und hastete davon.

Entspannt faltete Ida ihre Hände hinter dem Kopf und atmete tief durch. Sie fühlte sich gut. So, als ob das Wohnzimmer nun ihr Reich wäre. Sie hatte die Macht. Aber noch viel angenehmer war, dass die Last der brüderlichen Unterdrückung vollständig von ihr abgefallen war. Natürlich wurde sich ihr Bruder rächen. Er war ein nachtragender Sturkopf, genau wie ihr Vater. Doch davor hatte sie keine Angst. Und wenn er glaubte, dass sie sich weiterhin alles gefallen ließ, würde sie ihm eines Besseren belehren.

Am nächsten Morgen begegnete Ida ihrem Bruder vor dem Badezimmer, das dieser gerade verließ. Er schenkte ihr einen Blick, der von Hass und Wut erfüllt war. Ida wollte geradezu dass er sie angriff doch er hielt sich zurück. Kurzerhand ergriff Ida die Initiative und stieß ihn grob gegen die Badezimmertür.  Sollte er doch mal derjenige sein, der von anderen herumgeschubst wurde. Der Körper ihres Bruders bot ihrem Schubs erstaunlich wenig Wiederstand. Er knallte regelrecht gegen die Badezimmertür. „Hast du ein Problem Kleiner.“ rief Ida angriffslustig. Wütend hob ihr großer Bruder die Hände, welche Ida sofort ergriff.

Sie war fast so überrascht wie ihr Bruder, als sie seine Handgelenke über seinen Kopf an die Badezimmertür nagelte.
Die Kraft, welche Erik ihr entgegen setzte, hielt sich in Grenzen. Klar waren Idas Arm lang und dem entsprechend dünn. Aber dafür bestanden diese inzwischen aus Muskeln. Wenn sie ihren Oberarm anspannte zeigte sich ein Bizeps in der Größe und Form einer Zitrone. Außerdem waren ihre Muskeln steinhart.

Triumphierend sah sie ihren Bruder an. „Willst du dich den gar nicht wehren Kleiner?“  Sie sah wie sich Eriks Gesicht rötete und er sich sichtlich anstrengte.  Und sie musste fast Lachen, wie einfach es für sie dennoch war ihn festzuhalten. Sie grinste ihn frech an und gab ihm Zeit, sich nach Belieben Wiederstand zu leisten. Er sollte sich davon überzeugen, dass er hoffnungslos unterlegen war. Mit tief rotem Gesicht kämpfte Erik fast eine Minute lang gegen die Arme seiner Schwester an, ohne die geringste Spur eines Erfolges. Als plötzlich eine Stimme ertönte.

„Was ist denn hier los?“ Ida blickte sich um und sah ihren Vater, der verpennt aus dem Schlafzimmer getreten war. „Nichts.“ sagte sie leicht hin und ließ ihren Bruder los. Dieser sackte mutlos in sich zusammen und erntete einen scharfen Blick seines Vaters. Ida öffnete die Badezimmertür und schob ihren Bruder damit frech aus dem Weg. Dann verschwand sie fröhlich im Bad.


Es war Samstag und die Familie frühstückte zusammen am großen Esstisch. Erik, der sonst gerne großspurig das Maul aufriss und erzählte was er und seine Freunde doch für coole Typen waren schwieg.  Dafür erzählte Idas Vater wieder reichlich Müll von seiner Arbeit. Er war ein Angeber und Ida hatte schon ziemlich früh erkannt, dass viel von dem was ihr Vater sagte, schlicht gelogen war.

Gerade erzählte er von einen dümmlichen Pointe überseinen Arbeitskollegen.  „Darauf sagte ich ihm, er könne sich dann auch gleich Frauenkleider anziehen.“ Er lachte und schlug mit der Faust auf den Tisch. Das seine Frau und Tochter nicht lachten war er gewohnt, was er dennoch regelmäßig kritisierte aber das sein Sohn nicht lachte war neu. „Hey Sohn was ist mit dir? Hat dir jemand in die Eier getreten oder was ist los?“

„Ja was ist los mit dir Erik?“ pikste Ida nach und grinste ihn frech an. Er schenkte ihr einen finsteren Blick. Hielt aber den Mund.  Der Vater richtete seinen Blick auf Ida. „Ida! Weißt du was mit ihm los ist? Und iss gefälligst mehr als nur ein Brötchen. Du bist mittlerweile so dünn, dass dich der Wind davontragen könnte.“

Ida lächelte süß, was ihr Vater so von seiner Tochter nicht gewöhnt war. Sonst war sie still und blickte ihn kaum an. Aber diese offene Art gefiel ihm. Demonstrative nahm sich Ida ein weiteres Brötchen. Sie dachte kurz daran, was ihr Vater wohl sagen würde, wenn er wüsste, dass sich das Gewicht seiner Tochter mittlerweile verdoppelt hatte. Es hatte sie selbst überrascht aber Sara hatte ihr erklärt, dass Muskeln nun mal mehr wogen.

„Ich glaube Erik hat körperliche Probleme.“ sagte Ida und grinste ihren Bruder an. Der sah sie nun fast erschreckt an. „Besonders mit seinen Armen hat er wohl Probleme.“ Ihr Vater zog die Augenbrauen hoch.  „Sohn, was ist nicht in Ordnung mit deinen Armen?“ „Er ist schlicht zu schwach.“ sagte Ida gerade heraus. Nun stand der Mund ihres Bruders weite offen.  „Wie zu schwach. Was hat der Unsinn zu bedeuten?“ wetterte ihr Vater laut. Doch Ida ließ sich von seiner lauten Art nicht mehr beeindrucken.

„Heute Morgen hatten wir ein harmloses Kräftemessen und Erik ist eingeknickt wie ein kleines Mädchen.“
„IDA!“ fauchte ihr Bruder böse und ihrem Vater war der Unglaube direkt anzusehen. „So ein Unsinn Ida. Wenn du gegen dein Bruder gewonnen hast, dann nur, weil er dich gewinnen ließ. Stimmt es nicht Sohn?“
Erik wurde knall rot. „Ja…“ sagte er zögernd.
„Ha!“ machte Ida.   
„Jetzt reicht es mir aber.“ rief ihr Vater. Der mal wieder dachte, dass man jedes Problem lösen könnte, indem man nur laut genug rumbrüllte. Idas Mutter verhielt sich wie ihre Tochter früher. Leise und passiv. Aber sie beobachtete das Geschehen ganz genau.

„Sie lügt Papa!“ platzte es aus Erik heraus. „Sie hat bestimmt wieder ihre Tage und ist nur auf Streit aus.“
Ida dachte sie höre nicht richtig. Wenn er dachte, dass sie wie früher den Mund halten würde, dann hatte er sich geschnitten.  „Halt bloß den Mund du kleiner Giftzwerg.“ zischte sie.  
„RUHE!“ schrie ihr Vater und schlug mit der Faust wortwörtlich auf den Tisch. „Mein Sohn ist nicht schwächer als seine kleine Schwester. Ihr beide werdet jetzt mit einander Armdrücken, damit Erik seine Männlichkeit unter Beweis stellen kann. Und zwar auf der Stelle.“
„Okay.“ sagte Ida gleichmütig. Sie saß ihrem Bruder gegenüber, so dass sie nur den Korb mit den Brötchen und ihren Teller zur Seite schieben musste, um genug Platz zu haben. Angriffslustig stellte sie ihren Ellenbogen auf den Tisch. „Na los Brüderchen, du hast Vater doch gehört oder?“

Ihr Bruder verschränkte die Arme. „Ich mach doch mit dir kein Armdrücken.“
„Oh doch das wirst du Erik.“ rief ihr Vater. „Los jetzt Junge. Willst du mich blamieren?“
Es kostete ihrem Bruder sichtlich Überwindung den Ellenbogen auf den Tisch zu stellen. Seine Hand war kalt und nass, als Ida sie ergriff.

„Also gut ihr beide. Ihr startet bei drei. Eins, zwei, drei …“
Ida wusste genau dass sie stärker war als Erik. Und Erik wusste das ebenfalls. Sie wollte seine Hand nicht sofort auf die Tischplatte knallen. Sie wollte sehen, wie ihr Bruder verbissen kämpft und dennoch nichts erreichte. Ja sie wollte ihn bloßstellen.

Ida hatte ein eng anliegendes Shirt an und als ihre Kraft auf die Kraft ihres Bruders pralle, beulte sich ihr Zitronenbizeps in all seiner Größe aus ihrem Arm. Der Bizeps war deutlich zu erkennen und sah wirklich aus.  Als ob sich eine Zitrone aus ihrem Arm geschoben hätte. Samt der spitzzulaufenden Form. Alle Anwesenden am Tisch machten große Augen. Ihre Mutter, genauso wie ihr Bruder und Vater. Ihrem Vater fehlten wohl zum ersten Mal wirklich die Worte. Er starte den Arm seiner Tochter an und konnte sichtlich nicht begreifen, was er da sah. Was Ida aber noch am schönsten fand war, dass der Arm ihres Bruder so gut wie Garnichts präsentierte. Da musste schon sehr viel guter Wille her, um den  kleinen Anstieg auf seinen Arm als Bizeps anzuerkennen.

Aber eins musste Ida ihren Bruder lassen. Er kämpfte verbissen gegen sie an. Sie hielt ihren Arm in der Ausgangsposition, präsentierte ihren formschönen Bizeps und ließ ihren Bruder genug Zeit sich auszutoben. Dessen Gesicht wurde rot, er knurrte und rutschte auf seinem Stuhl hin und her. Er hob sogar deutlich den Ellenbogen vom Tisch um einen Vorteil zu haben. Aber das alles half ihm nicht. Der lange schlanke Arm, mit der dicken Zitrone darauf, stand felsenfest auf dem Tisch. Fast schon glaubte Ida Tränen im Gesicht ihres Bruders zu erkennen. Da drückte sie seine Hand, in einer fast sanften Bewegung auf die Tischplatte. Ihr Bruder wehrte sich dabei so sehr, dass er beinah vom Stuhl gefallen wäre.

Idas Vater musste das Gesehene noch einen Augenblick verarbeiten, bis er seine Stimme wiederfand. „Was zum Teufel war denn das?“ Es rumpelte laut als Erik seinen Stuhl nach hinten Stieß und mit Tränen im Gesicht aus dem Zimmer lief. „Hey Sohn bleib stehen.“ rief Idas Vater. Doch Erik blieb nicht stehen. Als sich ihr Vater, der während des Armdrückens aufgestanden war, wieder setzte schwieg er. Er sah auf seinen Teller und aß ohne ein Wort zu sagen. Ida genoss ihren Sieg über die Männer in ihrer Familie und aß zur Feier des Tages noch ein drittes Brötchen.

Ende