Freitag, 17. Februar 2023

Mädchen und Frauen haben das Sagen 11 – Die Schlacht der Liebenden.

Gunnars Gesicht verzog sich zu einem fiesen Grinsen. Selbstgefällig lehnte er sich in dem abgewetzten Ledersessel seines Vaters nach hinten. Er hatte es wirklich geschafft. Er hatte sie alle angerufen. Jeden einzelnen und dabei etwas bewiesen. Er konnte gut mit Menschen umgehen, wenn er es den wollte und er war ein geborener Organisator. In den letzten Wochen hatte er mit allen Jungs gesprochen, die jemals von Ashley oder Kim verprügelt worden waren. Und er war ziemlich erfolgreich gewesen. Mehr als die Hälfte hatten sich für seinen Plan interessiert. Und dieser Plan war einfach aber groß. Es ging um Rache. Die ultimative Rache. Er hatte lange darüber nachgedacht. Ashley und Kim waren beide extrem stark. Das zu leugnen war sinnlos. Kim konnte sogar sichtig Kämpfen. Er hatte mal gesehen, wie sie fünf Typen im Alleingang erledigt hatte. Und dabei hatte sie Tritte und Schläge ausgeteilt, die aus dem Bereich des Kampfsports kommen mussten. Und an diesem Tag hatte sich Gunnar gedacht, wenn Kim mit fünf auf einmal fertig wird, dann bracht man einfach noch mehr. Viel mehr. Eine ganze Armee.
 
Und diese Armee hatte er jetzt zusammen. Jeden den er angesprochen hatte, hatte er nach Kontaktpersonen ausgefragt, die Kämpfen konnten oder zu mindestens Kräftig waren. Und jetzt hatte er sie zusammen. Wenn sie alle kamen würden sie über 40 Leute sein. 40! Er grinste breit. Ja das war eine Armee und gegen eine solche Armee hatten weder Ashley noch Kim eine Chance. Weder alleine noch zusammen.


Jörg sah Manuel überrascht an, als dieser in den Bus stieg. Manuel fuhr nie mit dem Bus und er musste heute Morgen einen langen Umweg machen, um zusteigen zu können. Jörg räumte gleich seinen Rucksack zur Seite, damit Manuel sich setzen konnte. Doch dieser schüttelte den Kopf.

„Nee lass mal Alter. Hinten ist doch genug Platz. Da sitzt niemand.“ Jörg schüttelte vehement den Kopf. „Nein Mann. Warum kommst du immer mit solchen Vorschlägen. Bei der nächsten Haltestelle steigt Kim ein. Sie sitzt da hinten, sonst niemand.“ Manuel grinste. Als ob er das nicht wissen würde.

„Ach was. Die tut uns nichts. Ganz sicher.“
Doch Jörg schüttelte wieder den Kopf. „Nee ohne mich. Ich weiß nicht warum du mit Ashley auf dem Halloweenfest warst und ich weiß auch noch immer nicht, warum du das überlebt hast. Aber ich bin nicht Lebensmüde. Ashley ist vielleicht unfassbar stark aber Kim ist eindeutig brutaler.“
„Ja, ja. Ich weiß die beiden sind voll übel. Hör zu ich kenne sie inzwischen ganz gut und …“

Der Bus hatte angehalten und Manuel verstummte prompt, als Kim einstieg. Diese kam zielstrebig auf ihn zu und Jörg wurde bereits unruhig. „Scheiße Mann, sie sieht aus als ob sie dich fressen will, lauf weeeee...“
Mit weit aufgerissen Mund sah Jörg zu, wie Kim, Manuel herumdrehte und stürmisch küsste. Auch alle anderen Schüler im Bus erstarrten in Unglauben. Selbst der Busfahrer versäumte weiterzufahren.

Manuel schlang seine Arme um das große Mädchen und ließ sich von ihr zu den hinteren Sitzplätzen leiten.
„Gott ich habe dich so vermisst.“ nuschelte Kim. Manuel ging es nicht anders. Dennoch drückte er sich grinsend von ihr weg. „Ach wirklich? Kann ich das schriftlich haben?“ Kim wurde leicht rot. Der Satz war ihr rausgerutscht.
„Ich meine ich habe dich vermisst wie einen Hund. Einen räudigen der immer wieder gezüchtigt ...“

Dieses Mal unterbrach Manuel sie, als er sie küsste und an sich zog. Nachdem sie eine Weile ineinander verschlungen auf der Bank gesessen hatten, schielte Manuel zu den anderen Schülern. Alle starrten sie schweigen an. Wirklich alle.  „Ah!“ machte Manuel. „Wir werden beobachtet.“ Kim drehte den Kopf. „Was?“ rief sie laut und alle drehten sich augenblicklich wieder nach vorn. „Hey Busfahrer, ich will heute noch zur Schule!“ Der Busfahrer, der genau so gestarrt hatte, wie die anderen Schüler, trat hastig das Pedal durch und der Bus setzte sich ruckartig in Bewegung.

„Als ob du es eilig hättest zur Schule zu kommen.“
„Nein, ganz im Gegenteil… oh Mann.“
„Ashley?“
„Ja sicher Ashley. So eine verdammte…“ Kim verstummte.
„Es ist übel wie viel Angst hier alle vor dir haben. Du solltest niemanden mehr verhauen. Das ist schon unangenehm.“
„Jaaaa. Ich verspreche es. Keine Prügeleien in der Schule. Du musst das nicht immerzu sagen. Ich bin doch keine Verrückte.“
„Nein du bist nicht verrückt. Nur eine übel brutale Schlägerbraut.“
Kim grinste ihn an. „Auf dem Weg zu Besserung.“

Sie fingerte an ihrer Jacke herum und holte einen Flachmann hervor. Manuel zog die Augenbrauen hoch. „Was wird das denn?“ „Ich bin in der Schule meisten Angeheitert. Und der Gedanke an Ashley, macht mich nervös.“ Manuel nahm ihr den Flachmann aus der Hand. Sie sah ihn mit offenem Mund an. „Kein Alkohol.“ sagte er und steckte die Flasche in seine Jacke. „Aber…“ machte Kim und Manuel hob einen Finger. „Noop. Regelmäßiger Konsum ist am gefährlichsten. Du kannst auch ohne.“ Manuel sah richtig, wie es in Kims Kopf arbeitete. Es war wohl lange her, das ihr etwas verboten wurde.

„Hmm, nach schön.“ knirschte sie schließlich. „Aber du kannst dich schon mal darauf einstellen, dass ein gewisser Köter heute Mittag meine Stiefel sauberlecken wird.“
„Nicht mich scharf machen. Sonst denk ich an nichts anderes mehr.“
„Na sehr gut.“ sagte Kim und zog ihn wieder an sich.

Als der Schulbus hielt, hatte keiner der beiden Lust auszusteigen. Aber es blieb ihnen nichts anderes übrig. Wiederwillig trennten sie sich am Eingang der Schule. Auf beide wartete der Unterricht und Kim würde Ashley begegnen.

Im Klassenzimmer war der Platz auf dem Ashley sonst saß leer. Stattdessen stand ein blassen schüchternes Mädchen daneben. Kim sah richtig, wie dieses Mädchen ihren ganzen Mut zusammenfasste, bevor sie Kim ansprach. „Hallo Kim.“ sie grinste leicht. „Ist es vielleicht möglich, nur wenn es dir keine Umstände macht, dass ich neben dir sitze? Naja, auf meinen Platz sitzt Ashley und sie wirkt sehr, sehr wütend. Deshalb habe ich gedacht, … naja aber ich kann auch stehen wenn du meinst das ich …“
„Quatsch, kannst neben mir sitzen.“ sagte Kim knapp und sah nach vorn. Ganz vorne saß Ashley, den breiten muskulösen Rücken, ihr zugewandt. Ashley hatte im Unterricht noch nie vorne gesessen. Allerdings war dieser Platz, am weitesten von Kim entfernt. Sie setzte sich und das blasse Mädchen ebenfalls. Wenn auch sehr, sehr vorsichtig.

Ashley ignorierte Kim komplett und auch den anderen Schüler entging die Spannung zwischen den Mädchen nicht. Außerdem bemerkte Kim, wie die Schüler immer wieder tuschelten und sich gegenseitig Nachrichten auf ihr Handy schickten. Als Kim, einen der Jungs sein Handy prompt aus der Hand nahm, dieser währe vor Schreck fast umgefallen, sah sie, dass es sich ein paar tatsächlich getraut hatten, Fotos von Manuel und ihr zu machen, als sie im Bus geknutscht hatten. Als sie dem Jungen das Handy wiedergab, hatte dieser sichtbaren Angst, was nun passieren würde. Aber Kim beachtete ihn nicht weiter. Sie hielt ihr versprechen. Keinen mehr verhauen. Kim hoffte, das Ashley dieses Foto nicht bekommen hatte. Aber wer sollte es ihr schon schicken?

Nach Manuels erster Schulstunde setzte sich Jörg an seine Seite. „Ich kann es nicht fassen. Du knutschst mit Kim. Kim alter! Die Frau, die mal eine Gruppe von Schülern verdroschen hat, weil sie zu laute Musik auf ihrem Handy gehört hatten. Die Frau die …“
„Ja ist gut, ich will nicht wissen, was Kim alles getan hat. Okay? Außerdem bin ich dabei ihr das abzugewöhnen.“
Jörg lachte künstlich. „Ja klar, er gewöhnt es ihr ab. Warum sollte sie auf dich hören. Warum machst du so einen Mist überhaupt? Schon mal darüber nachgedacht, was so eine Sadistin macht, wenn du mit ihr Schluss machst?“
„Jörg? Halt die Klappe!“
„Okay, okay, schaufle du dir nur dein Grab. Und denk ja nicht, das ich in der Pause mit euch abhänge, ich halte mich da raus.“
„Ja wie immer. Habe es verstanden.“

In der ersten Pause kam Kim freudig auf Manuel zugelaufen. Sie wollte ihn umarmen, doch er trat einen Schritt zurück.
„Was? Habe ich Mundgeruch oder was?“
„Nein, wir sollten uns nicht vor Ashley umarmen, das ist alles. Wäre mies von uns.“
„Wo ist sie denn?“
„Hinter dir, da, zwanzig Meter weg an der Absperrung zum Sandplatz.“
„Sie guckt nicht her.“
„Ha Kim, sie guckt. Aber sie versucht es heimlich zu machen. Die Arme.“
„Wollen wir zu ihr?“
„Und dann? Was können wir sagen, damit es ihr besser geht. Wohl nichts. Außerdem sind wir diejenigen, deren Anblick sie wohl jetzt am wenigsten braucht.“
„Wow.“

Manuel starrte erstaunt zu Ashley herüber. Sie hatte sich die ganze Zeit an dem Zaun aus Eisenstreben festgehalten, der nun plötzlich nachgab. Manuel konnte das laute knacken selbst hören, als Ashley mit ihren dicken Muskelarmen, eine der Stangen aus dem Zaun brach. Die Muskeln, die sich dabei aus ihrem Arm wölbten, waren enorm.
„Das war beeindruckend.“ sagte er. Ashley die nun sah, wie sie von Kim und Manuel angestarrt wurden, warf die Metallstange zu Boden und entfernte sich mit schnellen Schritten aus ihren Sichtkreis.

„Das hat dich beeindruckt?“ fragte Kim.
„Ja klar. Hallo, der Zaun ist aus Metall.“
„Also ich könnte das auch.“ sagte Kim selbstbewusst.
„Ach nee. Dann zeig doch mal.“
„Bin ich dein Zirkusäffchen?“
„Natürlich nicht. Ich fände es nur sehr sexy, wenn meine Freundin so stark wäre.“
„Wieso wäre? Na los komm mit, ich zeige es dir.“

Manuel und Kim gingen zur Absperrung. Kim griff nach der Eisenstrebe, genau unter der, welche Ashley herausgebrochen hatte.
„Nee, nee, nicht so.“
„Was denn?“ fragte Kim mürrisch, die sich schon in eine stabile Körperhaltung gebracht hatte.
„Na, ich habe doch jetzt den Freundinnenbonus, oder?“
„Was soll das denn bitte für ein Bonus sein?“
„Zieh bitte deine Jacke und deinen Pulli aus. Ich will deine Mukis dabei sehen.“
Kim grinste ihn breit an. „Na schön du räudiger Köter.“

Kim zog ihre Jacke aus und zog die Ärmel hoch bis zu ihren Schultern. Sie packte die Eisenstange und dieser wundervolle runde Baseball drückte dich prall aus ihrem Oberarm. Die Eisenkonstruktion knarrte und auf der runden Kugel erschien eine blaue Vene.

„Ja los mein Powergirl, du schaffst das!“ rief Manuel fasziniert und drückte leicht den Bizeps seiner großen Freundin. Sofort war er total erregt. Kims Schuhe rutschten über den Sand. Schnelle stemmte Kim ihre Füße gegen den Zaun. Ihr Gesicht rötete sich und sie knurrte wie eine Tigerin. Ihr Arm zitterte und die Knöchel an ihrer Hand traten weiß hervor. „Ja los mein Powergirl!“ rief Manuel begeistert. Die Muskeln in Kims Beinen traten nun sehr deutlich hervor, Kim knurrte wieder, ihr Arm zitterte und dann plötzlich löste sich die Metallstange mit einem lauten Knacken. Ruckartig fiel Kim nach hinten in den Sand.

„Du bist so sexy, superstark.“ rief Manuel. „Ich will jetzt sofort mit dir Schlafen.“ Kim stand auf und klopfte sich die Jeans ab. „Da muss der kleine Köter wohl oder übel noch warten. Hier.“ Sie gab ihm die Eisenstange. „Ganz ehrlich.“ sagte Manuel. „Die behalte ich.“

Die Zeit ohne Kim zog sich für Manuel wie in Zeitlupe dahin. Selten in seinem Leben hatte er so sehr das Unterrichtsende herbeigesehnt. Als es zum Schulschuss endlich klingelte, gehörte er zum ersten Mal mit zu den Idioten, die wie Verrückte, aus dem Klassenraum liefen. Doch Manuel rannte nicht aus der Schule heraus, sondern zum Klassenraum von Kim. Noch nie war er in eine Frau so verliebt gewesen. Er konnte und wollte nicht ohne sie sein. Schwer atmend hielt  er an Kims Klassentür an. Sie war verschlossen und drinnen hörte er den Lehrer sprechen. Ungeduldig wartete Manuel, bis endlich auch Kims Unterricht endete.

Nach unendlichen fünfzehn Minuten öffnete sich die Tür. Kim grinste mit ihrem schönen Gesicht, als sie Manuel beim Hinausgehen erblickte. „Oh du bist schon hier, wie schön.“ Sie umarmte ihn. Manuel zuckte zusammen, als er aus der Umarmung heraus in Ashley Gesicht blickte. Sie wirkte wütend und so unendlich traurig. Schuldbewusst drückte er sich schnell von Kim weg. „Ashley.“ flüsterte er nur. „Gehen wir lieber.“ sagte Kim schnell und zog Manuel mit sich.


Als sie aus dem Schulgebäude traten, merkte Manuel sofort dass etwas nicht stimmte. Die vielen Schüler, die vor dem Eingang standen, müssten längst weg sein. Als er genau hinsah, merkte er sehr schnell, dass es sich nicht nur um Schüler handelte. Es waren sogar hauptsächlich andere Jugendliche und Männer dabei. Viele in Lederjacken und ein erheblicher Teil hatte Knüppel und Baseballschläger dabei. Vor dieser Masse von vielleicht vierzig Leuten stand ein Junge, den Manuel kannte. Gunnar, der Typ mit dem schäbigen Gesicht und der Hakennase.

„Kim.“ rief er laut, als sich der Gruppe nährten. Es gab keinen anderen Weg, um das Gelände zu verlassen. Sie mussten an der Herde von Schlägern vorbei. „Krummnase!“ rief Kim mutig zurück. „Was willst du?“
„Na rate mal was wir wollen, Schlampe. Heute ist dein letzter Tag an dieser Schule. Wir werden dich heute so fertig machen, das du für immer ins Krankenhaus kommst.“
„Und das sind deine Freunde?“ fragte Kim. Sie klang nicht mehr so aufmüpfig. Manuel merkte, wie sie seine Hand ergriff. Manuel war das Herz in die Hose gerutscht. Wie auch immer Gunnar das hinbekommen hatte, das waren viele Menschen. Und sie alle schienen es auf Kim abgesehen zu haben.

„Nein Kim, das sind nicht meine Freunde. Aber es sind auf jeden Fall deine Feinde. Die meisten hier haben bereits unter dir gelitten und können es gar nicht erwarten es dir heimzuzahlen.“
„Wenn ich dir jetzt sage, dass ich versuche mich zu ändern, bringt das wohl nichts.“
„Nein, das bringt überhaupt nichts. Außerdem kann ich es gar nicht erwarten, auf dein Gesicht einzutreten. Noch irgendwelche letzten Worte?“
„Ja, lasst Manuel gehen. Er hat nichts getan.“
„Ha, kannst du vergessen. Er ist, … wie sagte man doch, Kollateralschaden. Gab es bei deinen Aktionen doch auch.“
 
Manuel merkte wie Kim seine Hand fester drückte. Dann flüsterte seine große Amazone. „Los, lauf.“ Manuel wurde von Kim mitgezogen, als sie zurück ins Schulgebäude liefen. Kim war schnell und er merkte, dass sie sich seinem Tempo anpassen musste.

„Kannst du nicht schneller laufen?“
„Leider nein.“ keuchte Manuel, als sie durch die offene Schultür liefen. Hinter ihnen hatte sich die Menschenmenge grölend in Gang gesetzt. Wie eine schwarze Flut, kam sie schäumend auf das Gebäude zu. Hastig zerrte Manuel die Metallstange heraus, welche Kim in der Pause aus dem Zaun gerissen hatte. Schnell schob er sie zwischen die Türgriffe der Eingangstür, um sie zu blockieren. Gehetzt sah er sich um. „Wohin sollen wir jetzt, wohin sollen wir.“ rief er hysterisch. „Die Treppen hoch zu meinem Klassenzimmer. Vielleicht ist ja noch Ashley da, wir könnten Hilfe gebrauchen.“

Sie hasteten die Treppen hoch und als sie die Hälfte geschafft hatten, hörten sie, wie hinter ihnen die Eingangstür aufbrach. Hastig rannten sie die nächste Treppe hoch doch die grölende Masse kam immer näher. Es war klar, dass sie das Klassenzimmer nicht mehr rechtzeitig erreichen würden. Als die ersten schnelleren Schläger fast bei ihnen waren, blieb Kim plötzlich stehen. „Renn weiter.“ schrie sie Manuel zu. Dann machte sie am Ende der Treppe einen eleganten Highkick. Der Tritt war so perfekt ausgeführt, dass es den ersten Verfolger mitten im Gesicht traf und sein gesamter Körper von der puren Girlpower nach hinten geschleudert wurde. Die Menge hinter ihnen, wurde durch den Körper, kurz zurückgedrängt. Das ganze gab ihnen die Zeit um die letzten Stufen hochzulaufen.  

Als sie den langen Gang zu Kims Klassenzimmer entlang liefen, kam ihnen eine muskulöse Gestalt entgegen. Ashley.
„Lauf!“ grölte Manuel außer Atem. Ashley blickte auf und sah die beiden verständnislos an. „Los Ashley, lauf!“ rief nun auch Kim, die nicht so klang, als ob sie außer Atem war. Nun flutete die schwarze Masse an Menschen schreiend den Gang hinter Kim und Manuel. Ashleys Augen wurden groß. Kim und Manuel hatte Ashley erreicht und Kim riss ihre ehemalige Freundin am Arm mit sich. Zu dritt rannten sie durch den Gang der ansonsten menschenleeren Schule.

„Ich kann bald nicht mehr.“ keuchte Manuel. „Wo rennen wir hin?“ Kim blickte sich um. Die hetzende Meute kam immer näher. „Zum Materialraum im vierten Stock, der hat eine Schiebetür aus Stahl.“
„Oh großartig.“ rief Manuel. „Wieder Treppen zum hochlaufen.“

Als sie ins Treppenhaus hasteten, hatte die Meute sie fast erreicht. „Du bist zu langsam Manuel!“ rief Ashley. Manuel wurde vollkommen überrascht, als Ashley ihn packte und seinen Körper leichthändig über ihre Schulter warf. Es blieb Manuel keine Zeit sich zu beschweren, denn schon liefen die Mädchen im rasanten Tempo die Treppen hoch. Nun, da Manuel als Gepäckstück fungierte, kamen sie viel schneller voran. Die Meute erreichte sie nicht mehr und die
drei gelangten mit einigen Metern Vorsprung in den Materialraum. Gehetzt zog Kim die Tür zu, während Ashley, Manuel relative grob zu Boden war. Er stöhnte etwas, nahm es ihr aber nicht übel. Wenn jemand ein Recht dazu hatte, dann Ashley.

„Was machen wir jetzt?“ rief Manuel, als er wieder auf den Beinen war. Kim wollte antworten, als die Flut vor der Tür eintraf und grölend auf die Metalltür einschlug. Kim drückte sich im Rahmen der Tür, mit dem Fuß gegen den Metallgriff der Schiebetür. „Schaffst du das?“ fragte Manuel besorgt, Kim nickte. „Was wollen die von euch!“ rief Ashley unfreundlich. Manuel antwortete: „Alle jene, die du und Kim mal verprügelt haben, haben sich zusammengerottet und wollen sich jetzt an euch rächen.“ Kim nickte. „Ja, in aller Kürze ist es genau das. Aber die Frage ist immer noch, was machen wir jetzt?“ Ashley ging auf Kim zu. „Lass mich die Tür zuhalten.“ Kim nickte und die Mädchen wechselten die Position. Vielleicht wollte Ashley zeigen wie stark sie war, denn sie hielt die Tür locker, mit nur einem Arm zu. Kim verdrehte die Augen, sagte aber nichts.

Einen Augenblick hörte man nur die grölende Masse vor der Tür. Dann erhob Ashley die Stimme. „Ich weiß was wir machen. Wir lassen sie rein!“ „Toller Plan.“ sagte Manuel und verschränkte die Arme. „Und dann reden wir einfach mit ihnen?“ Ashley sah Manuel scharf an und er verstummte. „Nein, ich mache die Tür auf, zieh ein paar von ihnen rein und Kim haut sie um. Sobald sie abgefertigt sind, ziehe ich neue herein. Kim grinste breit. „Der Plan gefällt mir, wir verprügeln sie Stück für Stück. „Aber bekommst du die Tür auch wieder zu?“ Ashley sah ihn erneut böse an. „Na klar und wenn sich einer zwischen die Tür zwängt, bekommt er meine Faust zu spüren.“

„Na dann!“ rief Kim freudig und zog sich die Jacke aus. Sie schob ein paar Regale an die Seite, so dass sie in der Mitte des Raumes genug Platz hatte. Dann ging sie in Kampfhaltung. „Manuel, du versteckst dich hinter den Regalen, es ist am besten, wenn man dich nicht sieht. Sonst kommen die Idioten noch auf falsche Gedanken.“  Manuel nickte und kroch hinter die Regale, damit er nicht ins Kreuzfeuer geriet. Kim nickte Ashley zu. „Okay, dann hohl mal die ersten rein.“

Ruckartig machte Ashley die Tür einen kleinen Spalt auf, griff mit der Hand in die Horde und zog einen Kerl ins Innere. Der Typ in Lederjacke stolperte in den Raum und wurde von Kim Eisenfaust sofort k.o. geschlagen. Schlaff wie eine Puppe fiel er zu Boden. Kim nahm den Baseballschläger, welcher der Typ bei sich gehabt hatte und zerbrach diesen Kurzerhand. Besinnungsloser Typ, wie auch die Reste des Schlägers, warf Kim in die Raumecke gegenüber der Tür.

„Du kannst ruhig mehr als einen reinziehen. Sonst dauert das ja ewig.“
„Das war ja nur ein Test.“ knurrte Ashley. „Jetzt kommen mehr. Bereit?“
„Klar.“

Ashley zog dieses Mal drei Jungen schnell hintereinander in den Raum. Genauso schnell, wie sie in den Raum stolperten, fertigte Kim sie auch ab. Der erste bekam einen Tritt zwischen die Beine und wurde, als er in die Knie ging, mit einen Kniekick erledigt. Der nächste wurde mit einem Handkantenschlag paralysiert, was Manuel beeindruckt  zwischen den Regalen hindurch beobachtete und danach mit einem Aufwärtsschlag schlafen geschickt. Der Letzte sah verdutzt seine Begleiter zu Boden gehen und als er dann Kim ansah, bekam er einen Highkick ins Gesicht, der seinen ganzen Körper an die gegenüberliegende Wand schmetterte. Mit einem breiten Grinsen räumte Kim die Jung aus dem Weg. „Oh Mann, das macht Laune.“ Lachte sie und sah aus wie eine Amazon Kriegerin. „Hole mehr Ashley, langsam komme ich in Fahrt.“

Danach legte Kim richtig los. Einen Jungen nach den anderen fertigte sie ab und stapelte ihn in die Ecke des Raumes. Sie verabreichte ihren Opfern Faustschläge ans Kinn, Bauch, Weichteile und Arme. Sie vollführte Kicks, die gleich mehrere Jungs auf einmal ins Traumland beförderten. Sie verabreichte Handkantenschläge womit sie Körperteile Lähmte, ihre Opfer betäubte oder nur Schmerz austeilte. Sie zeigte unglaublich schnelle Faustkombinationen an mehreren Jungs gleichzeitig.  Manuel hatte bis zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst, mit was für einer Kampfmaschine er zusammen war. Diese Frau war eine unglaublich gute Nahkämpferin. Außerdem sah Manuel auch, was für einen unglaublichen Spaß Kim beim Verprügeln hatte. Sie strömte ein richtiges Feuer aus. Manuel sah ihr mit offenem Mund zu und fand diese große starke Frau nur sexy und unfassbar toll.

„Okay, sie versuchen nicht mehr reinzukommen.“ sagte Ashley als sie die Tür ein weiteres Mal schloss. Der letzte Junge auf den Beinen holte gerade schreiend mit seinen Baseballschläger aus. Mit einem absoluten Powertritt zerteilte Kim den Schläger und traf zusätzlich den dahinterliegenden Kopf des Angreifers. Mit einen Seufzen ging der Mann schlaff zu Boden. Manuel hatte mitgezählt. Seine schöne große Kriegerin hatte bereits 26 Männer k.o. geschlagen. Und keiner von ihnen war bis jetzt wieder zur Besinnung gekommen.

„Schade.“ sagte Kim, das macht so Laune. „Ja du hast Spaß!“ brummte Ashley. „Während ich hier den Türwart mache. „Ich möchte auch jemanden verprügeln.“ „Na dann gehen wir doch raus. Das war doch bestimmt schon mehr als die Hälfte. Den Rest schaffen wir zusammen.“ Manuel kam hinter dem Regal hervor. „Und was ist mit mir?“
Kim sah ihn fröhlich an. „Na du wartest hier, bis wir fertig sind.“ „Aber was ist wenn einer von denn hier aufwacht?“ Kim zog eine Augenbraue hoch. „Na das wird bestimmt nicht geschehen. Ich habe so hart zugeschlagen, dass keiner von denen in den nächsten Stunden wieder wach wird.“

„Können wir endlich gehen?“ rief Ashley ungeduldig. „Ja klar, gehe vor.“ Die beiden Mädchen schoben sich durch die Tür, die tatsächlich nicht mehr belagert wurde. Es dauerte nicht lange, bis Manuel die typischen Kampfgeräusche von Draußen hörte. Es klatschen Fäuste, es schrien Männer es lachten Frauen. Nach und nach mehrten sie die Stimmen, in denen Männer um Gnade flehten. Und nach vielleicht 20 Minuten herrschte Stille. Es dauerte nicht lange, bis Kim den Kopf durch die Tür steckte.

„Okay, wir sind fertig.“

Manuel konnte seinen Augen nicht trauen, als er auf den Flur trat. Überall lagen k.o. geschlagene Menschen herum. Manche bildeten kleine Haufen, andere lehnten schief an der Wand oder sabberten nur auf den Boden. In der Mitte dieser Menschen stand Ashley, sie hatte einen Jungen am Arm gepackt, der noch nicht von ihnen verprügelt worden war. Es war die Hackennase Gunnar. Auf Ashleys Gesicht sah Manuel etwas, was er dort lange nicht gesehen hatte. Ein fröhliches Lächeln. Gunnar hingegen war kreidebleich und seine Hose nass.

„Ihr könnt jetzt gehen.“ sagte Ashley. „Und nur fürs Protokoll, ich hasse euch beiden immer noch. Egal wie viel Spaß wir gerade hatten.“ Kim und Manuel sahen sie schuldbewusst an. „Und was passiert mit dem da?“ Manuel deutete mit dem Finger auf Gunnar. „Der gehört mir.“ sagte Ashley. „Wenn ich mit ihm fertig bin, wird es sich wünschen, nie auf diese Schule gekommen zu sein.“ „Ohhh nein, bitte nicht.“ schluchzte Gunnar und Ashley sah in böse an. „Halt den Mund, sonst wachst du im Krankenhaus wieder auf. Und wenn ich diesen hinterhältigen Mistkerl windelweich geprügelt habe, werde ich hier noch einmal jeden einzelnen wachohrfeigen und eine gehörige Nachbehandlung verpassen.“ Manuel zog die Augenbrauen hoch, sagte aber nicht. „Oh, ich will auch.“ rief Kim und klatschte begeistert in die Hände. „NEIN!“ riefen Manuel und Ashley gleichzeitig und sahen sich gleich darauf verwirrt an. „Ihr seid beide doof.“ schmollte Kim. „Wie gesagt ihr könnt gehen.“ sagte Ashley kühl und Manuel nickte.

„Komm wir gehen.“ sagte er zu seiner großen Freundin und zog an ihrem Ärmel.
„Nein, ich will noch sehen wie sie Gunnar vermöbelt.
„Nichts da. Lass sie in Ruhe. Sie ist schon sauer genug auf uns.“
„Ach man.“  Widerwillig stieg Kim mit Manuel das Treppenhaus herunter.

„Ach im Übrigen, es waren 45. Auf dem Flur habe ich 19 gezählt und drinnen 26.“
„Fühlte sich gar nicht nach so vielen an.“ Kim rieb sich die Faust. „Aber man könnte fast sagen, dass mein Bedürfnis nach einer Prügelei endlich mal gesättigt ist. Was meinst du?“
 „Hört sich für mich ehr nach Sex ohne Vorspiel an. Sobald wir zuhause sind.“
„Oh armer Köter. Na wenn du es so nötig hast, wird es mir ein Vergnügen sein, dich zu Hause nach Strich und Faden zu vermöbeln.“

Freitag, 20. Januar 2023

Mädchen und Frauen haben das Sagen 10 – Es können nicht alle Glücklich sein

Ashleys nervöse Art an diesem Wochenende machte selbst ihre Mutter verrückt. Schon am Samstag beim morgendlichen Krafttraining wurde das deutlich. Ashley und ihre Mutter trainierten jeden Tag und sie hatten einen kleinen Wettbewerb laufen. Doch immer wenn Ashleys Mutter an der Reihe war eine Übung zu machen, war es Ashley die nervös herumlief. Bis ihre Mutter sie genervt aufs Laufband verdonnerte und sie zusätzlich mit Gewichten beschwerte. Doch selbst nach einem Ultratraining mit ihrer Mutter, nachdem sie jeden einzelnen Muskel in ihrer Körper fühlte, riss die Nervosität nicht ab. Sie musste Manuel sehen. Sie wollte etwas mit ihm unternehmen. Irgendwas. Sie wollte ihn nicht nur in der Schule sehen und sie wollte auch nicht bis Montag warten um bei ihm zu sein. Es würde ihr genügen, wenn er einfach nur bei ihr war.

Nach dem Training schickte sie Kim eine Nachricht. Sie musste ihr helfen, alleine schaffte sie es nicht. Nach 20 Minuten hatte Kim immer noch nicht geantwortet. Ashley wusste, dass Kim nicht gerade eine Frühaufsteherin war. Und wenn sie es am Freitag richtig übertrieben hatte, konnte sie locker bis mittags schlafen. Aber ohne Ashley wäre Kim am Freitag nicht losgezogen.

Da Ashley keine Antwort erhielt und nichts mit sich anzufangen wusste, ging sie mit ihrer Mutter einkaufen. Mittags schrieb sie Kim wieder. Eine Stunde später nochmal. Aber Kim antwortete nicht. Als ob sie sauer wäre. Ein Funkloch war es nicht. Sie konnte sehen, dass Kim die Nachrichten erhielt, sie lass diese aber nicht. Also war sie beschäftigt. Vielleicht waren ihre Eltern zu Hause, dann konnte es sein, dass Kim mal keine Zeit für ihr Handy hatte. Dennoch schickte Ashley ihrer Freundin noch weitere fünf Nachrichten. Danach wartete sie wieder. Vergebens.

Sie musste was tun, irgendwas. Ashley machte alle ihre Hausaufgaben und lernte für die nächste anstehende Arbeit. Sie räumte ihr Zimmer komplett auf. Am Abend trainierte sie wieder mit ihrer Mutter. Und wieder ging sie absolut ans Limit. Danach kippte sie ins Bett doch ihr Geist war hellwach. Bis weit nach Mitternacht sah sie fern, bis sie endlich einschlief. Als sie erwachte war es 9:00 Uhr morgens. Ein Blick auf ihr Handy. Keine neuen Nachrichten. Jetzt reichte es. Wütend marschierte Ashley ins Bad, ließ das Training mit ihrer Mutter ausfallen und machte sich auf den Weg zu ihrer besten Freundin. Kim.

Warmes Sonnenlicht weckte Manuel. Er öffnete die Augen und fand sich in Kims Bett wieder. Die langen Arme der schlafenden Schönheit lagen auf seinem Oberkörper. Er blickte sie an. Wie friedlich diese schöne, wilde Kriegerin sein konnte. Sanft entschlüpfte er ihrer Umarmung und ging ins Bad. Dies sollte der beste Sonntagmorgen überhaupt sein. Und wenn er diese Göttin küsste, dann nicht bevor er sich die Zähne geputzt hatte. Er roch an seiner Hand. Vielleicht sollte er seine Zähne mehr als nur einmal putzen.

Mitten beim Zähneputzen erschien seine Göttin. Sie stellte sich neben ihn und fing ebenfalls an, sich die Zähne zu putzen. Im Spiegel sah er nicht nur, wie signifikant größer sie war, er sah auch alle ihre Muskeln, denn sie war genauso nackt wie er. Es dauerte nur Sekunden, bis seine Erregung sehr deutlich sichtbar war. Kim grinste.

„Guten Morgen.“
„Meinst du mich oder …“ er deutete auf seinen Schritt. Kim lachte und spülte sie sich den Mund aus. Energisch griff sie ihn an den Schultern und drückte seinen Körper an die Wand. Langsam ob sie ihn vom Boden.
„Muss ich dir schon vor dem Frühstück Abhilfe verschaffen?“
„Ja, aber nur ein kleines bisschen. Ich will nicht gleich vollkommen fertig gemacht werden.“
„Ohhh.“ machte Kim und trug ihn aus dem Bad.

In ihrem Zimmer, warf sie Manuel auf ihr Bett und stürzte sich wie eine überdimensionale Wildkatze auf ihn. Dieses Mal blieben sie tatsächlich im Bett, was den Vorgang aber nicht weniger heftig machte. Kim ritt Manuel wieder einmal ohne Gnade von einem Höhepunkt zum nächsten. Machte er schlaff, wusste sie viel zu gut, was sie zu tun hatte, um das Feuer neu zu entfachen. Sie trieb es so gnadenlos mit Manuel, bis er wieder bei einem Höhepunkt das Bewusstsein verlor. Dieses Mal Ohrfeigte Kim ihn nicht wach. Er erwachte ganz von selbst, mit seinem Kopf auf ihrem Sixpack.

Als er ihn erhob, schlangen sich plötzlich Kims kräftige Schenkel um seinen Hals. „Habe ich dich eigentlich schon mal auf diese Weise ausgeknockt?“ Manuel versuchte ihre Schenkel zu lockern, wobei er vergeblich an den dicken Muskelsträngen zerrte. Ihr Druck wurde stärker und Manuel glaubte nicht mehr atmen zu können. „Ich strenge mich gar nicht an. Ich habe nur meine Beine etwas angehoben. Und du bist schon am Limit. Soll ich dich jetzt fertig machen?“

„Ja, bitte.“ nuschelte Manuel. „Der Druck deiner Beine ist einfach zu viel. Bitte.“ Ihm liefen die Tränen aus den Augen. „Nee. Du hältst noch länger aus. Ganz sicher.“ Seine Augen wurden ganz groß und Kim schenkte ihm ihr dunkles Lächeln.

„Aber Kim…“
„Schhhh. Leide einfach leiser.“ Sie machte ihren starken, Arm lang und hielt ihm Mund und Nase zu.
Manuels Kopf färbte sich langsam rot. Er konnte nichts tun. Kims Beine lagen wie Stahl um seinen Kopf, der sich anfühlte, als ob er gleich platzen würde. Bewegen konnte er ihn ebenfalls nicht. Als Kim ihre Hand wieder wegnahm, schnappte er gierig nach Luft. Kim sah ihm amüsiert zu.

„Du bist so schwach und hilflos. Als ob ich mit einem Welpen spiele.“
„Bitte Kim. Lege mich schlafen. Knock mich einfach aus, ja? Bitte, bitte ich ertrage das nicht mehr.KIM!“
„Also willst du dass ich alle Muskeln in meinen Beinen anspanne? Denkst du, du überlebst das? Das wäre bestimmt, als würde dich ein Laster überfahren. Dir ist bestimmt nicht klar, wie viel ich mit diesen Beinen täglich stemme. Und einen halben Knockout mache ich nicht. Wenn schon, dann richtig. Jetzt gerade ist so gut wie keine Spannung in meinen Beinen. Also willst du wirklich den ultimativen Knockout meiner Beine, der dich bestimmt eine ganze Woche ausschaltet?“

Manuel sah sie verzweifelt an. „Jjjj…ja!“ presste er heraus. Wieder grinste Kim sadistisch.
„Ich weiß nicht.“ sagte sie gedehnt. „Du lässt mich ja auch ständig beim Sex hängen. Das sollte ich jetzt auch mal bei dir tun.“ Sie griff neben sich an den Beistelltisch und angelte sich ihr Handy. Manuel litt dabei leise zwischen ihren Beinen und vergötterte gleichzeitig diese Frau. So stark, so schön und so gnadenlos. Obwohl sie ihn gerade ziemlich über sein Limit hinaustrieb, kam er.

„Ach Gott.“ sagte Kim plötzlich und richtete sich im Bett auf. Dabei bewegten sich die Muskeln in ihren Beinen so stark, das Manuel auf der Stelle ausgeknockt wurde, was Kim noch nicht einmal bemerkte. Sie sah nur, das Ashley ihr schon an die zwanzig Nachrichten geschickt hat. Gestern hatte sie diese Nachrichten ignoriert aber da waren es noch nicht so viele gewesen. Sie ging die Nachrichten durch, natürlich ging es dabei nur um Manuel. Die letzte Nachricht von heute Morgen beunruhigte sie. „Du hast immer noch nicht geantwortet. Also werde ich nach dem Frühstück bei dir vorbeischauen. Vielleicht musst du ja vor deinen Eltern gerettet werden.“
Sofort nahm Kim ihre Beine von Manuel und stand auf.

„Los aufstehen. Wir bekommen Besuch. Beeile dich, du musst sofort verschwinden!“ Eilig zwängte sich Kim in ihre Jeans und sah zum Bett herüber. „Hörst du schlecht?“ Sie packte Manuel an den Haaren und hob ihn hoch. „Was k.o.? Schon wieder? Wovon den bitte?“ Schnell lief sie mit Manuel ins Bad und hielt seinen Kopf unter kaltes Wasser.
Schnell wurde ihr Geliebter wach.

„Ohhh, Ohrfeigen sind mir lieber. Musste es kaltes Wasser sein?“
„Lese das!“ sagte Kim und drückte ihm ihr Handy in die Hand.
Während Manuel lass, zog sich Kim fertig an und machte sich vor dem Spiegel zurecht.
„Scheiße.“ rief Manuel laut.
„Ja ganz genau, sie wird bald hier sein. Du musst verschwinden.“
„Ach so? Soweit war ich noch nicht. Viel krasser ist doch, das sie in mich verliebt ist.“
„Das hast du immer noch nicht gemerkt?“
„Nein, du hast ja auch nichts gesagt.“
„Natürlich nicht. Ashley wollte es nicht und nachdem wir… du weißt schon, und näher gekommen sind, war Ashley nun wirklich nicht dass, worüber ich reden wollte.“
„Fuck und sie ist deine beste Freundin?“
„Du bis morgens echt langsam, oder?“
„Oh Mann ich muss schnell verschwinden.“
„Willst du mich verarschen? Wo von rede ich bitte die ganze Zeit. Und jetzt ziehe dir endlich was an, du bist noch vollkommen nackt.“

Beide zuckten zusammen als es an der Tür läutete.
„Verdammt was war das? Ein Alarm?“
„Nein die Haustür. Ashley ist da!“
„Von Draußen klang das gestern Morgen nicht so laut. Alter Falter bei euch hat Besuch wohl oberste Priorität.“
„Verdammt Manuel. Höher auf zu quatschen und ziehe dich endlich an. Ich lauf runter und lenke Ashley ab. Und wage es ja nicht runter zu kommen.“
„So blöd bin ich auch nicht.“


Ungeduldig trat Ashley von einen Bein aufs andere. Kims Eltern waren bestimmt nicht da, die hätten um diese Zeit längst die Tür geöffnet. Sicher quälte sich Kim aus dem Bett. Aber verflucht, musste das so lange dauern?
Sie wollte schon ein weiteres Mal klingeln als Kim die Tür öffnete. Sie wirkte richtig abgehetzt.
„Ashley.“ Kim grinste künstlich.
„Warum nennst du mich Ashley? Habe ich dich geweckt? Du hast gestern den ganzen Tag nicht geantwortet. Das ist nicht deine Art und da habe ich mir Sorgen gemacht. Ich brauch unbedingt deine Hilfe Kim. Hast du vielleicht Manuels Nummer, damit wir ihn anrufen können?“
„Nein Ash, die habe ich nicht. Und plappere nicht so schnell vor dich hin, ich bin gerade erst wach geworden.“
„Entschuldige Kim.“

Die beiden Mädchen gingen in die Küche und Kim machte einen Kaffee.
„Was war den gestern bei dir los? Warst du so beschäftig?“
Kim wurde rot und nahm schnell ein Schluck Kaffee.
„Äh, nee mein Akku spinnt. Hätte echt ein neues Handy nötig.“
„Du bekommst von mir keins mehr.“
„Schade, ein Versuch war es wert. Warum hast du denn seine Nummer nicht. Ihr wart doch an Halloween zusammen. Da tauscht man doch die Nummern aus.“
„Jaaaa, diesen wichtigen Punkt habe ich bei der ganzen Aufregung vergessen. Hmm, wo ist denn dein Handy?“

„Oben wieso?“
„Ich muss dir unbedingt was schicken, mach dir mal dein Frühstück, ich kann dein Handy für dich holen.“
„Hey, nein warte Ashley.“

Aber ihre nervöse Freundin war schon losgelaufen. Kim ließ alles stehen und hetzte hinterher. Ashley war erstaunlich schnell, obwohl bei einem Wettrennen immer Kim gewann, war Ashley vor ihr in Kims Zimmer. Zum Glück sah Ashley, Kims Handy auf einer Kommode an der Wand stehen und steuerte sogleich darauf zu. So sah sie nicht Manuels Kopf, der unter Kims Bett hervorlugte.

Wie eine Aktion-Heldin, schlitterte Kim auf einem Knie über den Boden und trat mit dem anderen nach Manuel. Der kräftige Kick raubte Manuel nicht nur augenblicklich die Besinnung, er schob ihn auch ein weites Stück unter das Bett. „Was war das denn?“ fragte Ashley und drehte sich um. „Ach nichts.“ sagte Kim schnell und grinste künstlich.
War nur zu schnell und bin über den Teppich gerutscht.

„Warum bist du mir den  wie eine Irre hinterhergerannt.“
„Ach nichts, dachte nur, hier würde was Peinliches rumliegen.“
„Von wegen! Was kannst du schon peinliches rumliegen haben? Oh, du hast einen Kontakt der Köter heißt?“
Kim wurde rot. Ja, Manuel hatte sie gestern Nachmittag, als sie auf dem Sofa lagen, auf ihrem Handy angerufen bzw. geschrieben. Und natürlich hatte sie ihn unter „Köter“ abgespeichert. Allerdings hatte er sie auch als „Prügelgirl“ abgespeichert.

„Was suchst du in meinen Kontakten?“
„Nichts war nur im Chat weil ich dir…“

Ashley verstummte mitten im Satz. Sie sah nicht mehr auf das Display, sondern starrte auf den Boden. Kim folgte ihren Blick und wurde blass. Manuel hatte vielleicht seine Klamotten angezogen aber seine Jacke lag noch auf dem Boden. Und die kannte Ashley.

„Warum liegt Manuels Jacke in deinem Zimmer?“ Ashley sprach langsam und ihre Stimme bebte.
„Uh, die hat er hier wohl vergessen als er, …“ Kim wusste nicht weiter.
„Und wer ist dieser Köter, der dir fünf Herzen und einen Kussmund geschickt hat?“ Nun schrie Ashley.
„Okay, okay, Ashley das ist nicht so…“
„Manuels Jacke liegt hier und du antwortest die ganze Zeit nicht. Und dieser Köter…“ Sie drückte eine Taste auf Kims Handy. Es summte laut unter dem Bett.
„Ist er darunter Kim? Ist er?“ Ashley fing an ihre Freundin zu schubsen. „Ist er unter deinem verfickten Bett Kim?“
Kim versuchte die Arme ihrer Freundin fest zu halten aber diese riss sich los.

„Fass mich nicht an!“ Ihr liefen die Tränen aus den Augen. „Und nun sage mir ins Gesicht Kim das du nicht mit Manuel …, dass ihr nicht, …“ Sie konnte es nicht aussprechen. Kim wurde knallrot. Ashley schlug sich die Hände vor das Gesicht. „Oh mein Gott.“ flüsterte sie. Einen Augenblick herrschte Stille.

„In meinen ganzen Leben bin ich noch nie so hintergangen worden. Ich will dich in meinen ganzen Leben nie wieder sehen.“ Mit eisiger Kälte in ihrem Blick ging sie an Kim vorbei und knallte dessen Zimmertür zu.

Ashley stand noch wenige Sekunden versteinert da. Dann brach sie heulend in sich zusammen.


Frau Waldhaar betrachtete stolz den Neuzuwachs in ihrem Garten. Dabei handelte es sich um einen weiteren Gartenzwerg. Der 10 Zentimeter große Geselle, trug eine Spitzhacke und eine Laterne bei sich. Er gehörte nun zu ihrer Sammlung und damit zu 32 weiteren seiner Art, die den kleinen Garten dicht besiedelten. Frau Waldhaar blickte auf, als sie das Teenagermädchen von neben an, die Straße herunterkommen sah. Sie ging sehr energisch und hatte sichtlich geweint. Denn ihr Gesicht war gezeichnet von verheulter Schminke.

„Ah Kind was ist denn passiert?“
„Nicht jetzt Frau Waldhaar!“ zischte das Mädchen böse.
„Aber Ashley, wie redest du…“
„Wissen sie was Frau Waldhaar?“ grollte das verheulte Mädchen. „Ihre Gartenzwerge sind scheiße. Sie sehen allesamt böse und gemein aus. Als ob sie eine Herde Triebtäter im Garten hätten.“
„Also, also, …“ Frau Waldhaar war ganz aufgebracht. So hatte lange niemand mehr mit ihr geredet.
„Das junges Fräulein, dass … werde ich deiner Mutter erzählen.“
„Ich bin keine Fünf mehr, die weint wenn ihr Ball in ihren Garten fliegt. Wenn sie was an mir auszusetzen haben, sagen sie es mir direkt und nicht meiner Mutter, ansonsten können sie sich von ihren Triebtätern verabschieden.“
„Oh, das wagst du nicht.“
„Wollen wir wetten?“

Ashley marschierte wieder los. Aber sie bog nicht bei ihrem Zuhause ab, sondern lief weiter zum nächsten Nachbarn. Es handelte sich um das Haus des alten Mannes, der ihr Halloween den überdimensionalen Hammer aus seinem Garten geliehen hatte. Und genau mit diesem Hammer kehrte Ashley nun zurück. Frau Waldhaar, die gerade ihren eigenen Garten verlassen hatte, um zu Ashley Mutter zu gehen, blieb versteinert stehen.

„Was hast du vor Kind?“

Doch Ashley antwortete nicht. Sie hüpfte geschmeidig über Frau Waldhaars Gartenzaun und holte beim erst besten Gartenzwerg zum Schlag aus. „NNNEEEIIIIINNNNN“ kam es schrill von Frau Waldhaar. Dann versenkte Ashley den schweren Hammerkopf an die 10 Zentimeter im Boden. Als sie ihn hob, war aus dem Gartenzwerg feiner Staub geworden, der sich am Grund des Loches befand. Die pummelige Frau Waldhaar sah entsetzt zu, wie das muskulöse Mädchen erneut zum Schlag ausholte. Die Muskeln an ihren Armen traten hervor und ein weiterer Gartenzwerg musste dran glauben. Frau Waldhaar riss ihren Blick von dem Mädchen los und rannte zu deren Wohnungstür. Wild drückte sie auf die Türklingel.

Während sie darauf wartete, dass die Tür geöffnet wurde, schickte Ashley noch 3 weitere Zwerge in den Gartenhimmel. Das schöne, wie auch wütendem Gesicht von Ashley Mutter erschien vor der Tür.

„Frau Waldhaar, warum klingeln sie wie eine …“
„Ihre Tochter, ihre Tochter, sehen sie doch was sie tut!“ rief die dicke Frau.

Ashleys Mutter staunte nicht schlecht, als sie sah, wie Ashley mit diesem überdimensionalen Hammer, Gartenzwerge in Staub verwandelte. „Warum macht sie das?“
„Ich habe keine Ahnung aber sie müssen etwas unternehmen!“
„Ashley, höre sofort damit auf!“ Rief Ashley Mutter. Mit großen Schritten und einen Sprung über den Gartenzaun war sie schnell im Nachbarsgarten und bei ihrer Tochter. Doch diese dachte gar nicht daran aufzuhören und holte gerade erneut zum Schlag aus. Es klatschte laut, als ihre Mutter den Hammer mit ihrer linken Hand am Griff, aufhielt. „NNEIIINNN“ schrie Ashley hysterisch, doch ihre Mutter war zu stark. Sie entriss ihrem Kind den Hammer, wobei ihre Muskeln beachtlich hervortraten.

„Gib ihn mir wieder, gib ihn mit wieder,…“ schrie Ashley und trommelte auf die stählernen Bauchmuskeln ihrer Mutter. Dann rutschte sie auf die Knie und fing bitterlich zu weinen an. Ashley Mutter legte ihr eine Hand auf die Schulter. Ihre Tochter zitterte. „Ach Gott.“ kam es leise von Frau Waldhaar. Ashley wurde von ihrer Mutter mit beiden Händen unter der Schulter gepackt und auf den Arm genommen. Weinend wurde das Kind von seiner Mutter ins Haus getragen.

Frau Waldhaar ging zurück in ihren Garten und betrachtete betrübt, die riesigen Löcher, welche der Hammer in ihren Rassen gerissen hatte. Böse sah sie den Hammer an, der unschuldig mitten auf dem Weg zu ihrer Haustür lag. „Dieses Ding sollte verbrannt werden.“ nuschelte sie. „Aber da ich eine anständige Frau bin, …“ sie packte den Hammerstiel mit beiden Händen und erstarrte. Dieser Hammer konnte unmöglich so schwer sein. Sie zog aber es war, als ob sie versuchte, ein Auto zu ziehen. Hing dieses dumme Ding am Boden fest? Nein, sah alles in Ordnung aus. Sie lehnte sich mit ihrer, nicht unbeachtlichen Körperfülle, gegen den Hammer und dieser rutschte langsam über die Gehwegplatten. „Wie wütend muss dieses Kind gewesen sein, damit sie dieses Monster hochbekommen hat?“ sagte Frau Waldhaar laut.

Da ging die Tür ihrer Nachbarn ein weiteres Mal auf und Ashley Mutter kam erneut heraus.
„Oh, na wie geht es der Kleinen?“ fragte Frau Waldhaar und ließ den Griff des Hammers los.
„Sie ist vollkommen aufgelöst. Es muss etwas sehr schlimmes passiert sein. Aber sie sagt keinen Ton. Sie will nur alleine sein.“
„Liebeskummer.“ sagte Frau Siebenhaar kurz.
„Ja vielleicht.“ Ashleys Mutter sah auf das Chaos, welches ihre Tochter hinterlassen hatte. „Das mit ihrem Garten tut mir sehr, sehr leid. Schicken sie mir bitte eine Rechnung?“
Frau Waldhaar winkte ab. „Ach was, jetzt habe ich wieder Platz für neue Zwerge, das hat auch was. Aber wenn sie diesen Hammer hier mitnehmen könnten?“
„Ich werde Ashley dazu verdonnern, ihren Garten wieder in Ordnung zu bringen. Darauf können sie sich verlassen. Aber erstmal bracht sie Ruhe. Und das mit den Kosten, sollten sie sich überlegen. Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass sie so gelassen mit der Sache umgehen.“
„Na ja, ich denke ihre Tochter befand sich in einer sehr besonderen Lage.“

Ashley Mutter war im Garten angekommen und hob mit der linken Hand locker den Hammer hoch. Dabei traten deutlich ihre dicken Muskeln hervor. Frau Waldhaar staunte nicht schlecht.
„Sie sind wirklich gut in Form, das muss ich sagen.“
„Danke bis bald. Ich melde mich.“ Ashleys Mutter ging wieder in ihren Garten und lehnte den Hammer mit Leichtigkeit an ihre Hauswand. Dann verschwand sie wieder in der Haustür. „Unglaublich.“ flüsterte Frau Waldhaar leise.


Manuels Kopf dröhnte mehr als sonst, als er erwachte. Er wollte den Kopf heben und bereute es sofort, als er sich den selbigen stieß. Stöhnend lag er schlaff am Boden und brauchte Minuten um zu merken, dass er unter Kims Bett lag. Er zog sich langsam über den Teppich und dachte darüber nach, wie er in die hinterletzte Ecke von Kims Bett geraten war. Aber er erinnerte sich nur noch, wie er schnell unter Kims Bett kriechen wollte, weil Ashley die Treppen hinaufgerannt kam. Dann eine große Lücke voller Nichts. Er rappelte sich auf, als er es endlich geschafft hatte, unter dem Bett hervorzukriechen. Seine ganze Kleidung war voller Staub, er hatte wirklich in der hinterletzten Ecke gelegen.

Das Zimmer lag im Halbdunkeln. Draußen waren bereits Finster und die einzige Lichtquelle im Zimmer bestand aus einen dieser Lichter für die Steckdose. Das Licht reichte dafür aus, sich eine Kopfschmerztablette vom Beistelltisch des Bettes zu nehmen und sich im Zimmer umzusehen. Er war alleine, keine Kim und keine Ashley. Am Boden lag nur seine Jacke und Kims Handy. Manuel musste unwillkürlich an einen Tatort denken. Warum war es so still?

Manuel machte sich auf die Suche nach Kim. Er ging in jedes Zimmer des Hauses, doch jedes einzelne war Menschleer. Da er Kim nirgends fand sah er in den Garten. Dort ging gerade die Sonne mit den letzten Strahlen des Tages unter. Auf der Backsteinmauer, die den Garten umzog saß ein Mädchen. Groß, schlank, mit langen braunen Haaren, seine Kim.

Kim erschreckte nicht, als sich plötzlich ein Arm um sie legte und sich Manuel neben sie setze. Sie wusste nicht wie lange sie schon auf dieser Mauer saß und vor sich hinstarrte. Die Sonne war fast untergegangen. Sie drückte sich an Manuel. Es war gut dass er da war. Er sagte nichts. Es war wohl klar was passiert war oder er wartete, bis sie etwas sagen würde. Doch sie sagte nichts. Sie saßen beide auf der Mauer und sahen zu, wie die Sonne verschwand. Danach umgab sie Finsternis.

Freitag, 23. Dezember 2022

Die weiblichen Eindringlinge Kapitel 60 Alina der pinke Weihnachtsengel

„Oh Hektorchien!“ erklang es erneut in einer nervigen Tonlage. Hektor war sich sicher, dass die Göre vor seiner Tür wohl nicht von alleine wieder verschwinden würde. Mit einem tiefen Seufzen öffnete er die Tür. Vor seiner Tür stand ein Mädchen, dass er nur allzu gut kannte. Alina war die Tochter seiner Nachbarin. Eine blonde Frau mit einem Bizeps, wie er ihn noch nie bei einer Frau gesehen hatte. Und auch ansonsten war diese Frau extrem muskulös.

Ihre Tochter schlug genau in die gleiche Kerbe und versuchte wohl genauso stark zu werden wie ihre Mutter. Hektor hatte bereits auf demütige Weise feststellen müssen, dass dieses Mädchen vor seiner Tür, wie auch ihre Mutter ihm Körperlich überlegen waren. Etwas, das sein Machogehirn nur schwer begreifen konnte und auch niemand glauben konnte der Hektors bullige Statur kannte. Besonders bei diesen Mädchen mit den großen Augen und dem Herzförmigen Gesicht konnte er es selbst nicht fassen.

Und genau dieses Mädchen, stand in einer grellpinken Winterjacke und gleichfarbiger Wollmütze vor seiner Tür. Ihr strahlendes Lächeln mit diesen schneeweißen Zähnen machte ihn schon fast wütend. Denn bei ihr sah es immer so aus, als ob sie ihn verhöhnen würde. Dieses zuckersüße Auftreten war nur Fassade. Und ihre Größe täuschte über ihr wirkliches Alter hinweg. Sie musste bereits 18 und volljährig sein aber da sie ehr klein war und sich immer Pink und Mädchenhaft kleidete, bekam man einen ganz anderen Eindruck.

„Oh Hektorchien.“ rief sie und streckte ihm eine Geschenkebox entgegen. „Frohe Weihnachten du muffeliges Weichei!“ Er machte keine Anstalten das Geschenk entgegen zu nehmen. „Nenn mich nicht so!“ Alina grinste unbeirrt weiter und wirkte schon fast zwanghaft fröhlich. „Wie soll ich dich nicht nennen? Weichei? Aber du bist ein Weichei! Ein schwacher armer Mann der alleine lebt weil er so hässlich ist.“

Das war zu viel. Nicht nur das es der 23 Dezember war und dieses Balg ihn halb aus dem Bett, hinaus in die Kälte geklingelt hatte, nun beleidigte sie ihn auch noch. „Du kleine Mistkröte verschwindest jetzt von meinem … ohhhh“
Alinas Faust traf seinen Magen hart und drang tief in seinen Bauch ein. Luft entströmte seinen Körper und er ging mit einem Wimmern zu Boden. Die Kraft dieses Schlages war unglaublich. Alina ging einfach an ihm vorbei in seine Wohnung. Im Vorbeigehen tätschelte sie den Kopf des am Boden knienden Mannes.

„Nicht unfreundlich sein Hektorchien. Sonst packt der Weihnachtsmann seine Route am Heiligabend aus.“ Hektor brauchte gute zehn Minuten um sich so weit von dem Schlag zu erholen, so dass er es wieder auf die eigenen Füße schaffte. Und auch danach musste er noch innehalten, bis er die Kraft hatte, dem Mädchen in sein Wohnzimmer zu folgen.

Alina stand in der Mitte des Wohnzimmers und sah sich um, als ob es sich um ihr eigenes Haus handeln würde.
„Du hast ja gar keine Weihnachtsdeko Hektorchien!“ rief sie, als er durch die Tür kam.  „Ich habe dich nicht reingebeten, also verschwinde!“ Das Mädchen sah ihn an, diese intensiven blauen Augen hatte sie von ihrer Mutter.
Und egal wie süß ihr Gesicht war, ihr Blick wirkte bedrohlich.

„Aber ich habe dir doch ein Geschenk mitgebracht.“
„Was? Das hier?“ Die Geschenkebox stand neben ihm auf dem Esstisch. Es war nicht verschnürt, so dass er mit einer Handbewegung den Deckel von der Box streifen konnte. In der Box befand sich nichts. „Was soll das? Da ist nichts drin!“ „Die Box ist das Geschenk! Die ist doch schön. Ich würde mich über so eine Box freuen. Vielleicht willst du da ja was reinpacken und es mir schenken?“

„Du schenkst mir eine leere Box damit ich daraus ein Geschenk für dich mache?“
Alina nickte übertrieben. „Ja richtig. Ich helfe halt wo ich kann. Denn ich habe schon letztes Jahr festgestellt, dass du es versäumt hast mir etwas zu schenken. Und da wollte ich dieses Jahr auf Nummer sicher gehen. Ich weiß ja dass du es mit deinem Aussehen nicht einfach hast. Und sehr klug bist du auch nicht.“

„Hör zu du Biest, wenn du mich weiter beleidigst dann…“ Hektor ballte seine große Schinkenhand zu einer Faust.
„Oh ja!“ rief Alina begeistert und begann sofort ihre Winterjacke auszuziehen. „Du willst dich prügeln? Das wird bestimmt lustig.“

Unter ihrer Winterjacke trug Alina einen grauen Wollpullover der dicht an ihrem Körper lag. Schon an diesem Punkt fielen ihre dicken Oberarme auf. Doch dann machte das Mädchen mit ihrem rechten Arm eine spielerische Bizepspose. Hektor hatte den dicken Bizeps des Mädchens noch gut in Erinnerung, doch dieser hatte sich seit dem letzten Mal stark verändert. Er hatte nicht nur mehr Masse, er schoss auch zu diesem unendlich hohen Turm empor, wie es auch bei Alinas Mutter der Fall war. Und genau so wie bei ihrer Mutter hatte man den Eindruck, als hätte jemand eine Dose auf ihren Oberarm abgestellt. Wenn auch alles im Maßstab etwas kleiner war. Aber das tat dem imposanten Supermuskel keinen Abbruch. Hektor sperrte weit den Mund auf und glotzte Alinas Oberarm an. Er fragte sich, warum ein Mädchen mit solchen Muskeln nicht schon in allen Bodybuilder-Heften dieser Welt das Cover zierte.  

Wie in Trance sah er das Mädchen auf sich zukommen. Erst jetzt erkannte er den pinken Weihnachtsengel auf ihren Pullover. Der schnelle Faustschlag in seinen Magen hob ihn dieses Mal tatsächlich von den Füßen. Er glaubte ohnmächtig zu werden, als er vor dem Mädchen zu Boden ging. Er ring keuchend nach Luft als die Hand des Mädchen seinen Hals ergriff und seinen Oberkörper mühelos auf ihre Höhe brachte. Alina ballte die andere Hand zu einer Faust und hielt sie Hektor vor das Gesicht. Ihre blauen Augen strahlten dieselbe Härte aus wie ihre Muskeln.

„Na was ist Hektorchien? Soll ich dir jetzt das Gesicht verbeulen bis du komatös bist? Was meinst du?“
„Nein bitte nicht.“ Krächzte Hektor. Nach dem Faustschlag in seinen Magen fühlte sich sein ganzer Körper wie gelähmt an. Jetzt da Alina ihn an der Kehle hatte, fühlte sich der große bullige Mann tatsächlich hilflos.

„Wusste ich es doch du Weichei!“ lachte Alina. „Komm wir gehen in deinen Keller und suchen nach Weihnachtsdeko.“ Hektor hatte gar keine Möglichkeit sich zu weigern. Zum einen konnte er wegen des festen Griffs an seinem Hals kaum sprechen, zum anderen schliff ihn Alina einfach mit sich. Am Hals gepackt zog sie ihn hinter sich die Treppen herunter, wie ein ungeliebtes Stofftier. Hektor fühlte sich plötzlich ganz klein, als er von dem Mädchen, wortwörtlich mit Links in den Keller gezogen wurde.

An der Tür zu dem Raum, in dem Hektor das ganze Zeug stapelte, was er aktuell nicht brauchte aber auch nicht wegwerfen wollte blieb Alina stehen. „Da ist aber viel Müll drin. Da wird sich doch bestimmt auch Weihnachtsdeko finden. Alina ließ Hektor wortlos zu Bodenfallen  und schaltete das Raumlicht ein. Während Alina sich umsah, erholte sich Hektor langsam von Alinas grober Behandlung. Langsam kam er wieder auf die Füße.

Nachdem Alina eine Weile in etliche Kisten geguckt hatte räusperte sich Hektor. „Ich habe kein Weihnachtsgelumpe Mädchen! Warum glaubst du mir das nicht einfach.“ Alina sah in mit einen Besserwissergesicht an. „Ach ja? Und was ist das da hinten. Das sieht mit doch verdächtig nach einer Weihnachtsbeleuchtung aus.“ In der letzten Ecke des Raumes, lugte eine Lichterkette in bunten Farben hervor. „Das gehört zu einem Partyset.“ „Na und? Sieht doch weihnachtlich aus. Nur muss man da erstmal hinkommen. Das ist hier alles zugestellt.“
„Du bist doch klein. Das sollte doch kein Problem sein.“

Alina sah Hektor böse an. „So klein bin ich gar nicht. Außerdem habe ich eine bessere Idee.“ Hektor wurde nervös, als Alina zielstrebig auf ihn zukam. „Hey was wird das? Was willst du? Nicht wieder hauen hörst du, …. Ohhhhh“ Stöhnend ging Hektor in die Kiene, als Alina ihm wiedermal in den Bauch boxte. Dieses Mal nicht ganz so hart aber dennoch tat es weh. „Ohhh, warum immer auf die gleiche Stelle?“ wimmerte er vor ihr kniend. „Du Weichei.“ rief Alina und packte Hektor am Hals. Sie hob ihn etwas hoch, ergriff mit der anderen Hand seinen Gürtel um ihn gleich darauf vollständig in die Luft zu heben.

„Ahhh, nein lass mich runter.“ Er merkte wie Alina leicht in die Knie ging. „Hey was hast du vor? Ahhhhhhh“ Hektor schrie laut auf, als er von Alina quer durch den Raum in Richtung der Lichterkette geworfen wurde. Krachend ging er zwischen den Kartons zu Boden. Zum Glück federte eine alte Matratze seinen Sturz gut ab. Dennoch war er völlig verwirrt. Als er sich aufrichtete sah er, dass Alina seinen schweren Körper tatsächlich durch den Raum geworfen hatte. Das waren bestimmt 5 oder 6 Meter gewesen. Ein Mädchen mit einem solchen Aussehen sollte nicht so unsagbar stark sein. Er konnte es selbst kaum glauben.

„Starr mich nicht so an und mach den Mund zu!“ rief Alina breit grinsend. „Und jetzt hole mir brave die Lichterkette.“ Hektor wagte es nicht mehr dem kleinen Mädchen zu wiedersprechen. Murrend griff es sich die Lichterkette und kletterte mühsam zurück zu Alina. „Ja prima!“ rief sie. „Und jetzt hohlen wir noch Tannengrün aus deinem Garten. Da hast du doch im Sommer einen Tannenbaum gepflanzt.“ „Wir werden bestimmt nicht meine neue Tanne beschnei…“ Als Hektor sah, wie Alina ihre Faust ballte, winkte er schnell ab. „Nein, nein, nicht wieder boxen. Bitte wir können die Tanne bestimmt beschneiden. Ja? Aber nicht mehr hauen.“ Alina schmunzelte und ließ die Faust wieder sinken. „Für so einen großen Mann bist du wirklich ein Weichei.“

Mit einer Heckenschere bewaffnet gingen Alina und Hektor in seinen Garten. Hektor war schon fast erleichtert, dass er dieses Mal selbst laufen durfte und nicht von Alina mit geschliffen wurde. Hektor setzte die Schere an seiner frisch gepflanzten Tanne an und schnitt einen kleinen Ast ab. „Mehr!“ sagte Alina schroff. Hektor schnitt einen weiteren kleinen Ast ab. „Doch nicht so!“ maulte Alina und nahm ihm die Schere aus der Hand.

Hektor musste sich zwingen nichts zu sagen, als Alina die Schere unten am Stamm ansetzte. Den Faustdickenstamm mit dieser Heckenschere zu durchschneiden war ein wahrer Kraftakt. Doch inzwischen zweifelte er nicht mehr daran, dass es Alina an Kraft fehlte. Das Mädchen hatte sich ihre Winterjacke nicht wieder angezogen, so dass er das Muskelspiel ihrer dicken Oberarme sehr gut verfolgen konnte. Es macht „Schnapp“ und Alina fällte die Tanne mit der Schere, als ob der Stamm aus Butter bestehen würde. Danach befreite sie den gesamten Stamm von seinen Ästen, bis die Beiden in einem großen Kreis aus Tannengrün standen.

„So viel Tannengrün brauchen wir nie im Leben.“ Sagte Hektor verständnislos, als Alina fertig war. „Oh doch. Und zwar wirst du jetzt jedes Fenster dieses Hauses mit Tanne schmücken. Und zwar schnell und zackig. Oder soll ich dich vorher noch motivieren?“ Alina ließ wieder ihren abstrakten Riesenbizeps wachsen, den Hektor erneut nur anstarren konnte. „Was ist jetzt Hektor? Arbeiten und Haue oder nur Arbeiten?“ Sofort setzte sich der bullige Mann in Bewegung. Schnappte sich ein paar Äste und rannte ins Haus. Alina kicherte. „So ein Weichei.“

Hektor arbeitete wirklich wie ein Tier, als er mit Blumendraht an jedem seiner Fenster Tannengrün befestigte. In der Zwischenzeit saß Alina auf seinem Sofa im Wohnzimmer und sah sich eine Zeichentrickserie an. Immer wenn er an vorbei kam, mahnte sie ihn grinsend, schneller zu arbeiten, was der Mann tatsächlich versuchte. Hektor schaffte es tatsächlich das gesamte Tannengrün zu verbrauchen. Als er erschöpft zu Alina ins Wohnzimmer kam, roch sein ganzes Haus bereits nach Tanne.

„Bis du fertig Hektor?“ fragte Alina, als sich der große Mann neben ihr auf das Sofa fallen ließ. „Ja, das ganze verdammte Tannengrün hängt an den Fenstern.“ „Ja fein.“ rief Alina und klatschte in die Hände. „Und jetzt noch die Lichterkette. Die würde sich gut an der Zimmerdecke machen.“  Alina sprang auf und nahm sich die Lichterkette und etwas Klebeband. „Los helfe mir mal!“ Hektor richtete sich stöhnend auf. „Was soll ich tun? Dich hochheben?“ „Ha!“ machte Alina. „Ich bin für dich schwaches Weichei viel zu schwer.“ Sie reichte ihm Klebeband und Lichterkette. „Ich hebe dich hoch!“

„Oh.“ machte Hektor, als er von Alina an den Beinen gepackt und in die Luft gehoben wurde. Er kam sich klein und unbedeutend vor, als er von dem Mädchen quer durch den Raum getragen wurde. Nach zehn Minuten hatte er die Lichterkette befestigt und Alina stellte ihn wieder auf dem Boden. Dabei war dem Mädchen nicht die geringste Anstrengung anzumerken.

Alina klatschte fröhlich in die Hände als sie das Licht einschaltete. „Uhhh, das ist doch richtig Weihnachtlich.“ Sie sah zu Hektor. „Oder?“ Dieser nickte brummend. „Ja toll. Kannst du  jetzt endlich gehen?“ „Oh, nicht unhöflich werden Hektor. Ich habe dir so geholfen und du bist nur gemein. Vielleicht sollte ich dich doch verhauen?“

„Nein, nein.“ Sagte Hektor schnell. „Danke sieht sehr schön aus. In Ordnung?“ „Hmm“ machte Alina, „Schon besser. Aber ein richtiger Gastgeber hätte mir zumindest einen Eistee angeboten. Schon vor Stunden.“ Hektor lief sofort in die Küche und brachte Alina ihren Eistee. Sie strahlte ihn an. „Das ist aber lieb von dir.“ Sie setzte sich an den Esstisch und ließ die Beine baumeln. Dabei musterte sie Hektor der sie nervös ansah.

„Weißt du was du noch unbedingt brauchst Hektor?“ Hector schüttelte den Kopf. „Einen Haarschnitt. Deine Glatze fand ich besser.“ „So ist es wärmer im Winter!“ erwiderte Hector schnell. „Sieht aber doof aus. Am besten ich schneide dir eben noch die Haare für ein perfektes Weihnachten. Hektor machte ein paar Schritte zurück. „Oh nein, mit einer Schere lasse ich dich nicht an mich ran. „Warum nicht?“ rief Alina und sprang von ihrem Stuhl auf. „Ich habe schon vielen meiner Puppen die Haare geschnitten. „Ich bin aber nicht eine deiner Puppe!“ Alina grinste breit. „Würdest du gerne eine sein?“

Plötzlich aus heiterem Himmel, rannte Hektor los. Er hastete die Treppen hoch und wenig später hörte Alina oben eine Tür knallen. „Echt jetzt?“ brummte Alina. „So ein Weichei.“ In aller Ruhe ging sie die Treppe nach oben. Vor der verschlossenen Tür von Hektors Schlafzimmer blieb sie stehen. „Hektorchien!“ rief sie „Ich mache jetzt deine Tür kaputt!“ Im Raum vor ihr blieb es still. „Na schön.“ Alina brauchte nicht Anlauf zu nehmen, sie trat einfach aus dem Stand gegen die Tür, die daraufhin aufbrach und ins Zimmer geschleudert wurde als ob sie aufgesprengt worden wäre.

Alina sah sich im Schlafzimmer um und erkannte sofort, dass sich Hektor mit seiner Größe nur unter dem Bett oder im Schrank verstecken konnte. Sie machte als erstes den Schrank auf und sah auf Anhieb Hektors Schuhe hervorgucken. Mit einen schmunzelnd schlug sie mit ihrer Faust dorthin, wo sie Hektor Magen hinter der Kleiderfront vermutete. „Ohhh“ machte der Mann im Dunkeln des Schranks und fiel wischen den hängenden Hemden hindurch auf den Schlafzimmerboden. Alina sah kopfschüttelnd auf den erwachsenen Mann der sich am Boden wandte. Dann packte sie ihn wieder mal an der Kehle und zog ihn zu sich.

„Du warst sehr, sehr unartig.“ Fauchte sie ihn an. Dann hob sie ihn noch etwas höher und holte mit ihrer Faust aus. Hektor sah aus als ob er um Gnade fehlen wollte, es erklang aber nur ein krächzen. Der Faustschlag von Alina sah nicht besonders beeindruckend aus. Dennoch klatschte es ordentlich und Hektors Körper wurde einen Meter durch die Luft getrieben, wonach er krachend zu Boden ging und reglos liegen blieb. „Idiot!“ fauchte Alina packte den Arm des Mannes und zog ihn hinter sich her, die Treppe herunter ins Wohnzimmer. Dort hob sie den schlaffen Mann auf einen Stuhl und fixzierte ihn mit Klebeband, damit er nicht wieder herunterrutschte.

Zu trällernder Popmusik seifte Alina ihre Hektorpuppe den Schädel ein und rasierte diesen spiegelblank. Und da sie so gut in Fahrt war, entfernte sie ihm auch gleich den Kinnbart, den er sich hat wachsen lassen. Da Hektor trotz des vielen Rasierschaums nicht aufwachte und weiter besinnungslos vor sich hin sabberte, holte Alina noch ihren Schminkkoffer von zu Hause und bemalte Hektors Gesicht ausgiebig. Seine beiden Augen wurden zwei Blumen und rund herum malte Alina dichtes Blätterweck.

„Uh sieht das gut aus!“ sagte sie, als sie ihr Werk betrachtete. „Das muss für die Nachwelt festgehalten werden.“ Sie nahm ihr Handy zur Hand. Alina machte mit ihrem Handy eine Reihe von Selfies mit Hektor im Hintergrund. Dabei setzte sie sich mal unschuldig auf seinen Schoß, oder drückte ihr Gesicht grinsend neben seines. Ein Foto auf dem sie ihren mächtigen Bizeps vor seinem Gesicht anspannte, durfte natürlich auch nicht fehlen.
 
Nach einer ausgiebigen Fotosession boxte sie Hektor in die Weichteile um ihn aufzuwecken. Dieser kam tatsächlich mit einen Schmerzenslaut und weit aufgerissenen Augen wieder zu sich. Alina grinste ihn unschuldig an, währenddessen ihm die Tränen aus den Augen liefen. „Na hat das große Baby ein feines Schläfchen gemacht? Oh nein, nicht weinen du Baby, du machst das ganze Bild kaputt.“ Schnell nahm sich Alina ein Taschentuch und tupfte Hektors Tränen weg. Dieser Mann war vollkommen desorientiert und sah trotz des Makeups ziemlich fertig aus.

„Ach Gott war dieser kleine Hieb schon zu viel für dich? Habe ich dich in den Zustand eines Vollidioten geprügelt? Mama sagt das könnte mit Leon passieren, wenn ich ihn öfters als zweimal die Woche verhaue. Aber diese doofe Wendy verhaut ihn ja bestimmt noch öfter! Und… Hörst du überhaupt zu? Hallo?“ Hektor gab nur ein Stöhnen von sich und rollte mit den Augen. Alina zuckte mit den Schultern, holte ihr Handy heraus und scrollte durch ihre Sozialmediaaccount, währenddessen sie weiter auf einen von Hektor Knien hockte.

Nach vielleicht 15 Minuten gurgelte Hektor ein „Wo bin ich?“ „Na bei dir zu Hause du Blödmann.“ Alina rutschte von Hektor Knie, nahm einen Spiegel von ihrem Schminkkoffer und hielt ihn Hektor vors Gesicht. „Ohh, was ist denn mit mir passiert?“ murmelte er träge. „Na du bist jetzt ein wunderschöner Garten, oder Gärtner oder so ähnlich. Jedenfalls siehst du supie aus. Vielleicht zum ersten Mal in deinem Leben.“

„Ohhh.“ Machte Hektor. „Gott.“ Rief Alina und stemmte die Arme in die Hüften. „Leon ist nie so lange so groggy wenn man ihn mal verhauen hat. Du bist wirklich das größte Weichei was es gibt. Vielleicht sollte ich viel öfter vorbeikommen und dich verhauen. Etwas Training und du wirst bestimmt widerstandsfähiger.“

„Nein bitte nicht?“
„Was? Ich versteh dich fast nicht.“
„Bitte nicht!“ krächzte Hektor so laut er konnte.
„Ach du bist langweilig. Aber lass dir eins gesagt sein. Wenn ich an Weihnachten kein Geschenk von dir unter dem Tannenbaum finde, komme ich bei dir wieder vorbei. Und dann prügel ich dich den ersten und zweiten Weihnachtstag quer durch dein Haus. Verstanden?“
Hektor nickte schlaff.

„Fein.“ Alina klappte ihren Schminkkoffer zu und wand sich zum Gehen. „Mach es gut dummes Weichei. Ich besuche dich bestimmt bald wieder.“

Eine halbe Stunde nachdem Alina Hektors Haus verlassen hatte, stürmte dieser, geschminkt wie er war, wie ein Verrückter aus seiner Haustür. Hastig stieg er in seinen Geländewagen und bretterte kurz darauf davon. Sein Weg führte ihn in die örtliche Stadt, in der er durch die Läden hastete um ein passendes Geschenk für den pinken Weihnachtsengel zu finden, von dem er nie wieder besucht werden wollte.

Ende

Freitag, 18. November 2022

Mädchen und Frauen haben das Sagen 09 – Das Wochenende mit Kim

Sich das Kopfkissen auf die Ohren drückend wälzte sich Kim in ihrem Bett hin und her. Wer zum Teufel klingelte so früh an einem Samstag an ihrer Tür? Ihre Eltern waren, wie so oft, über das Wochenende nicht da. Und die Türklingel in ihrem Haus war ätzend laut. Daran hatte ihr Vater Schuld, der wiederrum Kim die Schuld gab, weil sie wohl ein paar Mal zu laut Musik gehört hatte und ihm nicht die Tür geöffnet hatte. Und nun war die Türklingel so laut, das sie das Gefühl hatte in einer Feuerwehrwache zu wohnen.
Aber wer auch immer der Irre da draußen war, er hörte nicht auf, das kleine Reihenhaus zum Vibrieren zu bringen. Gleich würden die Nachbaren noch zusätzlich an die Wand klopfen. Zornig stieg Kim aus dem Bett und stampfte zur Tür. Wenn das jetzt kein lebensbedrohlicher Notfall war.

Kim staunte nicht schlecht, als sie die Haustür öffnete und Manuel erblickte, der frech grinsend davor stand. Aber auch sein Gesicht wirkte schnell erstaunt, den Kim hatte nur in ihrer Unterwäsche geschlafen. Turkisier BH und Höschen. Er musterte ihren muskulösen Körper ganz offen und nach ein paar Sekunden stotterte er. „Krasse Bauchmuskeln.“ Danach traf ihn augenblicklich Kims Eisenfaust. Mit einem „Uff“ wurde sein Kopf zur Seite gerissen, bevor er lang hinflog und augenblicklich erschlaffte. Alle viere von sich gestreckt, lag er einen Meter von der Haustür entfernt und bewegte sich nicht mehr. Wütend knallte Kim die Tür wieder zu und ging zurück ins Bett.

Kim wurde schnell klar, dass sie nicht wieder einschlafen konnte. Nicht das sie noch zornig gewesen war. Nein, es war der Umstand, dass Manuel vor ihrer Tür stand, lag. Dass er wegen ihrem Versprechen hier war, war ebenfalls klar. Wie sie damit umgehen sollte, wusste sie allerdings nicht. Es kam ihr gerade so vor, als ob sie auf dem besten Weg war, ihre beste Freundin zu hintergehen. Auf der anderen Seite musste nichts passieren. Sie waren nur zwei Freunde die sich ganz zwanglos trafen. Wie hatte er gesagt? Abhängen?

Um Manuel machte sich Kim keine Sorgen, als sie unter die Dusche stieg. Wozu auch? Geklaut werden, würde er wohl kaum und er stand ja drauf geschlagen zu werden. Wenn Ashleys Theorie stimmte. Und er hatte sie in Unterwäsche gesehen. So gesehen war es für ihn ein weit besserer Morgen als für sie.

Fast zwei Stunden verbrachte sie im Bad. Ihre langen Haare brauchten ewig, bis sie trocken waren. Außerdem wollte sie gut aussehen. Ihre langen Beine steckte sie ausnahmsweise in eine enge dunkelblaue Jeans, statt in eine ihrer schwarzen Lederhosen. Dazu eine enge weiße Bluse und eine rote Weste. Die Bluse ließ zum Teil ihre Bauchmuskeln durchscheinen. Die hatte Manuel ja so angestarrt also mochte er sie wohl. Damit er aber nicht zu viel sah, trug sie die Weste. Als sie endlich fertig war und die Haustür erneut öffnete, lag Manuel noch immer weit ausgestreckt vor ihrer Haustür.

Kim schmunzelte, ging in die Küche, füllte ein Glas mit Wasser und kam zurückgeschlendert. Beton langsam große sie das Wasser aus großer Höhe in seinem Gesicht. Manuel fing an sich träge zu Bewegen. Er wischte sich das Wasser aus dem Gesicht und sah verwirrt aus. Als er schließlich Kim über sich bemerkte, kehrte dieses Grinsen zurück, das in ihr das Verlangen weckte ihn zu schlagen. Was nicht hieß das sie es nicht mochte. Sie mochte es, wenn er grinste und sie mochte es noch mehr, ihn dann k.o. zu schlagen. Das fühlte sich einfach richtig an und sehr gut an. Gut, es erregte sie ungemein.

„Was ist du räudiger Köter? Willst du nicht reinkommen?“ Kim sah nicht hinter sich, als sie wieder ins Haus ging. „Und wehe du ziehst die Schuhe nicht aus.“ sagte sie während sie weiter in die Küche ging. Dieses ruckartige Erwachen verlangte nach einem guten Frühstück. Ein Kaffee war jetzt am wichtigsten. Schlechte Laune hatte sie nicht, viel mehr keimte in ihre richtig gute Laune und sie befürchtete, dass diese halbe Portion, die sich gerade in ihre Küche schleppte, daran schuld war. So einem Jungen konnte sie doch nicht sagen, dass sie ihn mochte. Niemals.

Er machte gerade Anstalten, sich auf einen der Hocker am Tisch zu setzen als Kim laut mit dem Finger schnippte.

„Ha, was denkst du was du da tust?“
„Na, mich hinsetzen.“
„Das ist einem Köter wie dir aber nicht erlaubt!“

Er musterte sie. Dann zuckte er mit den Schultern und setzte sich trotzdem. Sofort drehte sich Kim und trat ihm elegant den Fuß in die Brust. Manuel wurde vom Stuhl gefegt und landete rückwärts, donnernd auf dem Boden.
„Aus Köter.“ sagte sie lächelnd und senkte langsam wieder ihn Bein. Manuel stöhnte nur und blieb am Boden liegen.
Kim deckte in aller Ruhe den Tisch für ihr Frühstück. Nach ein paar Minuten hatte sich Manuel aufgerichtet, stand aber nicht ganz auf sondern blieb auf dem Boden sitzen.

„Du hast aber verdammt kräftige Beine.“ sagte er und musterte sie, was er eigentlich schon die ganze Zeit machte. Kim fand es gut, dass er sie so gerne ansah, würde aber jeder Zeit das Gegenteil behaupten. „Im Grunde ist es ein Wunder, das ich nicht quer durch den Raum geflogen bin.“ Der Gedanke schien ihm zu gefallen, denn er grinste wieder so anzüglich. Kim gefiel der Gedanke auch. „Ich habe ja auch extrem vorsichtig Zugetreten. Versuch dich nochmal hinzusetzen und du fliegst um einiges weiter.“

„Deine Beine sind fantastisch Muskulös. Du musst viel Sport machen.“ Sein Blick klebte geradezu an ihren Beinen. Sie streckte ein Bein und ließ die dicken Muskelstränge in ihren Oberschenkeln hervorschnellen. „Ich gehen nach der Schule immer ins Fitnesscenter und anschließen zum Karate. Du kannst davon ausgehen das ich dir vollkommen überlegen bin. Ich bin stärker, schneller, gelenkiger und im Zweikampf hättest du noch nicht mal eine Chance, wenn ich all das nicht wäre.“
Manuels Augen leuchteten und er nickte zustimmend.
„Du hast vergessen dass du neben dieser fantastischen Figur auch ein wunderschönes Gesicht hast. Für die Nase und diese vollen Lippen würden sich manche Mädchen umbringen. Und diese grünen Augen die so böse gucken können.“
Kim wurde rot wie ein Feuermelder und ließ verschreckt das Brot fallen. Ein Seitenblick auf Manuel zeigte ihr, wie sehr ihre Reaktion ihn überraschte. Dann sah er, zum ersten Mal etwas anderes an als Kim und tat so als ob nichts wäre.

Schnell sammelte Kim das Brot auf und setzte sich an den Tisch. Etwas hastig wie ungeschickt goss sie sich Müsli in ihre Frühstücksschale. „Hey, was bist du eigentlich für eine Gastgeberin? Willst du mir nichts anbieten?“ Der freche Ton in seiner Stimme vertrieb die Scharm, die sie eben noch verspürt hatte. Sie sah ihn fragen an.

„Oh, hat der Köter Hunger und will sein Fressen?“

Manuel antwortete nicht und starrte nur stumpf zurück. Kim stöhnte gespielt und stand von ihrem Stuhl auf.
Sie nahm eine alte Plastikschale aus dem Schrank, groß ordentlich Müsli und Milch rein und stellte sie neben ihren Stuhl, dicht bei ihren Füßen.

„Hier ist dein Fressen. Und wehe du isst nicht auf!“

Manuel verschränkte die Arme. „Wenn du wirklich glaubst, dass ich vom Boden…“
„Ah, ah!“ machte Kim und hob den Zeigefinger. „Sei lieber brav Köter, oder es wird dir leidtun. Na los, mach fressie!“
Manuel machte ein trotziges Gesicht. „Ich zähle bis drei Köter, dann ist deine Schnauze besser in der Schüssel. Eins, zwei, … drei.“

Energisch stand Kim auf und kam zu Manuel gelaufen. Schnell hatte sie ihn mit der Linken am Hals gepackt und in die Höhe gehoben. Sofort prügelte sie ihm fünfmal hintereinander die Faust in den Magen. Manuel atmete ungewollt aus und wurde ganz blass. Nach dem fünften Schlag, hatte sie das Gefühl, des er gleich ohnmächtig werden würde. Daher legte sie ihn über ihr Knie, nahm sich eine Zeitschrift vom Sofa und schlug damit auf seinen Hintern.

Der Schlag auf seine Jeans befriedigte sie überhaupt nicht, also zog sie diese herunter. Auf dem nackten Hintern knallte es schon etwas und Manuel zuckte auch zusammen. Aber mit einer Zeitschrift, konnte Kim einfach nicht so hart und schnell austeilen wie sie wollte. Nächstes Mal musste sie unbedingt etwas anderes nehmen. Ein Teppichklopfer wäre gut, irgendwo im Keller musste noch einer sein. Nach zwanzig Schlägen hatte Kim keine Lust mehr. Manuel steckte die Schläge viel zu gut weg. Und aus irgendeinem Grund glaubte sie, dass er diese Behandlung viel zu sehr genoss. Er strahlte das irgendwie aus.

Sie packte ihn links und rechts am Hosenbund, hob ihn in seiner Hose hoch, so dass er sehr fest, in diese hineinrutschte und warf ihn dann zu Boden. Es polterte und Manuel stöhnte mal wieder. „Ist der Köter jetzt brave  oder muss ich dich richtig bestrafen?“ Sie packte Manuel von hinten am Hosenbund und trug ihn zu der Essensschüssel am Boden. „Los friss!“ befahl Kim. Und tatsächlich senke Manuel den Kopf und begann aus seinen Napf zu essen.

Kim grinste, tätschelte seinen Kopf und setzte sich auf ihren Stuhl.
„So ist es schon besser.“ sagte sie und begann sich ein Brot zu schmieren. In einer erotisch angehauchten Stimmung aßen beide ihr Frühstück. Sie schwiegen dabei zwar aber Kim genoss jede Sekunde davon. Manuel nah an ihren Füßen zu wissen, fühlte sich gut und richtig an.

Nach dem Frühstück nahm Kim Manuel die Schüssel wieder weg.
„Oh da hatte aber jemand Hunger. Die ist ja wie leergeleckt.“
„Ja aber so lecker war es nicht.“ Kam es frech vom Boden. Sofort bekam Manuel einen Tritt von Kim, der ihn auf die Seite warf. Keuchend und würgend lag er am Boden.
„Böser Köter!“ rief Kim.
„Wenn du nicht willst dass ich dir auf den Boden kotze, solltest du meinen Magen nach dem Essen in Ruhe lassen.“ Presste Manuel hervor, während er sich auf dem Boden krümmte.
„Oh, Köter wenn du es wagst hier was schmutzig zu machen kannst du was erleben. Überhaupt bist du viel zu ungezogen. Es wird Zeit das wir dich ordentlich erziehen. Los komm.“

Sie deutete mit ihren Fuß neben sich, doch Manuel lag noch am Boden, stöhnte vor sich hin und beachtete sie gar nicht. Kim ging in den Fuhr, schlüpfte in ein paar Lederstiefel und ging zurück in die Küche. Dort stellte sie einen Stiefel fest auf Manuels Gesicht. „Los sauberlecken!“ befahl sie. Doch Manuel stöhnte nur und drehte den Kopf zur Seite. „Oh du wagst es.“ rief Kim. Schnell hatte sie ihn gepackt, hochgehoben und verabreichte ihm einen Faustschlag, der seinen Kopf zur Seite riss und ihn die Augen verdrehen ließ. Besinnungslos sackte er in ihrem Griff zusammen. Leichtfertig warf sie ihn zu Boden. „Ich muss dich wirklich besser erziehen.“ sagte sie zu dem reglosen Jungenkörper.

Angeregt von der ganzen Situation lief sie in den Keller und begann nach dem Teppichklopfer zu suchen. Der Keller war unübersichtlich und unaufgeräumt aber nach vielleicht 15 Minuten hatte sie ihn gefunden. Oben in der Küche packte sie den besinnungslosen Manuel und rannte mit ihm in der einen Hand und dem Teppichklopfer in der anderen, in ihr Zimmer. Dort zog sie Manuel komplett aus. Bei der Unterhose musste sie sich überwinden, denn diese war genauso widerlich wie gestern, auf dem Pausenhof. Die verklebte Unterhose warf sie gleich bei sich in den Mülleimer.

Den nackten Manuel fesselte sie auf ihre Hantelbank, so dass sein nackter Hintern perfekt präsentiert wurde. Mit etwas Erfrischungsspray und ein paar Ohrfeigen weckte sie Manuel. Sobald Manuel die Augen aufschlug, schob ihm Kim eine Handvoll Unterhöschen in den Mund, welche sie vergangene Woche getragen hatte. „Jetzt gib es eine richtige Lektion.“ sagte sie freudig und tätschelte sein verwirrtes Gesicht.

Breitbeinig stellte sie sich hinter Manuel und holte weit mit dem Teppichklopfer aus. Es knallte ordentlich und Manuel brüllte förmlich in ihre Unterhosen. Das war schon viel besser, kein Vergleich zu der Bestrafung mit einer Zeitschrift. Und das Muster des Teppichklopfers glühte hübsch rot auf seinem nackten Hintern. Voller Elan  knallte Kim nun in einen schnellen Rhythmus ihr Bestrafungsinstrument auf Manuels Hinterteil. Der Junge kam aus dem Brüllen gar nicht mehr raus, was von Kims Höschen stark gedämpft wurde. Kim kannte kein Halten mehr und prügelte so lange auf Manuel ein, bis dieser schweißnass, fast heiser und sein kompletter Hintern Glutrot war.

Als Kim sich schließlich wieder beherrschen konnte, hatte sie sich selbst in einen extrem erregten Zustand hineingeseigert. Lässig entriss sie Manuel den Knebel und Ohrfeigte ihn gleich danach. Als sie seine Fesseln gelöst hatte und ihm seinen Stoß gab, fiel er wie ein Lappen von ihrer Hantelbank. Der Junge war total fertig. Und trotzdem versuchte er intensive auf alle Viere zu kommen und sich zu ihr zu schleppen. Als er dies geschafft hatte, sackte er zusammen und fing an ihre Stiefel zu küssen.

„Ah, ah, ah, Köter!“ sagte Kim und ihr neues Haustier zuckte zusammen. „Ich habe dir noch keinen Befehl gegeben.“ Sie setzte sich in ihren Lehnstuhl und streckte ihre muskulösen Beine aus. Wie eine Königin, stellte sie ihre Stiefel auf dem Hocker vor ihr ab. „Jetzt darfst du die Solen säubern.“ sagte sie mit einem Wink ihrer Hand. Der Köter schleppte sich erneut über den Boden und begann intensive ihre Stiefelsole mit seiner Zunge zu säubern. Dabei gestattete er sich keine Pause. Intensive und konzentriert widmetet er sich seiner Aufgabe, die scheinbar das Wichtigste für ihn überhaupt war.

Kim verschränkte die Hände hinter dem Kopf und sah ihrem neuen Haustier bei der Arbeit zu. Sie ließ ihn zwanzig Minuten ihre Solen lecken und er tat auch keine Sekunde etwas anderes. Als sie ihm befahl aufzuhören, tat er dies sofort. Sie begutachtete ihr Stiefel war sie zufrieden. „Fast wie neu.“ sagte sie und tätschelte Manuel. Dann ergriff sie den Ball aus Unterhosen, mit dem sie Manuel geknebelt hatte und warf ihn in den andren Teil ihres Zimmers.

„Na los Köter! Hole das Stöckchen.“ Manuel krabbelte sofort los. Jetzt war er schneller unterwegs als noch vor ein paar Minuten. Scheinbar hatte er sich von seiner Bestrafung schon etwas erholt. Der Ball aus Unterwäsche war in der Luft in seine Teile verfallen und lag nun verstreut im Zimmer. „Na!“ rief Kim scharf, als sich Manuel eins der Höschen mit der Hand greifen wollte. „Ein Köter benutzt sein Maul!“ rief Kim. Ihr Haustier wagte keine Wiederworte und gehorchte sofort. Er sammelte alle drei Höschen mit dem Mund auf und brachte sie Kim. Diese warf sie erneut in den Raum. Fünf Runden absolvierte Manuel und brachte Kim immer wieder ihre Höschen zurück.
„Ja das ist ein feiner Köter.“ lobte Kim ihn. „Da hat sich einer ein Leckerli verdient. Geh auf die Knie!“

Sofort war Manuela auf den Knien. Langsam, direkt vor seiner Nase, begann Kim damit sich ihre Bluse auszuziehen. Wobei sie natürlich erst die Weste auszog und dann langsam die Köpfe ihrer Bluse öffnete. Langsam enthüllte sie ihre samtweiche Haut und zwei Reihen hervorstehender Bauchmuskeln.

„Zur Belohnung darfst du einen dieser Muskelpartien küssen. Aber ganz vorsichtig!“
Manuel zitterte, als er seinem Mund langsam an ihren Bauch führte. Kurz bevor seine Lippen ihre Haut berühren konnten, zog er ihren Duft ein. Sie roch so gut. Dann presste er seine Lippen auf einen extrem harten Muskel ihres Bauches. Vorsichtig küsste er die samtglatte Haut und entfernte seinen Kopf. Erst jetzt wurde ihm richtig bewusst, dass er die ganze Zeit über nackt war.

Und jetzt, da er vor Kims Bauchmuskeln kniete, konnten sie beiden zusehen, wie seine Männlichkeit sich aufrichtete und einen kleinen Schuss abfeuerte. Manuel biss die Zähne zusammen um nicht zu stöhnen.
„Das schein dem Köter gefallen zu haben.“ sagte Kim und hob einen ihrer langen Beine. Manuel machte sich schon innerlich bereit, von seiner Herrin k.o. getreten zu werden. Doch als sich ihr Stiefel bewegte, war nicht sein Gesicht sein Ziel. Er stoß nur ganz seicht an sein Glied, so dass es wackelte.

„Lege dich auf den Boden.“ sagte Kim, leise aber bestimmt. Manuel tat es und traute seinen Augen nicht, als er sah wie Kim damit begann, sich langsam auszuziehen. Als sie komplett nackt war und er ihren muskulösen Körper in voller Pracht sehen konnte, glaubte er ohnmächtig werden zu müssen. Was für eine perfekte Frau. Er hatte nicht lange Zeit die Adern an ihren Armen oder die tollen Muskelpartien an ihren Schultern zu bewundern. Denn sie ging geschmeidig in die Knie und rutschte perfekt auf seinen Körper, so dass sie sofort vereint waren.

Danach begann der extremste Ritt in Manuels jungen Leben. In rhythmischen Bewegungen  rammelte ihn Kim quer durch ihr Zimmer. Plötzlich packte sie Manuel  und rammte ihn gegen die Wand. Dann gegen die Tür danach ließ sie sich zu Boden fallen. Dort trieb sie ihn weiter über den Boden, aus ihrem Zimmer heraus in ein anderes, was Manuel nicht kannte und keine Beachtung schenkte. Dort drehten sie noch zwei Kreise und dann ging es wieder zurück in Kims Zimmer.

Dieser gesamte Ritt war überirdisch. Manuel fühlte Kims ganzen Körper, ihre ganze Kraft und ihre wildes Innere, alles zur selben Zeit. Ein Höhepunkt folgte dem nächsten. Auf dem Weg aus Kims Zimmer wurde er kurz ohnmächtig, aber Kim ohrfeigte ihn gleich wieder wach. Als es zurück in ihr Zimmer ging wurde Manuel ein weiteres Mal ohnmächtig und erneut geweckt.

Am Ende wurde er ein weiteres Mal von Kim in die Luft gehoben während sie ihn fest umschlang. Zusammen fielen sie ihn ihr Bett und ein letzter Lust-Stoß von Kim, beförderte Manuel wieder in die Besinnungslosigkeit. Dieses Mal wurde er nicht geohrfeigt und geweckt. Kim drückte sich fest an ihn und schloss ebenfalls die Augen.

Als Manuel erwachte sah er in Kims schönes Gesicht. Immer noch nackt lag sie fest an seinen Körper gedrückt. Sie lächelte genauso wie er.

„Wie war das für dich?“ fragte sie sanft.
„Das war das Unglaublichste, was ich je in meinem Leben erlebt habe.“
Ihre Augen funkelten und ihre Wange drückte sich an sein. Er konnte kaum glauben was gerade passierte. Diese Frau war so nah, so schön und nackt.
„Habe ich dich zu stark verprügelt?“ flüsterte sie plötzlich in sein Ohr.
„Zuerst dachte ich das. Zuerst wollte ich dich um Gnade anflehen aber irgendwann habe ich losgelassen. Habe mich hingegeben und am Ende war es so, als ob du mir eine schwere Last aus dem Körper geprügelt hättest. Das ist schwer zu beschreiben. Es war sexy, erregend und befreiend.“ Er zuckte zusammen, als er ihre Hand auf seinem Hintern spürte. „Der ist immer noch rot.“ Sie grinste und umschlang ihn noch fester. „Ich kann dich irgendwie gut leiden Köter.“ flüsterte sie.

Ein paar Minuten lagen sie einfach nur da und Manuel genoss jede einzelne Sekunde von etwas, das er zum Teil immer noch für einen Traum hielt. Irgendwann hob Kim den Kopf.

„Was ist, wollen wir noch eine Runde drehen?“
„Machst du Witze? Ich bin an diesem Tag so oft gekommen, wie ich es niemals für möglich gehalten hätte. Mal abgesehen davon das mein Schritt schon richtig weh tut.“
„Ach du stehst doch auf Schmerzen. Hier, ich zeige dir was.“
Sie hob lässig ihren linken Arm und spannte langsam ihren Bizeps an. Ein wundervoller runter Baseball drückte sich aus ihrem Oberarm. Rund, dick und massive wirkte dieser auf ihren schlanken Arm unglaublich groß. „Und schon bist du wieder startklar.“ sagte Kim die an Manuel heruntersah. „Nein, warte Kim…“

Doch Manuels Worte wurde ignoriert. Ehe er sich versah, schlang sich wieder Kim Stahlarme um ihn und der Ritt ging erneut los. Doch dieses Mal musste Kim öfter stoppen und ihren Bizeps anspannen, um Manuel erneut Starthilfe zu geben. Nach zweimal reichte der bloße Anblick von Kim Powerbizeps nicht mehr aus. Danach durfte Manuel ihn anfassen, was den gewünschten Effekt lieferte. Beim vierten Mal funktionierte das auch nicht mehr. Manuel drückte an Kims Bizeps herum, wärmend diese voller sexueller Ungeduld auf seinen kleinen Freund starrte.

„Geht es nicht mehr?“ fragte sie ohne eine Antwort zu erwarten. „Was funktioniert den noch gut? Auf Gewalt stehst du doch auch. Wie wäre es, wenn ich dich auf meinen Drehstuhl setze und dir mit aller Kraft dieses Bizepses eine verpasse. Ich wette, dann drehst du doch dich bis morgen früh. HA!“ machte sie als sein Glied sich aufrichtete. „Das ist also deine Art von Dirtytalk.“

Manuel hatte nicht mal mehr die Kraft etwas zu sagen, als Kim sich erneut auf ihn stürzte und den Ritt fortsetzte.
Beim Höhepunkt wurde Manuel mal wieder ohnmächtig. Sofort ohrfeigte Kim ihn wieder wach.

„Was ist los, kannst du denn gar nicht mehr?“
„Nein Kim wirklich nicht. Ich bin total fertig.“
„Hmm.“ machte Kim. „Willst du dann das Köterspiel spielen?“
„Eigentlich will ich mich nur ausruhen.“
„Nee langweilig. Ich könnte dich k.o. schlagen. Das macht dich doch an und wenn du aufwachst drehen wir noch eine Runde.“
„Ohhh, Kim.“
„Was denn? Erregt es dich nicht wenn ich dir die Lichter ausknipse.“
„Doch schon aber…“
„Ah kein aber.“

Sie hatte immer noch ihre starken Arme um ihn gelegt, so dass sie mit ihm zusammen aufstehen konnte und ihn vor sich auf ihren Drehstuhl setzte. „Weißt du die Idee von mir mit dem Drehstuhl hat mich selbst ganz scharf gemacht, das will ich unbedingt ausprobieren.“
„Aber Kim du kannst mich nicht mit aller Kraft schlagen, das…“ Sie legte ihm einen Finger auf den Mund.
„Ich verletze dich schon nicht … richtig.“
Manuel hielt die Luft an, als die nackte Kim vor ihm mit ihrem muskulösen Arm und der großen Faust zum Schlag ausholte. Die Faust raste heran und Manuels Bewusstsein schaltete sich sofort ab.

In ihrer Lust schlug Kim fester zu als beabsichtig. Manuels Körper wurde geradezu aus dem Stuhl geprügelt, der zu Boden fiel, genauso wie Manuel, nur das dieser noch einen ganzen Meter über den Teppich rollte. „Ups.“ sagte Kim leise. Dann stellte sie den Drehstuhl wieder richtig hin, den nackten Manuel ließ sie liegen. „Warum hat sich das dumme Ding nicht gedreht?“

Kim ging unter die Dusche wusch sich und verschaffte sich noch ein ganzes Dutzend mal selbst Befriedigung, so verdammt erregt war sie. Danach zog sie sich an, klemmte sich Manuel unter den Arm und ging in die Küche. Dort warf sie Manuel in eine Ecke und kochte sich ein spätes Mittagessen. Nach einer Stunde war das Essen servierfertig und Kim überlegte kurz, ob sie Manuel wecken sollte, entschied sich aber dagegen. Sie fand es fiel erregender, wenn er besinnungslos war. Und außerdem wollte sie wissen, wie lange ein solcher Schlag von ihr vorhielt.

Nach einem 20 Minutigen Mittagessen setzte sich Kim aufs Sofa, wobei sie Manuel wie ein Kuscheltier an sich drückte. Sie schaute sich eine Serie an. Nach zwei Stunden, fing Manuels Hand zu zucken an und eine Minute später erwachte er vollständig. Stöhnend rieb er sich an ihre Schulter und roch an ihr.

„Du bist wieder angezogen.“ murmelte er.
„Ja, ich habe mir selbst helfen müssen nachdem du schlapp gemacht hast, fall du verstehst was ich meine.“
„Oh.“ machte er und sah zum Fernseher.
„Läuft das schon lange.“
„So eins, zwei Stunden.“
„So lange war ich weg?“
Sie grinste ihn fröhlich ins Gesicht. „Du warst sogar viel, viel länger weg.“
„Oh Gott mein Schritt, jetzt bin ich scharf.“
„Das vergeht wieder. Lauf nach oben und zieh dir was an, ich habe was gekocht. Kann ich dir warm machen.“
„Du hast was gekocht?“
„Sei jetzt vorsichtig was du sagst, sonst schläfst du gleich wieder und dieses Mal bis morgen früh.“
„Was? Ich bin nur erneut von dir beeindruckt.“
Er küsste sie, das erste Mal so richtig. Sie grinste. „Los anziehen!“

Kim aß noch eine weitere Portion, dieses Mal mit Manuel zusammen. Und sie hatte Unrecht, es war doch schöner wenn Manuel wach war. Danach verbrachten sie noch Zeit auf dem Sofa. Sie sprachen miteinander und Manuel erzählte viel von sich und Kim viel über ihr Leben. Er erfuhr dass sie Einzelkind war und dass ihre Eltern viel unterwegs waren. Wie sie Ashley kennengelernt hatte und wie sie zum Schulschreck geworden war.

„Könntest du dich mit dem Gedanken anfreunden, nicht mehr alle Jungs in der Schule zu verprügeln?“
„Das habe ich schon. Nur mit der Umsetzung hapert es noch. Außerdem habe ich nicht nur Jungs verprügeln, ein paar Mädchen waren auch dabei.“
„Da bin ich aber froh.“ sagte er sarkastisch und küsste sie. Ihre Augen leuchteten wie bei einem kleinen Schulmädchen.
„Ich könnte mich daran gewöhnen, mehr dich zu verprügeln und die anderen dafür in Ruhe zu lassen.“
„Und ich könnte mich an den Gedanken gewöhnen eine Beziehung mit dir zu haben, die ich auch überlebe.“
„Haben wir das denn? Eine Beziehung?“
„Naja noch nicht aber ich hätte gerne eine.“
„Ich auch.“ sagte Kim und sah ihm fest in die Augen.
„Weißt du ich liebe Dich du brutales Prügelgirl.“
Ihre Augen glühten. „Und ich liebe dich Köter!“

Freitag, 21. Oktober 2022

Mädchen und Frauen haben das Sagen 08 – Der kleine Diebstahl

Kim hatte mehrere Tage in der Schule gefehlt. Am Montag hatte sie das Gefühlsdebakel mit Manuel durchlebt. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag war sie nicht zur Schule gegangen. Einem Jungen ihre Gefühle zu gestehen war nicht ihre Art. Und ihrer besten Freundin den Freund auszuspannen war ebenfalls nicht ihre Art. Aber sie konnte auch nicht so viel in der Schule fehle und dem Problem damit aus dem Weg gehen. Also stand sie an diesem Freitag in der Eingangshalle der Schule und ignorierte, wie alle hereinkommenden Schüler einen Bogen um sie machten.

Sie überlegte noch, welchen Weg sie zu ihrer Klasse nehmen sollte, um Manuel erstmal nicht über den Weg zu laufen, als Ashley plötzlich neben ihr stand. Kim wusste das Ashley heute, genau wie sie, den ersten Tag seit Halloween in der Schule war. Sie hatten sich nur geschrieben und Kim hatte zum Thema Manuel nicht weiter nachgefragt. Vor ein paar Tagen hätte sie noch alles zu diesem Thema wissen wollen, jetzt schwieg sie lieber.

„Na wieder gesund?“ Kim hatte Ashley erzählt, das sie eine leichte Erkältung gehabt hätte. Was natürlich nicht stimmte. „Top fit.“ antwortete sie. Das war ebenfalls gelogen. Sie fühlte sich überhaupt nicht fit. Plötzlich stieß ein Schüler, von Hinten in Kims rechte Schulter. Kim stolperte gegen Ashley und ein Raunen ging durch den vollen Flur. Der Junge, war von dem harten Frauenkörper abgeprallt und lag nun am Boden. Es war augenscheinlich ein Versehen gewesen, denn als er nun sah, wen er da angerempelt hatte, wurde er leichenblass. Kurzdarauf nässte er sich ein. Kim ballte die Faust tat aber nichts. Sie würgte nur ein „Los verschwinde!“ raus, worauf hin der Junge wie von Sinnen davonlief. Kim spürte förmlich, wie sie von allen überrascht angesehen wurde. Auch von Ashley.  

„Träume ich? Hast du den Jungen gerade wirklich laufen lassen? Ich hätte eine schnelle Schlagkombination erwartet oder das du ihn wenigsten mit einen Tritt niederstreckst.“
„Ich versuche nur in deinem Sinne zu handeln und nicht mehr jeden zu verhauen. Als ich krank war habe ich darüber nachgedacht und vielleicht habe ich es mit dem Verhauen etwas übertrieben.“
Ashley strahlte sie an. „Dann hat Manuel uns beide beeinflusst.“
Kim wurde rot. „Wieso Manuel? Ich habe nichts von ihm gesagt, woher…“
„Ich meine damit, das Manuel mich dazu gebracht hat, nicht mehr jeden sofort zu vermöbeln. Und ich habe dich damit beeinflusst. Also…“
„Ach so.“ sagte Kim erleichtert.
„Wo wir gerade von ihm sprechen. Hast du ihn heute schon gesehen?“
„Nee. Komm der Unterricht fängt bald an!“

Eine Doppelstunden Mathe war normalerweise nichts, auf das Kim sich freute. Doch heute passte es ihr. Die Zeit verging schnell und Rechnen verhinderte, dass sie an andere Dinge dachte. In kleineren Pausen blieb Kim im Klassenraum, was Ashley verwunderte. Aber da sie scheinbar auch keine Lust hatte, raus zu gehen, blieb sie ebenfalls. Zur großen Pause zwang sich Kim, mit Ashley nach Draußen zu gehen. Außerdem war es kindisch Manuel zu stark aus dem Weg zu gehen. Sie hatte ja keine Angst vor einem Treffen mit ihm. Bestimmt nicht. Sie hatte nur keine Lust.  

Die beiden Mädchen setzten sie abseits von allen anderen auf eine Bank in die Sonne. Diese Bank war zwar besetzt gewesen, aber die beiden Mädchen die zuvor dort gesessen hatten, waren mit schnellen Schritten gegangen, als sie Ashley und Kim gesehen hatten.

„Und? Erzählst du mir jetzt was mit dir los ist? Wir sind ganz alleine.“ sagte Ashley und streckte sich.
„Was soll mit mir los sein? Du bist doch diejenige, welche Liebeskummer hat.“
„Lenke nicht ab. Irgendwas hast du. Ich bin nicht blöd. Und ich habe garkeinen Liebeskummer, ich muss mich nur bei Manuel entschuldigen und alles ist wieder gut.“
„Dann weiß er also was du für ihn empfindest?“
„Ha!“ machte Ashley laut. „Machst du Witze? Dazu müsste ich mich betrinken oder so. Keine Ahnung.“
„Ach Mist da kommt er ja. Wie findet er uns nur immer? Tja, dann kannst du dich ja mal entschuldigen. Soll ich lieber gehen?“
„Nein! Bleib bitte.“
„Okay.“

Manuel grinste breit, wie immer, als vor den Mädchen stand. „Ladys.“ sagte er übertrieben fröhlich und setzte sich prompt vor ihnen auf den Boden. „Ihr habt euch die letzten Tage aber ganz schön rar gemacht.“ Kim merkte dass sie leicht rot wurde und ein schneller Seitenblick verriet ihr, dass es ihrer Freundin nicht anders ging.

„Äh ist was? Ist meine Hose offen?“ Manuel kontrollierte seinen Schritt.
Kim stöhnte. „Oh man du bist so peinlich.“
„Ist er nicht.“ maulte Ashley sofort. „Äh höre mal Manuel, dass ich Halloween so ausgrastet bin, das tut mir so, so, so leid. Wirklich ich bin total fertig, weil ich…“
Manuel unterbrach sie und wedelte mit der Hand. „Vergeben und vergessen. Der kleine Wurf aus deinem Zimmer war mehr aufregend, als verletzend.“
„Oh ja der Wurf, das tut mich auch sehr…“
„Ja, ja nun komm mal runter. Ich bin dir nicht böse alles ist gut. Kim hat schon viel schlimmere Sachen mit mir gemacht. Mich zum Beispiel ganz alleine im Wald gelassen. Dafür sollte sie sich entschuldigen.“
Ashley sah Kim verwundert an und diese verdrehte die Augen. „Er spinnt wieder vor sich hin. Da war nichts. Also wir haben nichts gemacht das… äh. Ach vergiss es. Er war nur so nervig wie jetzt und da bin ich gegangen.“
„Und das hat mich tief verletzt!“ Manuel fuhr mit der flachen Hand über den Boden und schob einen kleinen Haufen Dreck zusammen. Beiläufig nah er eine Handvoll und warf diesen gegen Kims Beine, der an ihrer Lederhose abperlte.

„Spinnst du jetzt völlig?“ rief sie wütend.
„Entschuldige dich! Wie Ashley.“ maulte er und kratzte mehr Dreck zusammen.
„Da gibt es rein gar nichts wofür ich mich entschuldigen müsste.“ Manuel hob die Hand.  „Oh wage es nicht!“
Erneut flog Dreck durch die Luft. Nun wurde Kims gesamte Hose getroffen und auch Ashley bekam etwas ab. Was diese allerdings ignorierte.

„Ashley!“ rief Kim sauer. „Das ist ein Notfall. Lass mich den Wurm k.o. schlagen. Ja?“
Ashley musterte Manuel für ein paar Sekunden, wie er am Boden saß, weiteren Dreck mit der Händen zusammenfegte und so tat, als ob er Kims Worte nicht gehört hatte. „Na gut.“ sagte Ashley leise aber so das auch Manuel sie hören konnte. Dieser hatte gerade eine Handvoll Dreck zum Wurf bereit gemacht. Er sah sie überrascht an aber nur kurz. Dann fixierte er sich wieder auf Kim. Die hob warnend die Faust. „Noch einmal und du gehst schlafen, kein Spaß.“

Manuel schien nicht überzeugt, denn sobald Kim ihre Warnung ausgesprochen hatte, flog der Dreck. Sofort war Kim auf den Beinen und bei Manuel. Dieser wehrte sich nicht, als das große Mädchen ihn an den Haaren packte und mit der anderen Hand zum Schlag ausholte. Sie hielt kurz inne dann klatschte es laut und Manuels Körper erschlaffte. Kim hielt ihn noch einen Augenblick an den Haaren fest und ließ ihn dann unbegrenzt zu Boden fallen. Sie grinste ihre Freundin an und setzte sich wieder zu ihr.

Eine Weile sahen die Mädchen dabei zu, wie Sabber aus Manuels Mund tropfte und in seinem zusammengefegte Dreckhaufen versickerten. „Weißt du was.“ sagte Ashley nachdenklich. „Früher als ich im Kindergarten an den Haaren gezogen wurde und weinend zu meiner Mutter gegangen bin sagte diese immer, dass sie das nur tun, weil sie dich mögen.“
„Ja, und?“
„Manuel hat dich mit Dreck beworfen. Nicht mich.“
„Ja, weil er, …. Moment, was?“
„Seine ganze Aufmerksamkeit lag bei dir. Auch hatte er dich um eine Verabredung zu Halloween gebeten, nicht mich.“
„Oh nein Ashley. Du willst doch nicht sagen das der Lappen da, …“
„Ja genau das Kim. Und jetzt gucke dir mal seine Hose an. Siehst du den Fleck da?“

Kim zog die Augenbrauen hoch. „Naja, das wird ein Angstspritzer sein. Was sonst?“
„Er wollte von dir geschlagen werden Kim. Ganz klar. Und eine gute Erklärung für das Warum wäre, wenn das halt kein Angstspritzer ist sondern, …. na was Jungs halt machen.“
Kim sah sie mit offenem Mund an. „Du meinst doch nicht das was ich denke, oder?.“
„Guck doch nach. Keiner hindert dich dran.“
„Du meinst ich soll in seine Hose…“
„Ja warum denn nicht Kim? Nach dem Schlag ist er frühsten nächste Pause wieder wach.“
„Ich weiß nicht Ash.“
„Dann mach ich es halt.“

Entschlossen stand Ashley auf, packte den am Bodenliegenden am Kragen, hob ihn mühelos hoch und setzte sich wieder neben ihre Freundin. Mit ausgestrecktem Arm hielt sie Manuel vor sich und griff mit der anderen Hand an seine Hose.

„Siehst du hier? Weißer Klebekram!“
„Iiihhhh. Mach wieder zu.“
„Du solltest dich wirklich mehr mit Jungs auseinandersetzen Kim.“
„Ach ja. Mich wundert es, dass du so selbstverständlich in Jungenhosen fast und da… Was auch immer machst.“
„Du bist viel zu prüde. Aber egal. Damit wäre auf jeden Fall bewiesen, dass ihm, bevor du ihn geschlagen hast..“
„Ja, ja, ja rede nicht weiter. Es ist schon klar was du sagen willst. Und irgendwie macht es ja auch Sinn. Bis jetzt ist noch nie ein Junge freiwillig zu mir zurückgekommen, nach dem ich ihn vermöbelt habe. Dass es jemanden mal gefallen könnte hätte ich nicht gedacht. Aber irgendwie cool. Jetzt muss ich mich nicht mehr zurücknehmen, wenn er doch sowieso darauf steht.“
„Das heißt doch nicht dass du ihn ständig krankenhausreif prügeln kannst. Außerdem, wann hast du dich schon mal zurückgenommen.“
„Oh ich kann mich zurücknehmen. Das merkt nur niemand. Woher wusstest du das mit dem Fleck? Was ist da an Halloween gelaufen?“
„Über die Halloweensache will ich nicht reden. Das habe ich doch schon mal gesagt. Und das mit dem Fleck ist mir auch gerade erst klar geworden.“
„Okay, aber deine Theorie, dass er auf mich, na steht, bezweifle ich. Bei Jungs ist das doch meist eine Sex-Sache. Ich habe ihn vermöbelt und das hat ihn angemacht. Gleich danach fragt er mich nach einer Verabredung. Damit will ich sagen dass es umgedreht genauso gewesen wäre, wenn du ihn vor mir verhauen hättest.“
„Meinst du?“
„Klar. Und so kannst du ihn auch umprogrammieren. Verprügeln ihn richtig ausgiebig und schon hat er nur noch dich im Kopf. Esay! Außerdem muss deine Theorie sowieso noch getestet werden.“
„Na gut. Aber du musst mitmachen. Was nicht bedeutet, dass du Manuel jetzt jederzeit verhauen kannst.“
„Warum nicht? Wenn er doch…“
„Kim!“ Kim machte ein Schmollmund.
Ashley wog den Bewusstlosen Körper in ihrer Hand hin und her. Schwer war er nicht.
„Und was mache ich jetzt mit ihm?“
Kim deutete auf das Gebüsch hinter der Bank. „Werfe ihn doch einfach da rein und fertig.“
„Nein bestimmt nicht Kim. Ich lege ihn hier auf die Bank und decke ihn mit seiner Jacke zu und...“
„Meine Idee finde ich besser.“ Unterbrach Kim sie und grinste.


Wieder einmal wachte Manuel unter freien Himmel auf. Mittlerweile kam er schneller darauf, was wohl passiert war.
Obwohl ein paar Dinge anders waren. Er fühlte sich, trotz der frischen Herbstluft, nicht so stark durchgefroren wie sonst. Er lag auf etwas harten geraden. Und es zerrte etwas an ihm. Manuel hab den Kopf und sah in ein Gesicht, das sich nur mit Hässlich beschrieben ließ. Aus einem unreinen Gesicht starrten ihn kleine trübe Augen an. Fettiges braunes Haar viel dem Jungen in die hohe Stirn und irgendwie sah sein Gesicht mit dem riesen Kinn schief aus.

„Zu spät.“ knarrte der Junge aus einen Mund voller schiefer Zähne. Der Junge hatte einen Gegenstand in der Hand, den Manuel langsam als sein Eigentum identifizierte. Der Mistkerl hatte seine Brieftasche. Diese Information drang nur langsam in Manuels vernebeltes Gehirn. Ein geradezu hünenhafter Junge von beachtlicher Größe, meldete sich aus dem Hintergrund.

„Ich denke nicht, dass dies eine gute Idee ist Lu“
Der Junge vor Manuel erhob sich mit dessen Eigentum und ging zu dem Riesen. „Du sollst ja auch nicht denken Berti. Außerdem ist es schon erledig. Komm wir gehen einkaufen.“
„Nee ich mach da nicht mit. Er kennt Ashley und Kim. Mit den beiden lege ich mich nie wieder an.“
„Alter, wenn ich es doch sage. Die haben ihn niedergeschlagen. Ich habe es von einem Jungen gehört der es selbst gesehen hat. Wieso sonst liegt der hier rum?“
„Mir egal. Ich hau ab.“
„Ja dann gehe doch. War sowieso peinlich, wie du vor den beiden Frauen zu Kreuze gekrochen bist.“
„Das kannst du nur sagen, weil du noch nie mit ihnen zu tun hattest Lu!“
„Ja Berti, weil ich cleverer bin als du. Und jetzt Abmarsch.“

Die beiden Jungs verschwanden und Manuel richtete sich langsam auf der Bank auf. Jetzt aufzuspringen und hinterher zu laufen war nicht drin. In seinem Kopf drehte sich immer noch alles. Verdammt, die Beiden hatten ihm dem Moment nach dem Aufwachen genommen. Der Moment in dem er sich an die letzten Sekunden vor dem Ausknipsen erinnerte. Jetzt ging es irgendwie nicht mehr. Das lag wohl mehr daran, dass man ihn gerade bestohlen hatte. Das lenkte schon ab. Er sah auf sein Handy. Verdammt er hatte schon wieder eine Schulstunde versäumt.

Nachdem sich Manuel in seine Klasse zurückgeschleppt hatte und dem Lehrer irgendeine weitere Ausrede geliefert hatte überlegte er krampfhaft wie er seine Brieftasche wiederbekommen konnte. Das Geld konnte dieser Gossenjunge gerne behalten. Es ging ihm viel mehr um seinen Ausweis, Krankenkassenkarte und seinen Führerschein. Denn hatte er schließlich gerade erst bekommen. Am besten, er beeilte sich, so schnell wie möglich nach dem Klingeln, an das Haupttor zu kommen. Irgendwann musste dieser Wiederlink die Schule ja verlassen. Wenn er es noch nicht getan hatte.

Und so stand Manuel nach Schulschluss vor dem Steintor der Schule und behielt jeden Schüler im Auge, der das Schulgelände verließ. Von dem Kobold mit den Schmierhaaren war noch nichts zu sehen, als Kim und Ashley zwischen den Schülern auftauchten. Dieses Mal rannte Manuel nicht zu ihnen. Ausnahmsweise war er gerade mit anderen Dingen beschäftigt. Als Ashley und Kim ihn endeckten blieben sie stehen. Sie erwarteten wohl, dass er zu ihnen kam. Als das nicht geschah, kamen sie zu ihm.

„Ey Perverser, willst du uns nicht belästigen?“ rief Kim frech. „Nein.“ sagte Manuel kurz und behielt starr die Massen an Schülern im Auge. Ashley und Kim stellten sich links und rechts von ihm auf, was Manuel schon irritierte.
„Was wollt ihr beiden? Bin ich nicht der nervende Kerl, bei dem ihr froh seid, wenn er nicht auftaucht.“
„Das habe ich nie gesagt.“ sagte Ashley laut. „Ich bin gern bei dir.“ Manuel zog die Augenbrauen hoch. War das Sarkasmus oder meinte sie das so. An ihrer Stimme konnte er es nicht ausmachen und angesehen hatte er sie natürlich nicht. Da er weiter Beobachten musste. „Und ich…“ sagte Kim langsam. „Bin nur hier, weil Ash hier ist. Aber vielleicht hat meine Faust auch Sehnsucht nach deinem Gesicht. Wer weiß.“

Warum fand er es so sexy wenn Kim Andeutungen von Gewalt machte. Verdammt nun war sie wieder in seinem Kopf.

„Lenk mich nicht ab Kim!“ Er stockte, hatte er das laut gesagt?
„Womit lenke ich dich ab?“ fragte Kim auf eine Art die Manuels Alarmglocken schrillen ließen.
„Ach nichts.“ sagte er schnell.

Plötzlich wedelte ihm Kims Hand vor den Augen hin und her. „Äh hallo? Warum guckst du uns nicht einmal an, wenn du mit uns redest? Kann ja nicht so wichtig sein, was du da machst.“
„Ist es aber Kim.“ sagte Manuel und schob ihre Hand zur Seite.
Kim stemmte die Hände in die Seiten. „Wow was war das denn? Wo ist denn der aufgedrehte Kasper hin? Wusste nicht einmal das du auch ernst sein kannst.“

Da kam dieser Riese aus dem Tor mit dem dieser Lu geredet hatte. Bertie oder so. „Endschuldigt mich.“ sagte Manuel plötzlich und lief im Laufschritt zu dem Riesen. Der Junge war bestimmt 2 Meter groß und auch ansonsten gut beisammen. Er fiel garantiert überall auf. Dieser sah, dass Manuel auf ihn zukam und blieb stehen. Dann wurde er plötzlich sehr bleich und ging wortwörtlich auf die Knie. Manuel sah über seine Schulter und sah Kim und Ashley, die hinter ihm hergelaufen waren.

„Was willst du denn vor unseren Berti.“ fragte Kim und stellte sich vor den großen Jungen am Boden. Manuel bekam große Augen, als dieser sofort damit anfing, Kims Stiefel zu küssen. Auch Kim war überrascht und zog erschrocken den Fuß weg. „Ey Bertie lass das. Das ist voll peinlich.“
„Warum küsst er deine Schuhe?“ fragte Manuel, Kim und Ashley antwortete.
„Naja, wir haben damals alle großen und Unverschämten Jungs verprügelt. Dabei hatten wir eine Masche. Eine von uns hat sie am ersten Tag nur ein bisschen verhauen und ihnen höllisch Angst vor der anderen gemacht. Und die andere hat sie dann am zweiten Tag, der Drohung entsprechend richtig übel rangenommen. Das haben wir natürlich nicht bei allen gemacht. Nur bei den Schlimmen. Und in Berties Fall gab es so eine Art Kommunikationsproblem.“
Kim grinste fies. „Wir dachten beide, dass jeweils die andere ihm Angst machte und so wurde er von uns beiden tüchtig verdroschen. Seitdem ist Bertie nicht mehr derselbe.“
„Irgendwie merkte ich jetzt erst wie übel ihr beiden seid.“ sagte Manuel langsam und in seinen Worten klangen dabei anklagend wie auch enttäuscht.

Ashley die den Tonfall von Manuel besser deutete als Kim wurde unruhig. „Nein, nein Manuel verstehe das nicht falsch. Wir sind jetzt nicht mehr so und wir haben das nur bei Berti gemacht. Es war ja keine Absicht.“
„Ist jetzt auch egal.“ sagte Manuel schnell. „Ich muss jetzt mit Berti reden.“
„Wer hindert dich dran?“ fragte Kim und sah auf den Jungen herab, der seinen Kopf noch verdächtig nah an ihren Stiefeln hatte. „Aber…“ sagte Kim gedehnt. „Vielleicht will mir Berti selber sagen was passiert ist?“

Der Riese am Boden plapperte so schnell los, dass Manuel nicht mehr zu Wort kam. „Ludwig ich meine Lu hat seine Brieftasche gestohlen. Ich war dagegen, ganz ehrlich aber er hat es doch getan. Und, und, mehr war nicht…“
„Und du hast ihn nicht daran gehindert?“ rief Kim sauer worauf der Junge am Boden zu weinen begann.
„Ach Gott.“ sagte Ashley. „Bertie weiß  du wo Lu hin ist?“
„Nein, ganz ehrlich. Ich habe ihn das letzte Mal gesehen, als er sich die Brieftasche genommen hat.“
„Ich glaube dir, du kannst jetzt gehen. Na los!“

Der Junge sah demütig nach oben, krabbelte dann ein paar Meter rückwärts, um sich erst dann aufzurichten und davon zu eilen.

„Warum hast du uns das nicht gesagt?“ rief Kim vorwurfsvoll.
„Weil ich vielleicht niemanden bei dieser Sache brauche der andere gleich Krankenhausreif schlägt.“
„Ohhh, darauf kannst du dich aber verlassen. Wenn ich Lu sehen, was für ein blöde Abkürzung, dann prügeln  ich ihn so durch, das er…
„Ich auch.“ sagte Ashley entschlossen. „Er hat dich schließlich bestohlen.“
„Ohhh nein.“ sagte Manuel lauter als er wollte. „Ihr werdet nichts dergleichen machen. Klar?“
„Na gut.“ sagte Ashley leise, als ob ihr Vater mit ihr geschimpft hätte. Kim verschränkte trotzig die Arme.

In diesem Augenblick sah Manuel, Lu. Er fuhr auf einen rostigen BMX mitten durch die Schüler, welche fluchend zur Seite sprangen. Als er Manuel ebenfalls sah, streckte er ihm den Mittelfinger entgegen und trat in die Pedalen. „Da ist er.“ sagte Manuel wie zu sich selbst. „Wo?“ kam es von Kim die sofort herumfuhr.

Sobald Kim den Jungen auf seinem Fahrrad erblick hatte, rannte sie los. Manuel konnte kaum glauben wir schnell Kim war. Er selbst wäre zu Fuß nicht halb so schnell. Sie rannte hinter dem Rad her und man sah deutlich, wie sie langsam aufholte. Doch der Junge trat sofort ordentlich in die Pedalen, als er Kim auf sich zukommen sah. Da spürte Manuel wie Ashley seine Hand nahm. „Komm schon. Hinterher!“

Manuel und Ashley rannten los, wobei Manuel sich ernsthaft fragte, warum er dabei Ashleys Hand halten musste. Allerdings war ihr Griff auch so fest, dass er kaum eine Wahl hatte. Sie rannten zusammen um die nächste Ecke und sahen noch, wie Kims Gestalt am Ende einer langen Straße um die Ecke bog. Sie liefen nun ebenfalls die Straße entlang aber schon nach 30 Metern kam Manuel ins Keuchen und sie gingen ins schnelle gehen über.

„Du bist ja nicht gerade in Form.“ sagte Ashley leise.
Manuel stimmt ihr schnaufend zu. „Und Kim ist extrem schnell.“
„Jeep das ist sie. Der Junge hat keine Chance ihr zu entkommen.“
„Na hoffentlich lässt sie ihn am Leben.“
„Hallo? Sie ist doch keine Irre!“

Sie gingen bis ans Ende der Straße und überlegten gerade wo sie hin sollten, als Ashleys Handy vibrierte. Kim hatte ihrer Freundin ihren Standort geschickt, so dass sie nun ganz genau wussten, wo sie hin mussten.  Sie gingen noch eine Straße links dann rechts und dann fanden sie das Fahrrad, das auf dem Gehweg lag. Lu war weiter auf eine Baustelle eines Einfamilienhauses gelaufen. Kim hatte ihn in einer Ecke des unfertigen Hauses festgesetzt. Der Junge hatte ein Stahlrohr in der Hand, das er wie ein Schwert vor sich hielt. Manuel war überrascht, dass Kim ihn noch nicht angegriffen hatte. Ashley wohl auch denn sie sagte:

„Wow Kim. Er ist noch bei Sinnen und kann stehen.“
„Ja, aber wenn ihr noch länger gebraucht hättet, wohl nicht mehr. Was habt ihr getrieben? Noch zwischendurch ein Eis gekauft?“
„Nicht jeder kann so rennen wie du.“ sagte Manuel.
„Rennen?“ fragte Ashley lachend. „Wir mussten gehen damit Manuel keinen Herzimpfakt bekommt.“
„Egal.“ sagte Manuel schnell. „Kim? Kannst du ihm die Metallstange abnehmen?“
„Was ich? Wieso? Ich sollte ihn doch nicht angreifen!“ Sie verschränkte sie Arme und grinste breit. „Mach es doch selbst.“
„Ach Kim.“ sagte Ashley, stellte sich dem Jungen entgegen, der tatsächlich mit der Stange zuschlug.  Ashley fing die Stange ohne Probleme auf, entriss sie ihm, packte sie mit beiden Händen und verbog sie zu einem Kreis. Als ob das vollkommen einfach wäre. Danach warf sie die Stange durch das halbfertige Fenster neben sich. Manuel und auch Lu starrte Ashley entgeistert an. Kim knurrte nur ein „Angeberin.“

„Das gibt es nicht.“ stotterte der Junge. „Das Ding war aus Eisen. Das…“ Er verstummte als Ashley ihren Rechten Arm hob und ihren Bizeps anspannte. Die dicke Kokosnussspitze beulte sich sogar sichtbar durch Ashleys warmen Wintermantel. Der Junge starrte sie wortlos an während Manuel es nicht verhindern konnte, als absolut scharf zu werden.

Ashley senkte ihren Arm und streckte die Hand aus. „Seine Brieftasche!“ Der Junge pulte in seiner Jacke und gab Ashley, was sie verlangte. Ashley reichte die Brieftasche an Manuel weiter. Manuel blickte hinein und sah dann wieder zu dem Jungen. „Und das Geld?“ Ashley und Kim machten ein böses Gesicht. Der Junge pulte wieder in seiner Jacke und ließ zwei zehn Euroscheine zu Boden fallen und etwas Kleingeld. „Hier das ist der Rest, kannst du es selber aufheben.“

In diesem Augenblick ries bei Kim der Geduldsfaden. Mit einer Bewegung war sie beim Jungen und boxte ihm in den Magen. Der Junge brach sofort keuchend zusammen. Lange blieb er nicht liegen, denn auch Ashley war wütend. Sie packte Lu hob ihn in die Luft und knallte seinen Körper auf einen Haufen Steinziegeln die auf eine Palette gestapelt waren. Kim griff sich inzwischen eine Holzlatte. Als Ashley zu ihrer Freundin aufsah und die Latte in ihrer Hand wahrnahm, zog sie dem Jungen, denn sie mit einer Hand auf die Steine drückte, mit der anderen die Hose runter.

Kim holte zum Schlag aus und schlug mit dem Brett auf den nackten Hintern des Jungen, welcher gellend aufschrie. Sofort war die schwere Ashley auf seinem Rücken, packte ihn mit einer Hand an den Haaren und hielt ihn mit der anderen den Mund zu. Danach folgten weitere Schläge von Kim die auf dem nackten Hintern nur so knallten und ihn dunkelrot färbten. Bei den ersten Schlägen schrie der Junge noch in Ashley Handfläche, dann wurde er leiser. Und nach dem zwanzigsten gab er keinen Ton von sich. Kim machte eine Pause und Ashley nahm die Hand von dem Mund des Jungen.

„Er ist besinnungslos.“ sagte Ashley knapp, als ob das jeden Tag passierte. „Dann wecke ihn auf.“ sagte Kim und holte schon wieder zum Schlag aus.
„Nein wartet.“ keuchte Manuel. Er hatte es nicht gewollt, aber die Vorstellung hatte ihn sehr erregt. Kim so in Aktion zu sehen war ungemein sexy gewesen. Wie auch das Zusammenspiel dieser Frauen, wie sie mit geröteten Wangen und entschlossenen Gesichtern diesen Jungen dominierten und bearbeiteten.

Kim brach ihre angefangene Schlagbewegung ab, ihre Augen funkelten Manuel an. „Was ist?“ fragte sie und wog das Holzbrett spielerisch in ihrer Hand. „Will du als nächstes?“ Manuel hätte fast ein „Ja!“ gehaucht, biss sich aber auf die Unterlippe und schüttelte den Kopf. „Dann stör uns nicht. Ich bin gerade in Fahrt.“ Sie wollte wieder ausholen, als Ashley den schlaffen Jungen vom Steinstapel warf, der reglos mit heruntergelassener Hose im Dreck liegen blieb.

„Manuel hat Recht Kim. Wir sollten nicht übertreiben.“
Kim machte ein wütendes Gesicht und warf das Brett weg. „Ihr beiden seid solche Spielverderber.“
Ashley rutschte vom Steinhaufen in ging zu ihrer großen Freundin. „Ich dachte du wolltest dich auch zügeln?“
„Ich habe doch das Brett weggeworfen, oder?“ maulte Kim. „Ich muss sowieso zum Training.“

Kim wand sich zum Gehen, wobei sie dem Jungen am Boden noch einen Tritt verpasste, der diesen einen halben Meter über den Boden rutschen ließ. Ashley grinste Manuel an. „Na? Wollen wir noch zusammen abhängen?“
„Meine Eltern warten mit dem Essen. Bin sowieso schon spät dran wegen dieser Sache hier.“
„Oh schade.“ sagte Ashley. Was wirklich traurig klang. Dann rannte sie mit einem lauten „Warte Kim.“ hinter ihrer großen Freundin her.

Manuels Eltern warteten tatsächlich. Und sich jetzt von den Mädchen zu trennen war nicht so schlimm. Den Morgen war das Wochenende nach Halloween. Er war mit Kim verabredet. Sie hatte ihm zwei volle Tage versprochen, auf deren Einlösung er bestehen würde.  Und ob das Kim noch wusste oder vergessen hatte, war ebenfalls egal. Er hatte inzwischen, über andere Mitschüler ihre Adresse in Erfahrung gebracht. Und morgenfrüh um 8:00 Uhr würde er vor ihrer Haustür stehen. Ob sie wollte oder nicht.